Dann müsste Flynn erklären können, warum der Flynn-Effekt nicht in der Lage war, die durchschnittlichen UNTERSCHIEDE zwischen Farbigen und Weißen in den USA einzuebnen, obwohl seit Jahrzehnten farbige Schüler speziell gefördert werden.
Um im Bilde zu bleiben: Das ganz Maisfeld USA wurde von Jahrzehnt zu Jahrzehnt besser bewirtschaftet, aber die unterschiedlichen Maissorten auf dem Feld wurden zwar allesamt größer, aber der Unterschied (in der Durchschnittsgröße der verschiedenen Sorten)
blieb weitgehend konstant, über 70 Jahre hinweg zu beobachten.
Und in den USA ist besonders auffällig, wie rasant der Aufstieg ostasiatischer Einwanderer, die genauso arm, sichtbar anders, verachtet antraten wie Farbige, im Vergleich zu diesen vonstatten ging und geht.
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30.08.2010, 12:12
AW: Was ist falsch an Sarrazins Aussagen??
Cum grano salis
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30.08.2010, 12:30Inaktiver User
AW: Was ist falsch an Sarrazins Aussagen??
1. Der Anteil der schwarzen Kinder, die in Armut leben, ist in den USA bis heute überproportional hoch. Deshalb besuchen viele unter ihnen Schulen in den klassischen Problemvierteln, in denen keineswegs eine optimale Förderung gewährleistet werden kann.
Und deshalb sind schwarze Kinder im Durchschnitt schlechter ernährt und haben einen schlechteren Zugang zu medizinischer Versorgung. Hier kann kein Flynn-Effekt greifen.
2. Studien mit Adoptivkindern, die angelbich genetische von äußeren Faktoren trennen können, haben einen ganz entscheidenden Konstruktionsfehler:
Die genetischen Variablen sind nicht von ungünstigen Einflüssen während der Schwangerschaft zu unterscheiden. Mütter, die ihre Kinder zur Adoption freigeben, gehören fast durchweg den unteren sozialen Schichten an, entsprechend ist die Gesundheitsversorgung während der Schwangerschaft lückenhaft, Alkohol- und Drogenprobleme (die einen verheerenden Einfluß auf das ungeborene Kind haben) können eine Rolle spielen, ebenso schlechte Ernährung und Mangelerscheinungen.
Solange die sozialen Unterschiede fortbestehen oder sich vertiefen, ist es schlichtweg nicht möglich, wissenschaftlich sauber zwischen Genetik und Umwelteinflüssen zu unterscheiden. Wer anderes behauptet, der argumentiert unredlich.
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30.08.2010, 12:43Inaktiver User
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30.08.2010, 12:57
AW: Was ist falsch an Sarrazins Aussagen??
Aber warum geht es dann bei Ostasiaten so viel besser als bei Farbigen?
Sind die Armen vielleicht nicht auch deshalb arm, weil sie mit ihrer intellektuellen Ausstattung nicht in der Lage sind, in einer Zivilisation wie der unseren, die immer höhere Ansprüche stellt an die geistige Leistungsfähigkeit, selbst aus ihrer Armut herauszufinden?
Es gibt in der Unterschicht nicht nur farbige Familien, die seit Generationen den Aufstieg nicht schaffen.
Dort finden sich auch geistig minderbemittelte Weiße , Hispanics, Indianer, aber sehr wenige Koreaner, Japaner, Chinesen, kaum Aschkenazim.
Die soziale Schichtung spiegelt haargenau den Durchschnitts-IQ der jeweiligen Ethnie wieder.
Wir müssen uns doch wahrscheinlich einstellen auf eine wachsende Zahl Menschen, die einfach abgehängt werden von der Entwicklung, denen keine Förderung hilft, Anschluss zu finden, weil die intellektuellen Voraussetzungen fehlen.
Wir müssen uns einstellen auf eine wachsende Zahl von Menschen, die permanent Unterstützung brauchen werden, um einigermaßen menschenwürdig zu überleben.
Das heißt, der Sozialstaat wird mehr und mehr gefordert.
Diesen Forderungen aber kann er nur gerecht werden, wenn wir unsere Wirtschaft hochleistungsfähig halten, denn wir haben keine Rohstoffe.
Damit sie hochleistungsfähig bleibt und dieser Sozialstaat erhalten bleiben kann und mit ihm die Demokratie, müsste man bereit sein, einige unschöne Dinge zur Kenntnis zu nehmen, die leider Gottes REAL sind, nicht ausgedacht, nicht diffamierend erfunden, sondern wirklich vorhanden.
Dazu sind viel zu viele nicht bereit, die meinen, gute Moral sei es, die Realität zu verkennen.Geändert von arouet58 (30.08.2010 um 13:04 Uhr)
Cum grano salis
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30.08.2010, 13:22
AW: Was ist falsch an Sarrazins Aussagen??
Die Medien sind komplett am Hyperventilieren. Die Frankfurter Rundschau unterstellt S. ganz offen, er sei verrückt, mindestens aber dumm.
Das nenne ich mal eine sachliche Auseinandersetzung mit einem wichtigen Thema ohne persönliche Angriffe.
Dass wegen dem "jüdischen Gen" alle am Durchdrehen sind und Rassenwahn! schreien, ist mit normalem Verstand allerdings nicht zu verstehen.
Bereits 2006 hat die TAZ (!!!) einen Artikel darüber veröffentlicht und niemand hat sich aufgeregt:
http://www.taz.de/1/archiv/archiv/?dig=2006/07/04/a0156
Zitat: All das klingt verdammt nach hanebüchener Eugenik, ist aber leider wissenschaftlich nicht unprofund.
Muss selbst die Taz zähneknirschend eingestehen.
Als Wissenschaftler sollte man solche Forschungsergebnisse also am liebsten verschlossen in der Schublade halten.
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30.08.2010, 13:23
AW: Was ist falsch an Sarrazins Aussagen??
Nun, jeder der nur eins und eins zusammenzählen kann, dazu braucht es gar keine überdurchschnittliche Intelligenz, könnte davon ausgehen, dass in einer Gesellschaft integrationsunwillige Familien - ob nun mit oder ohne Migrationshintergrund - sich noch sehr viel weiter ausbreiten werden und sich davon abhängig dann auch die kritischen Gedanken von Menschen - ob nun mit oder ohne Migrationshintergrund - massiv verschärfen werden.
Bleibt nur die Frage, wer dabei stärker ist, bzw. einen längeren Atem, mehr Geduld oder auch Muße hat und inwieweit welche Gruppe dann von einem Staat dabei weitestgehend unterstützt wird.Geändert von LaTanga (30.08.2010 um 13:30 Uhr)
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30.08.2010, 13:27Inaktiver User
AW: Was ist falsch an Sarrazins Aussagen??
Ich glaube nicht, daß Armut und eine fehlende intellektuelle Ausstattung zusammengehören. Ich bin eher der Meinung, daß jedes Baby (evtl. Beeinträchtigungen durch Krankheit usw. mal ausgenommen) mit denselben Anlagen auf die Welt kommt und es dann leider, leider eben am Umfeld liegt, wie die weitere Entwicklung vonstatten geht.
Zitat von Inaktiver User
Wenn z. B. arme Eltern der Meinung sind, daß es wichtig ist, daß das Kind in der Schule fleißig lernt, damit es später einen guten Beruf ausüben kann, dann werden sie diese Meinung auch ihrem Kind vermitteln und wenn sie selbst intellektuell nicht in der Lage sind, ihr Kind schulisch zu begleiten (aus welchem Grund auch immer), dann werden sie Mittel und Wege finden, dies zu realisieren. Das gilt natürlich auch für alle anderen Eltern aus anderen Gesellschaftsschichten.
Wenn allerdings Eltern der Meinung sind, Schule ist nicht wichtig, Lehrer sind doof (weibliche Lehrer sowieso) und überhaupt - für den Obst-Laden des Onkels (jetzt mal überspitzt ausgedrückt) reicht das, was Du weißt, allemal, dann werden sie beim Lernen des Sprößlings wohl nicht auf die Tube drücken.
Mir tut es auch leid, um das Potential, was in letztgenannten Fällen nicht nur verschenkt, sondern vergeudet wird (nichts gegen Obst-Läden von Verwandten, hat alles seine Berechtigung).
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30.08.2010, 13:28
AW: Was ist falsch an Sarrazins Aussagen??
Die Familie und das soziale Umfeld beeinflussen das zu ca. 20 %, das meint Flynn mit "ganz entscheidend" - die Grundlage aber ist biologisch.
Das ist einfach so, der Mensch wird nicht vom Storch gebracht, sondern trägt die Erbanlagen seiner Eltern - das kann auch die SPD nicht ändern.
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30.08.2010, 13:32
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30.08.2010, 13:32Inaktiver User
AW: Was ist falsch an Sarrazins Aussagen??
* gelöscht *
Schluss.
.Geändert von Inaktiver User (30.08.2010 um 13:40 Uhr)



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