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  1. Inaktiver User

    AW: Israelische Agression auf hoher See

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und genau damit, stellt sich Israel absolut unnötig ins Abseits. Soviel Unlogik mag verstehen, wer will - aber es ist doch Öl ins Feuer gießen.
    Ich kapiers ja auch nicht ... und auch ich befürchte, dass derartiges nicht mehr sehr lange gut geht!

    Irgendwann wurde (ohne echte Not) soviel Öl ins Feuer gegossen, dass sich kein Verbündeter Israels daran noch die Finger verbrennen möchte ...

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    AW: Israelische Agression auf hoher See

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Das ist schon richtig ... aber es drängt sich nunmal der Eindruck auf, dass Israel mit diesen paar Kliometern, möglicherweise auch der Völkergemeinschaft den Stinkefinger zeigen wollte ...
    Ich hätte jetzt primär erst einmal an taktische bzw. organisatorische Gründe gedacht. Vielleicht war in der 12-Meilen-Zone die Gefahr zu groß unter Raketenbeschuss der Hamas zu geraten.
    Überzeugungen sind gefährlichere Feinde der Wahrheit als Lügen. (Nietzsche)

  3. Inaktiver User

    AW: Israelische Agression auf hoher See

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ob das so ohne Zweifel ist, mag ich nicht beurteilen. Daß es zu den jetzigen internationalen "Bauchschmerzen" kommen würde, hätte man in Israel aber an 5 Fingern abzählen können.

    Aber hätte es denn eine legitime Handlungsweise geben können? Ich frage nur, es ist kein explizierter oder implizierter Pseudohintergrund dabei.
    Legitim wäre es z.B. gewesen diese Schiffe durchzulassen.

    Verständlich wäre es auch gewesen, falls sie konkrete Gründe hatten eines der Schiffe nicht durchzulassen, nur dieses aufzuhalten.
    Aber das war wohl eine Aktion nach dem Motto "Bloß nicht nachgeben!"

    Es hätte auch nicht dermaßen viel Aufregung gegeben, wenn sie beim Entern wenigstens nicht geschossen hätten, also mit so viel Umsicht und Verzicht auf Eskalation vorgegangen wären, wie das die diversen Seestreitkräfte vor Somalia auch zu tun pflegen.
    Wobei der Vergleich hinkt, denn die Schiffsbesatzungen vor Gaza waren keine Kriminellen, die mit Maschinengewehren bewaffnet waren ...

    Auch ein konkretes Anlanden zu verhindern, wäre weniger als bewusste Provokation der Völkergemeinschaft verstanden worden als ein Entern in internationalem Gewässer.


    Aber all das geht am eigentlichen Kern des Problems vorbei:
    Weigerung der jetzigen israelischen Regierung Friedensgespräche zu führen und die humanitäre Lage der Eingeschlossenen in Gaza und Westjordanland zu erleichtern.

  4. Inaktiver User

    AW: Israelische Agression auf hoher See

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Israel, das eine Blockade über Gaza verhängt hat und Hilfslieferungen weitgehend verweigert, ist also bereit Hilfsgüter ins Land zu lassen, sieht aber diese Hilfslieferung zugleich als so provozierend an, dass es mit einer militärischen Intervention reagiert - wohl wissend, dass es gegen internationales Recht verstößt (Entern ziviler Schiffe in internationalem Gewässer) und setzt obendrein Schusswaffen ein.

    Da stimmt doch was nicht.
    Nun, wir lassen auch nicht jeden ins Unternehmen, der einen Rucksack dabei hat und nicht preis gibt, was denn da drin ist.
    Aber wir sagen: Wer nix zu verbergen hat und nichts tut, was dem Unternehmen schadet, darf rein.

    So in etwa habe ich die Aufforderung verstanden, die Kähne unter Aufsicht löschen zu lassen.

    Daß Schußwaffen eingesetzt wurden, wenn Gefahr für Leib und Leben zu erwarten ist - sorry, sowas nenn ich dann Selbstverteidigung.

    Daß die Aktion nicht sauber war, was den rechtlichen Standpunkt betrifft: Da hab ich keine Ahnung. Bin aber natürlich auch empört - nein, ENTSETZT - wenn es so war.

    Es ist die gleiche Unvernunft, die einen chinesischen Anwalt dazu bringt sich z.B. wegen entschädigungslos abgerissener Häuser an die Behörden zu wenden, obwohl andere vor ihm wegen solcher Handlungen für Jahre hinter Gittern verschwunden sind.

    Höchst unvernünftig gegen schiere Kraftdemonstration zu opponieren.
    In anderen Fällen nennt man das "Mut" oder "Zivilcourage".
    Aber offenbar ist das im Fall von Israel etwas ganz anderes - sozusagen eine ganz andere Apfelsorte.
    Das waren Bundestagsabgeordnete, und keine nationale Anhänger einer Gegenbewegung. Vielleicht magst Du den Unterschied nicht so sehen wie ich. Aber vielleicht doch. Wenn Du ein bischen mehr auf den Unterschied eingehst, was Opposition und innere Einmischung betrifft.
    Aber natürlich kann ich ebenso Deine Sichtweise respektieren.

  5. Inaktiver User

    AW: Israelische Agression auf hoher See

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Legitim wäre es z.B. gewesen diese Schiffe durchzulassen.
    Und dann? Zig Tonnen an eventuell vorhandenem militärischem Material löschen zu lassen? Ist doch nicht Dein Ernst!

    Und es geht ja nicht nur um direkte Waffenlieferungen. Man kann die Argumentation übertrieben, oder korrekt finden: Wenn Israel sagt, daß sie Betonlieferungen nur sehr kontrolliert ins Land lassen (über die bisher schon landgebundenen Versorgungswege), weil damit eventuell militärische "Stationen" gebaut werden könnten, ist das für mich rein logisch nachvollziehbar.

    Verständlich wäre es auch gewesen, falls sie konkrete Gründe hatten eines der Schiffe nicht durchzulassen, nur dieses aufzuhalten.
    Aber das war wohl eine Aktion nach dem Motto "Bloß nicht nachgeben!"
    Läßt Du echt jeden Fuzzi in den Haus, der klingelt?

    Es hätte auch nicht dermaßen viel Aufregung gegeben, wenn sie beim Entern wenigstens nicht geschossen hätten, also mit so viel Umsicht und Verzicht auf Eskalation vorgegangen wären, wie das die diversen Seestreitkräfte vor Somalia auch zu tun pflegen.
    Das mit der Selbstverteidigung habe ich schon erwähnt. Wie es wirklich war, weiß keiner. Auch vor Somalia wird mal zurück geschossen. Sinnvoll, oder nicht...

    Wobei der Vergleich hinkt, denn die Schiffsbesatzungen vor Gaza waren keine Kriminellen, die mit Maschinengewehren bewaffnet waren ...
    Soweit ich die Berichterstattung mit bekommen habe, fühlten sich einige Soldaten in Sorge um ihr Leben und haben nachgefragt, ob sie sich entsprechend wehren können.
    Ganz ehrlich: Ich hätte auch los geballert, um nicht gelyncht zu werden.

    WIE das alles WIRKLICH wahr, soll doch bitte eine Untersuchung klären. Vorher halte ich mich mit einer Verurteilung des EINZELNEN Soldaten nun wirklich zurück.

    Aber ich denke auch, daß da keine Order auf dem Programm stand "Wer muckt und den Mund aufmacht wird nieder gemäht.".

    Auch ein konkretes Anlanden zu verhindern, wäre weniger als bewusste Provokation der Völkergemeinschaft verstanden worden als ein Entern in internationalem Gewässer.
    Absolte Einigkeit.

    Aber all das geht eigentlich am Kern des Problems vorbei:
    Verweigerung der jetzigen israelischen Regierung Friedensgespräche zu führen und die humanitäre Lage der Eingeschlossenen in Gaza und Westjordanland zu erleichtern.
    Ach, das Thema ist Israel und seine Politik, die Versäumnisse der letzten Jahre nach zu holen und nicht dieser seltsame Angriff? OK, dann bin ich raus. Das wird mir mehr als zu hoch. Bin aber froh, daß nicht mal Carter und Co da was bewegen konnten und ich nicht alleine bin, wenn ich sage: Ich habe keine Lösung.

  6. Inaktiver User

    AW: Israelische Agression auf hoher See

    Zitat Zitat von setshu Beitrag anzeigen
    Ich hätte jetzt primär erst einmal an taktische bzw. organisatorische Gründe gedacht. Vielleicht war in der 12-Meilen-Zone die Gefahr zu groß unter Raketenbeschuss der Hamas zu geraten.
    Ich weiss es nicht setshu ... aber da das Verhalten den Palästinensern nunmal generell schon völkerrechtlich fragwürdig ist, halte ich eine bewusste Demonstration/Provokation durch eine nicht mehr fragwürdige Völkerrechtsverletzung nicht für unmöglich.

    Israel hat nicht zum ersten mal klar gemacht: wann immer wir wollen, vertrauen wir ausschliesslich den, was wir allein für richtig halten.
    Und wäre ich Israeli (möglicherweise gar mit Vorfahren, die durch den Holocaust ums Leben kamen) würde ich wahrscheinlich genauso denken. Für falsch halte ich es dennoch ...

  7. Inaktiver User

    AW: Israelische Agression auf hoher See

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich kapiers ja auch nicht ... und auch ich befürchte, dass derartiges nicht mehr sehr lange gut geht!

    Irgendwann wurde (ohne echte Not) soviel Öl ins Feuer gegossen, dass sich kein Verbündeter Israels daran noch die Finger verbrennen möchte ...
    Ich verstehe nicht, was Du als Schreckensende siehst?

  8. User Info Menu

    AW: Israelische Agression auf hoher See

    Aus dem Schreiben von Rolf Verleger, Vorsitzender der Gruppe »Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost« und früheres Direktoriumsmitglied des Zentralrats der Juden an Bundeskanzlerin Angela Merkel :

    ...
    "
    Diese nationalistische Blindheit läßt Israel vor offenen Verbrechen nicht zurückschrecken: Vor einem Jahr 1400 Einwohner Gazas umbringen – »alles Feinde Israels«; heute ein Schiff außerhalb israelischer Gewässer entern und die Besatzung massakrieren – »alles Antisemiten«.

    Die jüdische Heimstätte sollte einmal ein Licht der Toleranz für alle Nationen Europas werden. Was ist daraus geworden?

    Sie, Frau Bundeskanzlerin, haben in den letzten Jahren freundlich zugesehen, wie sich der aus der Heimstätte entstandene Staat zu einem Schandfleck entwickelt hat, zu einem Schandfleck für sich selbst, zu einem Schandfleck für uns Juden, zu einem Schandfleck für die ihn unterstützenden Nationen des »Westens«. Das ist entsetzlich, und Sie, als gute Freundin Israels, haben nichts dagegen getan.

    Frau Bundeskanzlerin Dr. Merkel, glauben Sie wirklich, Sie würden Hitlers Verbrechen dadurch lindern, daß Sie heute zusehen, wie Israel zum faschistischen Rüpel degeneriert?

    ...

    Stellen Sie sich den EU-Staaten nicht länger in den Weg, die begriffen haben, daß eine gerechte Lösung im Nahen Osten heute nur zu erzielen ist, wenn Israel die Regeln der Völkergemeinschaft akzeptiert. Beenden Sie endlich den Boykott der rechtmäßig gewählten Hamas-Administration!"

  9. Inaktiver User

    AW: Israelische Agression auf hoher See

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich verstehe nicht, was Du als Schreckensende siehst?
    Dass sich irgendwann Ägypten, Syrien, Jordanien und im weiteren vielleicht noch Saudi Arabien und Irak tatsächlich mal einigen könnten, und Israel dermassen überraschen, dass denen nichtrmal mehr ihre Atombombe nutzt ... und niemand rührt für Israel nen Finger.

    Und die Möglichkeit, dass im Wenn-Fall niemand nen Finger mehr rühren würde, halte ich sogar für wahrscheinlicher, als dass der Wenn-Fall überhaupt eintreten könnte ...

  10. gesperrt

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    AW: Israelische Agression auf hoher See

    Zitat Zitat von utopia_2020 Beitrag anzeigen
    Aus dem Schreiben von Rolf Verleger, Vorsitzender der Gruppe »Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost« und früheres Direktoriumsmitglied des Zentralrats der Juden an Bundeskanzlerin Angela Merkel :

    ...
    "Die jüdische Heimstätte sollte einmal ein Licht der Toleranz für alle Nationen Europas werden. Was ist daraus geworden?

    Sie, Frau Bundeskanzlerin, haben in den letzten Jahren freundlich zugesehen, wie sich der aus der Heimstätte entstandene Staat zu einem Schandfleck entwickelt hat, zu einem Schandfleck für sich selbst, zu einem Schandfleck für uns Juden, zu einem Schandfleck für die ihn unterstützenden Nationen des »Westens«. Das ist entsetzlich, und Sie, als gute Freundin Israels, haben nichts dagegen getan.

    Frau Bundeskanzlerin Dr. Merkel, glauben Sie wirklich, Sie würden Hitlers Verbrechen dadurch lindern, daß Sie heute zusehen, wie Israel zum faschistischen Rüpel degeneriert?

    ...

    Stellen Sie sich den EU-Staaten nicht länger in den Weg, die begriffen haben, daß eine gerechte Lösung im Nahen Osten heute nur zu erzielen ist, wenn Israel die Regeln der Völkergemeinschaft akzeptiert. Beenden Sie endlich den Boykott der rechtmäßig gewählten Hamas-Administration!"

    ach, sind wir Deutschen mal wieder Schuld ?

    ich glaube, ich kenne keinen Juden persönlich und wenn ich das rausfinden würde ich mich sanft aber entschlossen verabschieden.

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