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  1. Inaktiver User

    AW: Über Wirtschaftsordnung, und wohin mit der Potenz

    Wurde das deutsche Volk oder das Parlament gefragt als die Teilnahme am Afghanistankrieg beschlossen wurde ?
    JA... wurde es.
    Es war die knappe Mehrheit der damaligen Koalition die es beschlossen hat - was nicht heißt daß das Parlament im Gesamten zugestimmt, erst recht nicht die Mehrheit des Volkes beschlossen hat. Und leider haben sich die Grünen Schröder unterworfen ohne eigenes Gesicht zu zeigen.

    Bei etwas so elementarem wie einem Krieg, wie immer man ihn nennt, muss (müsste!) in einer Demokratie das Volk mitbestimmen können. Siehe Schweiz, in der dies auch möglich ist.

    Von allen anderen aufgeführten Entscheidungen und noch einigen weiteren mal ganz abgesehen.
    Es betrifft nur am Rande dieses Thema, aber ich fand diesen Politik Blog lesenswert - inhaltlich-:

    Politik und mehr

    Treffend dies: Viele fragen sich seit Jahren, was hier eigentlich los ist in dieser parlamentarischen Demokratie. Die Antwort ist einfach: nichts. Aber warum?

    ...und das: Die parlamentarische Demokratie in Deutschland ist derzeit ohne Zweifel ein nutzloser Sauhaufen. Doch die Demokratie selbst, der geht es gut, solange das in Kraft ist, was auch eine Außerparlamentarische Demokratie gegen die Parteien ermöglicht:

    das Grundgesetz. Unsere Verfassung
    .
    Geändert von Inaktiver User (28.01.2011 um 10:44 Uhr) Grund: Ergänzung

  2. Inaktiver User

    AW: Über Wirtschaftsordnung, und wohin mit der Potenz

    Zitat Zitat von hombre Beitrag anzeigen
    Ich starte gänzlich unsystematisch, aus dem Bauch raus:
    ...
    Ich ahne, daß nicht nur kommunistisch-maoistische Strategen jetzt jubilieren werden ob dieser meiner Fragestellung.
    Es gibt viele Gründe für das Scheitern von Revolutionen.
    Der Häufigste:
    Es geht den "Revolutionären" eigentlich gar nicht um Veränderung.
    Sie brauchen und nutzen das bestehende, vorgeblich gehasste und zu bekämpfende System zur Selbstfindung, Selbstdarstellung, Inszenierung.
    Die Revolution soll gar nicht gelingen, denn was wäre und täte der Revolutionär dann?

    Pseudo-Revolutionäre erkennt man daran, dass sie nicht Willens und/oder in der Lage sind, sich so auszudrücken, dass die, deren Interessen sie angeblich vertreten, sie auch verstehen können.
    So bleibt die "Revolution" die Sache weniger Auserwählter - Sprache als Mittel der Unterscheidung und Auslese.

    Man erkennt Pseudo-Revolutionäre auch daran, dass sie keine klare und/oder mit den Idealen ihrer Revolution vereinbare Vorstellung davon haben, was sie nach der erfolgreichen Revolution mit ihrem Leben anfingen.

    (Selbst Revolutionäre, die wirklich an Veränderung interessiert sind, sehen für sich selbst nach erfolgreicher Revolution meist Posten vor, auf denen sie dieselbe Form von Macht oder Gewalt ausüben können, die sie vorher in den Händen Anderer angeprangert und bekämpft haben.
    Diesen Anspruch legitimieren sie allein durch ihre führende Teilhabe an der Revolution. Da Führung der Effizienz geschuldet immer eine Sache Weniger ist, braucht es also auch hier die Auslese.
    Und was wäre da geeigenter, weil billiger und universeller einsetzbar als Sprache?)

    Zur Sache:
    Wenn man denen, die das Geld effektiv verdient haben, ihre gerechten Anteil an diesem Geld gäbe, würden die Meisten es für das ausgeben, was in ihrem sozialen Bezugssystem eben "angesagt" ist.
    Meist ist dies Nacheifern, also die Imitation derer, die (immer) noch mehr Geld oder Sozialprestige haben.

    Wenn der Hochadel sich die Wände mit Seide bespannt, verkleben die wohlhabenderen Bürger eben bedrucktes Papier.
    Wenn der Superreiche sich und seine Lieben von anerkannten Genies portraitieren lässt, beauftragt der Beamte eben den Kunbstmaler aus den Kleinanzeigen der ADAC Motorwelt.
    Wenn der schwerreiche Industrielle seine Kinder in Oxford, Harvard oder Cambirdge studieren lässt, spendiert der gehobene Manager für seine Brut eben St.Gallen.

    Manchmal nimmt das auch interessante Formen des "Überrundens" an:
    Wenn die westlichen Muttermilch-Kapitalisten einen Mercedes, einen Porsche, einen Ferrari und einen Lamborghini in der Garage und 40 Maßanzüge im Ankleidezimmer haben, kauft sich der russiche Neu-Kapitalist eben 5 Mercedes, 3 Porsche, 8 Ferraris, 6 Lamborghinis und 80 Maßanzüge.

    Fazit: Ich glaube nicht, dass in der augebeuteten Arbeitnehmerschaft das Konzept einer ökologisch vertretbareren Lebensweise oder auch nur einer überlegenen Ästhetik schlummert.
    Ich plädiere dessen ungeachtet für eine gerechtere Verteilung des Mehrwerts.

    Cheers,

    NM

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    AW: Über Wirtschaftsordnung, und wohin mit der Potenz

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Fazit: Ich glaube nicht, dass in der ausgebeuteten Arbeitnehmerschaft das Konzept einer ökologisch vertretbareren Lebensweise oder auch nur einer überlegenen Ästhetik schlummert.
    Ich plädiere dessen ungeachtet für eine gerechtere Verteilung des Mehrwerts.
    Es fand wer zurück zum Thema. Danke, N.Mann!

    Es geht hier nicht um die vielen üblichen großen Fragen, wie nach "Ausbeutung", "Ausnutzung", "Übervorteilung" usw der unteren Schicht.
    Es soll gehen um die Frage

    wie es wäre wenn
    diese arbeitsbienigleistungerbringenden Schichten, die mangels Kaufkraft bis dato nicht wirklich auf die Gestaltung der Umwelt einzuwirken vermögen, größere Kaufkraft (Potenz) verliehen bekommen würden, so wie sie ihnen nach jedem Fairness-Gedanken auch zustehen würden.

    @N.Mann versucht sich dieser Frage anzunähern, in dem er 1 bis 2 Etagen höher hinsieht, wo bereits Kaufkraft neu zu wem gekommen ist, den "Neureichen" eben.
    Die sich vor allem an denen orientieren würden, die bereits im Reichen-Schiff dahinsegeln. An deren Prestigekultur.

    Vom zunehmendem Mitwirken noch ungebildeterer, nicht weniger unbewusst agierender Leute von weiter unten, kann (im allgemeinen) wohl kaum eine Qualitätssteigerung beim Konsumverhalten erwartet werden.
    Zunächst mögen durch erhöhte Massennachfrage nach Gütern, die mensch auch wirklich braucht, kleine Korrekturen an der Zusammensetzung der Produktionspalette zuungunsten von überflüssigem Prestigekram stattfinden, insgesamt jedoch ist bei Beibehaltung einer weitgehend freien Angebotsseite eine Zunahme minder gehaltvoller Produktion zu befürchten, insbesondere auch medialer. BILD kann sich dann jeder leisten, und sogar SKY, Counter-strike etc.
    Und statt 1 Burger machen dann erst 2 satt.

    Ich denke, daß diese Furcht eine Grundmotivation reaktionärer Kreise darstellen könnte, die zb in BILD, Kirche,Werbung nützlich-machtvolle Instrumente sehen zur Beherrschung der "dümmeren" Klasse.


    Für die, die das noch nicht kapiert hatten:
    Dieses Thema ist ein nachdenkliches eines sozial/sozialistisch denken wollenden Menschen.
    Geändert von hombre (09.02.2011 um 23:09 Uhr)

  4. User Info Menu

    AW: Über Wirtschaftsordnung, und wohin mit der Potenz

    ich glaube, die Frau und Mutter und die gut ausgebildete Tochter werden in eine Putzhilfe investieren und später vielleicht in eine Erzieherin für die Kinder, oder, die gut ausgebildete Tochter macht eine Ausbildung in dem Bereich ( Erzieherin, Krankenschwester ), und spart dann ihr Geld wieder ein.
    ... living next door to ...

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    AW: Über Wirtschaftsordnung, und wohin mit der Potenz

    ich fasse mich noch kürzer:

    Wird die Welt schöner, besser, wertbeständiger usw, wenn ich bettelarmen Leute zu Eigentum verhelfe, wie zb Wohneigentum?

    Für was wird das neue Geld der Armen ausgegeben werden in einer freien Wirtschaft wie unserer?

  6. Inaktiver User

    AW: Über Wirtschaftsordnung, und wohin mit der Potenz

    Zitat Zitat von hombre Beitrag anzeigen
    insgesamt jedoch ist bei Beibehaltung einer weitgehend freien Angebotsseite eine Zunahme minder gehaltvoller Produktion zu befürchten
    Okay, hier paßt es noch am Besten hinein: Heute Abend um 20:15 auf Arte "Kaufen für die Müllhalde". Mal sehen, ob sich etwas Verwertbares ergibt.

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