Natürlich! Oder wie Herr xy aus der FDP oder Frau xyz von den Grünen oder Frau Meier ohne Parteimitgliedschaft ...
Wenn du meine "Lösungsansätze" nochmal komprimiert willst
-Zuwanderung wie in Australien
-Konsequenzen für alle Schüler, Ausländer haben wie überall auf der Welt eben andere Konsequenzen zu erdulden
-keine Toleranz für Intoleranz
-Eigenverantwortung für Schulen stärken, in BW dürfen sich zBsp. die Schulen ihre neuen Lehrerkollegen selbst aussuchen
-Verantwortung der Eltern einfordern, notfalls die Erziehungsberechtigung in Frage stellen
-Stärkung der Nähe zu künftigen Arbeitgebern, in BW hat fast jede Hauptschule mehrere "Partnerbetriebe", diese stellen dann zeitig ihre Angebote und ihre Anforderungsprofile vor
-verbindliche, einfache, vergleichbare Grundlernziele für Haupt- und Gesamtschüler - also keine Ordnerdicken Vergleichs- und Anpassungswerke sondern zBsp. in Mathe Klasse 6 müssen ALLE Schüler folgende 5 Aufgaben lösen können - wenn in einer Klasse, einer Schule, einem Bezirk etc. dies nicht zutrifft, dann MUSS zusätzlicher Unterricht erfolgen! Es gibt tatsächlich Bildungspolitiker die ernsthaft überrascht erscheinen, daß ein Schulabgänger nach 9 (NEUN) Jahren Mathematik NICHT in der Lage ist einen einfachsten Dreisatz zu lösen oder zwei zweistellige Zahlen im Kopf addieren kann (selbst erlebt)
DANN würde ich gerne diese Ergebnisse im Internet einsehen. Also in Schule xy ist eine der 6. Klassen mehrheitlich nicht in der Lage zu multiplizieren. DANN sieht man die Schwächen, die ja erst im Vergleich auftreten. Sonst haben manche Eltern UND Schüler ja die Illusion, das die bisherigen Leistungen ja ausreichen -immerhin bleibt man dank der toleranten Bildungsministerin XY nicht mehr sitzen, dank der Erfindung des flexiblen Notenschlüssels bekommt man auch für schlechte Leistungen gute Noten und der Schulabschluss wird ja auch schon politisch gefordert und beschlossen.
Dann wundern sich viele warum bekommen diese Kinder keinen Ausbildungsplatz - da MÜSSEN die Arbeitgeber schuld sein - also senkt eure Ansprüche! Ist das die Zukunft eines hochtechnisierten Hochlohnlandes?
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19.08.2010, 13:27
AW: Erfahrungsbericht eines Lehrers
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19.08.2010, 13:38Inaktiver User
AW: Erfahrungsbericht eines Lehrers
80 % der Türken/Araber
20 % der Deutschen ohne Migrationshintergrund
10 % der Japaner, Chinesen, Vietnamesen und
30 % der Italiener, Spanier und Griechen
Also die 10% Japaner, Chinesen und Vietnamesen solltest du hier mal besser nicht aufführen.
Erstens weil die ersten beiden Gruppen keine große Rolle spielen, und zweitens, weil die Vietnamesen merkwürdigerweise trotz haufenweiser Diskriminierung ausgesprochen erfolgreich in unserem Schulsystem sind.
Woher das wohl kommt? Dürfte doch eigentlich gar nicht sein?
Auf jeden Fall lässt es uns für die künftige Gneration hoffen.
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19.08.2010, 14:20
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19.08.2010, 15:24
AW: Erfahrungsbericht eines Lehrers
Was daran liegt, dass besagter Lehrer nun mal in einer Klasse mit hohem Ausländeranteil und entsprechender Problematik unterrichtet haben soll. Solche Klassen gibt’s. Aber als „aufgeklärtem“ Bürger sollte einem eigentlich klar sein, dass diese Klasse nicht repräsentativ für den kompletten Rest an Deutschlands Schulen ist.
Zitat von Inaktiver User
Einen Versuch war es wert – mit anderen Methoden bewirkst du bei denen, die auf das „Reflex-Hämmerchen“ reagieren, nämlich auch nichts. Gut zureden, vernünftig argumentieren, drohen, „den Stier bei den Hörnern packen“ – Fehlanzeige. Daher blende ich Themen, bei denen ich weiß, dass jede Argumentation auf Granit beißen wird, gerne aus und spare mir damit eine Menge Energie und Nerven.Sich mit einem Text wirklich auseinander zu setzen heißt aber nicht seine Intention bewusst zu ignorieren und an dieser bewusst vorbei zu argumentieren - egal, wie geschickt man das auch macht, und egal wie wünschenswert das in einem solchen Fall tatsächlich sein mag. Du kannst nämlich sicher sein, dass die anderen User nicht mitspielen werden.
Für mich ist es das. Weil ich von Haus aus keinen Text, der je von einem Menschen produziert wurde, für bare Münze halte.
Zitat von Inaktiver User
Wenn dir irgendein Politiker einen tollen neuen Beschluss mit populären Argumenten schmackhaft machen will, kennst du die wahre Quelle dieses Bockmists doch auch nicht. Wer weiß schon, wessen Finger und Gelder da tatsächlich mit drin steckten?
Jeder Mensch manipuliert, verzerrt, taktiert tagtäglich, in jedem Satz, den er spricht, ganz selbstverständlich und ohne es zu bemerken. Ich will die Quelle nicht wissen – das verfärbt den Inhalt und verstellt mir den Blick auf Informationen, die ich ohne „Quellen-Kenntnis“ („kennen“ ist sehr optimistisch ausgedrückt) problemlos hätte herauslesen können.
Denkst du nicht, die Heiapopeia-Friedefreudeeierkuchenklasse würde ziemlich schnell auf den Trichter kommen, wenn du eine Lehrer-Niete bist, und dir binnen kürzester Zeit auf der Nase herumtanzen? Jede Klasse nutzt Schwachstellen aus, und da kann sie noch so nett und gesittet sein.
Zitat von Mocca
Ich kenne solche „fachlich fähigen“ Lehrer – die unterrichten auch, aber bei der Klasse (und sei sie noch so kooperativ) kommt davon leider nicht viel an. Von „können“ würde ich da also nicht sprechen und von härteren Klassen würden die binnen eines halben Jahrs zu Kleinholz verarbeitet werden.
Welche Relevanz besitzt das Fach denn für die Diskussion, zumal bei einer Klasse wie der beschriebenen ohnehin jeder Unterricht nur eine Farce wäre?
Zitat von hombre
Ach ja, weil es gerade so schön aktuell ist:
Neue Studienergebnisse vom „Bildungsmonitor 2010“ (Bayern)
Schon interessant: Man weiß offenbar längst, was in Sachen Integration von „bildungsfernen Schichten“ sinnvoll wäre und man hat ja eigentlich auch die Gelder dazu und sowieso ist unsere Bildung total toll (natürlich nur im Inlands-Vergleich, das böse Wort PISA lässt einen dann gleich wieder den Schwanz einziehen) – aber irgendwie hat man als Eltern, Lehrer, Student oder Schüler nicht so richtig das Gefühl, es würde sich tatsächlich was Positives tun…?
Aber wäre ja auch zu dumm, wenn jeder plötzlich Akademiker werden könnte – wer soll denn dann noch die Kinder kriegen?
Wem die Sonne scheint, der fragt nicht nach den Sternen.
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19.08.2010, 16:33
AW: Erfahrungsbericht eines Lehrers
Das ist ja das Problem, jeder darf bei der Erziehung machen wie es ihm in den Kram passt oder besser, am Bequemsten ist und bei den meisten ist nun mal die Glotze am Bequemsten für die Kinder inklusive Tüte Chips. Alle schauen dabei zu, wie es falsch gemacht wird und allen sind die Konsequenzen bewusst. Aber aus Bequemlichkeit, um nicht eingreifen zu müssen, werden Parolen, wie Freiheit und Grundrechte vorgeschoben.
Wenn dann die Konsequenzen zum tragen kommen, nämlich Heranwachsende mit denn die Gesellschaft schon nichts mehr anfangen kann, außer sie gewähren zu lassen und Konfrontationen aus dem Wege zu gehen und wenn sie dann erwachsen werden mit Geldschenkungen ruhig zu stellen, beginnen wir nachzudenken, was ist da schief gelaufen.
Das wirft dann zwangsläufig die Frage auf, bei wem ist da wann und was schief gelaufen.
Es beginnt mit der Erziehung im Vorschulalter, geht über die Schule, bis zur Lehre, wenn es überhaupt dazu kommt.
Das Strafrecht ist ausreichend, es muss nur genutzt werden. Klar, wenn man es Jahrzehnte nicht anwendet besteht irgendwann ein Stau, der dann abgearbeitet werden muss.
Wenn sich herumgesprochen hat, dass man sich um seine Kinder kümmern muss wird auch dort die Rechtstätigkeit zurückgehen.
Schon lustig, erst den Schlendrian zulassen bis er ausufert und dann die Eindämmung des Schlendrians mit der Begründung der Größenordnung nicht wegräumen wollen.
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20.08.2010, 06:53
AW: Erfahrungsbericht eines Lehrers
Das Problem dieser Generation beginnt oder entsteht doch nicht am Beginn oder während der schulischen Laufbahn.
Während der schulischen Laufbahn wird es lediglich sichtbar und wird über die überforderten Pädagogen nach außen transportiert und das auch erst, nachdem es überhandnimmt.
Bereits zur Einschulung treten Defizite auf.
Diese beginnen damit, dass die Kinder schlicht nicht wissen, wie sie sich gegenüber Erwachsenen zu verhalten haben, sie grüßen nicht, sie fallen anderen ins Wort usw..
Das geht bei den Tischmanieren weiter.
Da werden keine gemeinsamen Mahlzeiten eingenommen, da findet keine vernünftige Konversation statt, viele kennen es neuerdings auch von zuhause nicht.
Erschreckend sind die Studien die feststellen, dass in immer mehr Familien der Unterschicht überhaupt kein Tisch in der Wohnung vorhanden ist, an dem alle gemeinsam Platz finden.
Das setzt sich damit fort, das sie nie durch Umgang mit Gleichaltrigen gelernt haben Konflikte vernünftig auszutragen, das alles lernt man in Kindertagesstätten, nicht beim gemeinsamen „Chipswettessen“ vor der Glotze.
Aber dort stellt der Staat nur den Erwerbstätigen Plätze zur Verfügung, ich meine nicht die Glotze.
Ausgerechnet die Kinder derjenigen die genau diese Defizite aufweisen, kommen aus der sozialen Unterschicht, wo die Eltern keiner Erwerbstätigkeit nachgehen.
Denen versagen wir diese Dienstleistung mit vielerlei, teilweise zutreffenden, Begründungen. Wir schieben die Lösung des Problems an die Schule weiter.
Unzutreffend ist auch, dass die Antriebs- und Motivationslosigkeit aus der Perspektivlosigkeit stammt.
Richtig hingegen ist, dass viele Heranwachsende gern zu den „Normalen“ gehören wollen, ebenso sind deutsche Tugenden angesagt und gewünscht.
Nur wo sollen diese Eigenschaften herkommen? Die Natur gibt sie jedem mit, aber bereits zur Einschulung sind diese genetischen Anlagen verkümmert. Man kann es denen nicht verübeln, das sie so sind. Es bringt ihnen niemand bei.
Wenn wir diesen Teufelskreis nicht durchbrechen und die Heranwachsenden so weit bringen, dass sie letztlich ihren Eltern etwas vorleben könnten, wird es weiter schlimmer und die Zahlen bestätigen regelmäßig diesen Trend.
Die Lösung ist mit wenigen, einfachen, effizienten Mitteln zu beseitigen.
Einfach so zeitig wie möglich beginnen.
Seit Jahrzehnten ist das Problem bekannt und wird regelmäßig analysiert.
Die vielen runden Tische von ausgebildeten Pädagogen haben in den letzten Jahrzehnten keine funktionierende Lösung hervorgebracht und werden künftig das Problem nicht lösen, es ist völlig irre da weiter Hoffnungen rein zu setzen und diese Leute gewähren zu lassen, mit ihrer Phrasendrescherei.
Das bereits über die Hälfte der künftigen Genration mit diesen Defiziten aufwächst sollte nachdenklich stimmen, es gefährdet langfristig das Überleben der Deutschen.
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20.08.2010, 16:25Inaktiver User
AW: Erfahrungsbericht eines Lehrers
Wie sieht denn jetzt dein Lösungsvorschlag aus? Ich habe herausgelesen, dass du für gemeinsame Mahlzeiten bist, und es nicht gut findest, dass Kinder fernsehen und Chips essen. außerdem beklagst du, dass Kinder sich gegenüber Erwachsenen nicht zu verhalten wissen. Was würdest du ansonsten anders haben wollen, wie könnte es deiner Meinung nach besser laufen? Was müßte passieren, damit Kinder aus problematischen Schichten einen besseren Start haben und in der Schule keine Schwierigkeiten haben?
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27.08.2010, 15:22
AW: Erfahrungsbericht eines Lehrers
Noch ein Beispiel aus Australien - auch wenn die Situation hier trotz gelegentlicher rassistischen Krawalle kein Stück mit der, die ihr da aus D beschreibt, zu vergleichen ist, und auch wenn es hier genauso soziale Brennpunkte mit Randale gibt :
Schulbeginn mit 5 Jahren, vorher 1-2 Jahre in der Schule integrierter Kindergarten. Ganztägiger Unterricht, bzw Spielzeit in der Gruppe inkl gemeinsamem Lunchbreak. Auch in den Public, nicht nur in den Private Schools.
Deutlich stärkere Einbindung der Kinder aus allen Nationalitäten in australische Alltagskultur, wie z.B. Nationalhymne bei Morgenappell singen oder den Volks- und Kriegshelden auf Paraden und in Liedern huldigen (hab ich gestern auf einem Schulkonzert erlebt, mit gemischten Gefühlen, aber das ist ein anderes Thema).
Hiesige Asylanten-Kinder (z.Zt hauptsaechlich boatpeople), momentan meist aus Iran, Irak, Afghanistan und dem Sudan bekommen extra Englischunterricht, es gibt extra Kräfte, die zusätzlich an den Schulen eingesetzt werden, die Kirchen geben kostenlosen Englischunterricht für Erwachsene jeder Religion.
Da nur arbeiten darf, wer ein entsprechendes Visum hat, wird entweder Pflichtunterricht angeordnet oder der Asylant kann schon Englisch - es wird in den meisten Faellen getestet, zumindest bei dem Antragsteller, Ehepartner gehen schonmal so durch.
Viele Asylanten sprechen allerdings auch schon Englisch, wenn sie ankommen. Das ist der Vorteil gegenüber Deutsch.
Noch ein Vorteil: hier lohnt es sich noch, einen guten Abschluss zu machen.
Dazu sollen jetzt (wenn die Regierung dann mal endlich steht) Lehrer leistungsabhängig einen Bonus bekommen - heisst, je besser die Schüler, desto mehr Bonus.
Es gibt eine Webseite, auf der jede Schule Australiens gelistet ist, mit allen Zahlen zu Schülern, Lehrern und Leistungen (nicht namentlich, nur Durchschnitt). Die Meinungen dazu sind noch kontrovers.
Aber Australiens Einwanderungspolitik lässt sich nicht 1:1 auf Deutschland übertragen, dazu sind die historischen Hintergründe zu unterschiedlich."I don't want to be part of a world where being kind is a weakness" - Keanu Reeves
Moderatorin in den Reiseforen und bei der Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.
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27.08.2010, 17:09
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27.08.2010, 18:48
AW: Erfahrungsbericht eines Lehrers
Hallo Luchs,
zum 2. Satz: Danke für dieses Thema in der Bri! Hier gibt's auch Leute, die sich für Politik interessieren. Täten's nur ein paar mehr, in unseren Schulen sähe es anders aus.
zum 1. Satz: Gefällt mir auch nicht, wo der Artikel zuerst veröffentlicht wurde. Muss dem Wahrheitsgehalt aber nicht abträglich sein. Meine Lehrerfreunde berichten ähnliche Entwicklungen und beklagen bitter, dass es außerhalb der Schulen niemanden interessiert.
Ganda*
Der Adler fängt keine Mücken.
'Antisemitismus hat in Deutschland keinen Platz' ist Kindergartenniveau. - Igor Levit
Deutsche Tugenden: „Pünktlich wie die Deutsche Bahn, ehrlich wie die Deutsche Bank und sauber wie VW.“
Arnulf Rating


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