Habe gerade noch eine andere kreative Idee...
Wie wärs denn, wenn man bei der GKV den reinen Versicherungsbeitrag (Standard-Beitrag, bei allen Gesellschaften gleich hoch) und Verwaltungsaufwand (je nach Aufwand) trennen würde? Dann würde endlich die Spreu vom Weizen bei den GKV getrennt.
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Ergebnis 71 bis 74 von 74
Thema: Rösler`s Gesundheitsreform
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05.12.2010, 19:06
AW: Rösler`s Gesundheitsreform
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06.12.2010, 21:58
AW: Rösler`s Gesundheitsreform
Das genau soll ja der Gesundheitsfonds leisten: jede Krankenkasse bekommt je Versichertenrisiko (gestaffelt nach Alter und Geschlecht) den gleichen Betrag. Überdurchschnittlich hohe Verwaltungskosten muss die Kasse selber tragen.
Unverständlicherweise ist dieses vernünftige Prinzip jedoch durch den so genannten Risikostrukturausgleich (RSA) mit seinen 80 besonders dotierten Krankheiten so überfrachtet worden, dass es kaum noch zu erkennen ist.
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07.12.2010, 15:09
AW: Rösler`s Gesundheitsreform
Beihilfesystem gibt ja auch noch,stimmt. Als ob nicht bereits genug Kuddelmuddel. Natürlich würden Beamte dann auch bei GKV versichert wie alle anderen. Der Beitragsanteil des (dann eben öffentlichen )Arbeitgebers ersetzt die Beihilfe. Wie sonst im Öffentlichen Dienst wohl auch jetzt schon praktiziert (?).
Nunja, wenn man das unbedingte Primat von "Es gilt Vertragsfreiheit, immer und überall" gelten lassen würde, dann müsste man über nicht mehr viel nachdenken. Dann könnte man sich nur noch zurücklehnen und tatenlos beim großen Fressen zusehen.., Clever-Rücksichtslos frisst Geld von Naiv/Uninformiert-Anständig.Abschaffen können Sie private Krankenversicherungen sowieso nicht, denn es herrscht schließlich Vertragsfreiheit, und jeder kann sich versichern, gegen was und wo er will
Wir sind auf bestem Wege dorthin.
Das ist ne Idee.Vielleicht ist es sogar ganz gut, dass die beiden Systeme nebeneinander existieren - aber bitte schön! ohne Rosinenpickerei. Im Sinne von 'best practice' könnten sie vielleicht voneinander abgucken.
Hat eigentlch jemals jemand versucht die Leistungsfähigkeit dieser Kassensysteme zu vergleichen? (ausser mir natürlich
)
Der erste Schritt ist simpel. So wie @Inspirom vorschlägt die GKVs untereinander zu vergleichen und fragt: Welche haben die geringeren Verwaltungskosten?
Beim Systemvergleich schauen wir auf alle Kosten. Und da stelle ich eben fest:
Nur irgendwas um die 60% der Beitragseinnahmen werden durch Private Versicherungsunternehmen auch wieder ausgeschüttet (an Ärzte/Kliniken/Apotheken etc) . Während dies bei GKV über 90% sein sollten( wer es jeweils genau wissen will, recherchiere bitte und teile mit)
Ergo, @Inspirom, was sollten wir uns aufhalten die GKVs im Bereich Verwaltungskosten, die eh unter 10%, pingeligst gegeneinander auszuspielen, wenn es eigentlich zwischen GKVs und PKVs ganz toll klafft ?
[Anm.: konnte man bis vor Jahren übrigens schon. Heute nicht mehr. Ich denke mit der Pflegeversicherung wurde KV-Pflicht eingeführt]Ich selbst bin immer in der GKV geblieben, obwohl ich schon vor langer Zeit hätte wechseln können. Insofern finde ich Ihre früher angeregte Diskussion. über eine Selbstbeteiligung interessant. Ich wäre sehr dafür. ....Ich bin nämlich der Meinung, dass man bei kleinen Risiken sehr wohl 'Selbstversicherer' sein kann, und möchte eigentlich nirgendwo im Club derjenigen sein, die eine Vollkasko-Versicherung übermäßig ausnutzen. Nur, die Krankenversicherung kann man halt nicht einfach aufgeben.
Von Rückerstattung halt ich auf ersten Blick nicht viel.Selbstbeteiligung bei der GKV - das schreiben Sie auch - geht nicht mit für alle geltenden Festbeträgen. Aber wie wäre es denn, wenn der Selbstbehalt und die Rückerstattung sich am individuellen KV-Beitrag orientieren würden? Also, wer in einem Jahr Arztrechnungen bis zur Höhe von zwei AN-Beiträgen selbst bezahlt, bekommt nach Ablauf des Jahres einen vollen (AG+AN) Beitrag zurück.
Die Belohnung für den Versicherten, der Selbstbehalt wählt, besteht natürlich bereits ja von Anfang an in einem erheblich niedrigerem Beitrag.
Man kann das bei PKV-Modell ablesen. Wenn Sie zb 650€ p.a. Selbstbehalt wählen, verbilligt sich der Tarif um mehr als 800€.
D.h. selbst im ungünstigsten Fall fährt der Versicherte ncoh günstiger.
Im günstigsten Fall (keine Arztbesuche) spart er über 800€ im Jahr.
Wodurch solche "Zauberei" möglich ist, liegt auf der Hand. Ursache ist die Aktivierung von Kostenbewusstsein beim Versicherten.Geändert von hombre (08.12.2010 um 12:09 Uhr)
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07.12.2010, 16:55
AW: Rösler`s Gesundheitsreform
In 2006 waren die Zahlen der GKV wie folgt:
Ausgaben insgesamt: 148 Mrd
davon waren Verwaltungsausgaben: 8,1 Mrd
also: 5,48 %
Quelle: http://www.bmg.bund.de/nn_1169348/Sh...skosten-06.pdf


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