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01.06.2010, 18:43Inaktiver User
AW: Israelische Agression auf hoher See
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01.06.2010, 18:50
AW: Israelische Agression auf hoher See
Überzeugungen sind gefährlichere Feinde der Wahrheit als Lügen. (Nietzsche)
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01.06.2010, 18:52Inaktiver User
AW: Israelische Agression auf hoher See
Legitim wäre es z.B. gewesen diese Schiffe durchzulassen.
Verständlich wäre es auch gewesen, falls sie konkrete Gründe hatten eines der Schiffe nicht durchzulassen, nur dieses aufzuhalten.
Aber das war wohl eine Aktion nach dem Motto "Bloß nicht nachgeben!"
Es hätte auch nicht dermaßen viel Aufregung gegeben, wenn sie beim Entern wenigstens nicht geschossen hätten, also mit so viel Umsicht und Verzicht auf Eskalation vorgegangen wären, wie das die diversen Seestreitkräfte vor Somalia auch zu tun pflegen.
Wobei der Vergleich hinkt, denn die Schiffsbesatzungen vor Gaza waren keine Kriminellen, die mit Maschinengewehren bewaffnet waren ...
Auch ein konkretes Anlanden zu verhindern, wäre weniger als bewusste Provokation der Völkergemeinschaft verstanden worden als ein Entern in internationalem Gewässer.
Aber all das geht am eigentlichen Kern des Problems vorbei:
Weigerung der jetzigen israelischen Regierung Friedensgespräche zu führen und die humanitäre Lage der Eingeschlossenen in Gaza und Westjordanland zu erleichtern.
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01.06.2010, 18:53Inaktiver User
AW: Israelische Agression auf hoher See
Nun, wir lassen auch nicht jeden ins Unternehmen, der einen Rucksack dabei hat und nicht preis gibt, was denn da drin ist.
Aber wir sagen: Wer nix zu verbergen hat und nichts tut, was dem Unternehmen schadet, darf rein.
So in etwa habe ich die Aufforderung verstanden, die Kähne unter Aufsicht löschen zu lassen.
Daß Schußwaffen eingesetzt wurden, wenn Gefahr für Leib und Leben zu erwarten ist - sorry, sowas nenn ich dann Selbstverteidigung.
Daß die Aktion nicht sauber war, was den rechtlichen Standpunkt betrifft: Da hab ich keine Ahnung. Bin aber natürlich auch empört - nein, ENTSETZT - wenn es so war.
Das waren Bundestagsabgeordnete, und keine nationale Anhänger einer Gegenbewegung. Vielleicht magst Du den Unterschied nicht so sehen wie ich. Aber vielleicht doch. Wenn Du ein bischen mehr auf den Unterschied eingehst, was Opposition und innere Einmischung betrifft.Es ist die gleiche Unvernunft, die einen chinesischen Anwalt dazu bringt sich z.B. wegen entschädigungslos abgerissener Häuser an die Behörden zu wenden, obwohl andere vor ihm wegen solcher Handlungen für Jahre hinter Gittern verschwunden sind.
Höchst unvernünftig gegen schiere Kraftdemonstration zu opponieren.
In anderen Fällen nennt man das "Mut" oder "Zivilcourage".
Aber offenbar ist das im Fall von Israel etwas ganz anderes - sozusagen eine ganz andere Apfelsorte.
Aber natürlich kann ich ebenso Deine Sichtweise respektieren.
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01.06.2010, 19:05Inaktiver User
AW: Israelische Agression auf hoher See
Und dann? Zig Tonnen an eventuell vorhandenem militärischem Material löschen zu lassen? Ist doch nicht Dein Ernst!
Und es geht ja nicht nur um direkte Waffenlieferungen. Man kann die Argumentation übertrieben, oder korrekt finden: Wenn Israel sagt, daß sie Betonlieferungen nur sehr kontrolliert ins Land lassen (über die bisher schon landgebundenen Versorgungswege), weil damit eventuell militärische "Stationen" gebaut werden könnten, ist das für mich rein logisch nachvollziehbar.
Läßt Du echt jeden Fuzzi in den Haus, der klingelt?Verständlich wäre es auch gewesen, falls sie konkrete Gründe hatten eines der Schiffe nicht durchzulassen, nur dieses aufzuhalten.
Aber das war wohl eine Aktion nach dem Motto "Bloß nicht nachgeben!"
Das mit der Selbstverteidigung habe ich schon erwähnt. Wie es wirklich war, weiß keiner. Auch vor Somalia wird mal zurück geschossen. Sinnvoll, oder nicht...Es hätte auch nicht dermaßen viel Aufregung gegeben, wenn sie beim Entern wenigstens nicht geschossen hätten, also mit so viel Umsicht und Verzicht auf Eskalation vorgegangen wären, wie das die diversen Seestreitkräfte vor Somalia auch zu tun pflegen.
Soweit ich die Berichterstattung mit bekommen habe, fühlten sich einige Soldaten in Sorge um ihr Leben und haben nachgefragt, ob sie sich entsprechend wehren können.Wobei der Vergleich hinkt, denn die Schiffsbesatzungen vor Gaza waren keine Kriminellen, die mit Maschinengewehren bewaffnet waren ...
Ganz ehrlich: Ich hätte auch los geballert, um nicht gelyncht zu werden.
WIE das alles WIRKLICH wahr, soll doch bitte eine Untersuchung klären. Vorher halte ich mich mit einer Verurteilung des EINZELNEN Soldaten nun wirklich zurück.
Aber ich denke auch, daß da keine Order auf dem Programm stand "Wer muckt und den Mund aufmacht wird nieder gemäht.".
Absolte Einigkeit.Auch ein konkretes Anlanden zu verhindern, wäre weniger als bewusste Provokation der Völkergemeinschaft verstanden worden als ein Entern in internationalem Gewässer.
Ach, das Thema ist Israel und seine Politik, die Versäumnisse der letzten Jahre nach zu holen und nicht dieser seltsame Angriff? OK, dann bin ich raus. Das wird mir mehr als zu hoch. Bin aber froh, daß nicht mal Carter und Co da was bewegen konnten und ich nicht alleine bin, wenn ich sage: Ich habe keine Lösung.Aber all das geht eigentlich am Kern des Problems vorbei:
Verweigerung der jetzigen israelischen Regierung Friedensgespräche zu führen und die humanitäre Lage der Eingeschlossenen in Gaza und Westjordanland zu erleichtern.
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01.06.2010, 19:06Inaktiver User
AW: Israelische Agression auf hoher See
Ich weiss es nicht setshu ... aber da das Verhalten den Palästinensern nunmal generell schon völkerrechtlich fragwürdig ist, halte ich eine bewusste Demonstration/Provokation durch eine nicht mehr fragwürdige Völkerrechtsverletzung nicht für unmöglich.
Israel hat nicht zum ersten mal klar gemacht: wann immer wir wollen, vertrauen wir ausschliesslich den, was wir allein für richtig halten.
Und wäre ich Israeli (möglicherweise gar mit Vorfahren, die durch den Holocaust ums Leben kamen) würde ich wahrscheinlich genauso denken. Für falsch halte ich es dennoch ...
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01.06.2010, 19:08Inaktiver User
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01.06.2010, 19:22
AW: Israelische Agression auf hoher See
Aus dem Schreiben von Rolf Verleger, Vorsitzender der Gruppe »Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost« und früheres Direktoriumsmitglied des Zentralrats der Juden an Bundeskanzlerin Angela Merkel :
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Diese nationalistische Blindheit läßt Israel vor offenen Verbrechen nicht zurückschrecken: Vor einem Jahr 1400 Einwohner Gazas umbringen – »alles Feinde Israels«; heute ein Schiff außerhalb israelischer Gewässer entern und die Besatzung massakrieren – »alles Antisemiten«.
Die jüdische Heimstätte sollte einmal ein Licht der Toleranz für alle Nationen Europas werden. Was ist daraus geworden?
Sie, Frau Bundeskanzlerin, haben in den letzten Jahren freundlich zugesehen, wie sich der aus der Heimstätte entstandene Staat zu einem Schandfleck entwickelt hat, zu einem Schandfleck für sich selbst, zu einem Schandfleck für uns Juden, zu einem Schandfleck für die ihn unterstützenden Nationen des »Westens«. Das ist entsetzlich, und Sie, als gute Freundin Israels, haben nichts dagegen getan.
Frau Bundeskanzlerin Dr. Merkel, glauben Sie wirklich, Sie würden Hitlers Verbrechen dadurch lindern, daß Sie heute zusehen, wie Israel zum faschistischen Rüpel degeneriert?
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Stellen Sie sich den EU-Staaten nicht länger in den Weg, die begriffen haben, daß eine gerechte Lösung im Nahen Osten heute nur zu erzielen ist, wenn Israel die Regeln der Völkergemeinschaft akzeptiert. Beenden Sie endlich den Boykott der rechtmäßig gewählten Hamas-Administration!"
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01.06.2010, 19:23Inaktiver User
AW: Israelische Agression auf hoher See
Dass sich irgendwann Ägypten, Syrien, Jordanien und im weiteren vielleicht noch Saudi Arabien und Irak tatsächlich mal einigen könnten, und Israel dermassen überraschen, dass denen nichtrmal mehr ihre Atombombe nutzt ... und niemand rührt für Israel nen Finger.
Und die Möglichkeit, dass im Wenn-Fall niemand nen Finger mehr rühren würde, halte ich sogar für wahrscheinlicher, als dass der Wenn-Fall überhaupt eintreten könnte ...
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01.06.2010, 19:25



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