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22.08.2010, 22:14
AW: Mal wieder sind die kinderlosen Akademiker an allem Schuld...
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22.08.2010, 23:21
AW: Mal wieder sind die kinderlosen Akademiker an allem Schuld...
Hallo!
Ich darf mich hier auch mal kurz zu Wort melden?
Ich weiß, eigentlich gehört das nicht ganz zum Thema, aber dazu:
möchte ich einfach mal was schreiben.
Ein erwachsener Mann (noch dazu scheint man hier ja von einer länger bestehenden, festen Partnerschaft auszugehen), der nicht den Popo in der Hose hat um seine Entescheidungen voher zu überdenken und zu den Konsequenzen seiner Entscheidungen (und den Wünschen eines anderen Menschen nachzukommen ist eine Entescheidung) zu stehen...
da wird mir ganz schwummerig.
Das hier dann allen ernstes einige Frauen es richtig finden, wenn ein Mann sich nicht nicht um sein eigenes (bewusst und willentlich gezeugtes) Kind kümmern möchte (man könnte sogar auf den Gedanken kommen, dass er sein Kind vernachlässigt), finde ich erschreckend!
Die Fürsorge für das eigene Kind ist eine Verpflichtung der Eltern, die immer an erster Stelle stehen muss! Ein Kind zu zeugen ist eine weitreichende Entscheidung und keine Gefälligkeit! Sich um sein Kind zu kümmern ist doch kein Gefallen, den man dem anderen Elternteil tut, sondern eine Verrpflichtung dem Kind gegenüber!
Natürlich teilt man sich in einer Partnerschaft mit Kindern meist die Versorgung der Kinder, die Erwerbsarbeit. Aber das ist die Arbeitsteilung zwischen den Eltern.
Aus meiner Sicht ist es sogar egal, ob ein Kind gewollt oder ungewollt war. Derjenige, der es gezeugt hat, muss (bis zu einem gewissen Alter) für das Wohlergehen des Kindes sorgen (und das meine ich ganz sicher nicht finanziell).
Vielleich sind meine Gedanken etwas ungeordnet und passen hier nicht ganz zum Thema. Ich hoffe ja auch, dass ich hier irgendwie etwas total falsch verstanden habe...
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22.08.2010, 23:29Inaktiver User
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23.08.2010, 00:51Inaktiver User
AW: Mal wieder sind die kinderlosen Akademiker an allem Schuld...
Ich hatte zwar auch immer die vage Vorstellung, dass ich mal ein /zwei Kinder haben werde, mein Mann war aber die treibende Kraft.
Sein Herzenswunsch war ein Kind /vor allem ein Sohn - Fußball etc. ;-)
Ich wollte dann Teilzeit arbeiten, weil Sohni schon das Wichtigste in meinem Leben war.
War vor 15 Jahren einfach das gängige Modell und auch anders kaum möglich und akzeptiert - ist heute ja echt einfacher.
Kann sein, dass das bei manchen Männern der Fall ist.
Wer wirklich(!) Vater werden wollte, verhielt sich auch mehr oder weniger so , dass er Spielzeug wegräumte und so weiter und sofort.
Ja, das glaube ich auch.
Ich denke, dass sich da Wertesysteme wieder ändern müssen.
Weg vom ich, hin zum wir.
Nachtrag: Aber nicht hin zum "Wir als Familienblase" gegen den Rest der Welt.
Sondern hin zum "Wir als Solidargemeinschaft".Geändert von Inaktiver User (23.08.2010 um 01:01 Uhr)
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23.08.2010, 00:53
AW: Mal wieder sind die kinderlosen Akademiker an allem Schuld...
@ Baselitz: So einfach... und so wahr.. und so realitätsfremd.
Penny: How's your life?
Amy: Like everybody else's, subject to entropy, decay and eventual death. Thank you for asking.
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23.08.2010, 01:24Inaktiver User
AW: Mal wieder sind die kinderlosen Akademiker an allem Schuld...
Ich habe zwei Kinder ... ich kenne die Realitäten.
Wenn Deine Realität anders aussieht, hoffe ich, Du holst zumindest das beste raus!
Ich rede lediglich davon, wie Prioritäten sein müssen (nicht sollten ... müssen)
Wie Iris schon sagte; Kinder sind kein Paar-Klischee, kein "Must-Have" ... Kinder sind vor allem eine Verpflichtung ... die Gründe warum man sie in die Welt geholt hat (Krönung einer Liebe, Kinderwunsch, Romantik, weil alle im Freundeskreis Kinder haben, etc.) , sind da wirklich zweitrangig ... wenn man sich dazu entschliesst, hat das Kind das Recht darauf, die erste Geige zu spielen, und bei mehreren: jedes die Geige auf der alle (Kinder) spielen ...
Man muss sich halt (zusätzlich) bemühen, es auf die Reihe zu bekommen, sich selbst nicht aus den Augen zu verlieren ... aber wenn man da irgendwelche Reihenfolgen verwechselt ... hat man da was falsch verstanden ...
Ach ja ... Nachtrag:
Und manche empfinden vor lauter Liebe für ihre Kinder gar nicht sowas wie Verpflichtendes ...Geändert von Inaktiver User (23.08.2010 um 01:36 Uhr)
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23.08.2010, 08:06
AW: Mal wieder sind die kinderlosen Akademiker an allem Schuld...
Hallo Sehnsuchtsvolle,
klar passt die Realität nicht unbedingt immer zu meiner Einstellung (muss sie vielleicht auch nicht immer). Ich habe in meinem Text ja auch nur meine Einstellung als Antwort auf eine andere beschriebene Einstellung dargestellt. Die alltägliche Realität ist dann doch wieder was anderes.
Mein Text war ja auch eine Reaktion auf die Einstellung, dass ein Elternteil sich aus der Verantwortung für sein eigenes Kind ziehen darf, wenn er das Kind ursprünglich vielleicht weniger gewollt/geplant hatte, als der Partner!
Das ein solches Verhalten hier als verständlich und angemessen angesehen wurde entsetzte mich wirklich! Darum ging es mir. Ich meinte damit aber nicht, dass beide Eltern permanent um das/die Kind/er herumspringen sollten.
Um bei dem vorherigen Beispiel zu bleiben: Ein Kind kann doch nun wirklich nichts dafür, dass seine Mutter dem Vater das Kind abgetrotzt hat und das es einen Vater hat, der scheinbar wenig Rückrad und noch weniger Verantwortungsgefühl hat! Da ist dann nicht der Vater das Opfer für das ich Verständnis aufbringen möchte!
Hallo Baselitz
Danke für das Blümchen! Und natürlich muss eine Pflicht nicht immer als Bürde wahrgenommen werden und kann auch mit viel Schönem verbunden sein.
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23.08.2010, 09:14Inaktiver User
AW: Mal wieder sind die kinderlosen Akademiker an allem Schuld...
Das war so klar, dass mein Posting wieder bewusst falsch verstanden würde.

Es gibt nunmal Menschen, die keine oder nur ein Kind wollen, und denen auch dann nicht das Herz aufgeht und sie schlagartig ihre Einstellung revidieren, wenn das Kind dann da ist, auch, wenn das nicht in die heile Bri-Welt so mancher hier passt.
Ich habe geschrieben, an der Stelle eines solchen Mannes würde ich mich genauso verhalten. Aber ich bin nicht ein solcher Mensch und habe auch nicht eine solche Einstellung (und, was in meinem ersten Posting geflissentlich überlesen wurde: ich finde die Einstellung selber traurig).
Ich würde mit so einem Menschen auch nicht zusammensein wollen.
Ich gehöre nur zu den (gerade hier in der Bri dünn gesäten) Menschen, die in der Lage sind, auch mal einen völlig anderen Blickwinkel einzunehmen.
Ich bleibe dabei: ich kann nur für Frauen, die sehenden Auges mit solchen Männern (und sowas stellt sich ja nicht erst mit der Geburt des Kindes heraus) ein, zwei oder mehrere Kinder zeugen, kein Verständnis aufbringen.
Nicht mehr und nicht weniger habe ich sagen wollen.
Disclaimer:
Ich rede wohlgemerkt nicht von mir/uns.
Unser Kind ist unser Augapfel und der Mittelpunkt unseres Lebens.
Wir schaffen das sogar, ohne uns selbst aufzugeben.
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23.08.2010, 09:27
AW: Mal wieder sind die kinderlosen Akademiker an allem Schuld...
Also ich kann für beide gleichermaßen kein Verständnis aufbringen.
Gibt es eigentlich neben den Menschen die sich ganz klar für Kinder oder ganz klar dagegen aussprechen und auch dementsprechend handeln, auch welche denen es schlicht egal ist?
Den Eindruck kann man ja hier gewinnen.
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23.08.2010, 09:45
AW: Mal wieder sind die kinderlosen Akademiker an allem Schuld...
Hallo fertigspaghetti,
du hattest doch geschrieben, dass du Verständnis dafür hast, wenn ein Mann keine Einschränkungen wegen seines Kindes auf sich nehmen möchte. Weil er das Kind nur gemacht hat, weil die Frau das wollte.
Vielleicht habe ich dich ja falsch verstanden. Aber sicher nicht bewusst!
Hm... Ich dachte, es wäre klar, dass es mir nicht darum ging, ob jemand Kinder möchte oder nicht. Aber wenn man ein Kind macht (egal ob man es möchte oder nicht) muss man Verantwortung übernehmen. Darum ging es mir!
Und auch jemand, der etwas tut ohne davon überzeugt zu sein, muss sich um "die Folgen" seiner Handlungen kümmern.
Das hat für mich weniger mit heile Welt als mit Verantworung und Gradlinigkeit zu tun.
Und genau aus dieser Formulierung habe ich geschlossen, dass Du ein solches Verhalten unter diesen Umständen als eine legitime Reaktion empfindest.
Das ist schön, dass du deiner Meinung nach diese Fähigkeit besitzt. Das hilft einem ja oft beim Umgang mit anderen Menschen!
Es freut mich wirklich zu lesen, dass wohl weder du noch dein Partner sich in seinem Leben durch die Anwessenheit eures Kindes gestört fühlt!
Das ist hoffentlich bei den meisten anderen Familien in unserer nicht besonders heilen, realen Welt genauso.
Gruß Iris



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