Antworten
Seite 18 von 19 ErsteErste ... 816171819 LetzteLetzte
Ergebnis 171 bis 180 von 188
  1. Inaktiver User

    AW: Margot Käßmann wanted for Präsident --laut Brigitte-Umfrage

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ob nun mit oder ohne Latein - der Bundespräsident ist nicht zuständig für eine Änderung politischer Paradigmen oder auch nur für eine Änderung der Tagespolitik. Die Wahl des Bundespräsidenten mit derartigen Träumen zu beladen, heißt sie zu überfrachten.
    Ob nun mit oder ohne Griechisch - es geht nicht um einen wie auch immer von Ihnen identifizierten Paradigmenwechsel der Funktion des Bundespräsidenten. Es geht darum, daß die Dingfestmachung der Personalie auf einem Weg erfolgt, der Teil des Unwohlseins ist: Einer Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung zufolge findet jeder dritte Deutsche, unsere Demokratie funktioniere nicht gut. - von nichts Anderem wird der Unmut geweckt.

    Was hält Sie davon ab, den offenkundigen Zwiespalt zwischen "fähig, Partei unterstützen zu dürfen" und "unfähig, Personalentscheidung direkt zu treffen" zu erklären? Das wäre die "intelektuelle" Ebene Handy/ Präsident.

    Auf die Frage, ob die bisherigen Bundespräsidenten Weizsäcker, Herzog, Rau und Köhler in direkter Wahl gewählt worden wären und was daraus zu schließen ist - darauf sind weder Sie noch der Autor dieses Artikels eingegangen.
    Da ich keine Kristallkugel besitze, halten wir uns besser an den Ist-Zustand: Wulff würde direkt wohl nicht gewählt werden. Daß er vielleicht dennoch das Amt erhalten und "Volk" repräsentieren wird, läßt worauf schließen?

    Mich wundert, daß Sie stets so stolz von der Schweizer Demokratie und den Einflußmöglichkeiten berichten - und hier gilt das auf einmal nicht.

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Glaubst Du tatsächlich, mit wegfallen der 5 %-Klausel, würden die Parlamente überflutet mit wohlmeinenden Parlamentariern, die niemals die eigenen Pfründe im Blick haben, immer in der der Lage sind, den allgemeingültig geltenden und glückselig machenden, für alle tragbaren Kompromiss herbeizuführen?
    Man sollte meinen, das wäre unabhängig von der X % - Klausel eine Selbstverständlichkeit. Ich sehe schon: Wir beginnen, Klartext zu schreiben - wenn auch noch etwas umständlich. Gefällt mir.

  2. Inaktiver User

    AW: Margot Käßmann wanted for Präsident --laut Brigitte-Umfrage

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    es geht nicht um einen wie auch immer von Ihnen identifizierten Paradigmenwechsel der Funktion des Bundespräsidenten. Es geht darum, daß die Dingfestmachung der Personalie auf einem Weg erfolgt, der Teil des Unwohlseins ist: Einer Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung zufolge findet jeder dritte Deutsche, unsere Demokratie funktioniere nicht gut. - von nichts Anderem wird der Unmut geweckt.
    Was auch immer diese Studie sagt - ich halte die Diskussion um die Bundespräsidentenwahl für reinen Populismus derer, die sich anscheinend nicht einmal darüber im Klaren zu sein scheinen welcher Schuh tatsächlich drückt.

    Wie gesagt: da man einerseits in der Vergangenheit mit den jeweiligen Bundespräsidenten mehrheitlich zufrieden war, und da andererseits der Bundespräsident nicht der Grund für die politischen Unzufriedenheit ist, gibt es keine Veranlassung die Wahlmodalitäten zu ändern.

    Im übrigen passen das Amt, so wie es vom Grundgesetz ausgestattet ist, und diese überfrachteten Erwartungen derer, die eine Direktwahl wollen, nicht zusammen.


    Da ich keine Kristallkugel besitze, halten wir uns besser an den Ist-Zustand: Wulff würde direkt wohl nicht gewählt werden. Daß er vielleicht dennoch das Amt erhalten und "Volk" repräsentieren wird, läßt worauf schließen?
    Dass zwischen jetzt und gleich die Verfassung nicht geändert werden wird und dass wir - wie in der Vergangenheit - zufrieden sein werden mit der Entscheidung, wenn die Hype um Gauck vergessen ist (also bald).

    Das ganze Thema nur an der aktuellen Entscheidung Wulf - Gauck festmachen zu wollen, ist Unsinn. Der sehr naheliegenden Frage nach der Direktwahl von Weizsäcker, Herzog, Rau und Köhler auszuweichen bedeutet m.E. eine Verweigerung politischer Reflektion.


    Mich wundert, daß Sie stets so stolz von der Schweizer Demokratie und den Einflußmöglichkeiten berichten - und hier gilt das auf einmal nicht.
    Da müssen Sie mich verwechselt haben; ich halte von der Schweizer Direktdemokratie herzlich wenig.
    Vor allem halte ich diese Form extrem zeitaufwendiger und teurer Entscheidungsfindung für völlig ungeeignet in einem Gemeinwesen, das wesentlich größer - im Fall von Deutschland sogar zehnmal größer - ist das schweizerische. Nicht umsonst gibt es kein Land auf der Welt, das die Schweizer Direktdemokratie übernommen hat.
    Aber der Vergleich der Bundespräsidentenwahl mit der Schweizer Direktdemokratie hinkt sowieso in jeder Hinsicht und hilft hier nicht weiter.
    .
    Geändert von Inaktiver User (29.06.2010 um 11:31 Uhr)

  3. Inaktiver User

    AW: Margot Käßmann wanted for Präsident --laut Brigitte-Umfrage

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber es gibt Menschen, die mögen es halt, andere Menschen auf etwas zu reduzieren ... meist genau auf das, mit dem sie glauben, ihnen ein Messer in den Rücken rammen zu können.
    Käßmann reduzierte und reduziert sich selbst, niemand muss da nachhelfen. Am Sonntag war sie zu Gast in der TV-Sendung bei Peter Hahne. Die Frau ist so was von flach, dass es wehtut. Jetzt sagt sie nicht mehr, es war ein "Fehler", betrunken Auto zu fahren, jetzt sagt sie, "es" kann passieren. "Es"! Unterirdisch! Eine Kirchenfrau ohne nur ein Fünkchen von Tiefe oder Spiritualität. Wenn sie wenigstens schweigen würde!

    Demnächst entschwindet sie in die USA. Um die Kirche zu "entlasten". Als ob es die Kirche interessieren würde, was eine Frau Käßmann tut.

  4. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Margot Käßmann wanted for Präsident --laut Brigitte-Umfrage

    Hier sieht man mal wieder die verlogene Presse!

    Aus irgend einem nicht erklärbaren Grund muß die Käßmann hoch gehalten werden. (Ahnlich wie beim Friedmann).

    Es sollte sich doch nur mal einer vorstellen, Roland Koch wäre betrunken gefahren. Alle Gutmenschen würden Ihn nieder machen, inlusive Presse bis zu geht nicht mehr! Keiner würde dann noch auf die Idee kommen (selbst seine Anhänger nicht) ihn zum Präsidenten zu machen.

    Das ganze ist doch eine riesen "Verarscherei" der Bevölkerung und die Käßmann mekt es noch nicht einmal.
    Das zeigt die Intelligenz dieser Gutmenschfrau!

    gruss, Jack

  5. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Margot Käßmann wanted for Präsident --laut Brigitte-Umfrage

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    ...
    Da müssen Sie mich verwechselt haben; ich halte von der Schweizer Direktdemokratie herzlich wenig.
    Vor allem halte ich diese Form extrem zeitaufwendiger und teurer Entscheidungsfindung für völlig ungeeignet in einem Gemeinwesen, das wesentlich größer - im Fall von Deutschland sogar zehnmal größer - ist das schweizerische. Nicht umsonst gibt es kein Land auf der Welt, das die Schweizer Direktdemokratie übernommen hat.
    Aber der Vergleich der Bundespräsidentenwahl mit der Schweizer Direktdemokratie hinkt sowieso in jeder Hinsicht und hilft hier nicht weiter.
    .

    Mit welcher genauen Begründung denn ?
    Doch nicht zum "Wohle des Volkes" oder ?

    Das technische Problem liesse sich elektronisch lösen - Abstimmung online mit Fingerabdruck.
    Wenn das wirklich gewollt wäre, gäbe es da kein Problem.

  6. gesperrt

    User Info Menu

    AW: Margot Käßmann wanted for Präsident --laut Brigitte-Umfrage

    Zitat Zitat von Jack-London Beitrag anzeigen
    Hier sieht man mal wieder die verlogene Presse!

    Aus irgend einem nicht erklärbaren Grund muß die Käßmann hoch gehalten werden. (Ahnlich wie beim Friedmann).

    Es sollte sich doch nur mal einer vorstellen, Roland Koch wäre betrunken gefahren. Alle Gutmenschen würden Ihn nieder machen, inlusive Presse bis zu geht nicht mehr! Keiner würde dann noch auf die Idee kommen (selbst seine Anhänger nicht) ihn zum Präsidenten zu machen.

    Das ganze ist doch eine riesen "Verarscherei" der Bevölkerung und die Käßmann mekt es noch nicht einmal.
    Das zeigt die Intelligenz dieser Gutmenschfrau!

    gruss, Jack

    Ja, bei R. Koch würde man die "brutalstmögliche Aufklärung" verlangen.


  7. Inaktiver User

    AW: Margot Käßmann wanted for Präsident --laut Brigitte-Umfrage

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    ich halte die Diskussion um die Bundespräsidentenwahl für reinen Populismus derer, die sich anscheinend nicht einmal darüber im Klaren zu sein scheinen welcher Schuh tatsächlich drückt.
    Was ist am Satz "Bürger möchten den Bundespräsidenten selbst wählen können" unklar?

    Wie gesagt: da man einerseits in der Vergangenheit mit den jeweiligen Bundespräsidenten mehrheitlich zufrieden war, und da andererseits der Bundespräsident nicht der Grund für die politischen Unzufriedenheit ist, gibt es keine Veranlassung die Wahlmodalitäten zu ändern.
    Dann frage ich mal in Ihrem Stil: "Wäre "man" mehrheitlich auch mit einem Bundespräsidenten zufrieden gewesen, den "man" tatsächlich bei einer Direktwahl gewählt hätte?" Essen Sie im Restaurant lieber das, was Ihnen der Ober hinstellt weil`s weg muß oder weil`s ihm schmeckt oder bestellen Sie lieber das, wovon Sie meinen, es würde Ihnen schmecken?

    Im übrigen passen das Amt, so wie es vom Grundgesetz ausgestattet ist, und diese überfrachteten Erwartungen derer, die eine Direktwahl wollen, nicht zusammen.
    Welches sind denn die "überfrachteten Erwartungen"? Habe ich in dem Zusammenhang etwas überlesen?

    Dass zwischen jetzt und gleich die Verfassung nicht geändert werden wird und dass wir - wie in der Vergangenheit - zufrieden sein werden mit der Entscheidung
    so eine Art normative Kraft des Faktischen?

    Der sehr naheliegenden Frage nach der Direktwahl von Weizsäcker, Herzog, Rau und Köhler auszuweichen bedeutet m.E. eine Verweigerung politischer Reflektion.
    Ich weiß nicht, wer gewählt worden wäre. Wissen Sie es?

    Vor allem halte ich diese Form extrem zeitaufwendiger und teurer Entscheidungsfindung für völlig ungeeignet in einem Gemeinwesen, das wesentlich größer - im Fall von Deutschland sogar zehnmal größer - ist das schweizerische.
    Je größer ein Gemeinwesen, desto weniger Demokratie ist praktikabel?

    Ich muß leider gelegentlich nachfragen, wenn Sie im Ungefähren rumwursteln.

  8. User Info Menu

    AW: Margot Käßmann wanted for Präsident --laut Brigitte-Umfrage

    Zitat Zitat von schnarchstop Beitrag anzeigen
    Ja, bei R. Koch würde man die "brutalstmögliche Aufklärung" verlangen.
    was bekanntlich das Gegenteil meint

    [betreff Wahlmodus...]
    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ich habe mich damit beschäftigt und bin zu dem Schluss gekommen, dass das genau so bleiben sollte, wie es ist und wie es sich bewährt hat.
    Dies auch in Richtung von Madame Merkel gesprochen, die einen gänzlich unwürdigen und überdies verfassungsrechtlich bedenklichen Fraktionszwang in diese Wahl hinein bringt.
    Aha. War das etwa das erstemal, daß Fraktionszwang, "Geschlossene Reihung", eingefordert wurde ?

    Wie wärs damit:
    Wahlpersonen werden ähnlich wie bisher entsandt, 50% von den Parteien, 50% auf andere Weise bestimmt. Jedoch ausnahmslos parteiungebundene Personen. Diese Wahlpersonen stellen eine Liste auf von bis zu 10 Kandidaten, zu der sie dann frei ihre Stimme abgeben. Die Kandidaten müssen ebenfalls parteiungebunden sein.

  9. User Info Menu

    AW: Margot Käßmann wanted for Präsident --laut Brigitte-Umfrage

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich weiß nicht, wer gewählt worden wäre. Wissen Sie es?
    Das genau die rechte Gegenfrage. Danke Mr.Grobi

    Wir stellen uns hin und sagen, daß mit guter Wahrscheinlichkeit ebenso gute und bessere, volksnähere Leute Präsident geworden wären.
    Ich sage nicht, daß bisher die Präsidentenauswahl stets voll daneben gegangen wäre.
    Mir geht es um die Schaffung von Demokratieakzeptanz. Die Wähler sollen sich mitverantwortlich fühlen (dürfen) , teilhaben dürfen --- das ists.

    Und ich ersuche um frischen Wind. Vermittels frischer, nicht parteiassoziierter Persönlichkeit. Die Wulff nun gar nicht ist. Gauck wäre immerhin wählbar gewesen nach diesem Schema.

  10. User Info Menu

    AW: Margot Käßmann wanted for Präsident --laut Brigitte-Umfrage

    Irgendwie auch merkwürdig, wie man einerseits Volkswahlen will, andererseits aber die Linkspartei verteidigt, wenn die sich explizit gegen den Volkswillen entscheidet.

Antworten
Seite 18 von 19 ErsteErste ... 816171819 LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •