Tja, in meinen Physikstudium ab ca. 1990 waren die Semesterferien auch frei (bis auf den anorg. Chemieschein).
Auch noch 1992, als ich dann auf Geologie / Paläontologie wechselte. Aber in diesem Studienfach gab es KEIN Semester ohne irgendwelche Kartierungen, Praktika, Fahrten, Prüfungen,...
Drum ging mir ja auch bald die Kohle aus und ich mußte was Gescheites lernen.
Kommt halt auf das Studienfach an.
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13.08.2010, 14:03Inaktiver User
AW: Mal wieder sind die kinderlosen Akademiker an allem Schuld...
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13.08.2010, 16:43
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16.08.2010, 14:00Inaktiver User
AW: Mal wieder sind die kinderlosen Akademiker an allem Schuld...
In meinem naturwissenschaftlichen Studiengang nicht.
Meinen Lebensunterhalt habe ich mir im wesentlichen von 6-9 Uhr morgens verdient (ganzjährig): Mit putzen.So hatte man Zeit, sich den Lebensunterhalt für das nächste Semester zu verdienen.
Also, bei mir war das auch früher nicht so. 12-Stunden-Tage und null Urlaub.Und ein wenig von der Welt zu sehen.
Wäre schäde, wenn das heute prinzipiell anders wäre, studieren sollte sich schon etwas vom arbeiten (später) unterscheiden.
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16.08.2010, 16:20
AW: Mal wieder sind die kinderlosen Akademiker an allem Schuld...
hier zwei Artikel, die vielleicht interessant sind:
Geburtenrate: "Ein kinderloser Regierungschef wäre in den USA undenkbar" ? Seite 2 | Gesellschaft | ZEIT ONLINE
Geburtenrate: Mit Sicherheit mehr Kinder | Gesellschaft | ZEIT ONLINE
Gruß
Hans----------------------------------------------------------------
"Hören wir einfach auf, uns selbst und unser Land permanent unerträglich zu finden - denn das kam, gemessen an den Realitäten, schon immer einer Undankbarkeit von unappetitlichen Ausmaßen gleich." Juli Zeh.
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16.08.2010, 20:38
AW: Mal wieder sind die kinderlosen Akademiker an allem Schuld...
Genau wegen Kohlemangel musste ich auch was "Gescheites" lernen. Bei uns in der S-Bahn und U-Bahn hingen immer so schöne Plakate: "Studieren und dabei Geld verdienen" (Hans kennt die eventuell?)...das hab ich halt dann gemacht.
Ich fand das ganze Studium einfach nur grauenhaft, aber es hat sich gelohnt...vor allem weil ich ein Jahr nach dem Studium den Arbeitgeber gewechselt habe.
Wer weiß wie es mir heute finanziell gehen würde, wenn ich mir ein Studium nach meinen Wünschen hätte leisten können...wahrscheinlich würde ich jetzt am Hungertuch nagen und sehr wahrscheinlich hätte ich deshalb ein paar Kinder weniger.
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18.08.2010, 03:17
AW: Mal wieder sind die kinderlosen Akademiker an allem Schuld...
Ich finde den von Hans Dampf verlinkten "Geburtenrate: Mit Sicherheit mehr Kinder" sehr interessant: Kindergartenplätze helfen nur wenig, wenn nicht klar ist, ob nächstes Jahr der Job noch da ist. Meine Erfahrungen aus dem Umfeld geben der Aussage recht. Fast alle Akademikerinnen im öffentlichen Dienst haben Kinder und das sind nicht nur die Lehrerinnen, sondern auch die Chemikerinnen beim Veterinär- oder die Ärztinnen beim Gesundheitsamt. Nicht umsonst sind dort so viele Frauen zu finden! Was aber zugleich ein Dilemma offenbart - offensichtlich sind nach wie vor nur mehrheitlich die Frauen dazu bereit, für Kinder auf eine Karriere im großen Stil zu verzichten und stattdessen auf ein sicheres Arbeitsverhältnis zu vertrauen.
Mit einer Freundin bin ich vor einiger Zeit mal die Leute durchgegangen, die wir übers Studium oder das Wohnheim kennen und kannten (google gibt ja viele Infos preis) und das Ergebnis war, dass ca. 50 Prozent der Frauen ohne Kinder geblieben sind (mittlerweile sind alle "Probanden" zwischen Anfang und Mitte 40), die mit Nachwuchs sind in überwiegendem Maße im öffentlichen Dienst zu finden. Keine Frau in Führungsposition hat sich für ein Baby entschieden. Was uns erstaunt hat, war folgende Feststellung: Ausnahmslos alle Männer wurden Väter! Sind sie so kinderlieb, viel mutiger, nicht so egoistisch und viel eher bereit, berufliche Abstriche zu machen? Nein, natürlich nicht. Männer "finden" Frauen, die ihnen den Rücken freihalten. Diese arbeiten Teilzeit oder häufig genug gar nicht mehr nach der Geburt des ersten Sprösslings, trotz guter Ausbildung.
Mein Kommilitone K. z.B. machte Karriere bei einer deutschen Bank, hatte viele Jobs weltweit und ist heute in einer Hauptstadt Asiens. Er ist verheiratet und stolzer Vater dreier Kinder, wie hat er das denn nebenbei noch geschafft? Tja, er gibt offen zu, dass es die Nachkommen nicht geben würde, wenn seine Frau nicht... . Ich bezweifle, dass es diese Möglichkeit auch umgekehrt bestünde. Mal ehrlich, wie viele Männer würden für ihren Familienwunsch den Job kündigen, um ihrer Frau so einen Lebenslauf zu ermöglichen? Jede Wette, dass dies einer der Gründe dafür ist, warum Top-Frauen kinderlos sind.
Kein Wunder also, dass Frauen sich nach wie vor den Kopf über die Vereinbarung von Familie und Beruf zerbrechen, sie dürfen nicht darauf hoffen, der Partner kümmere sich darum, müsste er zurück stecken, würde er auf Kinder verzichten. (Das habe ich als Ergebnis einer Umfrage bei Managern gelesen, leider weiß ich die Quelle nicht mehr.)
Auch bei den amerikanischen Obamas war es so, dass trotz Karriere beider Elternteile primär sie sich um die Kinder kümmerte, was fast zu einer Scheidung führte, so hat sie selbst es formuliert. Neben einem harten Fulltime-Job machte er noch politisch großen Eindruck, er kann nicht viel Zeit mit seinen Töchtern verbracht haben, das war ihm wohl nicht so wichtig.
Ich erzähle Blödsinn und meine Erfahrungen und Einschätzungen sind Quatsch? Oh, darüber würde ich mich sehr freuen.Penny: How's your life?
Amy: Like everybody else's, subject to entropy, decay and eventual death. Thank you for asking.
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18.08.2010, 08:07Inaktiver User
AW: Mal wieder sind die kinderlosen Akademiker an allem Schuld...
Interessante Artikel, insbesondere das Interview mit dem Sozialwissenschaftler.
Ich bin kürzlich auf diesen (schon etwas älteren) Artikel gestoßen: Warum bekommen wir keine Kinder?
Fand den sehr interessant, weil er das Thema mal von einer anderen Warte aus angeht, und statt auf einzelnen Bevölkerungsgruppen (Akademiker, Frauen, Männer...) rumzuhacken die Frage der Fortpflanzungsmotivation im kultuerellen Kontext beleuchtet.
Auch interessant ist diese Buchvorstellung. Die Autorin (eine Evolutionsforscherin) ist selber Mutter von drei Kindern, stellt aber (in meinen Augen) recht plausible Thesen auf, warum der Wunsch nach Kindern eigentlich nicht so selbstverständlich ist, wie viele Leute (trotz der niedrigen Geburtenraten) annehmen.
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18.08.2010, 08:47Inaktiver User
AW: Mal wieder sind die kinderlosen Akademiker an allem Schuld...
Exakt so habe ich es empfunden und erlebt.
Zur künftigen Geburtenrate:
Mir fällt auf, dass die heutigen Jugendlichen einen verstärkten Kinderwunsch haben.
Zumindest mein 15-jähriger Sohn will mal viele Kinder haben - sagt er zumindest zur Zeit.
Das Thema wird z.B. in der Schule angesprochen und die Kinder werden angehalten, für Nachwuchs zu sorgen.
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18.08.2010, 09:33Inaktiver User
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18.08.2010, 09:42




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