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  1. Inaktiver User

    AW: Was ist falsch an Sarrazins Aussagen??

    Zitat Zitat von ceremony Beitrag anzeigen
    Ich bin mir sicher, dass du mit deiner Meinung falsch liegst.
    (Nicht nur) bei mir kommen Äußerungen von ihm als Hetze an,
    und:

    1. zum Haß gegen Teile der Bevölkerung aufstachelt oder zu Gewalt- oder Willkürmaßnahmen gegen sie auffordert oder
    2. die Menschenwürde anderer dadurch angreift, daß er Teile der Bevölkerung beschimpft, böswillig verächtlich macht oder verleumdet


    erfüllt nach Paragraph 130 StGB den Tatbestand der Volksverhetzung.

    Daher vertrete ich die Meinung, die ich äußerte.

  2. User Info Menu

    AW: Was ist falsch an Sarrazins Aussagen??

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die haben aber nicht sehr viel mit den Aussagen von Herrn S. zu tun.
    Doch:

    Die Taschendiebe lenken auch mit irgendetwas ab, wenn sie einem in die Tasche greifen.

    Wenn jetzt der Haushalt saniert werden muss, indem man die Sozialausgaben kürzt, ist ein Demagoge recht, der eine Bedrohung Deutschlands an die Wand malt, wie weiland die Nazis in den 20er Jahren.

    Sarrazin könnte ja stattdessen mal zusammenrechnen, welche Umverteilung von unten nach oben in den letzten zehn Jahren stattgefunden hat, und aufzeigen, wie die Haushaltslöcher entstanden sind, die durch Kürzung der Sozialausgaben gestopft werden.

  3. Inaktiver User

    AW: Was ist falsch an Sarrazins Aussagen??

    Zitat Zitat von utopia_2020 Beitrag anzeigen
    Doch:

    Die Taschendiebe lenken auch mit irgendetwas ab, wenn sie einem in die Tasche greifen.



    Wenn jetzt der Haushalt saniert werden muss, indem man die Sozialausgaben kürzt, ist ein Demagoge recht, der eine Bedrohung Deutschlands an die Wand malt, wie weiland die Nazis in den 20er Jahren.
    Nur, daß die zeitlichen kausalen Zusammenhänge GEGEN S. sprechen.

    Sarrazin könnte ja stattdessen mal zusammenrechnen, welche Umverteilung von unten nach oben in den letzten zehn Jahren stattgefunden hat, und aufzeigen, wie die Haushaltslöcher entstanden sind, die durch Kürzung der Sozialausgaben gestopft werden.
    Er könnte! Aber es täte ihm gut, hier den Mund zu halten. Er selbst war ja in Berlin (dem Bundesland) zuständig für die Finanzen.
    Du kennst sein "Kochbuch"?

  4. Inaktiver User

    AW: Was ist falsch an Sarrazins Aussagen??

    Finde es auch sehr kurios, dass jetzt im Windschatten des Wirbels um Sarrazin das Sparpaket durchgewunken wird.

  5. Inaktiver User

    AW: Was ist falsch an Sarrazins Aussagen??

    Zitat Zitat von ceremony Beitrag anzeigen
    Was sind denn die "wirklichen Probleme" deiner Meinung nach, von denen S. angeblich ablenkt?

    Ich hätte es gerne konkreter.
    Es gibt viele davon.
    Wo soll ich anfangen?
    Bei dem Geldmangel der Gemeinden, Ländern, hoher Staatsverschuldung?
    Worunter Schul- und Bildungspolitik, Sozialkassen, Kulturbereich u.v.m. zu leiden haben.
    Der schlechte Arbeitsmarkt, die hohe Arbeitslosigkeit.
    Kurz zusammengefasst: schlechte (falsche) Politik.
    Wirtschaftskrise ausgelöst durch Verbrechen an den Börsen.

    Im Thread wurden Beispiele genannt, die ich jetzt nicht noch mal alle raussuche.

    Weil die nicht so einfach in den Griff zu bekommen sind,
    werden gerne Hartz-IV-Empfänger, Migranten und Muslime für alles Mögliche verantwortlich gemacht, was S. mit Vorliebe tut.

    Ein sehr gutes Beispiel gab z. B. auch utopia_2020 in #1022
    Geändert von Inaktiver User (01.09.2010 um 15:17 Uhr)

  6. Inaktiver User

    AW: Was ist falsch an Sarrazins Aussagen??

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Finde es auch sehr kurios, dass jetzt im Windschatten des Wirbels um Sarrazin das Sparpaket durchgewunken wird.
    Im Windschatten? Oder hat H. S. nicht die Stunde genutzt, um seinen Käse genau dann zu verbreiten, wenn alle mal etwas im Sommerloch dümpeln und damit erstmal einen Wind entfacht?

  7. Inaktiver User

    AW: Was ist falsch an Sarrazins Aussagen??

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Meine Erfahrung im engeren Frenundes- und Bekanntenkreis ist die, dass ich so gut wie keine keine Freunde und Bekannte mehr habe, wenn ich darlege, wie ich diese "wirklichen Probleme" lösen würde.
    Das macht jetzt aber schon etwas neugierig.

  8. Inaktiver User

    AW: Was ist falsch an Sarrazins Aussagen??

    Zitat Zitat von arouet58 Beitrag anzeigen
    Noch leben wir, wie seit Jahrzehnten, von der Substanz.
    Die ist aufgezehrt.
    Wie man es nimmt.
    Weder laufen in diesem Lande mehrheitlich intellektuell Minderbemittelte herum.
    Noch gebricht es uns an der Promärresource Geld.

    Die Privatvermögen in Deutschland summieren sich auf 10.5 Billionen Euro, das Staatsdefizit auf ca. 1,7 Billionen.
    Also gut Faktor 6.
    Quelle für das Privatvermögen übrigens Nachrichten und aktuelle Informationen aus Politik, Wirtschaft, Sport und Kultur - WELT ONLINE - also nicht gerade eine, der man kommunistische Umsturzbestrebungen oder linke Gutmenschentum unterstellen sollte.

    Beispielsweise die Staatsverschuldung ist demnach einfach zu handhaben, um dieses Land wieder politisch handlungsfähig zu machen.

    1. Erkennen, dass wir alle der Staat sind.
    All diese Privatvermögen haben eines gemeinsam: Sie sind in einer Phase inneren wie äußeren Friedens, der wirtschaftlichen Prosperität sowie der Umverteilung von [woauchimmer] nach [woauchimmer] der letzten 60 Jahre entstanden.
    Diese Schulden haben wir alle "gemacht".

    2. Teilenteignung:
    Wer 100 Millionen besitzt, gibt 20 Millionen ab.
    Wer 10 Millionen besitzt, gibt 2.000.000.
    Wer 1 Million besitzt, gibt 200.000.
    Wer 100.000 besitzt, gibt 20.000.
    Wer 10.000 besitzt, gibt 2.000.
    Wer 1.000 besitzt, gibt 200.

    Ich könnte mir statt 20 % flat auch vorstellen, dass wir sagen:
    Bis 50.000 Vermögen 10%.
    Ab 50.000 Vermögen 20%.
    Da sind dann aber schon drei Parameter drin, über die sich dieses Land bestimmt Jahre streiten würde: Gerechtigkeit, Grenzbetrag und Prozentsatz.
    Also reisse ich das Pflaster lieber in einem Ruck ab.

    Damit wäre die Staatsverschuldung vom Tisch.
    Wäre da nicht "das gesunde Volksempfinden" - Neid, Missgunst, die panische Angst, zu kurz zu kommen.

    Und dann:
    3. Konsequente Verfolgung jeder Art von Steuerhinterziehung, Ahndung derselben nicht mit Haftstrafen, sondern dadurch, dass die Leute den verursachten Schaden plus Faktor x auszugleichen haben. Zur Not mit Enteignungen.
    "Hallo Herr Zumwinkel, schönes Haus haben Sie - oder präzise gesagt, hatten Sie mal."

    4. Steuerliche Gleichbehandlung aller Arten von Einkommen - wieso muss ich auf mein Arbeitseinkommen eigentlich 33% ESt/Soli zahlen, auf meine Kapitaleinkünfte aber nur 25%?

    5. Grundlegende Korrektur an der Auf- und damit Ausgabenstruktur des Staates.
    Abschaffung der Kultushohheit der Länder - wieso müssen Kinder in Garmisch-Partenkirchen was anderes lernen als auf Helgoland?
    Abschaffung der BA - kostet nur unendlich viel Kohle, bringt aber niemanden in Arbeit. War'n Versuch, hat nicht geklappt, ab dafür.
    Und so weiter.

    Weg vom individuellen Vorteil einzelner Interessensgruppen hin zu dem "was sein muss und sinnvoll ist".
    Ade günstigere Abschreibungsmöglichkeiten oder Steuervorteile für Selbständige und Unternehmen, weg mit der Minderbesteuerung bestimmter Einkünfte, verringerten Umsatzsteuersätzen für diese oder jenes, Subventionen aller Art (Kilometergeld, Eigenheimzuschüsse, Agrarsubventionen, Bergbausubventionen und Kohlepfennigen), usw. usf. et cetera.
    Alles bestens bekannt, man lese die Berichte des Bundes und Landesrechnungshöfe.

    Dann können wir auch generell Steuersenkungen durchführen.
    Und weil wir nicht blöd sind, setzen wir diese zunächst da an, wo die Leute das Geld, welches sie mehr in der Tasche haben, dann auch ausgeben und so Binnennachfrage, Arbeitskraftnachfrage und Umsatzsteuer erzeugen.
    Also bei den mittleren und niedrigen Einkommen sowie den mittelständischen deutschen Unternehmen.

    EUR 10.500.000.000.000,00 - nicht schlecht, was?
    Kann ja jeder mal gucken, was er so hat.
    Und sich fragen, ob es wirklich wehtun würde, davon 20 % abgeben.
    So ... ganz leise, nur mal so für sich.

    Aber das ist nichts als ein Traum, der in diesem Lande mit diesen Menschen nicht zu verwirklichen sein wird.
    Ein Traum, der, wenn man ihn im Ernst äußert, eben eher einsam macht.

    Cheers,

    NM
    Geändert von Inaktiver User (01.09.2010 um 15:41 Uhr)

  9. Inaktiver User

    AW: Was ist falsch an Sarrazins Aussagen??

    Zitat Zitat von utopia_2020 Beitrag anzeigen
    Wie wärs mit diesem Beispiel:

    Um die Situation des Mathematik-Unterricht an den Schulen zu verbessern, hat die Volkswagenstiftung in den 60er und 70er Jahren alle Mathematik-Studenten mit mehreren 1000 DM Extrastipendium gefördert (ich glaube 750 DM pro Semester, 5 Semster lang) wenn sie sich bereit erklärten, in den Schuldienst zu gehen. 3500 DM gabs nochmal, wenn man im Schuldienst war.
    Auch Bildungspolitiker ließen sich damals etwas einfallen, um dem großen Lehrermangel entgegenzuwirken. Ich erinnere mich noch an die "Sonderbegabtenprüfung", die es auch Nicht-Abiturienten in NRW ermöglichte, mit einem Fachhochschul-Studium Lehrer zu werden.

  10. Inaktiver User

    AW: Was ist falsch an Sarrazins Aussagen??

    Zitat Zitat von ceremony Beitrag anzeigen
    Was sind denn die "wirklichen Probleme" deiner Meinung nach, von denen S. angeblich ablenkt?

    Ich hätte es gerne konkreter.
    Meine persönliche Auffasung von wirklichen Problemen kannst Du hier nachlesen.

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