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    AW: Was ist falsch an Sarrazins Aussagen??

    Zitat Zitat von Rotfuchs Beitrag anzeigen

    Wenn das Thema von der Politik endlich mal sachlich und lösungsorientiert (!) aufgegriffen würde, würde kein Mensch mehr die Person Sarrazin und sein Geschrei zur Kenntnis nehmen.
    Ich glaube, selbst die linken Gutmenschen (so wie ich einer bin) werden grundsätzlich leugnen, dass es Probleme gibt. Aber das "lösungsorientiert" fehlt gerade bei Sarrazin völlig.
    Time is an ocean but it ends at the shore - Bob Dylan

    Und wenn der Wind mal von vorne kommt - leicht nach vorne beugen und einfach weitergehen - S.B.

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    AW: Was ist falsch an Sarrazins Aussagen??

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ja hör mal!

    Wenn sich alle ImmigrantInnen schleunigst in die vorgefundenen Lebensumstände assimilieren würden, dann wären sie ja sicherlich allerschnellstens genauso vom Aussterben bedroht, wie die in den vorgefundenen Lebensumständen vorzufindende anscheinend zunehmend infertile Bevölkerung.

    Und weil sie nicht auch vom Aussterben bedroht werden wollen und nicht auf den Kopf gefallen sind, lassen sie das mit der Assimilation in die vorgefundenen Lebensumstände eben langsamer angehen.
    Geändert von Alaska (27.08.2010 um 13:36 Uhr) Grund: Geschlecht neutralisiert.
    "...und gibt's auch kein Wiedersehn, einmal war es doch schön."
    (Peter Kreuder et al, Sag beim Abschied leise 'Servus')

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    AW: Was ist falsch an Sarrazins Aussagen??

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das ist eine Behauptung!
    Wie willst du das beweisen?
    Kann man das Hirn aufschneiden und den IQ darin finden?

    Wie willst du bei Intelligenzmessungen Umwelteinflüsse und Erbfaktoren so klar trennen, dass sich das beweisen ließe.

    Das geht gar nicht.



    Weil sonst die Befunde der Zwillings-und Adoptionsforschung nicht vernünftig erklärbar wären
    Ich müsste irgendwelche geheimnisvollen Einflußgrößen annehmen, die dafür sorgen, dass biologisch verwandte Erwachsene enger hinsichtlich des IQ's korrelieren als soziale Verwandte.
    Cum grano salis

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    AW: Was ist falsch an Sarrazins Aussagen??

    Zitat Zitat von Atzel Beitrag anzeigen
    Der Zentralrat der Juden hat Sarrazin nahegelegt in die NPD einzutreten.
    Ja, und? Das ist nicht die SPD. Der Zentralrat der Juden hat ja nun nichts zu sagen über die Mitgliedschaft von Menschen in der SPD. Insofern steht es Sarrazin doch zurzeit völlig frei, ob er in der SPD bleibt oder nicht. Meines Wissens ist kein Parteiausschlussverfahren gegen ihn angestrengt worden. Aber wenn ich mich in den Kaninchenzüchterverein eintrete und dann überall in der Öffentlichkeit erzähle, dass ich Kaninchenzüchten für Quälerei halte, dann wird mir wahrscheinlich irgendwann auch ein Austritt nahe gelegt. Nur, weil mich eine bestimmte Partei vielleicht nicht mehr in ihren Reihen haben will, ist es mir doch nicht verboten, Dinge auszusprechen. Dann wechselt man die Partei. Haben doch schon einige vorgemacht. Als "Verbot", auf mir wichtige Theme hinzuweisen, kann ich das wirklich nicht empfinden.
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  5. gesperrt

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    AW: Was ist falsch an Sarrazins Aussagen??

    Zitat Zitat von marmor Beitrag anzeigen
    Viel zu pauschal.

    Da spielt sicher auch eine Rolle, das unsere Gesellschaft Muslime stärker ablehnt als andere Zuwanderer.
    Ich als Berlinerin gebe Sarrazin in der Hinsicht recht, dass es tatsächlich Muslime gibt, man sieht es ja hier in Berlin in einigen Stadtbezirken sehr deutlich, die nicht bereit sind, deutsch zu lernen und sich in das System hier zu integrieren.

    Aber bei der Ursachenfindung muss man u.a. sehr genau differenzieren und das scheint Sarrazin allgemein nicht zu können.

    Aber es sind nicht alle Muslime so und es gibt auch genug Deutsche (Unterschicht), die auch bildungsfern sind und sich nicht integrieren wollen.

    Mir sagte mal ein deutscher Türke, dass es deswegen auch so große Schwierigkeiten gibt, weil die Türkei damals viele ungebildete Türken nach Deutschland "loswerden" wollte. In der der Türkei an sich wird nämlich Bildung sehr hoch gehalten, was meine türkische Freundin mir bestätigt.

    Da aber diese bildungsfernen Türken oft aus dem tiefsten ländlichen Anatolien kommt, ist der Lebensstandard für die hier in Berlin schon Luxus, sie bekommen ja sehr viel für nichts tun und warum sollten sich dann noch anstrengen, es geht doch auch so?

    Wer bildungsfern ist, nicht weiß, wie man seine Kinder richtig erzieht muss, damit sie später eine gute Perspektive haben, der wird weiterhin so leben und das an die nächste Generation weitergeben.

    Eine türkische Sozialarbeiterin hat mal in einem Fernsehinterwiev eindeutig gesagt, dass ihr viele Türken Wort wörtlich gesagt haben, dass sie gegen das deutsche System arbeiten und sich nicht integrieren lassen wollen. Diese Sturheit hat auch was mit Bildungsferne zu tun.

    Ich kenne aber auch sehr gut gebildete Muslime, die normal arbeiten gehen, ihre Steuern zahlen etc., aber das ist halt nicht die Menge.

    Mir hat noch nie ein türkischer Integrations-Verweigerer die Frage beantworten können, was ich vom türkischen Staat erwarten könnte, wenn ich in die Türkei ziehen würde und ob es nicht normal ist, dass ich dann auch türkisch lernen müsste.... .

    Meines Erachtens hätte unsere Politik der Einheirat von Frauen nach Deutschland viel früher Einhalt gebieten müssen und dem nun notwendigen Deutschkurs viel früher einführen müssen.

    Auch die anderen Maßnahmen, die es hier seid kurze Zeit in Berlin gibt, hätte man viel früher machen müssen. Ohne Leistung gibt es keine Gegenleistung und wer sich nicht daran hält, muss notfalls zurück geschickt werden. Das wäre dann für die betroffenen Familien eine Schande und was glaubt ihr, wie schnell die hier anfangen würden, ihren Pflichten nachzukommen .

    Komischer Weise werden bildungsnahe Bosnier-Familien zurück geschickt, die nach bzw. während des Bosnien-Krieges nach Berlin kamen, die voll integriert sind, teilweise gar nicht mehr vom Staat leben und deren Kinder hier geboren sind, aufs Gymnasium gehen und gute Chancen für die Zukunft haben.

    Es wären uns einige Probleme erspart geblieben, wenn die Politik viel früher mit wirksamen Mitteln das Probem angegangen wäre. Aber wir waren ja die letzten 20zig Jahre mit uns selbst durch die Wende etc. beschäftigt.

    Verstehen tue ich leider immer noch nicht, warum andere Kulturen, wie Chinesen etc. wenig Probleme mit der Integration haben. Liegt es vielleicht am Islam an sich?

    Wildblume

  6. Inaktiver User

    AW: Was ist falsch an Sarrazins Aussagen??

    Zitat Zitat von Rotfuchs Beitrag anzeigen
    Das glaube ich nicht. Ich denke schon, dass es sogar sehr aufmerksam wahrgenommen wird.
    Was von der breiten Masse wahr genommen wird, Rotfuchs, ist imho, dass es um Ausländer geht, offenbar Türken, die unser Geld nehmen, aber nix mit uns zu tun haben wollen. Dass ist das, was von der breiten Masse wahr genommen wird.

    Auch wenn es uns hier aufgrund der etwas detaillierteren Diskussion (aber selbst hier gehts unterm Strich ja nur darum, ob Türken und Araber nun allein Schuld an der mangelnden Integration tragen, oder ob wir uns auch an die eigene Nase fassen sollten) so scheint, als würde das Thema zielführend behandelt und diskutiert, kratzt es, wie gesagt, doch gerademal die Oberfläche ...

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    AW: Was ist falsch an Sarrazins Aussagen??

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was von der breiten Masse wahr genommen wird, Rotfuchs, ist imho, dass es um Ausländer geht, offenbar Türken, die unser Geld nehmen, aber nix mit uns zu tun haben wollen. Dass ist das, was von der breiten Masse wahr genommen wird.
    Du schreibst schon wieder ungenau. Es geht nicht um "die Ausländer" und nicht "offenbar Türken". Es geht um nicht integrationswillige Türen und Araber. Genau darum geht es, das wird von der breiten Masse wahrgenommen. Da ist die dumme breite Masse ausnahmsweise mal im Bilde.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Auch wenn es uns hier aufgrund der etwas detaillierteren Diskussion (aber selbst hier gehts unterm Strich ja nur darum, ob Türken und Araber nun allein Schuld an der mangelnden Integration tragen, oder ob wir uns auch an die eigene Nase fassen sollten) so scheint, als würde das Thema zielführend behandelt und diskutiert, kratzt es, wie gesagt, doch gerademal die Oberfläche ...
    Na, dann geh´ doch mal in die Tiefe.

    Und die immer noch nicht beantwortete Frage im Blick - den das kann man nicht aussen vor lassen:

    Warum integrieren sich andere Einwanderer, die Türken/ Araber aber nicht?

    So, Baselitz legt vor, keine Oberflächlichkeiten mehr. Endlich geht es los.

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    AW: Was ist falsch an Sarrazins Aussagen??

    Zitat Zitat von marilyn-74 Beitrag anzeigen
    Ich glaube, selbst die linken Gutmenschen (so wie ich einer bin) werden grundsätzlich leugnen, dass es Probleme gibt. Aber das "lösungsorientiert" fehlt gerade bei Sarrazin völlig.
    Das fehlt mir von Sigmar Gabriel über Claudia Roth bis hin zu Horst Seehofer noch bei so manch anderen.

    Aber im Grunde erwarte ich, das es sowieso weiterläuft wie bisher, mit den entsprechenden langfristigen Folgen.

    Das macht mir keine Angst, nur werde ich ab und zu ein wenig melancholisch.

  9. gesperrt

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    AW: Was ist falsch an Sarrazins Aussagen??

    Mal sehen wie die "theoretisch empörten" in der Praxis handeln.

    Aktuelle Ausgabe des Berliner Szene Stadtmagazins Zitty



    FLUCHT VOR MULTIKULTI

    Hätte Sarah geahnt, was auf sie zukommt, dann hätte sie den Mund gehalten. Vielleicht aus dem Fenster des Klassenzimmers geschaut, einfach nur die Vögel beobachtet und die vorbeiziehenden Wolken. Sie hätte diese Worte nicht ausgesprochen, nicht in dieser Klasse. Aber sie ahnte nicht, was auf sie zukommt. Deshalb sah sie nicht aus dem Fenster, sie hob den Finger und sagte diesen einen Satz: „Ich glaube nicht an Gott.“

    Sarah besucht die vierte Klasse einer Kreuzberger Schule. Sie hat zwei Freundinnen: Marlene, eine Deutsche und Kia, eine Deutsch-Afrikanerin. Alle anderen kommen aus türkischen oder arabischen Familien. Wenn Sarah mit ihren beiden Freundinnen Arm in Arm über den Flur schlendert, wird sie schon mal als Lesbe beschimpft, daran hat sie sich gewöhnt. Aber seit diesem Satz – „Ich glaube nicht an Gott“ – hat das Mobbing von Seiten der großteils strenggläubigen Mitschülern zugenommen. Bald wechselt Marlene auf eine neue Schule – wegen des kürzeren Wegs, aber auch wegen der ausgewogeneren Zusammensetzung der Klassen. Auch Kia wird gehen. Nur Sarah bleibt zurück, als einzige Schülerin ohne Migrationshintergrund in der Klasse.

    Es gibt viele Eltern, die kennen die Geschichte von Sarah so oder so ähnlich, weil auch ihr Kind sie erlebt hat. Zum Beispiel Tanja und Kai aus Moabit, die ihre Tochter auf eine katholische Schule schicken, obwohl sie Atheisten sind. Maria, einer Kreuzbergerin, die ihre Koffer packte, um mit ihrem Sohn zum Schlachtensee zu ziehen. Oder Steffi: eine Neuköllnerin, die sich zum Schein in der WG einer Freundin anmeldete, um ihrer Tochter den Besuch auf der beliebten Heinrich-Zille-Schule in Kreuzberg zu ermöglichen. Alle diese Eltern sagen, dass sie Angst davor haben, ihre Kinder könnten zu Mobbingopfern werden und nichts lernen im Unterricht.
    (…)
    Sarahs Mutter Bettina Eckel* sitzt am Landwehrkanal und blickt rüber auf die andere Uferseite. Sie ist selbst Lehrerin und wohnt gerne hier in Kreuzberg. „Ich bin für eine ausgewogene Kreuzberger Mischung. Aber damit hat das hier nichts mehr zu tun. In der Klasse meiner Tochter herrscht ein sehr rauer Ton – ich möchte Sarah diesen Realitätsschock ersparen“, sagt sie. Dann erzählt sie von Sarahs miserablen Rechtschreib- und Grammatikkenntnissen. „Ich bin Deutschlehrerin, und meine Tochter kann keinen Dativ bilden.“
    (…)
    Die Durchmischung nimmt immer mehr ab, an den verschmähten Schulen steigt der NdH-Anteil bis auf 100 Prozent. Dort ist produktiver Unterricht kaum möglich. Das Wort „gekippt“ macht auf den Spielplätzen die Runde. Und es bezieht sich nicht mehr auf kontaminierte Badeseen. Sogar im linksalternativen Spektrum Kreuzberger Bildungsbürger wendet man ihn auf Schulklassen an – auf jene, deren NdH-Anteil die 50-Prozent-Marke überschritten hat. Und man zieht Konsequenzen.
    (…)
    Sarahs Mutter Bettina Eckel unterrichtet an einer Hauptschule in Schöneberg, der NdH-Anteil beträgt 90 Prozent. „Grauenvoll“ nennt sie die Zustände dort. „Ich habe Angst vor dieser Unzufriedenheit, sie birgt ein unglaubliches Aggressionspotenzial.“ Bei der Hofaufsicht wird sie mit Gegenständen beworfen, im Unterricht springen Schüler auf Tischen und Bänken herum. Zwei deutsche Kinder hatte Eckel in einer ihrer Klassen, Simon und Lara, beide wurden stark gemobbt, weil sie Deutsche waren. Bald erschien Simon nur noch zum Unterricht, wenn er wusste, Lara kommt auch – und umgekehrt. Auf dem Schulhof bildeten türkische und arabische Schüler „eine Art Todeskreis“ um Simon, so erzählt Eckel, dann wurde er geschubst und beschimpft. Irgendwann kamen die beiden dann gar nicht mehr. Multikulti, dieser Begriff ist bei Schulen wie dieser nicht mehr anwendbar. Oft herrscht eine Monokultur, deren Dominanz immer aggressivere Züge annimmt. Schüler ohne Migrationshintergrund sind deutlich in der Unterzahl, Mobbing keine Seltenheit.

    Güner Balci, Journalistin und Autorin des Romans „Arabboy“ kennt diese Situationen. Ihre Dokumentation „Kampf im Klassenzimmer“ wurde kürzlich in der ARD ausgestrahlt. Sie zeigt die Zustände an einer Essener Schule. Islamischer Fundamentalismus macht sich bereits in den unteren Klassen breit: „Ich hasse, wenn Mädchen feiern“, sagt ein Junge in die Kamera. „Ich hasse, wenn sie Röcke tragen.“ Für ihre unverfälschte Darstellung der Realität wurde Güner Balci – wie auch die Autorinnen Necla Kelek und Seyran Ates – oft angefeindet, von Menschen, die Balci „Multikulti-Weichspüler“ nennt.
    (…)
    Wenn man mit wachem Verstand durch den Kiez läuft und hinter die Fassaden schaut, sieht man eine gespaltene Gesellschaft, geprägt von Geschlechtertrennung. Und das stört mich als Frau total.“ Vor kurzem besuchte die Journalistin das Gymnasium in Wedding, an dem sie Abitur machte. Damals sei die Mischung in den Klassen ausgewogen gewesen. „Heute ist dort der NdH-Anteil bei 90 Prozent, Religion spielt eine große Rolle: Es geht nur noch darum, wer sittsam ist und wer nicht.“

  10. Inaktiver User

    AW: Was ist falsch an Sarrazins Aussagen??

    Zitat Zitat von Atzel Beitrag anzeigen
    Da ist die dumme breite Masse ausnahmsweise mal im Bilde.
    Behauptest Du ... ich gehe eher vom Gegenteil aus.

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