Sie werden gebraucht. Aber sie sind nicht brauchbar.
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24.06.2010, 21:38Inaktiver User
AW: Sarrazin: "Migranten sind dumm"
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24.06.2010, 21:51
AW: Sarrazin: "Migranten sind dumm"
Das bezweifle ich weiterhin. Natürlich wird es solche Fälle geben, aber ich bezweifle, dass sie flächendeckend sind. Empfehlung hin oder her, wenn Akademikereltern engagiert selbst Nachhilfe geben oder geben lassen, heißt das noch lange nicht, dass ihr lernschwaches Kind auf einem Gymnasium gut aufgehoben ist.
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24.06.2010, 21:58Inaktiver User
AW: Sarrazin: "Migranten sind dumm"
Ich empfehle dir die Lektüre der oben verlinkten Studie. Stichwort Underachievement, d.h. Menschen aus sozial niedrigeren Schichten werden bei gleicher Benotung eher auf für sie zu wenig anspruchsvolle Schulformen empfohlen. Passiert häufiger als Overachievement, d.h. dass Menschen in für sie zu anspruchsvolle Schulformen geschickt werden.
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24.06.2010, 22:06Inaktiver User
AW: Sarrazin: "Migranten sind dumm"
Liegt das daran, dass sich die Bildung/ das Bildungswesen verändert hat oder daran, dass sich Ansprüche der Firmen verändert haben? Ich glaube tatsächlich beides! Daher, diejenigen, die dieses Bildungsssystem nicht ausreichend absolvieren (können/konnten), werden nicht gebraucht. Gebraucht werden Menschen mit einem bestimmten Profil. Die Ansprüch einiger Betriebe stinken dabei echt zum Himmel.
Es war früher mE (hab ich keine Studie für, ist mein persönlicher Eindruck) so, dass bei bestimmtem Potential auch Schwächen in Kauf genommen und Auszubildende gefördert wurden (s.a. Beispiel aus der Firma, in der mein Vater gearbeitet hat - heute wäre das so wohl nur selten möglich). Und es ist nach meinen Beobachtungen (ich bilde -schulisch- aus), dass sich die Fähigkeiten verschoben haben.
Also: Anforderungen und Bedarf stimmen nicht überein.
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24.06.2010, 22:14Inaktiver User
AW: Sarrazin: "Migranten sind dumm"
Ergänzung:
"Vielen Beobachtern fällt hier zunächst einmal der Zeitpunkt auf, zu dem diese Debatte in Gang kam: Irritiert weisen z.B. Bildungsforscher des Bundesinstituts für Berufsbildung darauf hin, dass der Vorwurf der "mangelnden Ausbildungsreife" von Jugendlichen zeitlich fast parallel zur Kritik an der abnehmendem Ausbildungsbereitschaft von Betrieben aufgekommen sei. Es liege daher (so vor allem die Vertreter der Gewerkschaften) der Verdacht nahe, dass mit den Klagen der Wirtschaft, immer weniger Jugendliche seien für eine Berufsausbildung überhaupt geeignet, lediglich vom eigentlichen Problem der Ausbildungsplatzmisere abgelenkt werden solle. Die Arbeitgeber würden ihrer gesellschaftlichen Ausbildungsverantwortung nicht gerecht und versuchten daher, das Problem auf die Jugendlichen selbst abzuschieben."
Robert Bosch Stiftung - Ausbildungsreife
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24.06.2010, 22:14
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24.06.2010, 22:15Inaktiver User
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24.06.2010, 22:18Inaktiver User
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24.06.2010, 22:25
AW: Sarrazin: "Migranten sind dumm"
Na ja, ist doch gerade mal eine aufgerundete Drei. Du hast doch behauptet, dass Akademikereltern ihrem Kind eher helfen können als Arbeitereltern, ausgehend vom gleichen Schnitt von 2,5, der gerade so noch fürs Gymnasium qualifiziert. Wenn das - wie von dir impliziert - Nachhilfe erfordert, ist das nicht gerade leistungsstark, so sehe ich das jedenfalls.
Ich kenne auch viele Akademiker, deren Kinder es nicht aufs Gymnasium geschafft haben, für die Eltern ist eine Welt zusammengebrochen, da hat wohl die Herkunft nicht geholfen.
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24.06.2010, 22:30Inaktiver User



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