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  1. Inaktiver User

    AW: Saatgut und Ernährungssicherheit

    Ich weiß von einem italienischen Biobauern, der sich wieder auf die alten Getreidesorten besonnen hat. Mit einer Mischung aus drei bestimmten alten Sorten (jede Sorte hat ihre besondere Qualität) stellt er die besten Nudeln her, die ich jemals gegessen habe!

    Und das vollkommen gen-un-manipuliert, aber doch mit dem Ziel der Gewinnoptimierung.

  2. Inaktiver User

    AW: Saatgut und Ernährungssicherheit

    Ich denke mal, dass wir Probleme haben, auch nur begrenzte Zeit in die Zukunft zu schauen, geschweige denn 2 oder gar 7 Generationen.

    Ich habe kürzlich ein altes Science Fiction Buch gelesen (Rückblick aus dem Jahre 2000 auf das Jahr 1887 von Bellamy), das zeigt, dass unsere Phantasie (und auch unsere Extrapolation von Fakten) nicht ausreicht, um die Zukunft zu erfassen.

    Ich frage mich, wie die Kritiker der Entwicklung sich vorstellen, wie ohne Optimierung des Saatgutes und der landwirtschaftlichen Praxis eine weiter wachsende Weltbevölkerung ernährt werden kann, dazu noch auf einer schrumpfenden Nutzfläche.

    Bildet sich wirklich jemand ein, dass mit den Wirtschaftsmethoden in Ostafrika von 1899 die heutige Bevölkerung der Region ernährt werden könnte, also 60 Millionen statt damals 4 Millionen?

    Und das übrigens noch mit der Forderung im Hintergrund, dass die Menschen dort die Natur bewahren, keinen Wald für Ackerland roden, den Flüssen kein Wasser entnehmen usw.

    Wir haben sicher in Deutschland und Europa einige Flexibilität in unseren Entscheidungen, wie wir unser Land nutzen, ohne dass wir deswegen gleich Hunger leiden müssten, aber das gilt jedenfalls nicht für die Mehrheit der Weltbevölkerung.

  3. Inaktiver User

    AW: Saatgut und Ernährungssicherheit

    Zitat Zitat von Wolfgang60 Beitrag anzeigen
    Das hat was für sich
    Das hat nicht was für sich, sondern sollte eingeführt werden als jedem Handeln zugrundeliegend.

    Ich bin die Tochter eines Vaters, der nie mit Geld umgehen konnte trotz grossem Verdienst. Ich habe ihm dies mittlerweile verzeihen können und wünsche ihm, sollte es ein jenseitiges Leben geben, viel Licht.

    Aber: ich weiss noch, wie versch... es sich angefühlt hat, als dann nach seinem Tod die Rechnungen kamen. ich habe das Erbe ausgeschlagen, musste aber dennoch einige Tausender bezahlen. (Ist halt unser Gesetz.)

    Es fühlt sich nicht gut an, für die Vorfahren den Kehricht zusammenfegen zu müssen.

    bisher war es nicht möglich, den Nachkommen für mehrere Generationen Schulden zu hinterlassen und auch die Staatsschulden, die unsere Nachkommen bezahlen müssen, sind im Vergleich kalter Kaffee: Verspielen der Nachrungssicherheit und natürlich dem Atommüll

  4. Inaktiver User

    AW: Saatgut und Ernährungssicherheit

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und das vollkommen gen-un-manipuliert, aber doch mit dem Ziel der Gewinnoptimierung.
    Glaube ich eben nicht. Ich kann mir vorstellen, dass er einfach die besten Nudel herstellen möchte. Dass er gut davon leben können soll, ist natürlich klar, aber ich kann mir gut vorstellen, dass es ihm in erster Linie wirklich um die Nudeln geht.

  5. Inaktiver User

    AW: Saatgut und Ernährungssicherheit

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich denke mal, dass wir Probleme haben, auch nur begrenzte Zeit in die Zukunft zu schauen, geschweige denn 2 oder gar 7 Generationen.

    Ich habe kürzlich ein altes Science Fiction Buch gelesen (Rückblick aus dem Jahre 2000 auf das Jahr 1887 von Bellamy), das zeigt, dass unsere Phantasie (und auch unsere Extrapolation von Fakten) nicht ausreicht, um die Zukunft zu erfassen.

    Ich frage mich, wie die Kritiker der Entwicklung sich vorstellen, wie ohne Optimierung des Saatgutes und der landwirtschaftlichen Praxis eine weiter wachsende Weltbevölkerung ernährt werden kann, dazu noch auf einer schrumpfenden Nutzfläche.

    Bildet sich wirklich jemand ein, dass mit den Wirtschaftsmethoden in Ostafrika von 1899 die heutige Bevölkerung der Region ernährt werden könnte, also 60 Millionen statt damals 4 Millionen?

    Und das übrigens noch mit der Forderung im Hintergrund, dass die Menschen dort die Natur bewahren, keinen Wald für Ackerland roden, den Flüssen kein Wasser entnehmen usw.

    Wir haben sicher in Deutschland und Europa einige Flexibilität in unseren Entscheidungen, wie wir unser Land nutzen, ohne dass wir deswegen gleich Hunger leiden müssten, aber das gilt jedenfalls nicht für die Mehrheit der Weltbevölkerung.

    Wie gesagt, aber du scheinst etwas resistent zu sein: der Ertrag bei genmanipulierten und Hybridensorten sinkt meist nach einer ersten Steigerung. Langfristig bleibt er etwas gleich hoch wie mit den samenfesten Sorten mit dem Unterschied, dass die Bauern Lizenzgebühren bezahlen müssen/dürfen und Düngemittel ebenfalls kaufen müssen (konnten sie früher selber herstellen).

    Und weisst du was? Man muss nicht mal besonders intelligent sein, um bei gewissen Dingen zu wissen, dass sie unseren Nachfahren Probleme bereiten: Atommüll z.B. oder eben der Verlust der Nahrungssouverenität

  6. Inaktiver User

    AW: Saatgut und Ernährungssicherheit

    Noch eines zu dem (subjektiv) besseren Geschmack alter Sorten und ökologisch produzierter Produkte:

    Für 5 - 6 Milliarden Menschen kommt es darauf an, dass sie sicher sein können, regelmäßig ausreichende Nahrung zu finden. Nur einige Hundert Millionen machen sich Gedanken über einen optimalen Geschmack.

    Für die überwiegende Mehrheit der Menschen ist es relevant, dass ausreichend Nahrung produziert wird, alles andere ist bestenfalls sekundär.

    Und ausreichende Nahrung für Alle betrifft auch uns, denn wenn Nahrungsmittel weltweit knapp werden, dann steigen auch bei uns die Preise.


    Ich finde die Arroganz der Mitglieder unserer Luxusgesellschaft beschämend, die für einen subjektiv besseren Geschmack bestimmter Produkte denen, für die Nahrung immer noch existenziell wichtig belibt, vorzuschreiben, wie sie ihren Hunger zu stillen haben!

    Bei meiner Arbeit mit WHO und FAO habe ich gelernt, dass die Prioritäten der Mehrheit der Menschen ganz andere sind als die unserer Luxusgesellschaft!

  7. Inaktiver User

    AW: Saatgut und Ernährungssicherheit

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Glaube ich eben nicht. Ich kann mir vorstellen, dass er einfach die besten Nudel herstellen möchte. Dass er gut davon leben können soll, ist natürlich klar, aber ich kann mir gut vorstellen, dass es ihm in erster Linie wirklich um die Nudeln geht.
    Im Vordergrund des Unternehmens steht der biologische Anbau, die Herstellung und der Vertrieb der gewonnenen Produkte, angenehmer Nebeneffekt ist, dass bei denen die Rechnung aufgeht und sie Gewinne einstreichen.

    Ich wollte damit nur sagen, dass man auch ohne modernes oder genmanpuliertes Saatgut noch Gewinne machen und davon leben kann.

  8. Inaktiver User

    AW: Saatgut und Ernährungssicherheit

    @ Nalini

    Deine Aussage zur Produktivität moderner Sorten ist rundweg falsch!

  9. Inaktiver User

    AW: Saatgut und Ernährungssicherheit

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Noch eines zu dem (subjektiv) besseren Geschmack alter Sorten und ökologisch produzierter Produkte:

    Für 5 - 6 Milliarden Menschen kommt es darauf an, dass sie sicher sein können, regelmäßig ausreichende Nahrung zu finden. Nur einige Hundert Millionen machen sich Gedanken über einen optimalen Geschmack.

    Für die überwiegende Mehrheit der Menschen ist es relevant, dass ausreichend Nahrung produziert wird, alles andere ist bestenfalls sekundär.

    Und ausreichende Nahrung für Alle betrifft auch uns, denn wenn Nahrungsmittel weltweit knapp werden, dann steigen auch bei uns die Preise.


    Ich finde die Arroganz der Mitglieder unserer Luxusgesellschaft beschämend, die für einen subjektiv besseren Geschmack bestimmter Produkte denen, für die Nahrung immer noch existenziell wichtig belibt, vorzuschreiben, wie sie ihren Hunger zu stillen haben!

    Bei meiner Arbeit mit WHO und FAO habe ich gelernt, dass die Prioritäten der Mehrheit der Menschen ganz andere sind als die unserer Luxusgesellschaft!
    dass es genmanipulierte Nutzpflanzen und Hybridensorten braucht, ist einfach so ein Unsinn.

    Immerhin hat es sich ja mittlerweile gezeigt, dass es gerade den Menschen in der 3. rein nichts bringt.

    Noch ein Beispiel, dann muss ich weiter: von Vandana Shiva, die in Indien versucht, alte Reissorten vor dem Aussterben zu bewahren, habe ich mal in einem Filmbeitrag gehört, dass es um die 7000 Reissorten gegeben habe in Indien. Reissorten für Schwangere, Reissorten für Magenkranke, Reissorten bei Eisenmangel etc. etc.

    Es ist ein ungeheurer Verlust und wirklich gefährlich, dass wir diesen Reichtum so einfach Monsanto und Co. zum Frass vorwerfen.

    Und nur, um vorzubeugen: es geht heute den meisten Menschen in der 3. Welt schlechter als noch z.B, in den 60er Jahren. Früher waren Afrikaner arm und wurden immer wieder von Hungersnöten heimgesucht. Heute hungern viel mehr Afrikaner wirklich.

    Ich war selber mal in Afrika zu Verwandtenbesuch. Ich masse mir nicht an, alles gesehen zu haben, aber anno 1990 war Hunger noch nicht so ein Thema wie heute. Klar waren die Menschen arm, aber gehungert haben nur wenige. Heute hingegen schon.

  10. Inaktiver User

    AW: Saatgut und Ernährungssicherheit

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Im Vordergrund des Unternehmens steht der biologische Anbau, die Herstellung und der Vertrieb der gewonnenen Produkte, angenehmer Nebeneffekt ist, dass bei denen die Rechnung aufgeht und sie Gewinne einstreichen.

    Ich wollte damit nur sagen, dass man auch ohne modernes oder genmanpuliertes Saatgut noch Gewinne machen und davon leben kann.
    Dann habe ich den Post nicht ganz richtig verstanden. Nichts gegen einen fetten Gewinn, aber ich bin der Meinung, dass es sich langfristig auszahlt für ein Unternehmen jeder Grösse, erstmal eine gute Leistung anbieten zu wollen und dann nach Gewinn zu trachten.

    Bei uns in der Umgebung machen in letzter Zeit fast alle Stoffgeschäfte zu, weil die Frauen eben nicht mehr nähen. (Und dann nähen sie sich ihre Kleider wirklich nicht mehr, weil es ebne keine Stoffe mehr gibt.) Dann gibt es aber einen alten Stoffhändler, der nach dem Krieg das Geschäft von seiner Tante übernommen hat. Eigentlich wäre er längst pensioniert, aber er macht weiter, weil er es gern macht und weil er von seinen Kundinnen regelrecht gedrängt wird dazu. Er verkauft gern, das ist klar. Aber in erster Linie möchte er immer seine Kundinnen mit schönen Stoffen versorgen, das merkt man gleich, wenn man sein Geschäft betritt.

    Ist ein wenig OT, aber ich wollte nur sagen, dass sich ein Geschäft, das in erster Linie aus Freude an der Sache und um der Kundschaft einen Dienst zu erweisen und ein guter Gewinn keinesfalls ausschliessen müssen.

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