Nein, hatte sie nicht ... denn in Zeiten geringerer Beitragsätze verfügten die Menschen auch über geringere Gehälter.
Die reale Belastung war da nicht kleiner als heutzutage.
Und wie willst Du jemanden Verantwortlich machen, dem ein gesetzl. Riegel vorgeschoben wurde, aus diesem Vertrag ausszusteigen, um auf private Weise vorzusorgen. Beide Wege zu gehen war für den überwiegenden Teil der Versicherten finanziell nicht zu wuppen.
Vor 30 Jahren hätte man noch einen gerechten und sozialverträglichen Umbau des Systems auf den Weg bringen können ... alle die damals schon Beiträge begannen abzuführen werden sich noch an Nobbis grosse Worte erinnern, während er die Hände in den Schoss legte.
Heutzutage geht ein Umbau nunmal nicht mehr, ohne das Versicherungsunternehmen über Jahrzehnte auf spürbare Rendite verzichteten um die monatlichen Rückzahlungen, sprich Beiträge (oder noch: Zusatzbeiträge zur gesetzl. Versicherung) vorzufinanzieren. Selbst wenn Rentner ebenfalls spürbare reale Einbussen hinnehmen und verkraften würden.
Welches Unternehmen würde denn dieses Risiko heutzutage noch eingehen?
Ausserdem darf man nicht vergessen, dass viele RentnerInnen nicht nur sich selber finanzieren, sondern in immer grösserer Zahl auch ihren (schon älteren) Kindern finanziell unter die Arme greifen (müssen), oder wenn finanziell nicht möglich (da die Rente eben zu gering ausfällt) als Ersatzeltern (für die Enkel) einspringen müssen, da beide Elternteile einen Vollzeitjob verrichten müssen.
Und dass Eltern sein rund 18 - 20 Jahre durchaus auch ein Vollzeitjob sein kann, wissen wohl alle, die Kinder haben, und das Kümmern um die Kinder höchst ernst nehmen.
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13.08.2010, 22:10Inaktiver User
AW: 40 US-Milliardäre wollen die Hälfte ihres Reichtums spenden
Geändert von Inaktiver User (13.08.2010 um 22:22 Uhr) Grund: Fipptehler
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13.08.2010, 22:14Inaktiver User
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13.08.2010, 22:36
AW: 40 US-Milliardäre wollen die Hälfte ihres Reichtums spenden
Die Beiträgssätze sind ja eigentlich erst ab 1957 vergleichbar.
(Mit der Rentenreform 1957 erfolgte der Übergang zum System der noch heute bestehenden Umlagefinanzierung.)
Die Reform beruhte maßgeblich auf einer Studie von Professor Wilfrid Schreiber, dessen Konzept allerdings nur unvollständig umgesetzt wurde. Ursprünglich sollte die „Gesamtheit aller Arbeitstätigen“ einbezogen werden, auch die „selbstständigen Arbeitstätigen“, wobei die Einkommensgrenze der Versicherungspflicht aufgehoben werden sollte. Die gesetzliche Rentenversicherung sollte damit auf ein möglichst großes Fundament gestellt werden, „um die Stetigkeit ihrer Rechnungsgrundlagen über alle möglichen Strukturveränderungen der Wirtschaftsgesellschaft und ihrer Zusammensetzung nach Beruf und Erwerbsart“ sicherzustellen.
Der damalige Bundeskanzler Konrad Adenauer konnte sich mit seiner Ablehnung solcher Komponenten gegen Bedenken etwa von Ludwig Erhard durchsetzen.
Gesetzliche Rentenversicherung (Deutschland) ? Wikipedia
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13.08.2010, 22:37
AW: 40 US-Milliardäre wollen die Hälfte ihres Reichtums spenden
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13.08.2010, 22:39
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13.08.2010, 23:20
AW: 40 US-Milliardäre wollen die Hälfte ihres Reichtums spenden
ach, und wie hoch duerfte der dann sein? der spitzensteuersatz liegt bereits bei 45%. plus soli plus kirchensteuer macht das ca die haelfte des einkommens aus! was sollen die leistungstraeger denn noch alles zahlen? bereits jetzt zahlen die "besserverdienenden" ab einem einkommen von knapp 89.000€ 51,8% der gesamten einkommensteueraufkommens, obwohl sie aber nur 24,9% des gesamteinkommens verdienen. sieht irgendwie ungerecht aus, aber fuer manche kein grund, die steuern nicht weiter erhoehen zu wollen.
warum nur fuer die grossen? soll doch jeder fuer seine zwei drei aktien wieder boersenumsatzsteuer bezahlen. und wenn er dann immer noch einen gewinn gemacht hat, muss der ja dann nochmal versteuert werden.Ebenso halte ich für Finanztransaktionsteuern für Börsengeschäfte größeren Ausmasses durchaus für angebracht.
siehe beispiel oben, die schwachen zahlen ja schliesslich kaum steuern, sozialabgaben oder krankenversicherung.Lasten müssen von allen getragen werden, aber es ist ein Irrweg eingeschlagen worden der diese in den letzten Jahren überwiegend auf die Schultern der schwächeren gelegt hat. Und das kann und wird nicht länger funktionieren können.
tun wir das nicht schon laengst ueber hohe sozialbeitraege und steuern? ich denke ja!Natürlich soll jeder soviel verdienen dürfen wie er kann, natürlich lehne ich eine gesetzliche Beschränkung, bzw. Verdiensthöchstgrenzen ab.
Aber ich erwarte von jedem der aufgrund unseres Systems der sozialen Marktwirtschaft die Chance erhält reich zu werden, daß er auch seinen Teil an die Gesellschaft zurückgibt.
das vergisst ja auch niemand, deshalb bekommt ja auch jeder seinen anteil. der eine eben gehalt, der andere den firmengewinn (wenn vorhanden)....ohne das unternehmerische Risiko eines Firmengründers gibt es keinen Arbeitsplatz. Das ist wahr, aber ebenso wahr ist auch, daß ohne den Einsatz der Mitarbeiter, von der Putzfrau bis zum Prokuristen, ist ein Unternehmen auch nicht in der Lage zu existieren.
Beide Seiten sind voneinander abhängig. Das sollte man niemals vergessen.
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13.08.2010, 23:27
AW: 40 US-Milliardäre wollen die Hälfte ihres Reichtums spenden
und was aendert es daran, wenn du alle berufstaetigen in die rentenversicherung mit einbeziehst? gar nichts! beamte und selbstaendige haben dann auch einen rentenanspruch. der fehler des systems ist nunmal, dass immer mehr junge arbeiten muessen, damit die steigende zahl der rentner versorgt werden kann. das kann so nur in einer nach dem krieg staendig wachsenden gesellschaft funktionieren, dieses wachstum gibt es aber nicht mehr.
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13.08.2010, 23:44
AW: 40 US-Milliardäre wollen die Hälfte ihres Reichtums spenden
nicht ganz richtig, aber falsch! da wir ja ueber prozentuale belastungen sprechen, erklaert sich die geringere belastung von selbst. geringere gehaelter gingen nunmal mit geringen kosten einher. oder willst du mir sagen, dass ganz deutschland damals verarmt war? sicher, der lebensstandard war nicht so hoch wie heute, aber darum geht es hier gerade nicht.
natuerlich ist ein wechsel der systeme jederzeit moeglich! heute dringender, als je zuvor. radikaler wechsel ist nicht gewollt, aber ein uebergang muss beginnen. da sind die riester- und sonstigen vertraege nur ein tropfen auf den heissen stein.Vor 30 Jahren hätte man noch einen gerechten und sozialverträglichen Umbau des Systems auf den Weg bringen können ... alle die damals schon Beiträge begannen abzuführen werden sich noch an Nobbis grosse Worte erinnern, während er die Hände in den Schoss legte.
Heutzutage geht ein Umbau nunmal nicht mehr, ohne das Versicherungsunternehmen über Jahrzehnte auf spürbare Rendite verzichteten um die monatlichen Rückzahlungen, sprich Beiträge (oder noch: Zusatzbeiträge zur gesetzl. Versicherung) vorzufinanzieren. Selbst wenn Rentner ebenfalls spürbare reale Einbussen hinnehmen und verkraften würden.
ich will den rentnern ja nichts wegnehmen, sondern nur dafuer plaedieren, dass das rentensystem umgehend geaendert wird. gleichzeitig kann es aber nicht sein, dass erste kurswechsel (koppelung der rentensteigerung an die nettolohnentwicklung) auf einmal wieder ausgesetzt werden, weil die politik auf die waehlerstimmen der rentner hofft.
wenn der heutige rentner seinen arbeitenden kindern unter die arme greifen muss, zeigt es nur, dass es der rentnergeneration eben doch sehr gut geht und die jetzt arbeitenden eben doch unter zu hohen steuern/abgaben leiden. danke, dass du das erkannt hast.Ausserdem darf man nicht vergessen, dass viele RentnerInnen nicht nur sich selber finanzieren, sondern in immer grösserer Zahl auch ihren (schon älteren) Kindern finanziell unter die Arme greifen (müssen), .
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13.08.2010, 23:58
AW: 40 US-Milliardäre wollen die Hälfte ihres Reichtums spenden
Wer zahlt die Hälfte seines Einkommens an Steuern ?
Bei einem zu versteuernden Einkommen von 96 000 Euro beträgt der Grenzsteuersatz = 42,0 % aber der effektive Steuersatz = 33,5 %.
In den 70er Jahren betrug der Spitzensteuersatz bekanntlich noch 56 %.
Das ganze Klagen über die Steuern ist auch Jammern auf hohem Niveau.
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14.08.2010, 00:03



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