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    AW: "Die Schwaben" gegen Stuttgart 21 ??

    Zitat Zitat von Franca81 Beitrag anzeigen
    Und im Übrigen: Ich habe schon mit vielen Leuten über S21 gesprochen - die Gegner sind sehr dünn gesäht. Es sind zwar viel - aber ich habe den Eindruck, dass die schweigende Mehrheit für Stuttgart 21 ist.
    Wenn mit schweigender Mehrheit argumentiert wird, dann werde ich immer hellhörig.
    Warum schweigt die Mehrheit denn?
    In einer Demokratie muss man bei Abstimmungen und Wahlen eine Mehrheit für sich gewinnen. Mit schweigen kommt man irgendwie nicht so richtig weiter.

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    AW: "Die Schwaben" gegen Stuttgart 21 ??

    Zitat Zitat von Franca81 Beitrag anzeigen
    Ich bin für Stuttgart 21 - weil es Arbeitsplätze schafft, ein wirklich hässliches Bahnhofsviertel hoffentlich in eine schöne Gegend verwandelt, Möglichkeit für Wohnraum schafft - und weil wir eben Projekte wie dieses brauchen, um Stuttgart nicht ins Abseits zu schießen.
    Stuttgart hätte dann als 2. Stadt in Deutschland einen Flughafen mit ICE-Anschluss - was auch ein deutlicher Wirtschaftsfaktor für die Region darstellen wird. Die neugebaute Messe gewinnt dadurch noch zusätzlich an Attraktivität.

    Man kann aus dem Projekt für die Zukunft lernen - dass die Bürger lauter sein müssen! Und zwar rechtzeitig. Suttgart 21 wurde meines Wissens nach schon Mitte der 90er Jahre vertraglich abgesichert - und viele Verträge haben heute noch ihre Gültigkeit.

    Ich finde es peinlich, wie die SPD jetzt auf den Zug der Stuttgart 21-Gegner aufgesprungen ist. Sie hat für mich dadurch auch ein Stück das Gesicht verloren.
    Und die Grünen - ja die wollen, dass wir alle Zug fahren. Aber idealerweise auf alten Gleisen - mit unmöglichen Umstiegszeiten in Stuttgart (bis zu 45 Minuten Aufenthalt, weil es "eben so lange dauert" bis die Lok umgedreht ist.

    Und ich bin der Meinung, dass Zugbesetzungen der falsche Weg sind. Die Bahn ist sowieso schon unglaublich unpünktlich - und da ist es eine Frechheit, dass Demonstranten für noch mehr Verspätungen sorgen.

    Ich bin Schwabe - und FÜR Stuttgart 21.

    Und im Übrigen: Ich habe schon mit vielen Leuten über S21 gesprochen - die Gegner sind sehr dünn gesäht. Es sind zwar viel - aber ich habe den Eindruck, dass die schweigende Mehrheit für Stuttgart 21 ist.
    Deine Argumente kann ich ja durchaus nachvollziehen. Aber meinst Du nicht, dass Kosten in bis heute noch nicht wirklich abschätzbarer Höhe das Wert sind? Und was ist mit dem kritischen Baugrund, dem Wasserproblem und den Gesteinsrisiken? Wie geht man damit um? Was ist, wenn es in Stuttgart so ab geht wie im badischen Staufen?

    Quelle: Tagblatt

    Im badischen Staufen lässt sich nach Ansicht von Jakob Sierig beobachten, was im Fall von Stuttgart 21 passieren könnte. Die dortigen Hebungen sind durch das Quellen der so genannten Grundgipsschichten verursacht worden.


    Durch Bohrungen im Untergrund geriet Wasser in die dort stark mit Rissen durchsetzte Gesteinsschicht. Sie quoll auf und löste Hebungen aus, über 200 Häuser wurden beschädigt.
    Im Nordwesten des Stuttgarter Hauptbahnhofs, meint der Chef der Firma Geothermiekontor GmbH in Tübingen, stoße man auf ähnliche geologische Verhältnisse. Direkt unter den geplanten Bauten des Stuttgart-21-Tiefbahnhofs befinden sich jene Grundgipsschichten, in denen durch Bautätigkeit Risse und Klüfte entstehen könnten. Dringe in diese Risse dann Wasser ein, quelle das Gestein auf und hebe den Boden. "Das sind denkbare Risiken", sagt der promovierte Wissenschaftler. Man kenne genau diese Prozesse auch von der Autobahn A 81 bei Oberndorf und dem Stuttgarter Engelbergtunnel.
    Aus seiner Praxis weiß Sierig, dass man vom Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (LGRB) in Freiburg sofort ein Stoppsignal erhält, wenn bei Geothermie-Bohrungen auf Gips gestoßen werde. Diese Vorsichtsmaßnahme sieht er aber als eher übertrieben an. Unter dem S21-Tiefbahnhof schätzt Sierig die Gefahr im Vergleich zu Bohrungen sehr viel höher ein. Von der zuständigen Fachbehörde, die dem Wirtschaftsministerium unterstellt ist, würden Risiken aber scheinbar sehr unterschiedlich bewertet werden, je nachdem, welche Interessengruppen hinter dem Vorhaben stünden, sagte Sierig. Er wolle keine Panik verursachen, sagte der Geologe. Sierig: "Aber ich will, dass man sachlich und vernünftig diskutiert. Da gibt es starken Nachholbedarf."
    Stuttgart-21-Sprecher Wolfgang Drexler wies die Kritik Sierigs und des Architekten Frei Otto an den Bauplänen zurück. Er bezeichnete sie als "unseriöse Panikmache, die auf die Unwissenheit der Bürger in solch schwierigen fachlichen Detailfragen setzt". web.
    Und wo wäre hier der praktische Nutzen?

    Quelle: Stern

    Insgesamt sind für S21 Tunnelröhren von mehr als 60 Kilometer Länge in Stuttgart geplant. Da der Untergrund in der baden-württembergischen Landesshauptstadt sehr tückisch ist, werden die Tunnel von den üblichen "Regelprofilen" abweichen: Sie werden kleiner und enger, sie haben einen reduzierten Radius von nur 4,05 Metern - zu schmal für die übliche bahntechnische Ausrüstung.
    Und so wird in Stuttgart mit dem modernen europäischen Signalsystem, dem European Train Control System (ETCS), für Hochgeschwindigkeitszüge geplant. Der Vorteil: Man braucht keine klobigen Masten, in den Gleisen liegen winzige Kästchen, sogenannte Balisen. Über Funk werden die Loks gesteuert. Allerdings: In Deutschland gibt es keinen Zug, der mit dem ETCS-System fährt. In Stuttgart wird also ein Verkehrsknoten geplant, der auch in Zukunft für die meisten Züge unerreichbar sein wird, denn: Die Aufrüstung der Züge mit ETCS ist extrem teuer, sie kostet pro Lok gut 300.000 Euro. S-Bahnen, Nahverkehrs- und Regionalzüge, die S21 anfahren sollen, werden damit in den kommenden Jahrzehnten kaum ausgestattet werden.
    Ich weiss ja nicht wie die DB damit umgehen wird. Aber sieht das nicht so aus, als ob dann eben wegen der Tunnel rangiert und Loks umgehängt werden müssen?

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    AW: "Die Schwaben" gegen Stuttgart 21 ??

    Zitat Zitat von DerJunge82 Beitrag anzeigen
    Wenn mit schweigender Mehrheit argumentiert wird, dann werde ich immer hellhörig.
    Warum schweigt die Mehrheit denn?
    In einer Demokratie muss man bei Abstimmungen und Wahlen eine Mehrheit für sich gewinnen. Mit schweigen kommt man irgendwie nicht so richtig weiter.

    Vielleicht weil viele wissen, dass alles schon entschieden ist? Und dass sich die sowieso schon hohen Kosten (die ich WIRKLICH als zu hoch empfinde, aber seit der HRE-Rettung habe ich das Gefühl, dass inzwischen alles immer mehrere Milliarden kostet.

    Wieso müssen denn die Befürworter auch Blockaden errichten, Bahnhöfe besetzen oder Züge aufhalten? Müssen sie nicht - denn die meisten hoffen, dass hier die Verträge eingehalten wurden, die von einem demokratisch gewählten Stadtrat, von einem Demokratisch gewählten Landtag schon abgesegnet wurden.
    Ich hab meine Ernährung umgestellt.


    Die Chips stehen jetzt links von der Tastatur.

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    AW: "Die Schwaben" gegen Stuttgart 21 ??

    Zitat Zitat von SpezialEdition Beitrag anzeigen
    Aber meinst Du nicht, dass Kosten in bis heute noch nicht wirklich abschätzbarer Höhe das Wert sind?

    Und was ist mit dem kritischen Baugrund, dem Wasserproblem und den Gesteinsrisiken? Wie geht man damit um? Was ist, wenn es in Stuttgart so ab geht wie im badischen Staufen?

    Ich weiss ja nicht wie die DB damit umgehen wird. Aber sieht das nicht so aus, als ob dann eben wegen der Tunnel rangiert und Loks umgehängt werden müssen?
    Natürlich sind die Kosten nicht auf den Cent vorhersehbar. Man hat ja bisher kaum Aufträge vergeben. Alles basiert nur auf Schätzungen, so wie bei jedem Bauprojekt in der Welt.

    Wegen kritischem Baugrund: kennst du Stuttgart? Stuttgart ist heute schon mit Tunneln durchlöchert wie ein Käse. Der Vergleich mit Staufen ist wohl albern. In Staufen gab es Tiefbohrungen zum Anzapfen der Erdwärme, ganz anderes Thema als in S.

    Ja was denn nun ... mal wird sich aufgeregt, dass die Bahn mir S21 einen Wahnsinnsprofit macht, mal befürchtet man zu hohe Kosten. Ich meine S21 ist eine Investition für die Zukunft, also muss man auch auf zukunftsfähige, elektronische Signalsysteme setzen.

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    AW: "Die Schwaben" gegen Stuttgart 21 ??

    Zitat Zitat von Inspirom Beitrag anzeigen
    Natürlich sind die Kosten nicht auf den Cent vorhersehbar. Man hat ja bisher kaum Aufträge vergeben. Alles basiert nur auf Schätzungen, so wie bei jedem Bauprojekt in der Welt.
    Öhmm.. Milliarden sind für mich keine Cents.

    Wegen kritischem Baugrund: kennst du Stuttgart? Stuttgart ist heute schon mit Tunneln durchlöchert wie ein Käse. Der Vergleich mit Staufen ist wohl albern. In Staufen gab es Tiefbohrungen zum Anzapfen der Erdwärme, ganz anderes Thema als in S.
    Ich lebe in BaWü

    Albern ist das nicht. Geologen fürchten, dass beim Bau des Bahnhofs und des Fildertunnels zum Flughafen durch Sprengungen Wasser in die Gipskeuperschicht eindringt. Stark quellfähiges Anhydrit könnte dann zu ähnlichen Bodenhebungen führen wie im badischen Staufen passiert ist. Die Schäden waren in Millionenhöhe und badisch Staufen ist nicht Stuttgart.
    Solche Probleme hat es wohl auch schon beim Bau des Wagenburgtunnels in den 50er Jahren sowie beim Bau des Engelbergtunnels bereits gegeben.

    Ja was denn nun ... mal wird sich aufgeregt, dass die Bahn mir S21 einen Wahnsinnsprofit macht, mal befürchtet man zu hohe Kosten. Ich meine S21 ist eine Investition für die Zukunft, also muss man auch auf zukunftsfähige, elektronische Signalsysteme setzen.
    ich befürchte die hohen Kosten, weil wir das finanzieren dürfen. So einfach ist das. Abgesehen davon hast Du offensichtlich nicht erfasst, dass das Hauptproblem die Loks sind und damit im Grunde das, was Du im Hauptbahnhof reklamierst, wegen der Tunnel wieder haben dürftest.

  6. Inaktiver User

    AW: "Die Schwaben" gegen Stuttgart 21 ??

    Hat jemand schon den Artikel verlinkt?? Ich fand den hochinteressant, zum Thema, wieso Protest erst jetzt...

    Stuttgart 21 - Der unheilbare Mangel - Politik - sueddeutsche.de

    Und die Süddeutsche ist ja nun nicht als Randaleblatt bekannt.

    Ich bin aus Stgt - und ich kenne niemanden, der für dieses Projekt ist, in meiner ganzen bürgerlich-konservativ-bodenständigen Verwandtschaft - keine einzige Person.

    Letzte Woche hab ich mir die Autoaufkleber beim BUND bestellt und fahr jetzt stolz damit rum. Und überlege ernsthaft, ob ich nicht mal ein Demo-WE einlege (wohn ja in Bayern).

    Wie verlässlich irgendwelche Gefälligkeitsgutachten sind hat man ja in Köln gesehen. Sicher hat auch da ein Gutachter bestätigt, dass der U-Bahn Bau keine Risiken birgt.

    Ich glaub da gar nix mehr.

  7. gesperrt

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    AW: "Die Schwaben" gegen Stuttgart 21 ??

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ...Letzte Woche hab ich mir die Autoaufkleber beim BUND bestellt und fahr jetzt stolz damit rum. Und überlege ernsthaft, ob ich nicht mal ein Demo-WE einlege (wohn ja in Bayern).
    ...

    ... vom Bund ?

    wir haben welche von den Organisatoren gegen Stuttgart-21, dafür geben wir ne Spende.

    Diese Aufkleber soll es auch am Bahnhof geben.

    PS am Bahnhof in Stuttgart - nicht in München ;)

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    AW: "Die Schwaben" gegen Stuttgart 21 ??

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich bin aus Stgt - und ich kenne niemanden, der für dieses Projekt ist, in meiner ganzen bürgerlich-konservativ-bodenständigen Verwandtschaft - keine einzige Person.
    Dann gehört ihr eben alle nicht zur schweigenden Mehrheit.

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    AW: "Die Schwaben" gegen Stuttgart 21 ??

    Zitat Zitat von schnarchstop Beitrag anzeigen
    ... vom Bund ?

    wir haben welche von den Organisatoren gegen Stuttgart-21, dafür geben wir ne Spende.

    Diese Aufkleber soll es auch am Bahnhof geben.

    PS am Bahnhof in Stuttgart - nicht in München ;)
    Sie meint wahrscheinlich den BUND für Umwelt und Naturschutz.

  10. Inaktiver User

    AW: "Die Schwaben" gegen Stuttgart 21 ??

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und überlege ernsthaft, ob ich nicht mal ein Demo-WE einlege (wohn ja in Bayern).
    Importdemanstrant?
    Na ja, Ihr Bayern kennt das schon, bei Euch besteht ja auch ein reger Austausch mit Ant-Atomkraft-Demonstranten aus Österreich.

    Wie verlässlich irgendwelche Gefälligkeitsgutachten sind hat man ja in Köln gesehen. Sicher hat auch da ein Gutachter bestätigt, dass der U-Bahn Bau keine Risiken birgt.

    Ich glaub da gar nix mehr.
    Ich dachte immer, in Köln hätte der Einbruch an den geklauten Stahlträgern gelegen. Wobei dieselbe Firma ja auch in Stuttgart zum Zuge kommen wird. Sollte schnarchstop mit ihrem Argment aus dem Nachbarstrang recht behalten, bekommen wir so immerhin endlich eine funktionierende Kanalisation. Dann läuft bei Regen nicht immer gleich der Keller voll, sondern der Zugtunnel.

    Achtung: dies war ein ironischer Beitrag

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