Ob nun mit oder ohne Griechisch - es geht nicht um einen wie auch immer von Ihnen identifizierten Paradigmenwechsel der Funktion des Bundespräsidenten. Es geht darum, daß die Dingfestmachung der Personalie auf einem Weg erfolgt, der Teil des Unwohlseins ist: Einer Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung zufolge findet jeder dritte Deutsche, unsere Demokratie funktioniere nicht gut. - von nichts Anderem wird der Unmut geweckt.
Was hält Sie davon ab, den offenkundigen Zwiespalt zwischen "fähig, Partei unterstützen zu dürfen" und "unfähig, Personalentscheidung direkt zu treffen" zu erklären? Das wäre die "intelektuelle" Ebene Handy/ Präsident.
Da ich keine Kristallkugel besitze, halten wir uns besser an den Ist-Zustand: Wulff würde direkt wohl nicht gewählt werden. Daß er vielleicht dennoch das Amt erhalten und "Volk" repräsentieren wird, läßt worauf schließen?Auf die Frage, ob die bisherigen Bundespräsidenten Weizsäcker, Herzog, Rau und Köhler in direkter Wahl gewählt worden wären und was daraus zu schließen ist - darauf sind weder Sie noch der Autor dieses Artikels eingegangen.
Mich wundert, daß Sie stets so stolz von der Schweizer Demokratie und den Einflußmöglichkeiten berichten - und hier gilt das auf einmal nicht.
Man sollte meinen, das wäre unabhängig von der X % - Klausel eine Selbstverständlichkeit. Ich sehe schon: Wir beginnen, Klartext zu schreiben - wenn auch noch etwas umständlich. Gefällt mir.Zitat von Inaktiver User
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28.06.2010, 21:09Inaktiver User
AW: Margot Käßmann wanted for Präsident --laut Brigitte-Umfrage
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29.06.2010, 10:04Inaktiver User
AW: Margot Käßmann wanted for Präsident --laut Brigitte-Umfrage
Was auch immer diese Studie sagt - ich halte die Diskussion um die Bundespräsidentenwahl für reinen Populismus derer, die sich anscheinend nicht einmal darüber im Klaren zu sein scheinen welcher Schuh tatsächlich drückt.
Wie gesagt: da man einerseits in der Vergangenheit mit den jeweiligen Bundespräsidenten mehrheitlich zufrieden war, und da andererseits der Bundespräsident nicht der Grund für die politischen Unzufriedenheit ist, gibt es keine Veranlassung die Wahlmodalitäten zu ändern.
Im übrigen passen das Amt, so wie es vom Grundgesetz ausgestattet ist, und diese überfrachteten Erwartungen derer, die eine Direktwahl wollen, nicht zusammen.
Dass zwischen jetzt und gleich die Verfassung nicht geändert werden wird und dass wir - wie in der Vergangenheit - zufrieden sein werden mit der Entscheidung, wenn die Hype um Gauck vergessen ist (also bald).Da ich keine Kristallkugel besitze, halten wir uns besser an den Ist-Zustand: Wulff würde direkt wohl nicht gewählt werden. Daß er vielleicht dennoch das Amt erhalten und "Volk" repräsentieren wird, läßt worauf schließen?
Das ganze Thema nur an der aktuellen Entscheidung Wulf - Gauck festmachen zu wollen, ist Unsinn. Der sehr naheliegenden Frage nach der Direktwahl von Weizsäcker, Herzog, Rau und Köhler auszuweichen bedeutet m.E. eine Verweigerung politischer Reflektion.
Da müssen Sie mich verwechselt haben; ich halte von der Schweizer Direktdemokratie herzlich wenig.Mich wundert, daß Sie stets so stolz von der Schweizer Demokratie und den Einflußmöglichkeiten berichten - und hier gilt das auf einmal nicht.
Vor allem halte ich diese Form extrem zeitaufwendiger und teurer Entscheidungsfindung für völlig ungeeignet in einem Gemeinwesen, das wesentlich größer - im Fall von Deutschland sogar zehnmal größer - ist das schweizerische. Nicht umsonst gibt es kein Land auf der Welt, das die Schweizer Direktdemokratie übernommen hat.
Aber der Vergleich der Bundespräsidentenwahl mit der Schweizer Direktdemokratie hinkt sowieso in jeder Hinsicht und hilft hier nicht weiter.
.Geändert von Inaktiver User (29.06.2010 um 11:31 Uhr)
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29.06.2010, 11:19Inaktiver User
AW: Margot Käßmann wanted for Präsident --laut Brigitte-Umfrage
Käßmann reduzierte und reduziert sich selbst, niemand muss da nachhelfen. Am Sonntag war sie zu Gast in der TV-Sendung bei Peter Hahne. Die Frau ist so was von flach, dass es wehtut. Jetzt sagt sie nicht mehr, es war ein "Fehler", betrunken Auto zu fahren, jetzt sagt sie, "es" kann passieren. "Es"! Unterirdisch! Eine Kirchenfrau ohne nur ein Fünkchen von Tiefe oder Spiritualität.
Wenn sie wenigstens schweigen würde!
Demnächst entschwindet sie in die USA. Um die Kirche zu "entlasten". Als ob es die Kirche interessieren würde, was eine Frau Käßmann tut.
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29.06.2010, 12:11
AW: Margot Käßmann wanted for Präsident --laut Brigitte-Umfrage
Hier sieht man mal wieder die verlogene Presse!
Aus irgend einem nicht erklärbaren Grund muß die Käßmann hoch gehalten werden. (Ahnlich wie beim Friedmann).
Es sollte sich doch nur mal einer vorstellen, Roland Koch wäre betrunken gefahren. Alle Gutmenschen würden Ihn nieder machen, inlusive Presse bis zu geht nicht mehr! Keiner würde dann noch auf die Idee kommen (selbst seine Anhänger nicht) ihn zum Präsidenten zu machen.
Das ganze ist doch eine riesen "Verarscherei" der Bevölkerung und die Käßmann mekt es noch nicht einmal.
Das zeigt die Intelligenz dieser Gutmenschfrau!
gruss, Jack
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29.06.2010, 12:16
AW: Margot Käßmann wanted for Präsident --laut Brigitte-Umfrage
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29.06.2010, 12:18
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29.06.2010, 21:45Inaktiver User
AW: Margot Käßmann wanted for Präsident --laut Brigitte-Umfrage
Was ist am Satz "Bürger möchten den Bundespräsidenten selbst wählen können" unklar?
Zitat von Inaktiver User
Dann frage ich mal in Ihrem Stil: "Wäre "man" mehrheitlich auch mit einem Bundespräsidenten zufrieden gewesen, den "man" tatsächlich bei einer Direktwahl gewählt hätte?" Essen Sie im Restaurant lieber das, was Ihnen der Ober hinstellt weil`s weg muß oder weil`s ihm schmeckt oder bestellen Sie lieber das, wovon Sie meinen, es würde Ihnen schmecken?Wie gesagt: da man einerseits in der Vergangenheit mit den jeweiligen Bundespräsidenten mehrheitlich zufrieden war, und da andererseits der Bundespräsident nicht der Grund für die politischen Unzufriedenheit ist, gibt es keine Veranlassung die Wahlmodalitäten zu ändern.
Welches sind denn die "überfrachteten Erwartungen"? Habe ich in dem Zusammenhang etwas überlesen?Im übrigen passen das Amt, so wie es vom Grundgesetz ausgestattet ist, und diese überfrachteten Erwartungen derer, die eine Direktwahl wollen, nicht zusammen.
Dass zwischen jetzt und gleich die Verfassung nicht geändert werden wird und dass wir - wie in der Vergangenheit - zufrieden sein werden mit der Entscheidung
so eine Art normative Kraft des Faktischen?
Ich weiß nicht, wer gewählt worden wäre. Wissen Sie es?Der sehr naheliegenden Frage nach der Direktwahl von Weizsäcker, Herzog, Rau und Köhler auszuweichen bedeutet m.E. eine Verweigerung politischer Reflektion.
Je größer ein Gemeinwesen, desto weniger Demokratie ist praktikabel?Vor allem halte ich diese Form extrem zeitaufwendiger und teurer Entscheidungsfindung für völlig ungeeignet in einem Gemeinwesen, das wesentlich größer - im Fall von Deutschland sogar zehnmal größer - ist das schweizerische.
Ich muß leider gelegentlich nachfragen, wenn Sie im Ungefähren rumwursteln.
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01.07.2010, 00:32
AW: Margot Käßmann wanted for Präsident --laut Brigitte-Umfrage
was bekanntlich das Gegenteil meint

[betreff Wahlmodus...]Aha. War das etwa das erstemal, daß Fraktionszwang, "Geschlossene Reihung", eingefordert wurde ?
Zitat von Inaktiver User
Wie wärs damit:
Wahlpersonen werden ähnlich wie bisher entsandt, 50% von den Parteien, 50% auf andere Weise bestimmt. Jedoch ausnahmslos parteiungebundene Personen. Diese Wahlpersonen stellen eine Liste auf von bis zu 10 Kandidaten, zu der sie dann frei ihre Stimme abgeben. Die Kandidaten müssen ebenfalls parteiungebunden sein.
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01.07.2010, 00:41
AW: Margot Käßmann wanted for Präsident --laut Brigitte-Umfrage
Das genau die rechte Gegenfrage. Danke Mr.Grobi

Wir stellen uns hin und sagen, daß mit guter Wahrscheinlichkeit ebenso gute und bessere, volksnähere Leute Präsident geworden wären.
Ich sage nicht, daß bisher die Präsidentenauswahl stets voll daneben gegangen wäre.
Mir geht es um die Schaffung von Demokratieakzeptanz. Die Wähler sollen sich mitverantwortlich fühlen (dürfen) , teilhaben dürfen --- das ists.
Und ich ersuche um frischen Wind. Vermittels frischer, nicht parteiassoziierter Persönlichkeit. Die Wulff nun gar nicht ist. Gauck wäre immerhin wählbar gewesen nach diesem Schema.
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01.07.2010, 00:46
AW: Margot Käßmann wanted for Präsident --laut Brigitte-Umfrage
Irgendwie auch merkwürdig, wie man einerseits Volkswahlen will, andererseits aber die Linkspartei verteidigt, wenn die sich explizit gegen den Volkswillen entscheidet.



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