Im Gegenteil, hochqualifizierte Abgänger werden händeringend gesucht - aber eben pflegeleichte, nicht mit unverschämten Ansprüchen, wie z. B. Kinder bekommen zu wollen und Sicherheiten und menschenwürdiger Bezahlung.
Weswegen sich der baden-württembergische Landtag (habe Reden von Vertretern von CDU, FDP und Grünen gehört) gestern flugs entschloss die Aufnahme ausländischer hochqualifizierter Fachkräfte frisch von deren Ausbildung weg zu erleichtern - mit dem ausdrücklichen Hinweis eines der Herren dabei Maßnahmen zu ergreifen, die dem Einsickern dieser Ausländer in die deutschen sozialen Sicherungs?systeme vorbeugen sollten. Die sind dann wahrscheinlich erstmal die nächsten Jahre so dankbar, dass sie demütig die Klappe halten und keine Ansprüche stellen.
Davon, dass hier in S in den Gymnasien hier über Jahre hinweg "die Ausfallstunden" das mit Abstand stundenmäßig am höchsten dotierte Unterrichtsfach bildeten (Proteste von uns Eltern wurden vom Tisch gewischt), "Projekttage" zum Renovieren der Schulen durch Kinder und Eltern missbraucht wurden (der sozialistische "Subbotnik" lässt grüßen - und - O-Ton des Rektors: "Die Lehrer können nicht renovieren, weil sie die Fähigkeit dazu nicht besitzen."), wobei der Wirtschaftskreislauf ausgehebelt, Schwarzarbeit gefördert und die Abwanderung bezahlter Berufshandwerker in die Arbeitslosigkeit forciert wurden, und einigem anderen schier Unglaublichen mehr,
war nicht die Rede.
Und deswegen denke ich: Als gestandener oder noch zu stehender Akademiker hat frau/man sogar die Pflicht zu klagen und sich zu beschweren.
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Ergebnis 121 bis 130 von 639
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29.07.2010, 12:43Inaktiver User
AW: Mal wieder sind die kinderlosen Akademiker an allem Schuld...
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29.07.2010, 12:45
AW: Mal wieder sind die kinderlosen Akademiker an allem Schuld...
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29.07.2010, 12:48
AW: Mal wieder sind die kinderlosen Akademiker an allem Schuld...
Ja, da stimme ich dir völlig zu. Das ist ein Teil ihrer problematischen Situation.
Und ich glaube, sie weiss das auch, schliesslich schiebt sie mit ihrem Partner seit 12 Jahren einen Kinderwunsch vor sich her (schieben im Sinne von ver-schieben). Und das ist wirklich verdammt lange.
Der Vorschlag, deshalb nach Japan auszuwandern ist vermutlich nicht der schlechteste, falls er dort eine berufliche Zukunft findet.
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29.07.2010, 12:50
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29.07.2010, 12:55Inaktiver User
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29.07.2010, 12:55Inaktiver User
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29.07.2010, 12:59
AW: Mal wieder sind die kinderlosen Akademiker an allem Schuld...
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29.07.2010, 13:02
AW: Mal wieder sind die kinderlosen Akademiker an allem Schuld...
Da ich mich nicht in jedes Thema einlese kann, kann ich bloss schemenhaft vermuten: geschiedene Frauen müssen nunmehr frühzeitig berufstätig werden (ab Kind 3 Jahre ?)
Familie besteht aus Vater, Mutter, Kinder.
Und diese Konstellation wurde bisher von der CDU bevorzugt.
Oder wie ist der Stand der Dinge ?
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29.07.2010, 13:04
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29.07.2010, 13:16Inaktiver User
AW: Mal wieder sind die kinderlosen Akademiker an allem Schuld...
Detailliert kenne ich mich auch nicht aus. Nur mal in aller Kürze:
Es wird der Grundsatz der Eigenverantwortung nach der Ehe betont.
Mit der Unterhaltsreform wollte der Gesetzgeber dafür sorgen, dass Geschiedene früher als in der Vergangenheit wieder selbst für sich sorgen.
Auch wenn Kinder zu erziehen sind, muss die betreuende Mutter (seltener der Vater) grundsätzlich eine Berufstätigkeit aufnehmen, sobald das jüngste Kind drei Jahre alt ist.
Dabei spielt es keine Rolle mehr, ob der Nachwuchs ehelich oder nicht ehelich ist.
Vor der Reform wurde geschiedenen Müttern frühestens dann ein Teilzeitjob zugemutet, wenn das jüngste Kind acht Jahre alt war. Vollzeit musste sie erst nach 15 Jahren arbeiten.


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