Na dann ...

Schließ weiter die Augen ...



Niemand hat hier behauptet, dass Moslems (Türken, Araber, ...) schlechtere Menschen sind als andere.

Aber es ist unbestreitbar, dass es unter den Moslems, die bei uns leben, weit überdurchschnittlich viele gibt, die sehr schlecht integriert und qualifiziert sind, gerade auch im Vergleich mit anderen Migrantengruppen.

Die Tatsache, dass es im Wesentlichen Türken und Araber sind, die diesen Schnitt so drücken, nicht aber Afghanen oder Iraner, ist leicht erklärbar dadurch, dass aus diesen Ländern unterschiedliche Migrantengruppen gekommen sind: Wenig qualifizierte und aus ihrer oft ländlichen Herkunft of sehr traditionsverbundene Menschen aus der Türkei und vielen arabischen Ländern, gut qualifizierte und vergleichsweise offene Menschen aus dem Iran und Afghanistan (der Mittelstand und die Oberschicht sind geflohen, nicht die Bauern!).

Die Folge ist, dass die relative vielen Türken und Araber mit wenig qualifiziertem Hintergrund den Schnitt gegenüber den besser qualifizierten Iranern usw. "drücken".

Dazu kommt, dass es der Islam den Menschen schwerer macht sich zu adaptieren - besonders der Islam, wie er in ländlchen Regionen ausgeübt wird (aber auch von islamistischen Intellektuellen - siehe die Referenzen, die ich oben gegeben hatte).

Es gibt sehr viele sehr gut qualifizierte und integrierte Moslems, aber ich denke, dass diese dies erreicht haben, obwohl sie Moslems sind.

Und die Argumentation von Tibi, Ansary oder Khoury ist ja, dass sehr viele Moslems - und der "politische Islam" generell - sich durch eine historisierende Interpretation ihrer Gesellschaft und Religion sich von den Folgen der Kolonisation (und in ihrer Interpretation: Der Kreuzritter) emanzipieren wollen.

Und es muss auch uns klar sein, dass unsere - die "westlichen" - Standards von Menschenrechten und Völkerrecht nicht automatisch die allein seligmachenden sind:

Warum sollen grundsätzlich die Standards der Araber, der Chinesen, der Inder schlechter sein?

Allerdings legen wir Wert auf die Standards, die sich bei uns im Westen entwickelt haben, und mit denen wir inzwischen Standards für die Welt geschaffen haben.

Ich denke, dass wir alle hier Dinge wie Religionsfreiheit, Gleichberechtigung, Meinungsfreiheit behalten und sie nicht gegen z.B. die Ummah und die Scharia eintauschen wollen.

Und manche von uns meinen eben, dass diese Standards auch dadurch gefährdet werden können, wenn wir bei uns dem Islam(NICHT: Den Moslems) zu viel Raum einräumen.

Allerdings ist die Unterscheidung zwischen "Islam" als Religion/Gesellschaftsordnung und "Moslem" als Individuum nicht unbedingt einfach, weil der Islam eben nicht nur Religion sondern auch Gesellschaftsordnung ist: "din wa daula", wie oben beschrieben.