Der ist für mich noch nicht mal im abstrakten Sinne ein guter Artikel über Großprojekte.
Und was das konkret mit dem Stuttgarter Bahnhof zu tun hat, erschließt sich mir überhaupt nicht.
Das einzige, was gut beschrieben ist, ist das marodisierende deutsche Schienennetz.
Lobby-und filz-getragene Strukturen brechen auf, wenn das Geld knapp ist. Und zwar deshalb, weil allerspätestens dann der Ruf nach einer eindeutigen Politik zum Bürgerwohl - anstelle zum priorisierten Wirtschaftswohl - laut wird.
Bürgerwohl contra Wirtschaftswohl - so scheint es.
Muss aber kein Widerspruch sein.
Bleibt jedoch so lange einer, so lange "Wirtschaft" durch starren Lobbyismus und Filz definiert wird.
Nicht der Bürger ist unflexibel - die, die das Geld haben, haben wollen und verteilen sind es.
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15.10.2010, 14:11Inaktiver User
AW: "Die Schwaben" gegen Stuttgart 21 ??
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15.10.2010, 14:11Inaktiver User
AW: "Die Schwaben" gegen Stuttgart 21 ??
Ja

Zum Glück besteht die Welt nicht nur aus Reichsbedenkenträgern, sonst gäbe es weder den Panama- noch den Suezkanal, keine Golden Gate, keinen Europatunnel – und die Brücke nach Sizilien würde nie jemand bauen.
Apropos Volksentscheid. Ich würde nicht darauf wetten, dass es bei einem Volksentscheid zum Bau des neuen Elbtunnels, ein ähnliches Monsterprojekt mit damals neuesten Technologien gebaut und entsprechenden Risiken, den jemals gegeben hätte.
Und obwohl aus den ursprünglich 3 Röhren inzwischen 4 wurden, mit 4 Spuren je Richtung, reicht der Tunnel in Spitzenzeiten immer noch nicht, weil nahezu ganz Skandinavien an diesem Übergang hängt - und den Zustand nur eines einzigen Elbübergangs mag man sich überhaupt nicht vorstellen.
Und was für die Schweiz die Berge sind für Deutsche ua die Flüsse = schöne Hindernisse für den Auto - und Schienenverkehr
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15.10.2010, 14:36Inaktiver User
AW: "Die Schwaben" gegen Stuttgart 21 ??
Nachtrag:
Ich finde den Artikel geradezu absurd im Hinblick auf den Stgter-Bahnhof.
Man kann in einer engen Stadt nicht ohne Schwierigkeiten, Widerstände und Unvorhergesehenes einen Bahnhof drehen, versenken und Tunnels bohren. Wenn überhaupt. Das zu vergleichen mit einer Bohrung durch Gebirge im Niemandsland ist ein Witz.
Man könnte ja auch den Kölner Dom versenken - wie wäre das?
Die Domplatte würde frei werden, der Umweltdreck würde nicht ständig am Gemäuer nagen und man könnte auch gleich den Bahnhof integrieren. Bahn und Kirche könnten sich die Kosten teilen.
2 Fliegen mit einer Klappe.
Fände ich prima, es ist innovativ und ein Großprojekt.
Und es ist völlig neben der Spur und völlig verdreht argumentiert.
Genau wie die Kiste in Stuttgart.
Leider fällt ja unter das Kürzel S21 beides: Der Bahnhof und der Streckenausbau Ulm-Wendlingen. Und es ist leider uuuuuuunmöööglich, das voneinander zu trennen.
Weder in den Köpfen und schon gar nicht auf den Plänen.
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15.10.2010, 14:49Inaktiver User
AW: "Die Schwaben" gegen Stuttgart 21 ??
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Geändert von Inaktiver User (21.10.2010 um 01:02 Uhr)
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15.10.2010, 14:51Inaktiver User
AW: "Die Schwaben" gegen Stuttgart 21 ??
Was die technischen Fragen betrifft, bin ich geradezu Analphabet. Von daher kann ich dazu nichts sagen. Ich wurde ohnehin nur wegen der polizeilichen Übergriffe am 30. September aufmerksam auf das Thema S21.
Aber in Zürich wird gerade eine Untertunnelung des Bahnhofs durchgeführt - reiflich durchgerechnet und geplant, von den Bürgern abgestimmt (wichtig!) und ohne Aufregung durchgeführt. - Aber ohnehin ist fast die gesamte Schweiz löchrig wie ein Emmentaler Käse.Geändert von Inaktiver User (15.10.2010 um 14:54 Uhr)
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15.10.2010, 15:44
AW: "Die Schwaben" gegen Stuttgart 21 ??
Ganz frisch und passt hier gerade zur Diskussion wie die Faust aufs Auge:
Quelle.Wegen der massiven Proteste gegen Stuttgart 21 und andere Großprojekte fordert die deutsche Wirtschaft, die Einspruchsrechte der Bürger zu begrenzen. „Wir haben im weltweiten Vergleich eine einmalige Beteiligung von Bürgern und Verbänden“, sagte der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Hans-Peter Keitel, der „Berliner Zeitung“. „Manchmal müssen wir aber überlegen, ob das nicht zu viel und zu langwierig ist und es am Ende sogar mehr schadet als nützt.“
Ja, neee, ist klar lieber BDI. Am Besten schafft ihr auch generell alle lästigen Wahlen gleich mit ab.
aufgewacht und umgezogen: befriendsonline.net

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15.10.2010, 15:56
AW: "Die Schwaben" gegen Stuttgart 21 ??
aber großartig über Artikel über techn. Großprojekte kannst du dich äußern, geschrieben von einem, der offensichtlich soviel Schimmer von der Sache hat wie du, einem stinknormalen Allerwelts-Journalisten halt.
Die können zwar auf zwischenmenschlich-kommunikativer Ebene meist sehr gut bis 3 zählen, aber nicht auf technischer, wirtschaftlicher, wissenschaftlicher. Zu 90% handelt es sich gar um zahlentechnische Analphabeten, ist so. Anumeristi quasi.
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15.10.2010, 15:59
AW: "Die Schwaben" gegen Stuttgart 21 ??
Kraaf, gut bemerkt
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15.10.2010, 16:10Inaktiver User
AW: "Die Schwaben" gegen Stuttgart 21 ??
Hier steht mehr ...
Wie kommt es nur, dass wir alle so skeptisch sind ...Keitel beklagte ein „latentes Misstrauen“ in der Bevölkerung, das „alle Bereiche der Wirtschaft“ treffe. „Wir müssen aufpassen, dass wir nicht jeden Investor unter Generalverdacht stellen“, sagte der Industriepräsident. Technik werde seit jeher in Deutschland hinterfragt −„mehr als anderswo“. „Doch begründete Skepsis darf nicht in Phobie ausarten.“
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15.10.2010, 16:29
AW: "Die Schwaben" gegen Stuttgart 21 ??
Herr Mappus ist da gegenüber dem BDI vom Grundsatz her jedenfalls schon entschieden weiter:
Mappus für mehr Bürgerbeteiligung bei Großprojekten - Yahoo! Nachrichten Deutschland
aufgewacht und umgezogen: befriendsonline.net





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