@ Tabetha
Natürlich sind Unfall- und Katastrophenmeldungen Information. Und es gibt gute Gründe, darüber zu berichten (Auflage ist nur einer davon) - genau wie (man entschuldige den Vergleich) über Skandälchen der Prominenten.
Die Spezifizierungen (Studentin, Kinder, Deutsche, ..) sind Teil dieser Information, keine Wertung. Und für manchen sind diese Informationen auch nützlich (offenbar auch für Dich, auch wenn ich es nicht als wirklich hilfreich ansehe, wenn über ein Unglück berichtet wird, wo sich meine Freunde gerade aufhalten - die Wahrscheinlichkeit, dass die Deutschen, die (vielleicht) betroffen sind, derade mich interessieren, ist immr minimal.
Aber ich bin sicher, dass für die überwiegende Zahl der Leser diese Information eben nur einen gewissen "Schauer" auslöst, die erregung, dass ein Unglück, das einen selbst höchstwahrscheinlich nie betreffen wird, andere getroffen hat.
Es ist Sensationslust, nicht Mitgefühl, was dort bedient wird.
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Ergebnis 21 bis 24 von 24
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06.11.2010, 11:22Inaktiver User
AW: Gab es unter den Opfern auch Deutsche?
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09.11.2010, 20:40
AW: Gab es unter den Opfern auch Deutsche?
Geändert von Gitta777 (09.11.2010 um 21:44 Uhr)
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09.11.2010, 20:59Inaktiver User
AW: Gab es unter den Opfern auch Deutsche?
In bewaffneten Konflikten kennt man folgende Situation: Es gibt ein Bombardement und die eine Seite behauptet, es sei ein Militärstützpunkt oder ein Ausbildungslager getroffen worden. Die andere Seite unterstellt, es handele sich um eine Schule oder ein Dorf.
In diesem Zusammenhang hat die Formulierung "darunter auch Frauen und Kinder" durchaus einen Informationsgehalt. Da die Taliban oder die Hamas normalerweise keine Frauen oder (kleinen) Kinder unter Waffen haben, kann man aus dem vorhandensein von weiblichen (sehr jungen / alten) Opfern den Schluss ziehen, dass ein ziviles Ziel getroffen worden ist.
Im Zusammenhang mit einem Flugzeugabsturz wäre dieselbe Formulierung dagegen irrsinnig.
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10.11.2010, 08:10Inaktiver User
AW: Gab es unter den Opfern auch Deutsche?
Gerade in einem Partisanenkrieg wie in Afghanistan kann es natürlich genauso bedeuten, dass sich die Taliban in Dörfern einnisten, um die Bewohner als menschliche Schutzschilde zu missbrauchen.
Was für die Opfer im Nachhinein keinen Unterschied macht, für die Rechtslage aber schon!


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