Ganz genau.
Dass die Hauptschule und erst recht die nachgelagerten Auffangeinrichtungen für jene, die nicht einmal einen Hauptschulabschluss schaffen, ein Riesenproblem in unserem Bildungssystem darstellen, ist eigentlich allgemein bekannt.
Was für ein Unsinn, das (allein) an der Nationalität der Schüler festzumachen.
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19.08.2010, 11:41Inaktiver User
AW: Erfahrungsbericht eines Lehrers
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19.08.2010, 11:48Inaktiver User
AW: Erfahrungsbericht eines Lehrers
Dabei müsste man gerade in solchen potenziell problematischen Bereichen des Schulsystems eigentlich ganz im Gegenteil über besondere pädagogische Fähigkeiten, Kenntnisse und Erfahrungen verfügen.
Hier läuft schon von der Struktur her etwas falsch: den Problemfällen des Schulsystems wird eine Lehrerschaft zur Seite gestellt, von der im Grunde wenig erwartet wird und der kein ausreichendes Rüstzeug mitgegeben und entsprechende Unterstützung gewährt wird.
Hier fehlt es wirklich an allen - wie man bereits an der Klassengröße sehen kann.Geändert von Inaktiver User (19.08.2010 um 11:51 Uhr)
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19.08.2010, 11:58Inaktiver User
AW: Erfahrungsbericht eines Lehrers
Ich bin etwas missgestimmten weil ich erst jetzt erkenne, dass es sich bei dem Beitrag nur um ein Zitat aus einem Artikel und nicht um einen persönlichen Beitrag von Schnarchstopp handelt, der sich im übrigen jetzt schön hier raus hält.
Ansonsten glaube ich aber dass die Schilderung schon die Realität in einigen deutschen Großstädten wiedergibt. Ich will auch die Schuld hier nicht allein auf Migranten schieben, deutsche Unterschichtsjugendliche machen die gleichen Probleme. Bei uns in unserer mittelgroßen Stadt ist der Krankenstand in den Berufsförderungskursen auch 25%.
Billig finde ich es aber hier nur auf die pädagogische Unfähigkeit des Lehrers abzuheben. Das heißt Probleme, die einfach da sind schön zu reden und die Augen zu zu machen.
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19.08.2010, 12:08Inaktiver User
AW: Erfahrungsbericht eines Lehrers
Du hast das vermutlich falsch verstanden.
Der Lehrer wird nicht als "unfähig" dargestellt, denn dass es ihm an Unterstützung fehlt, ist nicht seine Schuld. Auch dass dieser Bildungssektor extrem unattraktiv ist, ist nicht die Schuld derer, die man dann doch für eine solche Aufgabe gewinnen konnte.
Wie hilflos sich auch und gerade engagierte Lehrer fühlen, hat man ja am Beispiel der Rütli-Schule gesehen. Da ist der Staat gefordert, der es aber bisher vorzieht irgendwelche Schaukämpfe zwischen 16 Bildungssystemen auszufechten. Von einer fehlenden Allokation entsprechender finanzieller Mittel ganz zu schweigen.
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19.08.2010, 12:10
AW: Erfahrungsbericht eines Lehrers
Das ist die Krux bei der Lehrerausbildung. Du studierst und erst im Referendariat (von ein paar Praktikas abgesehen) wirst du auf die Schüler "losgelassen". Und ob du pädagogische Fähigkeiten hast, entdeckst du erst in diesen zwei Jahren.
In Bayern - zumindest in dem Teil, in dem ich wohne - wird das berufsvorbereitende Jahr und das Berufsgrundschuljahr in der Berufsschule abgeleistet. Die Klassen heißen Jungarbeiterklassen und kein Berufsschullehrer geht in diese Klassen gerne, weil sie sehr schwierig sind.Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.
Christian MorgensternIn einer Stunde ruhigen Sitzens verbrennt man 73 Kilokalorien.
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19.08.2010, 12:28
AW: Erfahrungsbericht eines Lehrers
Und was macht man mit Fakten die unpopulär und widersprüchlich sind?
Was ist wenn (jeweils nach Herkunft)
80 % der Türken/Araber
20 % der Deutschen ohne Migrationshintergrund
10 % der Japaner, Chinesen, Vietnamesen und
30 % der Italiener, Spanier und Griechen
die Hauptschulen besuchen und mit vergleichbaren Prozentsätzen mit Gewaltkriminalität aktenkundig werden und die Schule bzw. später eine Ausbildung abbrechen?
DANN werden eben nicht DIE Ausländer von unserer Gesellschaft oder unseren Gesetzen diskriminiert.
DANN gibt es eben eine Gruppe die unsere Kultur in wesentlichen Teilen ablehnt und sich von dieser Kultur (sei es Schule, Sprache, Polizei, Gesetze etc.) auch nichts vorschreiben lässt.
Warum soll nun Deutschland den Zuzug von Türken und Arabern noch besonders fördern?
Ein Türke OHNE jedwede Sprachkenntnisse und Ausbildung ist heute mit ein paar legalen Tricks sofort in Deutschland! Man nehme einen Döner-Besitzer, schreibe eine Arbeitsstelle mit zwingend türkischen Sprachkenntnissen aus und schicke den "Neubürger" als Bewerber MIT einem Arbeitsvertrag zum Amt - er bekommt sofort eine Arbeitserlaubnis!
Ein Indischer Ingenieur muss mindestens 60.000 Euro Garantiegehalt vorweisen um eine befristete Aufenthaltserlaubnis zu erhalten.
Araber aus Palästina, Syrien etc. werden automatisch als Asylbewerber geduldet, dann zieht man das Standartverfahren wie üblich über viele Jahre hin, schicke die schnell nachgereisten Kinder auf deutsche Schulen und ist zum Zeitpunkt der ziemlich sicheren Ablehnung des Asylverfahrens - aus humanitären Gründen nicht mehr Abschiebbar - bleibt also nur die Aufenthaltserlaubnis, der volle Bezug von Sozialleistungen und erlaubtem Familiennachzug.
Da sollte man "einfach" den Australischen Weg gehen. Ein Asylverfahren wird innerhalb kurzer Zeit entschieden (auch in D wird ja nicht jahrelang täglich am Fall XY gearbeitet) und Zuwanderung erfolgt nur nach Bedarf.
Aber da reden einfach ALLE Bundestagsparteien in politisch-korrekter Lesart weiter UND wundern sich dann über die Abstimmung in Hamburg, die natürlich auf Erfahrungswerten "unter der Hand" beruht ...
In unserer Stadt gelten auch "gewisse" Schulen als Grund dafür "mit dem schulpflichtigem Kind ins Grüne zu ziehen oder die Schule zu wechseln - und parallel gibt es eine Europaschule mit 80 % Ausländeranteil (zum Teil Privatschule) um die sich die Deutschen Eltern sehr bemühen. Da gibt es eben klare, jedem bekannte Trennlinien - nur offen sagen werden das nur wenige ... also "hört" man nichts von Problemen ... also gibt es keine ... ganz einfach!
Frau Nahles von der SPD ist ja jetzt schwanger, sie wohnt in Berlin-Mitte - ob sie wohl ihr Schulpflichtiges Kind auf eine benachbarte Neuköllner Grundschule schickt?
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19.08.2010, 12:50Inaktiver User
AW: Erfahrungsbericht eines Lehrers
Ja, was ist dann?
Ergibt sich aus einer solchen Statistik, zutreffend oder nicht, irgend welcher Nährwert?
Kann man daraus entnehmen, wie Hauptschulen künftig zu gestalten sind, was man den Hauptschul- und Berufsschullehrern etc. an Schulung und Unterstützung an die Hand geben sollte?
Nein. und Nein.
Dass Ausländer unterschiedlich gesehen werden, ist keine wirklich neue Erkenntnis. Das, was fremd erscheint, wird angefeindet.DANN werden eben nicht DIE Ausländer von unserer Gesellschaft oder unseren Gesetzen diskriminiert.
Früher mochte man Österreicher, hat aber "Spaghetti-Fresser" und "Polacken" abgelehnt.
Heute hat sich das geographisch-kulturell ein wenig verschoben. Das Prinzip ist aber gleich geblieben.
Vielleicht macht sie es ja ähnlich wie die Strauß-Tochter Monika Hohlmeier, die in Bayern zeitweise CSU-Bildungsministerin war ...Frau Nahles von der SPD ist ja jetzt schwanger, sie wohnt in Berlin-Mitte - ob sie wohl ihr Schulpflichtiges Kind auf eine benachbarte Neuköllner Grundschule schickt?
Geändert von Inaktiver User (19.08.2010 um 12:57 Uhr)
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19.08.2010, 13:05
AW: Erfahrungsbericht eines Lehrers
Ich bin nur teilweise "vom Fach"
, aber du darfst mir glauben, dass ich mir Respekt zu verschaffen weiß, auch ohne dass ich ständig zur Schulleitung rennen müsste.
Das eigentliche Problem liegt darin, dass in einer Klasse, in der die Schüler lediglich ihre Zeit "absitzen" müss(t)en, kaum Motivation herrscht. Das wiederum liegt nicht an der Herkunft der Schüler, sondern schlicht an der Aussichtslosigkeit. Wer nicht zuallermindest einen Hauptschulabschluss hat, wer sich bisher erfolglos um eine Lehrstelle bemüht hat, wer weiß, dass er eine solche nur mit viel Glück ergattern wird, wird sich weniger engagieren als derjenige, der sich bereits in Ausbildung befindet.
Unser gesamtes Schulsystem ist für mich krank, aber das nur nebenbei.
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19.08.2010, 13:19Inaktiver User
AW: Erfahrungsbericht eines Lehrers
Zitat:
Frau Nahles von der SPD ist ja jetzt schwanger, sie wohnt in Berlin-Mitte - ob sie wohl ihr Schulpflichtiges Kind auf eine benachbarte Neuköllner Grundschule schickt?
Vielleicht macht sie es ja ähnlich wie die Strauß-Tochter Monika Hohlmeier, die in Bayern zeitweise CSU-Bildungsministerin war ...
Die Solidarität endet recht rasch, wenn es um die eigenen Kinder geht. Was man ja kürzlich auch sehr gut an der hamburger Volksabstimmung zur Schulreform sah.
Die Bigotterie ist es, die mich so aufregt. Toleranz fordern, aber dann die kleinen Leute sie ausbaden lassen.
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19.08.2010, 13:22Inaktiver User
AW: Erfahrungsbericht eines Lehrers
Umgekehrt, die Schulleitung fällt hier dem Lehr in den Arm!aber du darfst mir glauben, dass ich mir Respekt zu verschaffen weiß, auch ohne dass ich ständig zur Schulleitung rennen müsste



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