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  1. Inaktiver User

    AW: Die „Sorge um künftige Generationen“ ist alternativlos

    Brüderles Protzerei

    Ein für den Stern erstaunlicher Artikel den man sich reinziehen sollte - bei aller Wirtschaftswachstumseuphorie, Auszüge daraus:

    Eindrucksvoll, was da jetzt im Bundestag zu besichtigen und zu hören war. Ein Wirtschaftswunderzug mit den Aufschriften "Wachstum" und "Wir sind die Krisenbändiger" und "Wohlstand für alle". Als Lokführer ließ sich Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle feiern. 2,3 Prozent werde die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr wachsen, die Arbeitslosigkeit liege unter drei Millionen. Die deutsche Wirtschaft, beflügelt natürlich vor allem vom FDP-Wirtschaftsminister, eile mit Sieben-Meilen-Stiefeln in Europa voran, andernorts übe man noch den Gänsemarsch.

    Ein wenig mehr Nüchternheit wäre angebracht. Denn dieser Wirtschaftszug fährt doch an Millionen Deutschen vorbei, die allenfalls noch resigniert den Kopf schütteln können, wenn sie das Etikett "Wunder" lesen. 22 Prozent aller Beschäftigten arbeiten Teilzeit, hängen in Mini-Jobs oder werden als Leiharbeiter benutzt.

    Bei diesen Bundesbürgern ist von den 3,6 Prozent Wachstum des Jahres 2010 wenig angekommen, was nicht unverzüglich durch höhere Abgaben - zum Beispiel an die Gemeindekasse - wieder verschwand. Hotel-Besitzer, die von der Mehrwertsteuersenkung profitieren, sind sie nicht. Einen Dienstwagen, über den Manager und Bundestagsabgeordnete verfügen, fahren sie auch nicht, also müssen sie die Rekord-Benzinpreise bezahlen, ohne am Rekord-Wachstum teilnehmen zu dürfen. Und irgendwie profitieren sie von den angeblichen Wohltaten, mit denen die Regierung den Aufschwung stabilisieren will, auch nicht richtig. Der Arbeitnehmer-Pauschbetrag wird um 80 Euro aufgestockt, das bringt maximal zehn Cent mehr Einkommen pro Tag und Kopf.


    Politik ohne Schminke

    Das große FDP-Wort, man müsse ihr dankbar sein für den "Beschäftigungsaufschwung", muss leider ebenso kritisch buchstabiert werden. 2,9 Millionen Menschen sind arbeitslos gemeldet. Mindestens weitere zwei Millionen sind irgendwo versteckt. In Fortbildungsmaßnahmen, an deren Ende sehr oft erneute Arbeitslosigkeit wartet. In erzwungener Frührente, von der sich ohne Unterstützung auch nach einem langen Arbeitsleben nicht anständig leben lässt. Und wer zahlt die Zuschläge für die Niedriglohnarbeitnehmer? Die Steuerzahler mit mittleren Einkommen, deren Reallöhne in den vergangenen zehn Jahren praktisch nicht mehr gestiegen sind. Ganz im Gegensatz zu den großen Geldvermögen, deren Zuwächse, sofern sie nicht verschleiert werden, bei vier Prozent liegen. Zwei Drittel der Normalbürger besitzen dagegen überhaupt kein Barvermögen.

    Vor diesem Hintergrund die schwarz-gelbe Mafia und unfähige, korrupte Bande für ihre "Nicht-Entscheidungen" -zumindest für die Normalbürger- zu bejubeln und sie noch nicht aus ihrem Tempel jagen zu können - macht mich ...alternativlos fassungslos

    Wo bleibt der große Aufstand ? Ach ja, der darf in der Springer,Bertelsmann,Burda- Monopolpresse ja nicht berichtet werden
    Geändert von Inaktiver User (24.01.2011 um 13:54 Uhr)

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