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17.09.2010, 20:16Inaktiver User
AW: Was ist falsch an Sarrazins Aussagen??
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17.09.2010, 20:17
AW: Was ist falsch an Sarrazins Aussagen??
Schon klar, du hättest den Haushalt natürlich besser verteilt, bei 5 Mrd. Miese wie in Berlin.

Der Gabriel schlug ja in dieselbe Kerbe und kam sich dabei offenbar schlau vor. Die SPD hat den Sarrazin selbst nach Berlin geholt, um den Haushalt zu sanieren - bei 5 Mrd. minus. Das hat er nach 7 Jahren sogar geschafft. Jetzt wird ihm vorgeworfen, er hätte zu sehr gespart. Autsch, das tut richtig weh.
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17.09.2010, 20:36
AW: Was ist falsch an Sarrazins Aussagen??
Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
dann durchfluten sie mich wie Regen ...
American Beauty
Nothing in life is as important as you think it is, while you are thinking about it.
Daniel Kahneman
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17.09.2010, 20:39Inaktiver User
AW: Was ist falsch an Sarrazins Aussagen??
Der Begriff "politisch korrekt" kam mir ja langsam etwas abgedroschen vor. Die Abkürzung poko/ Pokos ist unheimlich erfrischend. Und wird mit jeder Wiederholung noch ein Stückchen origineller.
Merke:
1. Die Konservativen haben sich von jeher für Ganztagsschulen und Kita-Pflicht stark gemacht. Deswegen gibt es in den wirtschaftlich leistungsstarken süddeutschen Bundesländern seit jeher eine umfassende Betreuungs-Infrastruktur. Dass diese vorbildlichen Zustände sich bundesweit nicht durchgesetzt haben, ist die alleinige Schuld der (Achtung originell:) Pokos und Gutmenschen, die derartige Ideen mit massiven Kampagnen (Stichwort Gebärmaschine) torpediert haben.
2. Während der 16 jährigen Regierung Kohl gab es keine Maßnahmen in Richtung verpflichtender Sprach- und Integrationskurse.
Die Erklärung: Die Ära Kohl war durch die quasi diktatorische Alleinherrschaft der politisch Korrekten, der Gutmenschen, Ausländerfreunde und Linksextremisten gekennzeichnet.
Insbesondere war der angebliche Kanzler der Einheit eine Marionette der Stasi (die tatsächlich mit der Partei der Grünen identisch ist).
Fazit: Es ist Zeit für eine neue Partei, die die 65-jährige Alleinherrschaft linker Parteien endlich brechen kann.
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17.09.2010, 20:42
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17.09.2010, 20:44Inaktiver User
AW: Was ist falsch an Sarrazins Aussagen??
Bei Sarrazin und einigen Usern dieses Forums geistert eine vulgärdarwinistische Vorstellung herum, derzufolge Intelligenz angeblich zu 80% vererbt wird.
Lassen wir dahingestellt sein, dass die Wissenschaftler ausdrücklich sagen, dass noch viel zu wenig bekannt sei, um eine solche Zahl wirklich als gesichert in den Raum zu stellen. Es kursieren in der Wissenschaft diverse Zahlen, und arouet58 gefällt diese einfach am besten.
Lassen wir dahingestellt sein, warum arouet58 sein Mantra beharrlich wiederholt und den anderen Usern ins Hirn zu hämmern versucht. Getretener Quark wird breit, nicht stark. Ich ignoriere das jetzt einfach.
Wichtig ist etwas anderes.
Wichtig ist, welches Menschenbild wir haben wollen, das Menschenbild, das hier verbreitet wird, würde die Gesellschaft - wenn diese sich darauf einließe - verändern, und das garantiert, dafür lege ich meine Hand ins Feuer, nicht zum Vorteil.
Für das Individuum geht es in Konsequenz darum, ob es sich überhaupt lohnt sich anzustrengen, ob er bzw. sie sich bei Schwierigkeiten und Misserfolgen sagen soll:
"es hat doch eh keinen Zweck. Meine Eltern hatten keinen Erfolg/sind dumm/ich habe die falsche kulturelle oder ethnische Abstammung, also bin ich dumm, schaffs nicht, werde nie was werden, bin eine Null, bin eine Niete, kann es aufgeben, bevor ich richtig angefangen habe."
Das wäre genau die Message, die man den Hartz-IV-Empfängern der Republik und anderen, die es von Zuhause her schwer haben (fremde Muttersprache, bildungsferne Familie), unbedingt vermitteln müsste ... wenn man wirklich eine Verblödung und einen Niedergang des Landes erreichen wollte.
Für die Gesellschaft als Ganzes geht es um die Kernfrage: Lohnt sich ein gutes Bildungssystem, lohnt es sich das vorhandene Bildungssystem zu verbessern, Menschen aus unterprivilegierten Schichten bildungsmäßig besser, intensiver zu integrieren. Förderkurse für schwache Schüler oder auch für besonders gute Schüler anzubieten, mehr Kindergartenplätze usw. einzurichten ?
Wenn die Gesellschaft sich dazu entscheidet zu glauben, dass Intelligenz weit überwiegend in den Genen liegt, dann kann durch Bildung folglich auch nicht viel verbessert, korrigiert, gefördert werden.
Ergo kann man sich das Steuergeld sparen:
wozu überhaupt ambitionierte Kindergärten, kleinere Klassen, besser ausgebildete Lehrer, besseres Unterrichtsmaterial, Förderkurse für Migranten und schwache deutsche Schüler, interessanteren besser aufbereiteten Unterricht, durchlässigere Schulsysteme, OECD-Vergleiche, usw. usw.
Wer "es" aus genetischen Gründen schafft, schafft es folglich auch ohne Förderung.
Bei allen anderen wäre sowieso jede Mühe vergeblich.
Hier stehen zwei grundsätzlich unterschiedliche Weltanschauungen gegenüber:
Eine seltsame Form von Wissenschaftshörigkeit einerseits - tumbes Nachplappern dessen, was irgend ein "Wissenschaftler" zu wissen glaubt, obwohl jeder weiß, dass die Wissenschaft ebenso viele Irrtümer wie echte Erkenntnisse hervorgebracht hat
und
andererseits der feste Glaube, dass die Gesellschaft, dass der einzelne Mensch viel erreichen kann, wenn er, wenn sie, wenn die Gemeinschaft es wirklich will.
Ich finde die Haltung von Sarrazin/arouet58 total reaktionär und kontraproduktiv.
Was auch immer sie mit diesem Gequatsche erreichen wollen - etwas Gutes kann daraus nicht entstehen.
.Geändert von Inaktiver User (17.09.2010 um 21:21 Uhr)
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17.09.2010, 21:03Inaktiver User
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17.09.2010, 21:05
AW: Was ist falsch an Sarrazins Aussagen??
Diese Menschen verlassen ihr Land freiwillig, wenn sie es denn verlassen.
Wenn sie dort, in ihrem Heimatland, gebraucht werden, ein sinnvolles Leben führen können, gerne dort leben, dann werden sie es nicht verlassen wollen.
Wenn sie es aber verlassen wollen, dann sollen sie zu uns kommen, nicht in die USA/Kanda oder nach Australien/Neuseeland gehen.
Du nimmst es doch auch hin, dass hier ausgebildete Türkischstämmige in die Türkei zurückgehen, in Scharen.Aber ein fertig ausgebildeter Ingenieur aus Indien oder Afrika
kostet Deutschland natürlich weniger, als ein hier ausgebildeter.
Kein Kindergeld musste bezahlt werden, kein Studium, kein Garnichts.
Sollen wir denen die Ausreise verbieten, solange bis sie die Kosten ihrer Ausbildung hier "abgedient" haben ?
Oder sollen wir Studiengebühren einführen, die tatsächlich kostendecken sind?
Oder gilt Freizügigkeit nur, solange sie zu unseren Lasten geht, weil wir das Sozialamt der Welt zu sein beanspruchen?
Das ist nicht meine Aufgabe.Findest Du das nicht reichlich egoistisch?
Sollte man nicht vielmehr die gebildeten Menschen in deren Herkunftsländern belassen, damit sie dort mithelfen können, einen eigenen Wohlstand auf zu bauen?!
Das ist Aufgabe der Länder, aus denen diese Menschen abwandern wollen.
Deren Regierungen müssen für diese Menschen Lebens-/Arbeitsbedingungen schaffen, die sie veranlassen, sich und ihre Talente dort und nicht hier einzubringen.
Bin ich Familienvater, muss ich zuerst danach trachten, dass es mir, meiner Frau, meinen Kindern gut geht.
Erst danach kommt das Wohlergehen meines Bruder, meiner Schwester, meiner entfernteren Verwandten, meiner Freunde, meiner Mitbürger, meiner Mitmenschen auf dem Planeten.
In dieser Reihenfolge gilt es, Verantwortung zu übernehmen.
Der Anspruch, alle gleich gut zu behandeln, überfordert den Menschen, ist in meinen Augen nur Ausrede dafür, niemanden gut zu behandeln.
Die Fernstenliebe überdeckt allzu oft, dass es an Nächstenliebe fehlt.
Ich halte überhaupt nichts von Entwicklungshilfe.
Diese Art von Entwicklungshilfe wäre ehrlicher und effektiver.
Wenn man es wirklich ernst meint mit der Entwicklungshilfe, und dazu beitragen will, dass die potenziellen Zuwanderer in deren Heimatländern bleiben wollen, dann wäre die effektivste Methode, wenn man finanziell dazu beiträgt, dass die dortigen Akademiker Gehälter bekommen, die sie zum Bleiben bewegen und helfen, Ihr eigenes Land voran zu bringen.
Ich denke, diese Art Entwicklungshilfe würde weniger kosten als die bisherige.
Das gesparte Geld sollten wir dann im eigenen Land verwenden, um jedem der will, die bestmögliche Bildung zukommen zu lassen.
Es sollte beispielsweise eine Selbstverständlichkeit sein, dass jedem Kind ein Nachhilfeunterricht ermöglicht wird, welches einen benötigt.
Man muss auch mal hinterfragen, woran es liegt, dass in Deutschland so wenige Akademiker mehr als ein-zwei Kinder zur Welt bringen, großziehen und ausbilden wollen.
Sie hat nur zu einer Entwicklungsfehlsteuerung in vielen Ländern geführt, in denen sich die Eliten über die Köpfe und Interessen der betroffenen Menschen hinweg kurz schlossen, sich die Interessen der Politeliten in häufig un-oder scheindemokratischen Staaten mit denen von Industrielobbyisten und LobbyistInnen der HelferInnenindustrie, die ja auch nach gesicherten Arbeitsplätzen streben und nicht um Gottes Lohn wirken, bündelten, ohne sonderlich nach den Interessen der "betreuten" Menschen zu fragen.
Nothilfe ja, Katastrophenhilfe ja, aber keine Entwicklungshilfe mehr, die Menschen nur entmündigt, die einen landesfremden, kulturfremden Besserwisserstandpunkt einnimmt, der die Betroffenen in ihrem Selbsthilfevermögen lähmt, sie demotiviert,s ie zu Rezipienten macht, die auf Hilfe warten.
Kinder rechnen sich nicht für die Mittelschicht.Da ich kein Akademiker bin, kann ich zu den Gründen nichts sagen.
Vielleicht ist der/die eine oder andere Akademiker/in unter Euch, der/die uns sagen kann, warum er/sie gerne mehr Kinder haben möchte, was ihn/sie aber daran hindert.
Unsere Kultur ist materialistisch bis zum Geht-nicht-mehr.
Sie hat alle Einrichtungen überindividueller Sinnstiftung (Religion, Patriotismus, Familiensolidarität etc.) als konservativ denunziert, erfolgreich dekonstruiert, in Grund und Boden kritisiert und nichts im Gegenzug anzubieten als Konsum, materiellen Konsum.
Danach bemisst sich für viele nun der Sinn ihres Lebens.
Das wird sich so schnell auch nicht mehr ändern.Geändert von arouet58 (17.09.2010 um 21:13 Uhr)
Cum grano salis
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17.09.2010, 21:07
AW: Was ist falsch an Sarrazins Aussagen??
Es gibt so viele schöne Momente im Leben; ich sollte mich entspannen,
dann durchfluten sie mich wie Regen ...
American Beauty
Nothing in life is as important as you think it is, while you are thinking about it.
Daniel Kahneman
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17.09.2010, 21:23



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