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13.04.2010, 12:06
AW: Bedingungsloses Grundeinkommen
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13.04.2010, 15:22Inaktiver User
AW: Bedingungsloses Grundeinkommen
Wie bei vielen Dingen, die vordergründig eine politischen Entscheidung sind, wird eines (fast) vollkommen außer Acht gelassen: der menschliche Faktor.Ja! Auch hier habe ich keine Zweifel: wenn die Idee des Grundeinkommens stark genug ist, werden sie da sein!Zitat von Streuner Beitrag anzeigen
Was wir jetzt dringend brauchen, sind gute Mathematiker und Volkswirte, die das Ganze mal ernsthaft durchrechnen und konkrete Zahlen nennen können.
An den diversen Zuwendungen an Arbeitslose, Hilfsbedürftige, Kinder und Alte, hängt ein mächtiger Apparat von Beschäftigten, die bestimmt nicht wehrlos zusehen werden, wenn ihr Schreibtisch verschwindet, weil alles von einem aus geregelt werden kann.
Nicht zu sprechen von den Vorteilen, die die Furcht vor Arbeitsplatzverlust bei den noch Erwerbstätigen, so manchen Unternehmen, Aktionären, aber auch jenen, die selbst strampeln müssen, bringt.Geändert von Inaktiver User (13.04.2010 um 15:36 Uhr)
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13.04.2010, 17:51
AW: Bedingungsloses Grundeinkommen
Obwohl politische Entscheidungen von Menschen getroffen werden, gibt es Entscheidungen, die dem Menschen nicht dienlich sind - kaum zu fassen.
Wenn eine Politische Entscheidung nicht den Menschen dient, wem oder was dann?
Anstatt sich mit den Zuwendungen für die Hilfsbedürftigen zu beschäftigen, könnte man sich dann doch mit mehr Zuwendung
an die Mitmenschen allgemein mehr beschäftigen ... .
Ja, das ist EIN Aspekt, dass die Furcht vor Arbeitsplatzverlust den Unternehmern und Aktionären Vorteile bringt.
Aber Du hast es schon angeschnitten - auch die, die sich fürchten, profitieren von ihrer eigenen Furcht. Solange sie sich vor dem Verlust fürchten, klammern sie sich an das was sie verlieren könnten.
Aber was ist das denn, woran sich so jemand da klammert?
Angenommen, sämtliche Arbeit, bei der etwas produziert organisiert oder verteilt wird, wird wegen Automatisierung abgeschafft - ob man will oder nicht. Auch alle Maschinen, die dafür benötigt werden, werden von Maschinen hergestellt, welche wiederum von Maschinen hergestellt werden.
Maximal 1% der Menschheit wird noch benötigt, um das alles am Laufen zu halten.
Da sich alle Arbeit von selbst erledigt, sich alles was die Menschheit braucht, von selbst produziert fallen auch keine Arbeitskosten mehr an.
Somit gibt es für jeden Menschen alles umsonst.
Vor welcher großen Frage steht dann der Mensch?
Es ist die selbe Frage, vor der er sich schon seit Jahrtausenden flüchtet, indem er macht und tut und sich beschäftigt und in Arbeit stürzt und herstellt und bastelt und baut...: Wozu bin ich auf der Welt?
Ich hätte da schon eine Idee:
Also, erst mal wäre noch für einige Jahrhunderte Arbeit vorhanden, bis es mal so weit ist.
Was wir als allernächstes in Angriff nehmen müssen, ist die gerechte Verteilung von Wohlstand.
Sie erfordert enorm viele Arbeitskräfte, eine gute Logistik und vor allem gute Ideen und noch besseren Willen.
Es wird auch unsere Aufgabe sein, die wachsende Bevölkerung auf der Erde auf friedliche Weise gleichmäßiger zu verteilen.
Es ist derzeit auf der Welt so viel Nahrungsmittelkapazität vorhanden, dass es für die doppelte Weltbevölkerung reichen würde, die es im Moment gibt.
Solange es Menschen gibt, die zu faul sind, eine Arbeit zu erledigen, werden sie versuchen, Maschinen zu entwickeln, die ihnen die Arbeit abnimmt. Wenn wir jetzt die Automatisierung künstlich bremsen, nur, um Beschäftigung zu erhalten, dann werden uns künftige Generationen auslachen und dann ihrerseits die Automatisierung vorantreiben.
Wenn die Erde eines Tages komplett unser Untertan ist, wir diese Aufgabe also erledigt haben, was kommt dann als nächstes? Was ist DANN unsere Aufgabe? Womit sollen wir uns dann beschäftigen?
Das sollten wir uns rechtzeitig überlegen.
Damit unsere Nachkommen eines Tages gerne auf ihre Heimat 'Erde' zurück schauen.
*klick*
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13.04.2010, 18:11
AW: Bedingungsloses Grundeinkommen
Ich käme zur Not auch ohne Arbeit klar. Es gibt ja genügend Dinge die man statt dessen machen könnte. Ob die eigentliche Erfüllung die Arbeit ist? Da wäre ich mir mal nicht so sicher.
Soziale Kompetenz, die an den Schulen vermittelt werden soll, kann dann ja die Kasse voll machen für die BGE Bezieher!
Wenn Streuner für mein BGE sorgen würde, gäbe es für mich doch wirklich keinen Grund mehr morgens um 6:00 Uhr aufzustehen.
Jeder soll einfach bedingungslos abkassieren wie das Wort schon sagt; erst dann haben wir die totale Gerechtigkeit!
Es widerstrebt meinen Gerechtigkeits Sinn, Menschen davon auszunehmen.
Wenn einer nicht arbeiten will, No Problem, wir haben ja das BGE.
gruss, Jack
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13.04.2010, 18:25Inaktiver User
AW: Bedingungsloses Grundeinkommen
Unterschätzen Sie mal nicht die seit Dekaden andauernde Erziehung zum homo consumens und den Wettbewerb der Individuen untereinander. Schöner, mehr PS, größere Potenz usw - Statussysmbole eben.
Der Witz ist ja, die Automatisierung weiter auszureizen - wegen des "Wettbewerbs". Gleichzeitig wird auf unangenehme Weise nun registriert, was der gute Henry Ford schon wußte: Autos kaufen keine Autos und daß das Leben trotz der Errungenschaften keineswegs mehr Spaß machen muß - von der Freizeit ganz abgesehen. Mich wundert schon die Betonköpfigkeit, mit der gewisse Erkenntnisse dennoch hartnäckig weggeleugnet werden. Dieses Gerenne im Rad, immer schneller, immer beknackter, kommt mir vor wie bei Hamsters, die es irgendwann auf die Schnauze bröselt. Sollte der Mensch am Ende den Verstand eines Hamsters haben?Solange es Menschen gibt, die zu faul sind, eine Arbeit zu erledigen, werden sie versuchen, Maschinen zu entwickeln, die ihnen die Arbeit abnimmt. Wenn wir jetzt die Automatisierung künstlich bremsen, nur, um Beschäftigung zu erhalten, dann werden uns künftige Generationen auslachen und dann ihrerseits die Automatisierung vorantreiben.
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13.04.2010, 18:36
AW: Bedingungsloses Grundeinkommen
Genau richtig erkannt!
Wer nicht arbeiten will, hat weniger als der, der arbeiten will.
Und noch ein Beitrag zur Gerechtigkeit:
Die einen, die derzeit fast die ganze Arbeit allein erledigen, würden dann nur noch halb so viel arbeiten, und für andere, die jetzt gar keine Arbeit haben, würde sich jede Stunde lohnen, die sie von der freigewordenen Arbeit übernehmen.
Dem Arbeitgeber kann es egal sein, wieviele Menschen sich seine Arbeit teilen. Denn Lohnnebenkosten gibt es dann ja nicht.Geändert von Streuner (13.04.2010 um 23:44 Uhr)
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13.04.2010, 18:41
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13.04.2010, 22:02
AW: Bedingungsloses Grundeinkommen
Gerade kürzlich habe ich von einer neuen Doktorarbeit zum Thema Grundeinkommen in der Schweiz erfahren - das Buch aber selbst nicht gelesen.
Nun vermute ich aber, dass es sich auch noch nicht ausreichen mit Finanzierungsmodellen befasst, hier der Link dazu: INITIATIVE GRUNDEINKOMMEN: Doktorarbeit von Eric Patry
Leider ist es auch sehr teuer - vielleicht erhalte ich es irgendwann später gebraucht...************************
Ein Gespräch setzt voraus, dass der andere recht haben könnte. Jürgen Habermas
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13.04.2010, 22:19
AW: Bedingungsloses Grundeinkommen
Diese Situation haben wir doch heute schon, wo die Angst, seinen Arbeitsplatz zu verlieren dazu führt, dass die Menschen in den Betrieben fast alles mit sich machen lassen.
Ich denke, die Forderung nach einem "Recht auf Arbeit" sollte der Forderung nach einem "Recht auf Einkommen" weichen - auch deshalb, weil es durch die Computerisierung und Automatisierung immer weniger Erwerbsarbeitsplätze im herkömmliche Sinne geben wird.
Diejenigen, die durch einen Systemwechsel wirklich arbeitslos werden sollten, werden sich mit ihren Fähigkeiten sicher irgendwo anders einsetzen können. Und dieses nicht, weil sie müssen, sondern weil sie das wollen...************************
Ein Gespräch setzt voraus, dass der andere recht haben könnte. Jürgen Habermas
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13.04.2010, 22:26
AW: Bedingungsloses Grundeinkommen
Ich wäre schon froh, wenn die heutige Generation etwas mehr "ge-erdet" wäre und sich nicht in phantasievollen Idealen verlieren würde.
BGE hin oder her - es muss eine realistische Basis haben und nicht zu Lasten einiger weniger gehen.
Träumereien, Idealismus und weiße Wattewölkchen bringen uns nicht weiter.
Ich möchte nicht für den (beispielhaften) Liegestuhl von Jack-London arbeiten müssen. Ansonsten gönne ich ihm diesen gern.
Bleiben Sie gesund und bleiben Sie bei Trost. (Lisa Feller)




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