Ja und? Es ging in diesem Fall darum die falsche Aussage Nadines richtig zu stellen, die offenbar Nahe legen wollte, mittelständische Manager mit grossem Einkommen würden wegen der Vermögenssteuer einfach ihren Hauptwohnsitz ins Ausland verlegen, womit der deutsche Staat nicht nur der Vermögens- sondern auch der Einkommenssteuer verlustig ginge. Da ein Geschäftsführer eines mittelständischen Unternehmens kaum mehr als 50% ausserhalb Deutschlands verbringen können wird, kann man dieses beständig aufgetischte "Argument" also getrost vergessen.
Das sehe ich im Grunde auch so. Allerdings verlangen die Grünen ja nur Peanuts von denjenigen, die von den staatlichen Rettungsmassnahmen am meisten profitiert haben. Und das nur über einen befristeten Zeitraum. Leider ist das Vertrauen darauf, dass der Staat eine einmal geöffnete Einnahmequelle dann wie versprochen wieder schliesst schlicht nicht vorhanden. Mich kann man eher von einer hohen Erbschaftssteuer überzeugen.
Die Idee der Linkspartei Privateigentum wegzusteuern ist im Grunde unerträglich und mit dem Verfassungsmässigen Schutz des Eigentums nicht in Einklang zu bringen - und vor allem naiv und lebensfremd. Mir scheint, solche Konzepte verbreitet die Parteispitze vor allem um Wähler zu ködern und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass es nie soweit kommt, das man den eigenen Porsche abschaffen müsste. Ähnliches Konzept wie die Natoabschaffung, die, wie wir dank Wikileaks wissen, ja auch nur gefordert wird weil sie garantiert nicht kommt aber die eigenen Lämmer drauf reinfallen.
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Thema: Initiative Vermögensabgabe
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16.01.2011, 18:48
AW: Initiative Vermögensabgabe
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16.01.2011, 19:12
AW: Initiative Vermögensabgabe
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16.01.2011, 20:09
AW: Initiative Vermögensabgabe
Das ist doch total albern: Wenn das eine gültige Steuersparoption wäre, würden die Manager ihre Einkommenssteuer doch schon längst so optimieren, und nicht erst, wenn dann im Vergleich zur Einkommenssteuer noch ein paar Peanuts Vermögenssteuer oben drauf kommen.
Und Du glaubst doch hoffentlich nicht wirklich, dass die Firmenleitung von mittelständische Unternehmen auf Firmenkosten um die Steuersparmodelle ihres Spitzenpersonals herum gebaut werden. Und wenn es um den mittelständischen Unternehmer geht: willst Du den dann klonen? Das ist eine altbekannst Drohung die schon immer eines war: heisse Luft.
Das ein Millionär sein soziales Umfeld verlässt und soziale Ächtung in kauf nimmt und sich auf Jahre hinaus so organisiert die halbe Woche ohne Familie zu verbringen um ein paar zehntausend Euro zu sparen, - das kann man getrosst ins Reich der Fantasie verweisen.
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16.01.2011, 21:15
AW: Initiative Vermögensabgabe
Deshalb kommt das auch heute schon vor. Aber es war auch nur ein Beispiel. Steuerberater kennen da ganz sicher noch eine Menge andere legale Tricks.
Es gibt auch heute schon Unternehmsgründungen mit zwei oder mehr Unternehmern.
Es soll auch Familien weit unterhalb der Millionengrenze, die auch die halbe Woche oder mehr getrennt sind, weil es beruflich nicht anders möglich ist.
So utopisch und unmöglich wie du es hier darstellst ist das nun wirklich nicht.Geändert von Lindaxxx (16.01.2011 um 21:20 Uhr)
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16.01.2011, 23:00
AW: Initiative Vermögensabgabe
Ach komm, Du reitest auf einem toten Pferd. Weder leben Spitzenmanager und Unternehmer derzeit zu einem bedeutsamen Anteil im Ausland, noch werden sie plötzlich ins Ausland gehen weil sie neben den bedeutsamen Summen der Einkommenssteuer noch ein paar Mücken mehr abdrücken müssen. Zumal sie dann in ein Land mit tatsächlich wesentlich besseren Steuersätzen ziehen müssten. Das ist nicht so einfach, die Schweiz bsplsw. keennt die Vermögenssteuer schon lange.
Und? Die arbeiten dann alle Teilzeit und sind den Rest der Zeit ausser Landes? Sehr glaubhaft.
Es gibt auch heute schon Unternehmsgründungen mit zwei oder mehr Unternehmern.
Es soll auch Familien weit unterhalb der Millionengrenze, die auch die halbe Woche oder mehr getrennt sind, weil es beruflich nicht anders möglich ist.
So utopisch und unmöglich wie du es hier darstellst ist das nun wirklich nicht.
Es geht doch gar nicht haarspalterisch darum ob es machbar ist, sondern ob Vermögensmillionäre mit Spitzeneinkommen wegen ein paar 10 000 Euro das auch umsetzen, obwohl sie doch jetzt schon viel wesentlichere Summen sparen könnetn wenn sie es täten. Da geht es ja eben gerade nicht um Leute, die gezwungen sind die halbe Woche oder mehr getrennt zu sein, sondern um Menschen die es sich aussuchen könnten, und die sich dann Nadines und Deiner Meinung nach für für solche Menschen unbedeutende Beträge gegen ihre Familie und soziales Umfeld entscheiden aber einen zweiten Wohnsitz finanzieren, das Pendel über Jahre ist auch nicht ohne.
Sicher können sie es tun, aber es werden kaum mehr sein, als diejenigen, die jetzt schon im Ausland leben und in Deutschland arbeiten um Steuern zu sparen.
Abgesehen vom Grenzgebiet ist das praktisch niemand. Und davon abgesehen gibt es ja auch eine ganze Menge Manager und Unternehmer mit sozialer Verantwortung. Das sollte man nicht immer ausblenden.
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17.01.2011, 00:10
AW: Initiative Vermögensabgabe
Man muss nicht immer vor Ort sein um zu arbeiten. Aber das hängt natürlich von der Branche ab.
Es geht nicht um Spitzeneinkommen sondern um ein Vermögen von "nur" einer Million. Und zu diesem Vermögen zählen auch Eigenheim und Firmenvermögen wie z.B. Grundstücke/Gebäude, Maschinen und Fuhrpark. Da ist eine Million nicht viel.
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17.01.2011, 00:37
AW: Initiative Vermögensabgabe
5 % x 10 Jahre = die Hälfte des Vermögens. Wie schön, dass Dir das als Peanuts erscheint.
Es wird eine gigantische Vermögensverlagerung ins Ausland geben. Investiert wird hierzulande nur noch das Nötigste werden. Und wenn, dann mit Schulden so abgedeckt werden, dass nix mehr überbleibt.
Was glaubst Du, was das für Auswirkungen auf Arbeitsplätze hat?
Und: schon die damalige Vermögenssteuer hat per Saldo nichts gebracht. Weil die Erhebungskosten so hoch waren.
Jetzt aber sind die Einheitswerte weggefallen.
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17.01.2011, 09:21Inaktiver User
AW: Initiative Vermögensabgabe
[QUOTE=Lindaxxx;8791921
Es geht nicht um Spitzeneinkommen sondern um ein Vermögen von "nur" einer Million. Und zu diesem Vermögen zählen auch Eigenheim und Firmenvermögen wie z.B. Grundstücke/Gebäude, Maschinen und Fuhrpark. Da ist eine Million nicht viel.[/QUOTE]
Eröffnungspost - Vorschlag der Grünen- :
>>Sie soll zwischen 1,36 und knapp 1,5 Prozent liegen und zehn Jahre lang für alle fällig sein, die mindestens eine Million Euro besitzen, wobei es allerdings Freibeträge für Kinder geben soll.<<
Die Linke forderte 2008?/2009? die Abgabe für 2009 und 2010 - in Bezug, als Ausgleich auf die Finanzkrise - diese Beträge wurden in den Jahren davor von den betroffenen Mehrfachmillionären bereits erzockt.
Sie forderte auch daß die Regierung die Hilfsbeträge mit der Bedingung an die Zockerbanken verknüpft, das Geld das ihnen hilfreich nachgeschmissen wurde, bei Gewinnen an die Staatskasse wieder zurück zu zahlen.
Nichts davon hat schwarz-gelb auch nur angedacht und der Staat - der ja WIR sind - schaut bewusst in die Röhre trotz riesigen Spekulations-Gewinnen die einige inzwischen seit der Finanzkrise wieder reichlich machen.
Man darf sich Gedanken machen warum nichts in dieser Richtung passiert ist.
Ganz sicher nicht um die Kleinanleger zu schützen.
Es betrifft also "Einfach-Millionäre" mit "nur" einer Million gar nicht....und auch nicht die o.g. mit Grundstücks/Gebäudewerten bis 1 Mio.
Wenn es also -als Beispiel- um 3 Millionen tatsächliches Vermögen geht, beträgt die
-zeitlich begrenzte Steuer 100000 maximal in einem Jahr = in Worten einhunderttausend (von 3 Millionen!). Diese Beträge werden nicht selten in einer Stunde verzockt ohne mit der Wimper zu zucken.
- wo müssen einem da jetzt die Tränen kommen ?
Jammern auf extrem hohem Niveau nenne ich das.Geändert von Inaktiver User (17.01.2011 um 09:36 Uhr)
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17.01.2011, 09:45
AW: Initiative Vermögensabgabe
Wie kommst du auf 3 Millionen? Die Grenze für die Besteuerung liegt bei einer Million!
Aus dem Eingangsposting:
Hier ist nicht von Mehrfachmillionären die Rede.Die Grünen wollen im Falle einer Regierungsbeteiligung nach den nächsten Bundestagswahlen eine Vermögensabgabe für Reiche einführen. Sie soll zwischen 1,36 und knapp 1,5 Prozent liegen und zehn Jahre lang für alle fällig sein, die mindestens eine Million Euro besitzen, wobei es allerdings Freibeträge für Kinder geben soll.
Die Linke fordert die Wiedereinführung der Vermögensteuer, in Form der Millionärsteuer. Sie soll gezielt Vermögensmillionäre treffen. Dies wird durch einen Freibetrag von einer Million Euro erreicht. Wer weniger als eine Million Euro sein Eigen nennt, zahlt keine Vermögenssteuer. Damit ist zugleich gewährleistet, dass beispielsweise das selbstgenutzte Eigenheim von der Steuer befreit bleibt. Der Teil des Vermögens von Millionären, welcher oberhalb von einer Million Euro liegt, wird mit fünf Prozent besteuert.
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17.01.2011, 09:54Inaktiver User
AW: Initiative Vermögensabgabe
Die Besteuerung SOLLTE bei den Vermögen ÜBER einer Million sein
Es war ein BEISPIEL um aufzuzeigen um welche Steuerbeträge es geht bei DREI Millionen.
Dann nehme ich nun ein anderes Beispiel:
Ein Vermögender besitzt 1500000 -in Worten einemillionfünfhunderttausend-
Die Vermögenssteuer wäre -wie gesagt zeitlich begrenzt -
für diesen pro Jahr 25000 Euro - in Worten fünfundzwanzigtausend (von 1,5 Mio).
Wie es die Grünen geplant haben, weiß ich ausser dem was bereits im Eingangspost steht, detailiert nicht.
Diese Vermögungssteuern sollte dann - finde ich persönlich - zweckgebunden sein für dringend benötigte Maßnahmen. Welche wäre dann zu überlegen, es gibt genug dringend notwendiges das am nicht zur Verfügung gestellten Geld scheitert, weil es woanders mit leichter Hand verschenkt wird.Geändert von Inaktiver User (17.01.2011 um 10:04 Uhr) Grund: Nachtrag



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