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29.07.2010, 11:54
AW: Mal wieder sind die kinderlosen Akademiker an allem Schuld...
Alles Liebe, Nellie
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WEDER HARTZER NOCH ARBEITSLOS. Trotzdem prügel ich nicht auf diese ein
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29.07.2010, 12:08Inaktiver User
AW: Mal wieder sind die kinderlosen Akademiker an allem Schuld...
Die Hauptschulabbrecherin macht sich halt keinen Kopf, wie sie ihren Kinderwunsch realisieren soll ... Lustig gepoppt, Kind bekommen + das Hartz IV-Leben beginnt.Lorelei, ich denke, du meinst es nicht so, und ich will auch nicht wieder diese Handwerker/Akademikerdebatte anfangen - aber manchmal klingt das schon ein wenig nach akademischem Hochmut, wie eben auch im Eröffnungspost.Jung-Akademiker rackern sich ab, um sich irgendwie eine wirtschaftliche Basis aufzubauen für eine Familiengründung. Für die es dann gerne mal zu spät wird.
Die Hauptschulabbrecherin ist das eine, aber es gibt auch viele durchaus arbeitsame Nichtakademiker, die sich mit der Vereinbarkeit von Job und Familie schwertun, das sollte man nicht so vom Tisch wischen.
Ich frag mich aber schon, wie clever es denn ist, so viel in eine offenbar so schlecht nachgefragte Hochqualifikation zu investieren - und ich finde es schon ein bisschen anmaßend, das dann als Opfer für die Gesellschaft verkaufen zu wollen, die einem das nicht honoriert.
Ich denke, so ein Studium macht man in erster Linie zur persönlichen Bereicherung, und ich gönne es jedem, sich 17 Jahre lang seiner Ausbildung zu widmen - seh das aber absolut als Privatvergnügen, wenn das offensichtlich so am Bedarf vorbei ist wie hier.
Vielleicht ist der Realschüler, der Automobilkaufmann lernt und sich selbst finanziert der Gesellschaft nicht weniger nützlich als jemand, der lange Zeit Qualifikationen erwirbt die anscheinend niemand dringend braucht??
Ich kenn jedenfalls genug Akademiker mit diesem Wahn, ob Architekten oder Tierärzte oder Literaturwissenschaftler oder Juristen, die meinen, nur weil sie viel gelernt haben muss ihnen das auch angemessen vergolten werden. Ich seh das nicht so. Das ist ihr Luxus gewesen. Die Gesellschaft braucht fähige Köpfe - aber sicher nicht alle, die ein Studium abgeschlossen haben in was auch immer. Oder jedenfalls nicht mehr als Müllmänner oder Arzthelferinnen oder U-Bahn-Fahrer.
Die sich hierzulande auch schwertun, aber nicht mit diesem Dünkel behaftet sind, man schulde ihnen was.
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29.07.2010, 12:16
AW: Mal wieder sind die kinderlosen Akademiker an allem Schuld...
Wenn ich das richtig verstehe, geht es der TE vornehmlich darum, dass es in der reichen BRD nicht möglich ist, eine sinnvolle Kinderbetreuung einzurichten, während dies in der weniger reichen DDR angeboten wurde (warum auch immer).
Damit hat sie völlig Recht. Es werden nicht bloss zuwenige Kindergartenplätze usw. angeboten, darüberhinaus sind die Betreuungszeiten nicht dem Bedarf berufstätiger Frauen angepasst, die dann um 16 h ihr Kind abholen müssen, obwohl sie noch bis 18 h irgendwas im Büro erledigen sollten.
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29.07.2010, 12:18Inaktiver User
AW: Mal wieder sind die kinderlosen Akademiker an allem Schuld...
Also, es gibt Hauptschulabbrecher, die sich auf die faule Haut legen und Akademiker, die keinen passenden Job zu ihrem Kinderwunsch finden und eines von beiden aufgeben müssen.
Aha - so dazwischen ist also ein Vakuum. Wieder mal was dazu gelernt.
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29.07.2010, 12:24
AW: Mal wieder sind die kinderlosen Akademiker an allem Schuld...
Vielleicht sollte man mal die Akademiker ein bißchen außen vor lassen, und von berufstätigen Frauen im allgemeinen sprechen.
Auch als normale Angestellte ist es heute in vielen Bereichen so, dass eine Vollzeitstelle und Kinderbetreuung sich schlecht bis überhaupt nicht unter einen Hut bringen lassenAlles Liebe, Nellie
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WEDER HARTZER NOCH ARBEITSLOS. Trotzdem prügel ich nicht auf diese ein
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29.07.2010, 12:27Inaktiver User
AW: Mal wieder sind die kinderlosen Akademiker an allem Schuld...
Schnarchstop, wir lesen alle was anderes raus.
Ich seh das Problem eher n der ungeklärten beruflichen Zukunft - denn die Vereinbarkeit von Job und Kind trifft doch nicht nur Akademikerinnen??
Bei mir kommt an, dass das Bemühen um eine hohe Qualifikation ungerechterweise nicht durch einen sicheren und gutbezahlten Job honoriert wird, und ich kann mich nur wiederholen, das finde ich eben illusorisch. Auf die Idee wär ich niemals gekommen, das war schon zu meiner Zeit (in Geisteswissenschaften zumindest) nicht gegeben - und deshalb hab ich auf mein Traumstudium verzichtet. Und ich denke, so und ähnlich handhaben das die meisten, man überlegt, was einem wichtiger ist und orientiert sich danach.
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29.07.2010, 12:29Inaktiver User
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29.07.2010, 12:35
AW: Mal wieder sind die kinderlosen Akademiker an allem Schuld...
Genau.
In Ba-Wü wurde von politischer Seite so argumentiert, dass man die Familie nach traditionellem Vorbild stützen will und Bestrebungen nach mehr beruflicher Eigenständigkeit von Müttern nicht in dieses Bild passen.
Insofern sind die Kinderbetreuungseinrichtungen immer gezielt vernachlässigt worden.
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29.07.2010, 12:38
AW: Mal wieder sind die kinderlosen Akademiker an allem Schuld...
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29.07.2010, 12:40



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