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    AW: Friedensnobelpreis für Liu Xiaobo

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Deutsche Einheit gut und schön - aber was hat denn ein Herr Kohl persönlich riskiert für seinen politischen Einsatz? Das war doch sein Job, und wenn er den gut gemacht hat (worüber man auch geteilter Meinung sein kann), dann ist das nicht mehr als recht und billig.

    Wichtig ist doch nicht die 1000. Ehrung von Berufspolitikern, sondern ein Zeichen der Solidarität zu setzen für Menschen, die im Kampf für die Menschenrechte Leib und Leben und ihre Freiheit riskieren.
    So sehe ich das auch. Er hat seinen Job gemacht und nichts riskiert. Dafür muss man keinen Friedensnobelpreis bekommen.

    In einem autoritären Land für Menschenrechte kämpfen, das ist nobelpreiswürdig. Die meisten von uns können sich wahrscheinlich das Fehlen von Menschenrechten nicht vorstellen, weil sie so selbstverständlich für uns geworden sind,dass wir das für normal halten wie den Aufgang der Sonne an jedem Morgen.
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  2. Inaktiver User

    AW: Friedensnobelpreis für Liu Xiaobo

    Zitat Zitat von keire Beitrag anzeigen
    Das hat nichts damit zu tun, dass sie keine Eigenverantwortung zeigen, sondern nur, dass sie ihre Prioritäten auf ihr Leben legen. Und das ist erst mal legitim.
    Das bedeutet doch nix anderes als das was ich sagte
    In den 80ern war der Spruch "Nur wer sich bewegt, spürt seine Ketten" ziemlich weit verbreitet und populär.
    China ist ein Land, in dem man sich bewegen muss, um an echte Informationen zu kommen ... daher frage ich: wie kann man in China die erreichen, die sich - verständlicherweise - nicht bewegen?!

  3. Inaktiver User

    AW: Friedensnobelpreis für Liu Xiaobo

    Ich wollte mit meinem Beitrag sagen, dass ich meine Zweifel habe im Bezug auf die Wahrnehmung des Schicksals von Liu Xiaobo duch die Masse der chinesischen Bevölkerung.
    Und das ist eher der Gleichschaltung der chinesischen Medien geschuldet denn eine Aussage über das Interesse der Menschen in china kann und will ich nicht machen.

    Was wir über Liu Xiaobo erfahren, wird nicht das sein, was man in chinesischen Medien liest, hört, sieht. Ohne Informationen kann man sich auch keine Meinung bilden, und mit politisch gefärbten Inforrmationen könnte man gar eine Meinung bilden, die dem Apparat gut ins Konzept passt ("chinesische Menschenrechtler sind vom Westen ferngesteuert!").

  4. Inaktiver User

    AW: Friedensnobelpreis für Liu Xiaobo

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich wollte mit meinem Beitrag sagen, dass ich meine Zweifel habe im Bezug auf die Wahrnehmung des Schicksals von Liu Xiaobo duch die Masse der chinesischen Bevölkerung.
    Und das ist eher der Gleichschaltung der chinesischen Medien geschuldet denn eine Aussage über das Interesse der Menschen in china kann und will ich nicht machen.

    Was wir über Liu Xiaobo erfahren, wird nicht das sein, was man in chinesischen Medien liest, hört, sieht. Ohne Informationen kann man sich auch keine Meinung bilden, und mit politisch gefärbten Inforrmationen könnte man gar eine Meinung bilden, die dem Apparat gut ins Konzept passt ("chinesische Menschenrechtler sind vom Westen ferngesteuert!").
    und das ist es doch wieder, wenn keiner damit anfängt anzuprangern, dinge beim namen zu nennen, dann wird es keine entwicklung geben.
    wie gut , dass es zu allen zeiten in allen kulturen menschen gegeben hat, die sich einer sache verschreiben - und auch er wird die entfernteste provinz erreichen. vll. nicht mehr mit seinem namen aber mit den namen seiner nachfolger.

  5. Inaktiver User

    AW: Friedensnobelpreis für Liu Xiaobo

    Das hoffe ich auch sehr, sempre, und ich würde mich auch sehr freuen, wenn es Wege gibt, die Information doch noch breiter zu streuen - in China!

  6. Inaktiver User

    AW: Friedensnobelpreis für Liu Xiaobo

    Nun ist auch seine Frau, Lu -Xia, "verschwunden"!

    Dieser Artkel fasst kurz zusammen und betont auch die Vorgehensweise der Chinesischen Regierung in solchen Fällen:

    Inhaftierter Friedensnobelpreisträger: Menschenrechtler bangen um Lius Ehefrau - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik

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    AW: Friedensnobelpreis für Liu Xiaobo

    Zitat Zitat von keire Beitrag anzeigen
    Ich glaube ja tatsächlich, dass das nirgendwo anders ist - auch in der Ex-DDR lebte der Grossteil der Menschen wohl glücklich und zufrieden.

    Sicherlich gibt es auch einen Stadt-Land-Unterschied.

    Das führt zu einer spannenden Frage: sind die Weltverbesserer, Freiheitskämpfer, Menschenrechtler in Wahrheit grosse Nichtsnutze? 'Darf' eine kleine Gruppe von Menschenrechtlern einer eigentlich zufriedenen Mehrheit das Leben auf den Kopf stellen, inklusive revolutionärem (friedlich oder nicht) Umsturz, Zusammenbruch aller Sicherheiten, etc?

    Wenn Mehrheiten sich mit Systemen arrangieren, und Minderheiten anecken, weil sie etwas anderes haben wollen, sind dann die Minderheiten nicht tatsächlich die Störenfriede, die man besser in irgendeiner Art und Weise aus dem Verkehr ziehen muss? Sie berufen sich ja nur auf ein moralisches Prinzip - was abstrakt ist und auch nicht jeder teilen muss - nicht aber offenbar auf eine Mehrheitsentscheidung.

    Nur mal provokativ gefragt....
    Mal provokativ geantwortet:
    (vorher provokativ gefragt: kennst Du das Leben in der DDR aus eigener Anschauung?)

    Man sollte Weltverbesserer unterscheiden in Mescshen, die Mißstände anprangern, und solche, die die Welt nach ihren Vorstellungen verändern wollen. Erstere sind die, die die menschliche Entwicklung, das Zusammenleben der Menschen, in vielen Jahrhunderten Schritt für Schritt verbessert haben. Letztere haben häufig (nicht immer) die Mittel dem Zweck unterstellt und viel Schaden angerichtet.

    Eine gewisse Unruhe benötigt eine Gesellschaft, um innovativ und lösungsorientiert zu sein. Zu viel Unruhe fördert Gewalt und erzeugt Hoffnungslosigkeit (die eine Gesellschaft polarisiert).

    Zum Beispiel DDR: ich glaube nicht, daß die Mehrheit mit ihrem Leben am Ende der 80er Jahre zufrieden war. Auch wenn viele nicht wußten, was sie wirklich wollen (und welche Kosequenzen es hat), so wußten sie doch, was sie nicht mehr wollten: in einem 100.000 Quadratkilometer großen Gefängniss von senilen alten Herren und deren Handlangern herumgeschubst werden. Ich denke, die Fluchtwelle über Ungarn, die Demonstrationen, die Volkskammerwahl 1990 haben das deutlich gezeigt. Ob die Mehrheit genau das wollte, was dabei herausgekommen ist, ist fraglich. Das war aber bei gesellschaftlichen Umstürzen dieser Größenordnung schon immer so.

    Gruß

    Hans
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    "Hören wir einfach auf, uns selbst und unser Land permanent unerträglich zu finden - denn das kam, gemessen an den Realitäten, schon immer einer Undankbarkeit von unappetitlichen Ausmaßen gleich." Juli Zeh.

  8. Inaktiver User

    AW: Friedensnobelpreis für Liu Xiaobo

    Sind wir heute zufrieden?

  9. User Info Menu

    AW: Friedensnobelpreis für Liu Xiaobo

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Sind wir heute zufrieden?
    Ich persönlich ja. Wesentlich zufriedener als vor genau 20 Jahren.

    Aber das ist hier irrelevant

    Hans
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    "Hören wir einfach auf, uns selbst und unser Land permanent unerträglich zu finden - denn das kam, gemessen an den Realitäten, schon immer einer Undankbarkeit von unappetitlichen Ausmaßen gleich." Juli Zeh.

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