Linken-Chefin unter Beschuss: Lötzsch*überhört die Signale - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - PolitikDabei spielt der Begriff "Kommunismus" in der Linken eigentlich keine relevante Rolle mehr. Zwar gibt es den Parteizusammenschluss "Kommunistische Plattform", ihm gehören aber lediglich rund tausend der insgesamt rund 75.000 Genossen an. Die Partei hat sich vielmehr dem "demokratischen Sozialismus" verschrieben.
Die LINKE weiß momentan eben nicht genau wo sie hin will. Mit ihren beiden Vorsitzenden ist der Partei jedenfalls ein ziemlicher Mißgriff gelungen.
Und die CSU fordert natürlich sofort reflexhaft eine Totalüberwachung der Linken. Als hätten unsere Geheimdienste nichts wichtigeres zu tun.
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Thema: Linke will Kommunismus
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05.01.2011, 19:20
AW: Linke will Kommunismus
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05.01.2011, 20:57Inaktiver User
AW: Linke will Kommunismus
Eine Überwachung der Linken durch den Verfassungsschutz war bisher in der Tat nicht unbedingt sinnvoll.
Wenn sich allerdings diese Partei tatsächlich zum Kommunismus - also gegen die Grundlagen unserer Verfassung - bekennen sollte, dann wird eine Überwachung durch en Verfassungsschutz genauso notwendig wie bei anderen Parteien, die verfassungsfeindliche Prinzipien propagieren, wie u.a. die NPD.
Ich hoffe immer noch, dass sich die Linke eindeutig und überzeugend gegen die Aussagen der Vorsitzenden stellt - am einfachsten dadurch, dass man sie ganz einfach vor die Tür setzt, wo sie dann die Möglichkeit hätte, eine neue kommunistische Partei aufzubauen, ohne den Linken zu schaden.
Wobei sie von mir aus ihre Partei gern kaputt machen darf ....
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05.01.2011, 20:59Inaktiver User
AW: Linke will Kommunismus
[QUOTE=DerJunge82;8546351]Linken-Chefin unter Beschuss: Lötzsch*überhört die Signale - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
Die LINKE weiß momentan eben nicht genau wo sie hin will. Mit ihren beiden Vorsitzenden ist der Partei jedenfalls ein ziemlicher Mißgriff gelungen.
QUOTE]
Ich denke, dass jede Partei gelegentlich unsicher ist, in welche Richtung sie sich bewegen sollte.
Allerdings sollte dies - bei allem Chaos, das man u.a. bei der von Blautanne in dem Zusammenhang zitierten FDP beobachtet - in keinem Fall zur Verfassungsfeindlichkeit führen.
Die Bemerkungen von Frau Lötzsch zeigen ganz deutlich, dass diese Partei eben noch lange nicht in der Demokratie angekommen ist!
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06.01.2011, 05:47
AW: Linke will Kommunismus
Die Argumentation gegen den Kommunismus mit Verweis auf Verbrechen hinkt nicht nur, er geht völlig fehl.
Offensichtlich sind Stalin & Co. das einzig bekannte Argument gegen den Kommunismus.
Wenn es nach den Verbrechen eines jeweiligen Systems ginge, müsste morgen die Marktwirtschaft und Kapitalismus verboten werden.
Fakt ist aber, der überwiegende Teil aller Verbrechen gegen Menschlichkeit wurde durch Glaubenskriege ausgelöst und der Rest zur Durchsetzung machtpolitischer Interessen.
Ein kommunistisches Regime hat bisher noch keinen Krieg vom Zaun gebrochen.
Das sind nun mal die Fakten.
Was habt ihr gegen den Kommunismus?
Jeder nach seine Fähigkeiten, jeder nach seinen Möglichkeiten. Jeder entnimmt freiwillig nur so viel dem System, wie er hineingibt.
Irgendein Mischsystem mit kommunistischen Elementen wird kommen.
Bei den Asiaten bekommt man langsam den Eindruck, dass die versuchen die restliche Welt wirtschaftlich zu bezwingen, so wie der Sozialismus, die Zwischenstufen auf dem Weg zum Kommunismus, bezwungen wurde.
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06.01.2011, 06:58
AW: Linke will Kommunismus
Warten wir doch einfach mal 2011 ab, vielleicht haben wir ja schneller „chinesischen Kommunismus“, als uns lieb ist.
Unser hochgelobtes System steht am Rand des Abgrundes, dass, was Ackermann & Co. vor 2 Jahren als Abgrund wähnten, war lediglich eine Furche.
In Irland soll die Summe der faulen Papiere doppelt so hoch sein. Die Anleihenverkäufe Portugals von gestern liefen lausig.
Öl kurz vor 100$.
Lebensmittelpreise steigen weiter und werden in der ersten Jahreshälfte bei den Verbrauchern ankommen.
Abwarten.
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06.01.2011, 08:48Inaktiver User
AW: Linke will Kommunismus
Wer wüsste das besser als der Koalitionspartner der FDP, beim Anblick dessen, was sich rund ums Dreikönigstreffen "bewegt".

Im übrigen würde ich die heftigen Programmdiskussionen in der Linkspartei nicht auf solche Weise abtun. Natürlich: wenn man genügend weit rechts steht, ist alles ab SPD, und erst recht die Linkspartei, selbstverständlich links und wird immer links bleiben. Aber für diejenigen, die sich ein bisschen weiter in der Mitte befinden, ist es offensichtlich, dass zwischen "Links" und "Links" gravierende Unterschiede bestehen.
Und über die Deutungshoheit, wie links die Linkspartei sein will - darüber wird derzeit eben gestritten.
Was gut ist, unvermeidlich, notwendig und - last not least - demokratisch.
Kurzum: Ähnliches stünde auch der FDP, der anderen unserer beiden Ideologie-Parteien, gut zu Gesicht.
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06.01.2011, 08:56Inaktiver User
AW: Linke will Kommunismus
Ich finde es demokratisch und begrüßenswert, inhaltliche Differenzen offen auszudiskutieren, anstatt einen Führungskult zu pflegen und Widerspruch zu sanktionieren, wie das in der DDR, in der Kohl-CDU, in Bayern oder in der Westerwelle-FDP üblich war bzw. ist.
Die Grünen sind die einzige Partei, bei der sich solche Richtungsdiskussionen insofern meistens erübrigen, als grundsätzlich alle großen Gruppen ("Fundi"+"Realo", "Wessi"+"Ossi", Frauen+Männer) in Führungspositionen vertreten sind und daher nicht um Geltung kämpfen müssen.
Allen anderen Parteien, mit ihren anderen Strukturen, steht es sehr gut an ebenfalls die innerparteiliche Demokratie zu pflegen - zum Beispiel in Form von Programmdiskussionen.
Wie wahr.Und die CSU fordert natürlich sofort reflexhaft eine Totalüberwachung der Linken. Als hätten unsere Geheimdienste nichts wichtigeres zu tun.Geändert von Inaktiver User (06.01.2011 um 10:53 Uhr)
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06.01.2011, 09:09Inaktiver User
AW: Linke will Kommunismus
Im Gegenteil. Denn anders als im SED-Staat, mit dem die Linkspartei so gern gleichgesetzt wird, diskutiert man in der Linkspartei. Und das halte ich für ein ausgesprochen gutes Zeichen.
Manchmal ist es eben nicht ganz einfach konsequent für die Werte unseres Rechtsstaats einzutreten, wie dieser Fall zeigt. Aber Demokratie und Meinungsfreiheit heißt eben nicht, dass jemand nur äußern dürfen soll, was man selber für richtig hält.
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06.01.2011, 09:12
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06.01.2011, 09:14Inaktiver User


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