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    AW: Mal wieder sind die kinderlosen Akademiker an allem Schuld...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Es war schon immer eine Mär, daß man mit einer langen Ausbildung automatisch ein gutes Gehalt erhält.

    Würde mich jemand fragen, wie er möglichst schnell sehr viel Geld verdienen kann, würde ich ihm allemal zum Erlangen eines Meisterbriefs als KFZ-Meister, Bootsbauer o.Ä. raten.

    Geisteswissenschaftlier haben dagegen schon immer kaum Jobs gekriegt, und wenn, dann mäßig bezahlte, ohne große Perspektive.
    Das ist denen bei Antritt des Studiums auch absolut bewußt, zumindest denen, die ich kenne.

    Mich hätte durchaus auch die eine oder andere Geisteswissenschafgt interessiert, z.B. Judaistik. Aber aus genau dem Grund hätte ich das nie studiert (vielleicht mal als Rentnerin ).

    Architekten haben entweder ein Top-Büro und verdienen sich eine goldene Nase - oder sie sitzen als schlecht bezahlte Sklaven in eben diesem Büro.

    Und auch innerhab eines Studiengangs gibt es gigantische Unterschiede:
    Ein Molekularbiologe, der den Einstieg in ein großes Pharma-Unternehmen als Laborleiter schafft, wird top verdienen. Ebenso wie der Biologe, der Projektleiter wird und ins Management aufsteigt.

    Ein Geobotaniker oder Wildbiologe, der sich also mit Pflege der Öko-Systeme beschäftigt, wird sein Lebtag von miserabel bezahlten, befristeten Projekten leben, die vom Nabu u.Ä. über Spenden finanziert werden.
    Eine Kommilitonin von mir, die sowas macht, kriegte nicht mal Wohngeld - mit der Begründung, das es unmöglich sei, daß sie von ihren Einkünften leben könne- si müsse wohl noch weitere haben.
    Das bestreite ich doch auch gar nicht. Ich sprach ja explizit von der Zukunft und da gibt es dann auch Branchen die händeringend Fachkräfte suchen. Botaniker und Architekten gehören da nunmal nicht dazu. Und Geisteswissenschaftler auch nicht.
    Und wenn man Philosophie studiert dann weiß man wohl, dass man damit eher nicht "reich" wird.

  2. gesperrt

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    AW: Mal wieder sind die kinderlosen Akademiker an allem Schuld...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das mag sein, und sicherlich ist das nur mit überdurchschnittlicher Intelligenz zu leisten - aber 17 Jahre seines Lebens zu investieren um nun über seine bisherige Lebensbilanz und die Perspektiven frustriert zu sein ist eben nicht gleichermaßen auch überdurchschnittlich klug.
    Das ist natürlich Mist und schlecht mit den beruflichen Realitäten in Einklang gebracht worden.



    Und wenn ich das hier so alles lese, dann hätt ich mir mein Kunstgeschichtsstudium anscheinend doch nicht verkneifen sollen, weil mir ja für meine tiefgreifenden Erkenntnisse über die Entwicklung der Faltenwurfdarstellung in der Malerei des Mittelalters auch ein sicherer und gutbezahlter Job zugestanden hätte.
    Hauptsache, EINER weiss dein Wissen ganz besonders zu schätzen ...

  3. Inaktiver User

    AW: Mal wieder sind die kinderlosen Akademiker an allem Schuld...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Junge qualifizierte Leute werden oft befristet oder sogar nur über Scheinselbständigkeit (ist bei uns Unternehmen leider keine Seltenheit, und es geht hier um MINT-Kräfte, nicht um irgendwelche HiWi-Jobs) beschäftigt; .
    Genau - und gern läßt man sie gegeneinander antreten.

    Ein Bekannter, Ingenieur, erhielt nach dem Studium einen 1-Jahres-Vertrag - genau wie 3 weitere Ingenieure. Mit der Aussicht, daß "der Beste" dann übernommen wird ....

    Für solche für das Unternehmen lukrative Spielchen braucht man natürlich viieeellee Nachwuchskräfte ....

  4. Inaktiver User

    AW: Mal wieder sind die kinderlosen Akademiker an allem Schuld...

    Zitat Zitat von DerJunge82 Beitrag anzeigen
    Ich sprach ja explizit von der Zukunft und da gibt es dann auch Branchen die händeringend Fachkräfte suchen.
    Die da wären ? In, sagen wir mal, 10 Jahren ?

    Also, mir fällt wirklich kein wirklich krisensicherer Job mehr ein.

    Und wenn's einen gäbe. würden sich alle drauf stürzen - Stichwort:
    Schweinezyklus.

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    AW: Mal wieder sind die kinderlosen Akademiker an allem Schuld...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    HansDampf,

    wenn Du in einer DDR gelebt hast, in der alle Frauen Kinder hatten, haben Du und ich in zwei verschiedenen Deutschen Demokratischen Republiken gelebt. In der DDR, in der ich gelebt habe, hatten manche Frauen Kinder und manche Frauen hatten keine Kinder - zählt natürlich auch für die Männer. Und beides war normal.
    Nur als kleine Nebeninformation: die Kinderlosenrate lag in der DDR bei etwa 8% (das entspricht ungefähr der Rate der natürlichen Unfruchtbarkeit). D.h. es hatten mehr oder weniger alle Frauen, die Kinder bekommen konnten, Kinder. So ist es auch in Frankreich heute.

    Es gab also keine Kinderlosigkeit als soziale Tatsache, nur eine als medizinische.

    Das ist schon ein Unterschied zu heute.

    Gruß

    Hans
    ----------------------------------------------------------------
    "Hören wir einfach auf, uns selbst und unser Land permanent unerträglich zu finden - denn das kam, gemessen an den Realitäten, schon immer einer Undankbarkeit von unappetitlichen Ausmaßen gleich." Juli Zeh.

  6. Inaktiver User

    AW: Mal wieder sind die kinderlosen Akademiker an allem Schuld...

    Zitat Zitat von HansDampf Beitrag anzeigen
    Nur als kleine Nebeninformation: die Kinderlosenrate lag in der DDR bei etwa 8% (das entspricht ungefähr der Rate der natürlichen Unfruchtbarkeit). D.h. es hatten mehr oder weniger alle Frauen, die Kinder bekommen konnten, Kinder. So ist es auch in Frankreich heute.
    Wobei weder in Frankreich, noch der DDR jemand die Flinte an den Kopf gehalten wurde, gelle ?

    Tatsache ist doch, daß die meisten Frauen Kinder wollen - wenn es sich irgendwie realisieren läßt. Und Frankreich ist da ein gutes Beispiel.
    Von daher verwundert mich eine Kinderquote von 92 % nicht.

    Auch wenn die Hälfte meiner Freundinnen und Bekannten kein Kind haben - aber das war nicht unbedingt geplant. Nur bei 2 von ihnen. Und bei mir.

    Die schon erwähnte Geobotanikerin wollte immer 3 Kinder. Nur konnte sie halt nur in der völligen Pampa einen Job finden, wo die Bauern mit Anfang 20 heiraten und weg vom Markt sind. Demzufolge war sie 15 Jahre unfreiwillig Single. Und mit Kindern ist's vorbei, altersbedingt.
    Geändert von Inaktiver User (29.07.2010 um 16:36 Uhr)

  7. Inaktiver User

    AW: Mal wieder sind die kinderlosen Akademiker an allem Schuld...

    Zitat Zitat von DerJunge82 Beitrag anzeigen
    Gerade den gut ausgebildeten Akademikern müsste doch eine "goldene" Zukunft offen stehen. Zumindest wenn man nicht gerade eine völlig abseitige Richtung eingeschlagen hat.

    Oder bilden sich alle den prognostizierten Fachkräftemangel nur ein?
    Ha ha! Schön wär's! Ich hab nach meinem Studium zwei Jahre vergeblich einen Job gesucht, mich dann in einen Aufbaustudiengang gerettet und danach endlich einen einigermaßen qualifizierten Job gefunden. Meinen Cousinen mit Realschulabschluss & Ausbildung erzähle ich aber lieber nicht, was ich verdiene - ich fürchte, die lachen mich dann aus. Die Kohle, die meine Eltern (und ich durch Nebenjobs) da reingesteckt haben, krieg ich nie wieder raus. Und ich hab NICHT Archäologie oder so studiert.

    Beschweren will mich trotzdem nicht, denn ich mach meinen Job echt sehr gerne und wider Erwarten hat er sich auch noch als familienkompatibel herausgestellt.

    Nur das mit dem Fachkräftemangel ist der größte Blödsinn, den es überhaupt gibt. Vielleicht mangelt's ja an Ingenieuren und Ärzten. Aber das kann sich so verdammt schnell ändern. Als ich zu studieren angefangen habe, wurde noch dringend von Lehramt abgeraten. Die es trotzdem studiert haben, sind mittlerweile fast alle verbeamtet oder haben unbefristete Verträge.

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    AW: Mal wieder sind die kinderlosen Akademiker an allem Schuld...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Auch wenn die Hälfte meiner Freundinnen und Bekannten kein Kind haben - aber das war nicht unbedingt geplant. Nur bei 2 von ihnen. Und bei mir.

    Die schon erwähnte Geobotanikerin wollte immer 3 Kinder. Nur konnte sie halt nur in der völligen Pampa einen Job finden, wo die Bauern mit Anfang 20 heiraten und weg vom Markt sind. Demzufolge war sie 15 Jahre unfreiwillig Single. Und mit Kindern ist's vorbei, altersbedingt.
    So etwas verstehe ich nicht.
    Wenn ich wirklich Kinder möchte, dann richte ich meine Lebensplanung auch danach aus. Dann bekomme ich die Kinder und der Rest ergibt sich dann. Völlig planbar ist da sowieso nichts.

    Ansonsten möchte ich dann eben doch nicht unbedingt Kinder haben, sondern setze andere Prioritäten in meinem Leben.

    Einfach mal machen und eine Familie gründen, anstatt ewig zu planen und zu zweifeln.
    Ich glaube, da sind die Menschen in anderen Ländern einfach weniger "grüblerisch" als viele Deutsche.

  9. Inaktiver User

    AW: Mal wieder sind die kinderlosen Akademiker an allem Schuld...

    Ne, Ne, HansDampf,

    da lass' ich mir nichts durch "Statistiken" einreden, wer immer die geschrieben pardon gefälscht haben mag. In den 30 Jahren, in denen ich als Frau in der DDR lebte, habe ich genug Frauen ohne Kinder erlebt, die teils keine wollten, teils ergab es sich nicht und teils fanden sie keinen Partner dazu.

    Wie gesagt, bei Männern habe ich es genau so erlebt.

    Ich schreibe hier ausdrücklich aus der mir eigenen Erfahrung. Da lass' ich mich zu nichts vergackeiern. Es gab ebenfalls keinen Druck dazu: weder von der Gesellschaft noch privat habe ich diesen Druck und diese Diskussionen, wie sie hier in der BRD heute geführt werden, je erlebt. Bis zu meinem 30. Lebensjahr, als ich eher überraschend mein erstes Kind bekam, habe ich keine einziges Mal von welcher Seite auch immer Druck bekommen und ganz sicher keinen selbst ausgeübt.

    Da bin ich so sicher wie das Amen in der Kirche und da kann mir wer weiß wer 10.000 Statistiken gegen meine eigene Erfahrung und mein eigenes Wissen aufführen.

    Übrigens:

    Wenn nach Deiner aufgeführten "Statistik" 92% der Frauen Kinder bekamen und 8% nicht, weil sie unfruchtbar waren, dann ergibt sich mathematisch, dass 100% aller DDR-Männer fruchtbar waren - es sei denn, die fruchtbaren Frauen der evtl. unfruchtbaren Männer borgten sich fruchtbare Männer von der Nachbarin aus. Hut ab!

    .
    Geändert von Inaktiver User (29.07.2010 um 16:56 Uhr)

  10. User Info Menu

    AW: Mal wieder sind die kinderlosen Akademiker an allem Schuld...

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ha ha! Schön wär's! Ich hab nach meinem Studium zwei Jahre vergeblich einen Job gesucht, mich dann in einen Aufbaustudiengang gerettet und danach endlich einen einigermaßen qualifizierten Job gefunden. Meinen Cousinen mit Realschulabschluss & Ausbildung erzähle ich aber lieber nicht, was ich verdiene - ich fürchte, die lachen mich dann aus. Die Kohle, die meine Eltern (und ich durch Nebenjobs) da reingesteckt haben, krieg ich nie wieder raus. Und ich hab NICHT Archäologie oder so studiert.

    Beschweren will mich trotzdem nicht, denn ich mach meinen Job echt sehr gerne und wider Erwarten hat er sich auch noch als familienkompatibel herausgestellt.

    Nur das mit dem Fachkräftemangel ist der größte Blödsinn, den es überhaupt gibt. Vielleicht mangelt's ja an Ingenieuren und Ärzten. Aber das kann sich so verdammt schnell ändern. Als ich zu studieren angefangen habe, wurde noch dringend von Lehramt abgeraten. Die es trotzdem studiert haben, sind mittlerweile fast alle verbeamtet oder haben unbefristete Verträge.
    Ich sprach übrigens von der Zukunft. Und das deutlich mehr Menschen aus dem Arbeitsprozess ausscheiden als einsteigen dürfte wohl als gesichert gelten.

    Und wenn ich euch hier alle ernst nehme, dann dürfte es ja bald gar keine Kinder mehr geben weil alles so schrecklich ist auf dem Arbeitsmarkt.

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