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  1. Inaktiver User

    AW: Mal wieder sind die kinderlosen Akademiker an allem Schuld...

    Zitat Zitat von kuscheltigerin84 Beitrag anzeigen
    Und leider kommt auch wieder das, was ich richtig hasse: der altkluge Kommentar nach dem Motto "das hättest du dir vorher überlegen müssen" (ewk, sinngemäß)

    Der Zeitpunkt, an dem man die Schullaufbahn beendet und sich für eine Ausbildung bzw. Studium entscheidet, liegt zeitlich bei den meisten Frauen weit vor dem Zeitpunkt, an dem man sich überhaupt Gedanken darüber macht, ob man überhaupt mal Kinder haben will. So ist das bei den meisten. Ewk, du bist da eher eine Ausnahme!


    In meiner Generation definitiv nicht. Ich denke, da waren wir in vielem deutlich pragmatischer.

  2. Inaktiver User

    AW: Mal wieder sind die kinderlosen Akademiker an allem Schuld...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber die TE will eben alles, interessanten Job und gutes Einkommen und sichere Stelle,
    Bis vor ein paar Jahren war das eigentlich das, was jeder als selbstverständlich ansah. Unsere Elterngeneration blieb oft ihr Lebtag am gleichen Arbeitsplatz.

    Ich weiß also nicht, was an dem Wunsch vermessen ist.

    sonst kann oder will sie keine Kinder bekommen.
    Und wovon ernähren, ohne Job ?

    Ich finde die Argumentation hier im Strang schon wirklich etwas bizarr.

    Jede 16jährige Hartz-IV-lerin, die plant, ihr Leben mit der "Produktion" weiterer Hartz-IV-ler zu verbringen, kann sich hier ja hoch bestätigt finden.

    Außerdem: Soweit ich es mitgekriegt habe, arbeitest Du auch in einem akademischen Job und hast ein eigenes Haus.
    Solche Abstriche mußtes Du nun auch nicht in Deinem Leben machen, scheint mir.

  3. Inaktiver User

    AW: Mal wieder sind die kinderlosen Akademiker an allem Schuld...

    Ich habe nicht dich speziell gemeint

    Es hagelte einfach nur direkt eine Reihe von Posts á la "Wie kannst du nur solche Ansprüche haben".

    Und mir sind ehrlich gesagt Menschen lieber, die sich über die Finanzierbarkeit von Nachwuchs Gedanken machen, als sich z.B. auf den Staat zu verlassen.

    Ich verstehe die Einwände bzw. die Kritik an der Haltung durchaus.
    Aber von welchen Gehältern und Lebensstandards hier gesprochen wird, war ja gar nicht geklärt/beschrieben.

    Ich habe auch finanzielle Ängste schon bevor das erste Kind da ist.
    Unser Glück ist, dass wir beide familiär eine gewisse Absicherung haben.

    Wenn ich mir alles komplett selbst erarbeiten müsste, wüsste ich nicht, ob ich mich getraut hätte.

    Ich habe also einfach auch Verständnis für die Zweifel und den Frust der TE.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wo ist denn für dich die Grenze des beruflichen Anspruchs? Für mich einfach bei Angebot und Nachfrage.
    Mhmm schwierig.
    Ich bin eigentlich der Ansicht, dass ich meine Kinder nicht bekomme, um sie nach kurzer Zeit Vollzeit fremdbetreuen zu lassen.
    Ob das finanziell und beruflich möglich ist, auf Dauer und nicht für einen Hungerlohn in Teilzeit zu arbeiten, weiss ich allerdings auch nicht.

    Die Doppelbelastung von berufstätigen Müttern wird nach meinem Eindruck oft nicht ernst genug genommen.
    Und dass jetzt gerade wieder um den Kita-Platz-Anspruch gestritten wird, ist auch nicht gerade vertrauenserweckend.

    Ich weiss nicht, ob die Ansprüche der TE zu hoch sind, ich bin aber auch der Meinung, dass unser Staat viel zu wenig für die Kinder und die Eltern tut.

    Klar hilft da jammern nix.
    Nur richtig wählen oder sich selbst engagieren.

  4. Inaktiver User

    AW: Mal wieder sind die kinderlosen Akademiker an allem Schuld...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    EWK,
    ich sehe nach wie vor nicht, wo Du das in den Aussagen von Tokiogirl liest ?

    Sie möchte in dem Beruf arbeiten, den sie jahrelang studiert hat. Sie ist bereit, dafür umzuziehen, Trennungen von ihrem Freund in Kauf zu nehmen, sie hat gegen ihre Wünsche promoviert, um ihre Chancen zu verbessern ....

    Wo also siehst Du hier jemand "hoch Anspruchsvollen", der seinen 100 %igen Traumjob mit Karriere und Bombengehalt fordert ?
    Bei mir kommt das eben alles so an.

    Wenn beide trotz Qualifikation jahrelang (!) keine Stelle finden - wie lange wollen sie das denn noch weitertreiben? Da muss ich doch irgendwann mal realisieren, dass ich so nicht weiterkomme.

    Und du schreibst jetzt wieder, es gäbe durchaus Stellen, wenn auch nicht 9 to 5. OK, dann kann doch zumindest einer von beiden das machen, dann müsste es doch reichen für ein Kind.

    Irgendwie krieg ich das nicht zusammen.

  5. User Info Menu

    AW: Mal wieder sind die kinderlosen Akademiker an allem Schuld...

    "Lieber Arbeitsmarkt,

    als allein erziehende Mutter in München mit Uni-Abschluss, fünf Jahren Berufserfahrung und einer kleinen Tochter möchte ich gerne wieder arbeiten. Denn: Auf eigenen Beinen zu stehen, das ist mir wichtig. Ich möchte mein Geld selbst verdienen, Steuern und Versicherungen bezahlen, und - wie es die Politiker ausdrücken - durch meine Erwerbsbeteiligung in die sozialen Sicherungssysteme einzahlen.

    Doch Hilfe, wie kann das sein? Im Jahr 2007 finde ich trotz intensiver Suche keine Job, bei dem ich Kind und Karriere unter einen Hut bekommen kann. Und das, lieber Arbeitsmarkt, obwohl sogar eine Studie des Familienministeriums belegt, dass familienfreundliche Firmen nicht nur Geld für Kinder und Zukunft ausgeben, sondern bei einem familienfreundlichen Angebot mittelfristig sogar erheblich Kosten einsparen.

    Was mich wundert: In der Presse habe ich von leuchtenden Vorbildern gelesen, von Betriebskindergärten, Telearbeit und autonomen Arbeitszeitmodellen. Von Betrieben, wie einem Münchener Ketten-Hersteller, bei dem es bereits seit fast 35 Jahren einen Betriebskindergarten auf dem Firmengelände gibt. Oder von einem Pharma-Betrieb, bei dem man als Mutter nicht nur seine Arbeitszeiten selbst wählt, sondern alternativ auch seinen Beruf online von zu Hause ausüben kann. Vielleicht liegt es ja daran, dass ich nicht nur in München, sondern auch in Bayern lebe und in Bayern die Voraussetzungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf besonders schlecht sind. Oder warum bekommen sonst im Freistaat nur durchschnittlich 4 von 100 Kindern einen Krippenplatz?

    Nicht nur im Gedankenexperiment ist es doch so einfach: Um als Beschäftigte von der passiven Unterhaltsempfängerin wieder zur aktiven Beitragszahlerin unseres Sozialstaates zu werden, ist das Einzige, was ich brauche, eine innerbetriebliche Betreuungsmöglichkeit für meine kleine Tochter. Denn vor allem betreute Kleinkinder müssen in der Praxis möglichst nahe bei einem Elternteil sein, dann funktioniert es. Und was spricht denn dagegen, kurz nach meiner Kleinen zu sehen, während die Kollegen sich einen Kaffee holen oder mal eben eine Zigarette rauchen gehen?

    Gesucht: Kinderbetreuung im Betrieb
    Lieber Arbeitsmarkt, wenn du vielleicht nichts mit dem Begriff "familienfreundlich" anfangen kannst, lassen wir doch einfach Zahlen sprechen. Aus den Daten von zehn mittelgroßen Betrieben, die für ihre familienorientierte Personalpolitik bekannt sind, haben Forscher für ein Modell-Unternehmen mit 1.500 Beschäftigten und einer Frauenquote von knapp 45 Prozent Folgendes errechnet: Bei der Gegenüberstellung von Kosten und Nutzen müssten 300.000 Euro in familienfreundliche Maßnahmen wie Betreuungs, Telearbeits- und Teilzeitangebote investiert werden. Die Ersparnis durch diese Maßnahmen läge allerdings durch wegfallenden Kosten für Wiederbesetzung, Vertretung und geringere Fehlzeiten bei 375.000 Euro. Das bedeutet einen Gewinn von 75.000 Euro - immerhin 25 Prozent des investierten Kapitals!

    Hoffentlich bis bald

    Deine wartende Mutter"

    Autor: Frizz Lauterbach
    ARD April 2007
    Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel

  6. Inaktiver User

    AW: Mal wieder sind die kinderlosen Akademiker an allem Schuld...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Außerdem: Soweit ich es mitgekriegt habe, arbeitest Du auch in einem akademischen Job und hast ein eigenes Haus.
    Solche Abstriche mußtes Du nun auch nicht in Deinem Leben machen, scheint mir.
    Ich bin ja sehr für Transparenz, also antworte ich da gerne:

    Ich hab eine Lehre in meinem Traumberuf gemacht, der aber leider recht brotlos ist, und daher umgesattelt. Ich hätte gern zwei Fächer studiert, das eine dauerte mir zu lange (weil ich tatsächlich mit 20 schon davon ausgegangen bin, mal Kinder zu wollen), das andere wäre genauso brotlos gewesen. Ich hab dann vier Jahre berufsbegleitende Weiterbildung gemacht (auch kein Zuckerschlecken, zu einer 40 Stunden Woche noch dreimal die Woche von 18h- 21h Unterricht und lernen) und zwischen schriftlicher und mündlicher Prüfung mein erstes Kind bekommen.

    Weil ich seit dem Abi also immer gearbeitet habe hat das auch mit Wohneigentum geklappt.

    Verzichtet hab ich auf ein Studium, was mich durchaus sehr interessiert und sicher auch persönlich bereichert hätte, und auch auf sowas wie Auslandsaufenthalte und Fernreisen etc.

    Hätte ich gerne gehabt, aber dann hätt das halt wohl weder mit Kindern noch mit Job noch mit Haus hingehauen.

    So seh ich das halt als Preis, den ich bezahlt hab. Aber auch als meine eigene Entscheidung, die ich durchaus hätte anders treffen können und mit der ich versöhnt bin. Ich find das halt ganz normal, irgendwo Abstriche machen zu müssen.

    Ich meine aber nicht, irgendwer wär mir schuldig gewesen mir mein Neigungsstudium zu ermöglichen UND danach noch den passenden Job dazu. Den gab es für mich eben auch nicht. Das ist was anderes als die Erwartung, Kind und Job besser vereinbaren zu wollen als das hierzulande derzeit möglich ist.

  7. Inaktiver User

    AW: Mal wieder sind die kinderlosen Akademiker an allem Schuld...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wenn beide trotz Qualifikation jahrelang (!) keine Stelle finden - wie lange wollen sie das denn noch weitertreiben?
    Sie schrieb, bezogen auf ihren Freund, von ein paar Monaten, nicht von Jahren. Und sie ist mit ihrer Diss noch nicht fertig.

    Und du schreibst jetzt wieder, es gäbe durchaus Stellen, wenn auch nicht 9 to 5.
    Es wäre zu klären, in welche Richtung die beiden sich spezialisiert haben und ob sie für Seitenwege offen/qualifiziert sind.

    Aber der Arbeitsmarkt verändert sich eben auch permanent.

    Bis vor 2 Jahren habe ich jedem arbeitslosem Arzt/Biologen etc gesagt, er solle in meinen Bereich gehen, daß sei bombensicher - was es auch war.

    Jetzt läuft immer mehr elektronisch und ich sehe für die Zukunft einen deutlich reduzierten Bedarf an Kräften in meinem Bereich. Oder man kann - "dank" Internet - noch mehr nach Asien verlagern.

    Ich hoffe mal, daß ich - als Jemand, der Karriere gemacht hat - meinen Job noch bis zur Rente machen kann.

  8. Inaktiver User

    AW: Mal wieder sind die kinderlosen Akademiker an allem Schuld...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Verzichtet hab ich auf ein Studium, was mich durchaus sehr interessiert und sicher auch persönlich bereichert hätte,
    Ok, dann bist Du halt auf Nr. sicher gegangen.
    Und ich denke, unter finanziellen Gesichtspunkten sollte man sich wirklich überlegen, ob man studiert - das Geld, was man in der Zeit nicht verdient, holt man nur schwerlich wieder rein.

    Und man hat das Problem, daß man schon Ü30 ist, wenn man anfängt, sich beruflich zu etablieren.

    Trotzdem verstehe ich Deine - sorry, so empfinde ich es - Feindseligkeit Tokiogirl gegenüber nicht.
    Sie hat halt studiert und möchte in ihrem Beruf arbeiten.
    Qualifizierte Alternativen gibt es wenig.

    Was soll sie machen ? Als Tresenkraft arbeiten ?

    Hätte ich gerne gehabt, aber dann hätt das halt wohl weder mit Kindern noch mit Job noch mit Haus hingehauen.
    Auch als gutverdienender Akademiker kann man nur zwischen Fernreisen + Haus wählen, beides ist nicht.
    Ich verdaddel mein Geld mit Reisen, meine Studien-Freundin hat ein Haus + fährt urlaubsmäßig höchstens mal in einen Wohnwagen nach Holland.

  9. User Info Menu

    AW: Mal wieder sind die kinderlosen Akademiker an allem Schuld...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und ich denke, unter finanziellen Gesichtspunkten sollte man sich wirklich überlegen, ob man studiert - das Geld, was man in der Zeit nicht verdient, holt man nur schwerlich wieder rein.
    Wieso muss man das Geld denn "wieder rein holen"?

    Und die meisten gehen wohl auch davon aus, dass man mit einem Studium mehr verdient als ohne.

  10. Inaktiver User

    AW: Mal wieder sind die kinderlosen Akademiker an allem Schuld...

    Zitat Zitat von kuscheltigerin84 Beitrag anzeigen
    Der Zeitpunkt, an dem man die Schullaufbahn beendet und sich für eine Ausbildung bzw. Studium entscheidet, liegt zeitlich bei den meisten Frauen weit vor dem Zeitpunkt, an dem man sich überhaupt Gedanken darüber macht, ob man überhaupt mal Kinder haben will. So ist das bei den meisten.
    mag sein, dass es so ist.

    dürfte bei klugen Frauen aber nicht so sein.

    auch das hat Kosten - sich erst sonst wann Gedanken dazu zu machen.

    denn wissen, dass es da begrenzte Zeit gibt, tut jede - auch schon mit 19!

    ist aber auch ein Fehler unserer Erziehung und unserer Bildung.

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