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    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen

    Ich finde es erschreckend und widerlich, mit welcher Selbstverständlichkeit hier und heutzutage die Gier als etwas Positives, als eine Tugend dargestellt wird.
    Nicht genug, sondern mehr als mein Nachbar haben zu wollen - gibt es eine sinnlosere Verschwendung von seiner Energie, die man dafür einsetzt?!!
    Da wundert es nicht mehr, dass auf Teufel komm raus produziert und produziert wird, egal ob es für die Produkte auch Bedarf gibt. Hauptsache es fließt Geld

    Schon seit ich einigermaßen die Politik verfolge, regt es mich auf, wenn es wieder mal als Katastrophe dargestellt wird, wenn es wieder mal heißt die Wirtschaft eines Landes stagniere.
    Warum kann man nicht den negativ besetzten Begriff "Stagnation" durch "Stabilität" ersetzen?!

    Nein, es wird nicht nur angestrebt, dass die Wirtschaft eines Landes wachse, man muss auf Biegen und Brechen möglichst alle anderen Länder überholen.

    Solange es uns die Politiker vormachen und sie sich nicht "genug" sondern "mehr als das andere Land" zum Ziel setzen, muss man sich nicht wundern, wenn diese Haltung auch aus den Köpfen einzelner Personen nicht verschwindet.

    Sein Kind ermahnte man früher: Sei nicht so gierig!
    Heute gehört es wohl zum guten Ton, wenn man sagt: Friss, soviel Du runterschlingen kannst!

    Es kann nicht jeder das Meiste haben.
    Aber es kann jeder genug haben.
    Das sollte unser Ziel sein: Genug für alle!
    Nicht, jedem das Seine und mir das Meiste.
    Geändert von Streuner (25.02.2011 um 15:51 Uhr)

  2. Inaktiver User

    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen

    Zitat Zitat von Streuner Beitrag anzeigen
    Ich finde es erschreckend und widerlich, mit welcher Selbstverständlichkeit hier und heutzutage die Gier als etwas Positives, als eine Tugend dargestellt wird.
    Nicht genug, sondern mehr als mein Nachbar haben zu wollen - gibt es eine sinnlosere Verschwendung von seiner Energie, die man dafür einsetzt?!!
    Da wundert es nicht mehr, dass auf Teufel komm raus produziert und produziert wird, egal ob es für die Produkte auch Bedarf gibt. Hauptsache es fließt Geld

    Schon seit ich einigermaßen die Politik verfolge, regt es mich auf, wenn es wieder mal als Katastrophe dargestellt wird, wenn es wieder mal heißt die Wirtschaft eines Landes stagniere.
    Warum kann man nicht den negativ besetzten Begriff "Stagnation" durch "Stabilität" ersetzen?!

    Nein, es wird nicht nur angestrebt, dass die Wirtschaft eines Landes wachse, man muss auf Biegen und Brechen möglichst alle anderen Länder überholen.

    Solange es uns die Politiker vormachen und sie sich nicht "genug" sondern "mehr als das andere Land" zum Ziel setzen, muss man sich nicht wundern, wenn diese Haltung auch aus den Köpfen einzelner Personen nicht verschwindet.

    Sein Kind ermahnte man früher: Sei nicht so gierig!
    Heute gehört es wohl zum guten Ton, wenn man sagt: Friss, soviel Du runterschlingen kannst!

    Es kann nicht jeder das Meiste haben.
    Aber es kann jeder genug haben.
    Das sollte unser Ziel sein: Genug für alle!
    Nicht, jedem das Seine und mir das Meiste.
    Streuner, ich verstehe dich. Ja, jeder kann genug haben. Aber einigen reicht das eben noch nicht.

    Es mag nur sehr esoterisch sein, R. Dahlke würde mir vielleicht beipflichten: wir wollen Wachstum um jeden Preis, wundern uns aber, wenn dieses Wachstum auch auf einer anderen Ebene auftritt z.B. mit immer häufiger werdenden Krebsfälle. Nur weil sich gewisse Leute gewisse geistige Zusammenhänge nicht vorstellen können, heisst es nicht, dass diese nicht existieren.

    wenn ein Ökonome nun wieder Wachstum um jeden Preis fordert und Wachstum als etwas per se Gutes darstellt, denke ich wirklich oft an Krebs.

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    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen

    Ob Gier eine Tugend ist, wage ich zu bezweifeln. Es ist eine Eigenschaft, wie die des Hasses, der Liebe, der Empathie.

    Gier treibt an, auch das darf man bei dieser Diskussion nicht unterschlagen.
    Unseren Wohlstand verdanken wir zu einem nicht geringen Teil der Gier.
    Menschen die sich ständig selbst motivieren etwas Neues zu tun, sich und andere antreiben, dass die dafür den entsprechende Lohn nehmen ist selbstverständlich, ohne Belohnung wird es nichts, das liegt in unseren Genen.

    Wären wir genügsam, dann würden wir noch im Wald wohnen, auf die Jagd gehen und eine Lebenserwartung von nicht mal 30 Jahren haben.

    Sich in die warme Hütte setzen, satt zu essen zu haben und andere Annehmlichkeiten und gleichzeitig die den Fortschritt Antreibenden zu verteufeln, ist ungerecht.

  4. gesperrt

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    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Streuner, ich verstehe dich. Ja, jeder kann genug haben. Aber einigen reicht das eben noch nicht.
    Und das ist das Schlimme daran.
    Gier ist eine Krankheit, keine Tugend.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Es mag nur sehr esoterisch sein, R. Dahlke würde mir vielleicht beipflichten: wir wollen Wachstum um jeden Preis, wundern uns aber, wenn dieses Wachstum auch auf einer anderen Ebene auftritt z.B. mit immer häufiger werdenden Krebsfälle.
    Mir erscheint das ganz und gar nicht esoterisch sondern logisch.
    Die Gier, Wachstum um jeden Preis - also auch um den Preis, dass etwas wächst und anschwillt, was nur ganz wenigen nutzt und vielen schadet, kann man durchaus als Krebsgeschwür bezeichnen.

    Was ist das Gegenteil von Gier:
    Die Zufriedenheit. Wer zufrieden ist, fühlt sich und ist gesund.
    Wer mit dem Notwendigen zufrieden ist, erreicht sein Ziel, die Zufriedenheit, schneller, als der der in 'viel haben' seine Zufriedenheit sucht.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nur weil sich gewisse Leute gewisse geistige Zusammenhänge nicht vorstellen können, heisst es nicht, dass diese nicht existieren.
    Woher kommt das, dass manche Leute sich geistige Zusammenhänge nicht vorstellen können:
    Wer nicht einmal glaubt, dass es etwas Geistiges gibt, sondern nur Materie, wie soll sojemand an Geistige Zusammenhänge glauben?!
    Sowas wie Nächstenliebe kann nur aus einer Geisteshaltung entstehen.
    Gier jedoch kann nur dem Meterialismus entspringen und niemals gestillt werden.
    Was aus Gier entsteht, ist sinnloses und grenzenloses Anwachsen und sich Anhäufen von Materie. Die Steigerung von 'viel haben wollen' ist 'mehr als der Andere haben wollen' = Kerbs im fortgeschrittenen Stadium.
    Was bringt es wem für einen Vorteil, wenn man selber mehr hat als der Andere?
    Einzig und allein die Befriedigung der eigenen Eitelkeit.

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wenn ein Ökonome nun wieder Wachstum um jeden Preis fordert und Wachstum als etwas per se Gutes darstellt, denke ich wirklich oft an Krebs.
    Dem ist nichts hinzu zu fügen.

  5. Inaktiver User

    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen

    Zitat Zitat von Streuner Beitrag anzeigen
    Und das ist das Schlimme daran.
    Gier ist eine Krankheit, keine Tugend.


    Mir erscheint das ganz und gar nicht esoterisch sondern logisch.
    Die Gier, Wachstum um jeden Preis - also auch um den Preis, dass etwas wächst und anschwillt, was nur ganz wenigen nutzt und vielen schadet, kann man durchaus als Krebsgeschwür bezeichnen.

    Was ist das Gegenteil von Gier:
    Die Zufriedenheit. Wer zufrieden ist, fühlt sich und ist gesund.
    Wer mit dem Notwendigen zufrieden ist, erreicht sein Ziel, die Zufriedenheit, schneller, als der der in 'viel haben' seine Zufriedenheit sucht.


    Woher kommt das, dass manche Leute sich geistige Zusammenhänge nicht vorstellen können:
    Wer nicht einmal glaubt, dass es etwas Geistiges gibt, sondern nur Materie, wie soll sojemand an Geistige Zusammenhänge glauben?!
    Sowas wie Nächstenliebe kann nur aus einer Geisteshaltung entstehen.
    Gier jedoch kann nur dem Meterialismus entspringen und niemals gestillt werden.
    Was aus Gier entsteht, ist sinnloses und grenzenloses Anwachsen und sich Anhäufen von Materie. Die Steigerung von 'viel haben wollen' ist 'mehr als der Andere haben wollen' = Kerbs im fortgeschrittenen Stadium.
    Was bringt es wem für einen Vorteil, wenn man selber mehr hat als der Andere?
    Einzig und allein die Befriedigung der eigenen Eitelkeit.


    Dem ist nichts hinzu zu fügen.
    Streuner, kennst du R. Dahlke? Ich habe mal ein Buch gelesen: "Woran krankt die Welt?" Er durchleuchtet ziemlich schonungslose den letzten Winkel der menschlichen Art.

    Und er zieht auch immer wieder diese Parallelen: Wie innen, so aussen. Wir wollen möglichst unbeschränktes Wachstum. Dies bekommen wir auch. Die Krebserkrankungen nehmen zu. Er bringt noch andere Beispiele, die mir aber nicht auf die Schnelle einfallen wollen.

    Und das mit dem Grundeinkommen ist auch so eine Sache: es gibt wirklich viele, die mental noch in den 60er Jahren stehen geblieben ist. Wer damals hierzulande keine zumindest bescheidene Stelle fand, war wirklich ein fauler Hund und wollte nicht arbeiten. Aber das gilt eben heute nicht mehr, unsere Lage ist eine ganz andere als damals. Aber trotzdem ist der Satz "Wer Arbeit will, findet auch was" noch in vielen Köpfen. Somit braucht es auch kein Grundeinkommen.

    Schon komisch eigentlich, denn ein Grundeinkommen bekäme ja jeder. Ich will also etwas nicht, damit ein anderer es auch nicht bekommt. Oder wie? Was würdest du arbeiten, wenn du ein Grundeinkommen bekämst? Würdest du auch die Strassen sauber halten? Oder an der Aldi-Kasse sitzen? Ich würde etwas mit Handwerk machen oder weiter meinen Job.

    Noch etwas: in einer kleinen benachbarten Stadt gibt es einen Strassenkehrer aus dem Süden. Er betrachtet es als ein Privileg, "seine" Stadt sauber halten zu dürfen und das macht er mit ganzem Einsatz. Dafür ist er mittlereile ebenso geschätzt wie bekannt und wo wurde schon ein Strassenkehrer interviewt und erst noch gefragt, welche Bücher er zur Zeit auf seinem Nachttisch liegen habe? Solche Geisteshaltungen gibt es auch.

  6. gesperrt

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    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen

    Zitat Zitat von frank60 Beitrag anzeigen
    Ob Gier eine Tugend ist, wage ich zu bezweifeln. Es ist eine Eigenschaft, wie die des Hasses, der Liebe, der Empathie.
    Ich wage es nicht zu bezweifeln, ich verneine es ohne Wenn und Aber.

    Zitat Zitat von frank60 Beitrag anzeigen
    Gier treibt an, auch das darf man bei dieser Diskussion nicht unterschlagen.
    Stimmt, Gier treibt an. Fragt sich nur, was sie antreibt.
    Bei Krebs nimmt man, soviel ich weiß, Wachstumshemmer.

    Zitat Zitat von frank60 Beitrag anzeigen
    Unseren Wohlstand verdanken wir zu einem nicht geringen Teil der Gier.
    Da muss ich Dir leider zustimmen.
    Ist doch beschämend, oder?
    Wenn man seinen Wohlstand der eigenen Gier zu verdanken hat.
    Die Gier hinterlässt immer Verlierer.
    In unserem Fall sind es die Länder in der sogenannten Dritten Welt.

    Wohlstand kann man aber auch erreichen, wenn man miteinander teilt.
    DANN könnte man stolz auf seinen Wohlstand sein und sich daran erfreuen.
    So aber muss ich immer daran denken, dass es mir (bitte nicht wieder zu persönlich auffassen! Ist global gemeint!) gut geht, weil es anderen schlecht geht.


    Zitat Zitat von frank60 Beitrag anzeigen
    Menschen die sich ständig selbst motivieren etwas Neues zu tun, sich und andere antreiben, dass die dafür den entsprechende Lohn nehmen ist selbstverständlich, ohne Belohnung wird es nichts, das liegt in unseren Genen.
    Sich selbst ständig motivieren etwas Neues zu tun und sich dazu antreiben, das kann sicher etwas Gutes sein. Und wenn er das nur tut, wenn er dafür seinen geforderten Lohn bekommt, ist das auch legitim.
    Aber andere dazu antreiben, das sollte man tunlichst unterlassen!
    Es gibt auch Menschen, die nicht dieses Bestreben haben, die mit dem Vorhandenen zufrieden sind, die zufrieden sind, wenn das Vorhandene erhalten bleibt.
    Es gibt auch Menschen, für die es eine Selbstverständlichkeit ist, dass sie für ihre Hilfeleistungen keinen Lohn nehmen.
    Die verdienen mindestens genausoviel Anerkennung wie die, die vorwärts streben.
    Es muss die vorwärtsstrebenden Menschen geben.
    Es muss aber auch die Menschen geben, die erhalten wollen.
    Und es muss auch die Menschen geben, die mit dem zufrieden sind, was sie vorfinden - ja, was andere ihnen vorgesetzt haben, was andere zu viel produziert haben.

    Kein Mensch kann leben, ohne dass ein anderer etwas für ihn getan hat.
    Wer nichts für einen anderen tut, der muss sich freilich mit dem zufrieden geben, was die Anderen ihm übrig lassen.
    Ist er und gibt er sich damit zufrieden, dann sollte man ihm auch seine Zufriedenheit lassen.

    Einschreiten darf man erst, wenn jemand nichts tun will aber trotzdem fordert und/oder sich nehmen will was er möchte.
    Das wäre dann Diebstahl.


    Zitat Zitat von frank60 Beitrag anzeigen
    Wären wir genügsam, dann würden wir noch im Wald wohnen, auf die Jagd gehen und eine Lebenserwartung von nicht mal 30 Jahren haben.
    Es gibt zwei verschiedene Möglichkeiten, wie ein Volk zu Wohlstand kommen kann:
    1. Jeder giert dem Meisten für sich hinterher.
    2. Jeder ist darauf bedacht, dass jeder genug hat.
    Welche ist nun die bessere Möglichkeit, um nicht mehr im Wald wohnen zu müssen...?

    Zitat Zitat von frank60 Beitrag anzeigen
    Sich in die warme Hütte setzen, satt zu essen zu haben und andere Annehmlichkeiten und gleichzeitig die den Fortschritt Antreibenden zu verteufeln, ist ungerecht.
    Ja, da hast Du Recht, das wäre ungerecht.

    Wie ich schon sagte, es muss die geben, die hinausgehen und den Fortschritt suchen,
    aber es muss auch die geben, die zu Hause in der Hütte das Feuer am lodern halten.
    Geändert von Streuner (25.02.2011 um 18:03 Uhr)

  7. gesperrt

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    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Was würdest du arbeiten, wenn du ein Grundeinkommen bekämst? Würdest du auch die Strassen sauber halten? Oder an der Aldi-Kasse sitzen? Ich würde etwas mit Handwerk machen oder weiter meinen Job.
    Als erstes würde ich das machen, was ich derzeit mache:
    Ich helfe meiner Tochter (12), dass sie die Prüfung schafft, damit sie im kommenden Schuljahr in die M-Klasse (Mittlere Reife) aufgenommen wird.
    Sie geht zweimal in der Woche in die Mittags- und Hausaufgabenbetreuung.
    Aber mit Schrecken habe ich festgestellt, dass dort zwar überwacht wird, ob sie die Hausaufgaben macht - und die macht sie auch feinsäuberlich.
    Aber vom Inhalt dessen was sie da schreibt, hat sie sogut wie keine Ahnung...

    Wenn das geschafft ist, würde ich fünf Häuser weiter bei der Frau läuten, der ich geholfen habe, eine Naturstein-Mauer zu errichten und sie fragen ob ich Ihren Garten fertig anlegen darf, der, wie ich gesehen habe, immer noch nicht fertig ist und zunehmend verwildert.
    Da es den Begriff "Schwarzarbeit" dann nicht mehr gäbe, hätte sie auch nicht mehr zu befürchten, deswegen von ihrer Nachbarschaft angeschwärzt zu werden.
    Mir einen Bruttolohn zu bezahlen, kann sie sich nicht leisten.
    Geändert von Streuner (25.02.2011 um 18:07 Uhr)

  8. Inaktiver User

    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen

    Zitat Zitat von Streuner Beitrag anzeigen
    Aber andere dazu antreiben, das sollte man tunlichst unterlassen!
    Dabei lässt Du aber vollkommen ausser Acht, Streuner, dass auch in jedem demokratischen Land, genau die Führungskräfte gewählt werden, die auch genau dazu in der Lage sind.

    Der Grossteil der Menschen braucht (und möchte!) jemanden (oder mehrere) der/die dazu in der Lage sind, anzustupsen und zu sagen: da gehts lang ... um ein Ziel zu erreichen.

    Und dafür ist auch der Grossteil der Menschen bereit zu akzeptieren, dass diese Führungskräfte sich die grösseren bis grössten Stücke des Kuchens nehmen.

  9. gesperrt

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    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen

    Zitat von Streuner
    Aber andere dazu antreiben, das sollte man tunlichst unterlassen!

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Dabei lässt Du aber vollkommen ausser Acht, Streuner, dass auch in jedem demokratischen Land, genau die Führungskräfte gewählt werden, die auch genau dazu in der Lage sind.


    Der Grossteil der Menschen braucht (und möchte!) jemanden (oder mehrere) der/die dazu in der Lage sind, anzustupsen und zu sagen: da gehts lang ... um ein Ziel zu erreichen.
    In jedem demokratischen Land sollte aber auch die Minderheit zu seinem Recht kommen können.

    Wenn der Chef eines Küchenmaschinenherstellers mich anstupst und fragt, ob ich mithelfen möchte, Küchenmaschinen herzustellen, dann finde ich das sehr freundlich von ihm.

    In einem demokratischen Land möchte ich dann aber auch die Möglichkeit haben, zu sagen, "Nein danke! Eine Küchenmaschine würde mir zwar die Arbeit, 20 Kartoffeln für meine Knödel zu reiben, verkürzen, wenn ich dafür aber 8 Stunden arbeiten muss, ist der Vorteil wieder dahin und meine Tochter schreibt weiterhin ihre Hausaufgaben, ohne dass sie weiß was sie da schreibt...

    Klar könnte ich mir dann eine Haushaltshilfe, einen Nachhilfelehrer, eine Putzfrau u.v.m. leisten. Ich würde all diese Jobs in meiner Wohnung aber lieber selber erledigen.

    Ich hab mir auch schon überlegt, ich könnte den Haushalt meiner Nachbarin führen.
    Von dem Geld das ich dabei verdiene, könnte ich meine Nachbarin bei mir zu Hause als Haushaltshilfe einstellen. Wir geben uns dann gegenseitig ein ganzes Jahr Urlaub, damit jeder für seine eigenen Kinder da sein kann



    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und dafür ist auch der Grossteil der Menschen bereit zu akzeptieren, dass diese Führungskräfte sich die grösseren bis grössten Stücke des Kuchens nehmen.
    Wenn eine Führungskraft das Hundertfache seines Untergebenen verdient,
    könnte man es geradenoch hinnehmen.
    Aber muss es das Tausendfache sein???
    Wer kann so viel leisten, dass er das Tausendfache von dem "verdient", was ein körperlich hart arbeitender Angestellter verdient?!

    Hat er die Welt gerettet?

  10. Inaktiver User

    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen

    Zitat Zitat von Streuner Beitrag anzeigen
    Als erstes würde ich das machen, was ich derzeit mache:
    Ich helfe meiner Tochter (12), dass sie die Prüfung schafft, damit sie im kommenden Schuljahr in die M-Klasse (Mittlere Reife) aufgenommen wird.
    Sie geht zweimal in der Woche in die Mittags- und Hausaufgabenbetreuung.
    Aber mit Schrecken habe ich festgestellt, dass dort zwar überwacht wird, ob sie die Hausaufgaben macht - und die macht sie auch feinsäuberlich.
    Aber vom Inhalt dessen was sie da schreibt, hat sie sogut wie keine Ahnung...

    Wenn das geschafft ist, würde ich fünf Häuser weiter bei der Frau läuten, der ich geholfen habe, eine Naturstein-Mauer zu errichten und sie fragen ob ich Ihren Garten fertig anlegen darf, der, wie ich gesehen habe, immer noch nicht fertig ist und zunehmend verwildert.
    Da es den Begriff "Schwarzarbeit" dann nicht mehr gäbe, hätte sie auch nicht mehr zu befürchten, deswegen von ihrer Nachbarschaft angeschwärzt zu werden.
    Mir einen Bruttolohn zu bezahlen, kann sie sich nicht leisten.

    Streuner, ich habe hier keine Freunde oder nicht nur, daher werde ich den Nick löschen lassen.

    Dir nur so viel: lass dich nicht unterkriegen. Ich bin auch überzeugt, dass das BGE eines Tages kommen wird. Oder dass sich sonst unser Wirtschaftssystem ändert. Ob wir das noch erleben, weiss ich nicht. Andererseits kann es auch sehr schnell gehen. Und wenn nicht, dann machen wir es wie die, die Bäume pflanzen: für die nächste Generation, weil auch schon die Generation vor uns Bäume gepflanzt hat, deren Früchte wir nun ernten dürfen.

    Ansonsten sprichst du leider ein grosse Wort gelassen aus. Siehe dein Post an Frank.

    Martin Gutjahr hat in der werbefreien (also niemandem verpflichteten) Zeitschrift des GGB Lahnstein (bei Interesse googeln) geschrieben (sinngemäss): "wir leben derzeit noch auf einer Wohlstandsinsel, wobei wir einen Grossenteil unseres Wohlstandes in den letzen 200 Jahren zusammengestohlen haben". Diesen Mann habe ich für seine offen Worte und seinen Mut sehr bewundert.

    Alles Gute.

    Arnica

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