Vielleicht ist es typisch OECD, siehe mein Link zur Vermögensbesteuerung.
Ist dir schon mal aufgefallen, dass man selten ein "typisch deutsch" hört oder liest, wenn es z.B. um technische Innovationsfähigkeit, politische Stabilität oder Wohlstand geht? Obwohl das durchaus Merkmale unseres Landes sind.
Typisch deutsch ist es übrigens, alles, was einem aus irgendwelchen Gründen nicht passt - ob nun Badetücher auf Strandliegen oder Vergleiche mit Steuersystemen der Nachbarländer - für "typisch deutsch" zu erklären. Eine solche negative Grundeinstellung zu sich selber ist in anderen Ländern nicht üblich.
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Thema: Linke will Kommunismus
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06.01.2011, 14:40Inaktiver User
AW: Linke will Kommunismus
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06.01.2011, 14:55
AW: Linke will Kommunismus
Es handelt sich um drei unabhängige Baustellen!
Politik, Finanzen Europa, Finanzen USA.
Diese Dinge versucht die Politik zu vermengen, Sand in die Augen zu streuen.
Erschreckend ist die völlig irrige Meinung, dass die Politik in die Geldpolitik eingreifen muss, um zu deregulieren, das wäre, den Bock zum Gärtner machen.
In Europa ist, dem dt. Erfolgsmodell D-Mark folgend, die Zentralbank geschaffen worden, unabhängig von der Politik. Das war in vielen Ländern von Europa vor dem Euro nicht so, deshalb haben die regelmäßig Nullen von den Geldscheinen gestrichen.
Deutschland hatte eine von der Politik und dem Staat unabhängige Geldpolitik, die Zentralbank, das war eine der tragenden Säulen der harten D-Mark.
Eine von der Politik unabhängige Geldpolitik ist der Königsweg. Die D-Mark hat es gezeigt.
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06.01.2011, 15:07
AW: Linke will Kommunismus
Das „typisch deutsch“ war auf die Andeutung gemeint, dass, wenn man etwas beschönigen möchte, gern auf andere zeigt, als Argumentationshilfe und das nervt ausgerechnet bei der Märchensteuerdiskussion. Wenn wir vom MwSt. - Satz im Tierfutter sprechen, dann fordern wir einheitliche Steuersätze, bei der Ermäßigung zeigen wir auf Nachbarn.
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06.01.2011, 15:42Inaktiver User
AW: Linke will Kommunismus
Jeder holt sich halt die Argumente dort, wo er sie findet.

Ich bin der Meinung, die FDP hat bodenlos versagt. Und zwar auf allen Ebenen und in allen Fragen.
Was soll's, dass der Parteichef sich ausgerechnet ein Regierungsamt ausgesucht hat, für das er nullkommanull Voraussetzungen, Interessen und Kenntnisse mitbrachte. Einfach deshalb, weil er gern über rote Teppiche geht.
Lassen wir auch beiseite, dass Niebel ein Totalausfall im Entwicklungshilfeministerium ist und Rösler den Eindruck macht von der Pharmalobby gesponsert zu werden. Denn wer hätte von diesen beiden anderes erwartet?
Aber wie kann es eigentlich sein, dass sich ein Wirtschaftsminister Brüderle brüstet wie erfolgreich seine (bzw. schwarz-gelbe) Wirtschaftspolitik sei, wie gut für den Arbeitsmarkt und für den Export, wenn es ausgerechnet die FDP war, die sich als einzige Partei gegen eine Ausweitung des Kurzarbeitergelds gestellt hat.
Das erweiterte Kurzarbeitergeld - von der Großen Koalition beschlossen und von Merkel gegen den Willen der FDP fortgesetzt - hat maßgeblich dazu beigetragen, dass die Arbeitslosenzahlen sind, wie sie sind, und dass die Unternehmen beim Anziehen der Konjunktur ohne Zeitverzögerung und Reibungsverluste von Leerlauf auf volle Produktion umschalten konnten, statt sich erstmal geeignetes Personal auf dem Arbeitsmarkt zusammen suchen zu müssen.
Die FDP hätte außerdem auch in Zeiten knapper Kassen mindestens eine substanzielle Steuervereinfachung angehen können, wie sie sie seit einem Jahrzehnt fordert.
Aber damit macht man sich eben bei denen, die von den einzelnen Steuerausnahmen profitieren, nicht besonders beliebt.
Steuerfachfrau Marilyn hat bei verschiedenen Gelegenheiten immer wieder gezeigt, wie groß das Potenzial der Steuervereinfachung gerade im Mehrwertsteuerbereich ist.
Und was machen diese Dünnbrettbohrer? - Exakt das Gegenteil dessen, was sie jahrelang lautstark gefordert haben.
Um den Kreis zum Strangthema zu schließen - wozu sollte man sich Gedanken über parteiinterne Diskussionen in der Linkspartei machen, während sich zeitgleich eine Regierungspartei als Totalausfall präsentiert?
.Geändert von Inaktiver User (06.01.2011 um 23:00 Uhr)
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06.01.2011, 15:52
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06.01.2011, 15:59
AW: Linke will Kommunismus
In der Tat sind es traurige Figuren, der Trend zu immer mieseren Politikern ist unverkennbar.
Die Republik verkommt zusehends. Koch folgt dem Lockruf des Geldes, irgendein Minister der mal bei der Opel Übernahme mitgemischt hat kommt bei plötzlich bei einem Bewerber in der Opelschlacht in Österreich unter, irgendein Bankster einer Landesbank muss eben mal schnell die Herkunft von 50 Millionen $ erklären, das Stuttgart Drama usw.
Mittlerweile ist jede Woche etwas zum Lachen dabei, im Grunde genommen ist es eher traurig.
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06.01.2011, 16:02Inaktiver User
AW: Linke will Kommunismus
Noch einmal die Nachfrage:
Was hat die FDP mit Kommunismus am Hut?
Die Linke versucht sich von den Äußerungen ihrer Vorsitzenden zu distanzieren, die ihre Partei auf den (verfassungswidrigen!) Weg zum Kommunismus bringen möchte.
Egal wie empfänglich die Wähler für derartige Träumereien (oder Albträumereien) sind, es bleibt ein Problem, wenn eine Partei, die in Parlamenten vertreten ist, verfassungsfeindliche Ziele anstrebt.
Egal ob Linke oder NPD.
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06.01.2011, 16:04
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06.01.2011, 16:16Inaktiver User
AW: Linke will Kommunismus
Auf all das habe ich längst geantwortet, und zwar ausführlichst, aber anscheinend haben dir die Antworten nicht geschmeckt.
Welche hättest du denn gern? Möchtest du, dass wir einen Sturm im Wasserglas veranstalten, über eine Äußerung im Rahmen parteiinterner Programmdiskussionen, die null Relevanz für die reale Politik hat? Wozu?
Was an der Behauptung in deinem Strangtitel tatsächlich dran ist, das sieht man sehr schön hier.
.Geändert von Inaktiver User (06.01.2011 um 16:26 Uhr)
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06.01.2011, 16:32Inaktiver User
AW: Linke will Kommunismus
Welch ein Schmarrn, da stürzt sich mal wieder jemand mit Freuden auf Windeier...
Dazu dann dies:
Signalwort Kommunismus
Der Spiegel hat inzwischen entdeckt, dass ein längerer Text von Gesine Lötzsch in der Jungen Welt mit „Wege zum Kommunismus“ überschrieben ist – und lässt daraufhin, leicht verspätet, Stefan Berg die staatsbürgerkundliche Warnsirene betätigen. Von „Lötzsch Outing“ als „geschulter Leninistin“ ist da die Rede, der Text sei ebenso „ein Skandal“ wie seine Veröffentlichung im „Marxisten-Blatt“. Der Alarmismus der Spiegel-Anklage steht jedoch ziemlich schief in der Gegend. Denn wer den Beitrag der Linken-Vorsitzenden liest, wird darin allerlei erkennen, aber nicht die Abkehr vom Bekenntnis zum Demokratischen Sozialismus, wie Berg behauptet. Im Gegenteil: Lötzschs Text ist eigentlich einer über Rosa Luxemburgs radikale Realpolitik, über ihren demokratischen Impetus und ihr Freiheitsverständnis, über ihre Rolle zwischen Parteikommunismus und bürgerlichem Liberalismus. Wo es konkret um politische Ziele geht,zählt Lötzsch aus dem aktuellen Katalog der Partei auf – von der Forderung nach öffentlichen Banken über die energetische Gebäudesanierung und den Öffentlichen Beschäftigungssektor. Kommunismus? Lötzsch hat den Beitrag verfasst mit Blick auf eine Podiumsveranstaltung die mit „Wo bitte geht‘s zum Kommunismus“ überschrieben ist. Ihr Text ließe sich als Verteidigung der Idee des demokratischen Sozialismus gegen die kommunistische Realgeschichte lesen. Und auch der Vorwurf, die Linken-Chefin vergesse deren „Blutspur“ überzieht: Lötzsch rät der Linken gleich zu Beginn dazu, sich selbst zu befragen, ob „wir wirklich aus unseren Fehlern“ gelernt haben, fordert dazu „Sackgassen zu verlassen“, stellt Luxemburg als „eine der wichtigsten Bezugspersonen“ hin, weil diese sich eben nicht zum Terror hat hinreißen lassen. Mag sein, dass konkretere Worte zu den Verbrechen im Namen des Kommunismus angebracht gewesen wären. Doch treibt das den Spiegel wirklich an? Oder geht es nicht doch viel eher um anderes? „Dieser Text wird die Debatte um die Partei Die Linke verändern.“ Ein Hamburger Magazin hätte das jedenfalls gern. (tos)
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