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  1. Inaktiver User

    AW: Erfahrungsbericht eines Lehrers

    Zitat Zitat von Mocca Beitrag anzeigen
    Ich tippe darauf, dass es sich nicht um eine Berufsschule handelt (dann müssten die Schüler ja bereits in einer Berufsausbildung stecken, in welchem Falle man gut dran tut, mitzuarbeiten, weil man anderenfalls die Prüfungen nicht schafft ), näher scheint mir eine Schule zu liegen, an der Jugendliche (entweder ohne Hauptschulabschluss oder ohne Ausbildungsplatz) ein berufsvorbereitendes Jahr ableisten. Ansonsten lässt der Text in der Tat vermuten, dass es dem Autor in erster Linie um Stimmungmache gegen eine bestimmte Bevölkerungsgruppe gehen dürfte und weniger um die Frage, wie man Jugendliche am besten aufs Leben vorbereitet.
    Ganz genau.

    Dass die Hauptschule und erst recht die nachgelagerten Auffangeinrichtungen für jene, die nicht einmal einen Hauptschulabschluss schaffen, ein Riesenproblem in unserem Bildungssystem darstellen, ist eigentlich allgemein bekannt.
    Was für ein Unsinn, das (allein) an der Nationalität der Schüler festzumachen.
    .

  2. Inaktiver User

    AW: Erfahrungsbericht eines Lehrers

    Zitat Zitat von Mocca Beitrag anzeigen
    Natürlich geht es in erster Linie um die pädagogischen Fähigkeiten eines Lehrers, worum denn sonst? In einer Heiapopeia- Friedefreudeeierkuchenklasse kann jeder unterrichten, der die fachliche Befähigung mitbringt

    Wie gesagt, ich gehe davon aus, dass es sich nicht um eine Berufsschule handelt, aber auch (oder gerade!) dort gibt es Mengen von Quereinsteigern.
    Dabei müsste man gerade in solchen potenziell problematischen Bereichen des Schulsystems eigentlich ganz im Gegenteil über besondere pädagogische Fähigkeiten, Kenntnisse und Erfahrungen verfügen.

    Hier läuft schon von der Struktur her etwas falsch: den Problemfällen des Schulsystems wird eine Lehrerschaft zur Seite gestellt, von der im Grunde wenig erwartet wird und der kein ausreichendes Rüstzeug mitgegeben und entsprechende Unterstützung gewährt wird.
    Hier fehlt es wirklich an allen - wie man bereits an der Klassengröße sehen kann.
    Geändert von Inaktiver User (19.08.2010 um 11:51 Uhr)

  3. Inaktiver User

    AW: Erfahrungsbericht eines Lehrers

    Ich bin etwas missgestimmten weil ich erst jetzt erkenne, dass es sich bei dem Beitrag nur um ein Zitat aus einem Artikel und nicht um einen persönlichen Beitrag von Schnarchstopp handelt, der sich im übrigen jetzt schön hier raus hält.

    Ansonsten glaube ich aber dass die Schilderung schon die Realität in einigen deutschen Großstädten wiedergibt. Ich will auch die Schuld hier nicht allein auf Migranten schieben, deutsche Unterschichtsjugendliche machen die gleichen Probleme. Bei uns in unserer mittelgroßen Stadt ist der Krankenstand in den Berufsförderungskursen auch 25%.

    Billig finde ich es aber hier nur auf die pädagogische Unfähigkeit des Lehrers abzuheben. Das heißt Probleme, die einfach da sind schön zu reden und die Augen zu zu machen.

  4. Inaktiver User

    AW: Erfahrungsbericht eines Lehrers

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Billig finde ich es aber hier nur auf die pädagogische Unfähigkeit des Lehrers abzuheben. Das heißt Probleme, die einfach da sind schön zu reden und die Augen zu zu machen.
    Du hast das vermutlich falsch verstanden.
    Der Lehrer wird nicht als "unfähig" dargestellt, denn dass es ihm an Unterstützung fehlt, ist nicht seine Schuld. Auch dass dieser Bildungssektor extrem unattraktiv ist, ist nicht die Schuld derer, die man dann doch für eine solche Aufgabe gewinnen konnte.

    Wie hilflos sich auch und gerade engagierte Lehrer fühlen, hat man ja am Beispiel der Rütli-Schule gesehen. Da ist der Staat gefordert, der es aber bisher vorzieht irgendwelche Schaukämpfe zwischen 16 Bildungssystemen auszufechten. Von einer fehlenden Allokation entsprechender finanzieller Mittel ganz zu schweigen.

  5. Moderation

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    AW: Erfahrungsbericht eines Lehrers

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was ist das eigentlich für eine Berufsschule? Welchen Abschluß hat man, am Ende? was befähigt diesen Referendar zum Lehrerberuf an dieser Schule?
    Zitat Zitat von Mocca Beitrag anzeigen
    Ich tippe darauf, dass es sich nicht um eine Berufsschule handelt (dann müssten die Schüler ja bereits in einer Berufsausbildung stecken, in welchem Falle man gut dran tut, mitzuarbeiten, weil man anderenfalls die Prüfungen nicht schafft ), näher scheint mir eine Schule zu liegen, an der Jugendliche (entweder ohne Hauptschulabschluss oder ohne Ausbildungsplatz) ein berufsvorbereitendes Jahr ableisten.
    Das ist die Krux bei der Lehrerausbildung. Du studierst und erst im Referendariat (von ein paar Praktikas abgesehen) wirst du auf die Schüler "losgelassen". Und ob du pädagogische Fähigkeiten hast, entdeckst du erst in diesen zwei Jahren.

    In Bayern - zumindest in dem Teil, in dem ich wohne - wird das berufsvorbereitende Jahr und das Berufsgrundschuljahr in der Berufsschule abgeleistet. Die Klassen heißen Jungarbeiterklassen und kein Berufsschullehrer geht in diese Klassen gerne, weil sie sehr schwierig sind.
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  6. gesperrt

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    AW: Erfahrungsbericht eines Lehrers

    Und was macht man mit Fakten die unpopulär und widersprüchlich sind?

    Was ist wenn (jeweils nach Herkunft)

    80 % der Türken/Araber
    20 % der Deutschen ohne Migrationshintergrund
    10 % der Japaner, Chinesen, Vietnamesen und
    30 % der Italiener, Spanier und Griechen

    die Hauptschulen besuchen und mit vergleichbaren Prozentsätzen mit Gewaltkriminalität aktenkundig werden und die Schule bzw. später eine Ausbildung abbrechen?

    DANN werden eben nicht DIE Ausländer von unserer Gesellschaft oder unseren Gesetzen diskriminiert.
    DANN gibt es eben eine Gruppe die unsere Kultur in wesentlichen Teilen ablehnt und sich von dieser Kultur (sei es Schule, Sprache, Polizei, Gesetze etc.) auch nichts vorschreiben lässt.

    Warum soll nun Deutschland den Zuzug von Türken und Arabern noch besonders fördern?

    Ein Türke OHNE jedwede Sprachkenntnisse und Ausbildung ist heute mit ein paar legalen Tricks sofort in Deutschland! Man nehme einen Döner-Besitzer, schreibe eine Arbeitsstelle mit zwingend türkischen Sprachkenntnissen aus und schicke den "Neubürger" als Bewerber MIT einem Arbeitsvertrag zum Amt - er bekommt sofort eine Arbeitserlaubnis!

    Ein Indischer Ingenieur muss mindestens 60.000 Euro Garantiegehalt vorweisen um eine befristete Aufenthaltserlaubnis zu erhalten.

    Araber aus Palästina, Syrien etc. werden automatisch als Asylbewerber geduldet, dann zieht man das Standartverfahren wie üblich über viele Jahre hin, schicke die schnell nachgereisten Kinder auf deutsche Schulen und ist zum Zeitpunkt der ziemlich sicheren Ablehnung des Asylverfahrens - aus humanitären Gründen nicht mehr Abschiebbar - bleibt also nur die Aufenthaltserlaubnis, der volle Bezug von Sozialleistungen und erlaubtem Familiennachzug.

    Da sollte man "einfach" den Australischen Weg gehen. Ein Asylverfahren wird innerhalb kurzer Zeit entschieden (auch in D wird ja nicht jahrelang täglich am Fall XY gearbeitet) und Zuwanderung erfolgt nur nach Bedarf.

    Aber da reden einfach ALLE Bundestagsparteien in politisch-korrekter Lesart weiter UND wundern sich dann über die Abstimmung in Hamburg, die natürlich auf Erfahrungswerten "unter der Hand" beruht ...

    In unserer Stadt gelten auch "gewisse" Schulen als Grund dafür "mit dem schulpflichtigem Kind ins Grüne zu ziehen oder die Schule zu wechseln - und parallel gibt es eine Europaschule mit 80 % Ausländeranteil (zum Teil Privatschule) um die sich die Deutschen Eltern sehr bemühen. Da gibt es eben klare, jedem bekannte Trennlinien - nur offen sagen werden das nur wenige ... also "hört" man nichts von Problemen ... also gibt es keine ... ganz einfach!

    Frau Nahles von der SPD ist ja jetzt schwanger, sie wohnt in Berlin-Mitte - ob sie wohl ihr Schulpflichtiges Kind auf eine benachbarte Neuköllner Grundschule schickt?

  7. Inaktiver User

    AW: Erfahrungsbericht eines Lehrers

    Zitat Zitat von Nadine2 Beitrag anzeigen
    Was ist wenn (jeweils nach Herkunft)

    80 % der Türken/Araber
    20 % der Deutschen ohne Migrationshintergrund
    10 % der Japaner, Chinesen, Vietnamesen und
    30 % der Italiener, Spanier und Griechen

    die Hauptschulen besuchen und mit vergleichbaren Prozentsätzen mit Gewaltkriminalität aktenkundig werden und die Schule bzw. später eine Ausbildung abbrechen?
    Ja, was ist dann?
    Ergibt sich aus einer solchen Statistik, zutreffend oder nicht, irgend welcher Nährwert?
    Kann man daraus entnehmen, wie Hauptschulen künftig zu gestalten sind, was man den Hauptschul- und Berufsschullehrern etc. an Schulung und Unterstützung an die Hand geben sollte?
    Nein. und Nein.


    DANN werden eben nicht DIE Ausländer von unserer Gesellschaft oder unseren Gesetzen diskriminiert.
    Dass Ausländer unterschiedlich gesehen werden, ist keine wirklich neue Erkenntnis. Das, was fremd erscheint, wird angefeindet.
    Früher mochte man Österreicher, hat aber "Spaghetti-Fresser" und "Polacken" abgelehnt.
    Heute hat sich das geographisch-kulturell ein wenig verschoben. Das Prinzip ist aber gleich geblieben.


    Frau Nahles von der SPD ist ja jetzt schwanger, sie wohnt in Berlin-Mitte - ob sie wohl ihr Schulpflichtiges Kind auf eine benachbarte Neuköllner Grundschule schickt?
    Vielleicht macht sie es ja ähnlich wie die Strauß-Tochter Monika Hohlmeier, die in Bayern zeitweise CSU-Bildungsministerin war ...

    Geändert von Inaktiver User (19.08.2010 um 12:57 Uhr)

  8. User Info Menu

    AW: Erfahrungsbericht eines Lehrers

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Soviel ich weiß bist Du ja vom Fach, also heraus mit Deinen Ratschlägen! Fühlst Du Dich einer solche Klasse gewachsen?



    Zustimmung. Das eigentlich Problem hier ist. m.E. die mangelnde Unterstützung durch die Schulleitung. Der Lehrer wird allein gelassen, nicht seine mangelnden pädagogischen Fähigkeiten sind das Problem.
    Ich bin nur teilweise "vom Fach" , aber du darfst mir glauben, dass ich mir Respekt zu verschaffen weiß, auch ohne dass ich ständig zur Schulleitung rennen müsste.

    Das eigentliche Problem liegt darin, dass in einer Klasse, in der die Schüler lediglich ihre Zeit "absitzen" müss(t)en, kaum Motivation herrscht. Das wiederum liegt nicht an der Herkunft der Schüler, sondern schlicht an der Aussichtslosigkeit. Wer nicht zuallermindest einen Hauptschulabschluss hat, wer sich bisher erfolglos um eine Lehrstelle bemüht hat, wer weiß, dass er eine solche nur mit viel Glück ergattern wird, wird sich weniger engagieren als derjenige, der sich bereits in Ausbildung befindet.

    Unser gesamtes Schulsystem ist für mich krank, aber das nur nebenbei.

  9. Inaktiver User

    AW: Erfahrungsbericht eines Lehrers

    Zitat:
    Frau Nahles von der SPD ist ja jetzt schwanger, sie wohnt in Berlin-Mitte - ob sie wohl ihr Schulpflichtiges Kind auf eine benachbarte Neuköllner Grundschule schickt?



    Vielleicht macht sie es ja ähnlich wie die Strauß-Tochter Monika Hohlmeier, die in Bayern zeitweise CSU-Bildungsministerin war ...

    Die Solidarität endet recht rasch, wenn es um die eigenen Kinder geht. Was man ja kürzlich auch sehr gut an der hamburger Volksabstimmung zur Schulreform sah.

    Die Bigotterie ist es, die mich so aufregt. Toleranz fordern, aber dann die kleinen Leute sie ausbaden lassen.

  10. Inaktiver User

    AW: Erfahrungsbericht eines Lehrers

    aber du darfst mir glauben, dass ich mir Respekt zu verschaffen weiß, auch ohne dass ich ständig zur Schulleitung rennen müsste
    Umgekehrt, die Schulleitung fällt hier dem Lehr in den Arm!

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