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  1. Inaktiver User

    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen

    Zitat Zitat von Streuner Beitrag anzeigen
    EsWie man dem möglichen Missbrauch durch Zuwanderung wegen Bürgergeldes begegnen könnte, ja, da gebe ich Dir Recht, darüber muss noch nachgedacht werden.

    Eine Möglichkeit, wie man ihn zumindest eindämmen könnte, wäre, dass man das BGE Europa-weit einführt.
    Ich meine mich erinnern zu können, dass es noch ein paar Länder außerhaöb Europas gibt. Ist aber nur so eine vage Erinnerung.

    Zitat Zitat von Streuner Beitrag anzeigen
    Eine andere Möglichkeit:
    Wer in ein Land einwandern will, in dem es das BGE gibt, muss eine bestimmte Höhe an Kapital mitbringen und/oder hat Anspruch auf das BGE erst nach einer bestimmten Zeit, in der er in dem jeweiligen Land erwerbstätig war.

    Man könnte auch sagen, wer das nötige Kapital, um einwandern zu dürfen, nicht aufbringen kann, kann den Anspruch auf das BGE durch Erwerbstätigkeit in einer bestimmten Anzahl von Jahren erwerben.
    Das würde jedenfalls schlagartig das Thema Wirtschafts- oder Politikflüchtlinge beenden - und es gäbe auch keine ertrunkenen oder geretteten boat-people mehr.


    Zitat Zitat von Streuner Beitrag anzeigen
    Wie man dem möglichen Missbrauch durch Zuwanderung wegen Bürgergeldes begegnen könnte, ja, da gebe ich Dir Recht, darüber muss noch nachgedacht werden.
    Ich befürchte, es muss noch über deutlich mehr nachgedacht werden. Aber dafür gibt es ja diesen Strang.

  2. Inaktiver User

    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen

    Zitat Zitat von Streuner Beitrag anzeigen
    Einen demokratischen Sozialismus hat es noch nie wirklich gegeben.
    Wir sollten ihn versuchen.
    Ich bleibe noch immer bei sozialer Marktwirtschsaft ... nicht Sozialismus!
    Nur muss die, bezogen auf die jeweiligen nationalen Standards eben angepasst werden.
    Während es in Entwicklungs- und Schwellenländern immer noch möglich ist, innerhalb einer Marktwirtschaft auch mit "einfachen" Tätigkeiten den Lebensunterhalt zu bestreiten, sind wirtschaftlich weiter entwickelte Länder inzwischen durch nahezu völlige Automatisierung absolut im Informationszeitalter angekommen, in dem man Menschen, die, wie schon gesagt, aus unterschiedlichen Gründen dem nicht Schritt halten konnten, eben einfach mitnehmen muss ... zumindest mir befiehlt dies einfach die Menschlichkeit.

    Wenn ich die Möglichkeit besitze, innerhalb dieser schnelllebigen Gesellschaften mir aus eigener Kraft meinen (höheren) Status zu erarbeiten, dann betrachte ich diese Möglichkeit erstmal als Privileg (auch wenns "nur" in einer angeborenen hohen Intelligenz begründet ist ... es bleibt ein Privileg) und bestenfalls sekundär als Verdienst.

    Denn gerade in Deutschland sind Möglichkeiten oftmals der sozialen Herkunft gut- oder schlechtzuschreiben ... und ich warne davor, PISA (nur weils nicht ins eigene Argumentationsgefüge passt) ins Reich der Ammenmärchen zu schieben.

    Natürlich gibt es auch Ausnahmen ... aber es ist dringendst notwendig, ausschliesslich die Regel zu betrachten ... und die Regel in Deutschland ist inzwischen: wer von einer hinteren Position aus starten muss, schafft es in den seltensten Fällen nach vorn ... meist hapert es inzwischen nämlich an Kapital.

    Ich frage mich zum Beispiel u.a. ob viele (auch in diesen Foren) die im Internet auf dicke Hose machen (aufgrund ihrer Ausbildung) diese ebenfalls markieren könnten, hätten sie zusätzlich zu den Lebenshaltungskosten, auch noch die Studiengebühren nebenbei erarbeiten müssen ... ich behaupte jetzt mal frech: gäbe es Studiengebühren schon länger, gäbe es auch locker 25 - wenn nicht sogar 35 % weniger Akademiker in Deutschland.

    Daran sind aber nicht nur die Schüler selber schuld, sondern eben ein vollkommen marodes und absolut nicht zeitgemässes Bildungssystem. Und nur die, die sich vom alten System unbedingte Vorteile erhoffen, halten mit Klauen daran fest ... das sind die, die es sich selbst, und vollkommen sich auch für ihre eigenen Kinder noch werden leisten können, weilm das Vermögen dazu eben schon vorhanden ist und war.

    Ergo ... Chancen in erster Linie aufgrund von Herkunft ... nicht aufgrund eigener Leistung ... zumindest derzeit nicht.
    Geändert von Inaktiver User (01.04.2010 um 01:13 Uhr)

  3. gesperrt

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    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen

    Wie würden ausländische Investoren darauf reagieren?

    Sie würden sehen:
    Aha, da muss man keinerlei Steuern und Sozialabgaben zahlen...
    Die Arbeitskräfte würden knapp. Sie könnten den Arbeitern höhere Nettolöhne zahlen und trotzdem müssten sie immer noch weniger zahlen als bisher.

    Die Menschen würden sich Dinge kaufen, von denen sie bisher nur träumten. Denn jeden Euro, den sie zum BGE dazu verdienen, dürfen sie behalten.

    Wichtig dabei wäre, dass lebensnotwendige Güter wie Wasser, Energie und normale Kleidung minderbesteuert werden müssten, damit aus der vermeintlichen gewonnenen Freiheit keine Mogelpackung wird.
    Anstatt die Landwirtschaft zu subventionieren, sollten für zumindest Grundnahrungsmittel gar keine Steuern erhoben werden.

    Um zu garantieren, dass diese Güter für jedermann erschwinglich bleiben, wäre eine Verstaatlichung von Wasser, Energie, Gesundheitswesen, Pharmaindustrie und Banken eine wichtige Voraussetzung.

  4. Inaktiver User

    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen

    Zitat Zitat von Streuner Beitrag anzeigen
    Um zu garantieren, dass diese Güter für jedermann erschwinglich bleiben, wäre eine Verstaatlichung von Wasser, Energie, Gesundheitswesen, Pharmaindustrie und Banken eine wichtige Voraussetzung.
    DDR - UDSSR usw.

  5. gesperrt

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    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    DDR - UDSSR usw.
    Nein nein, ich meine schon die BRD.
    So, wie es sie und ein anderes Land noch nie gegeben hat.
    Noch lieber wäre mir die EU.
    Und sollte es Schule machen, auch Amerika, und die ganze Welt

    Globalisierung ist nichts Gutes und nichts Schlechtes.
    Sie ist das, was die Menschen aus Ihr machen.

  6. Inaktiver User

    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    DDR - UDSSR usw.
    Nabend! Aha wird wieder der Marxistenkastenteufel beschworen, wie immer ohne nachzudenken. Lassen Sie doch mal diesen Quatsch und erklären Sie nachvollziehbar, was schlecht sein soll, wenn Dinge die zur Grundsicherung gehören wie Energie, Nahrung, Medizin nicht explizit der "Marktwirtschaft" überlassen wird. Die ist eindeutig nach Gewinnabsichten ausgerichtet und wir erleben tagtäglich unbestritten und unwiderlegbar, wie da abgezockt wird. Sei es Strom, Pharmazie oder sonst etwas.

  7. Inaktiver User

    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen

    Zitat Zitat von Wolfgang60
    zum Punkt Psychologie: Es gibt Überlegungen, ob das GE den Menschen die Hemmschwelle nimmt, sich eine Arbeit zu suchen: Wenn z.B. jemand heute einen Job angeboten bekommt, der niedriger entlohnt wird ist als Hartz4, wird er kein Interesse haben, dieses Angebot anzunehmen, da sich seine Verhältnisse nicht sonderlich verbessern. Hat er aber ein GE, wird auch ein gering bezahlter Job zu einer Verbesserung seiner Situation führen, und er wird mit einer höheren Wahrscheinlichkeit den Job annehmen.
    Wolfgang, Sie wissen doch ganz genau, daß, sobald Arbeitgeber wissen, daß das Überleben der Menschen irgendwie "gesichert" ist, sie alles daran setzen werden, so wenig Lohn wie möglich zu bezahlen. Da wird keine Läuterung statt finden zur Situation, die wir jetzt haben. Der Großteil wird erst auf die harte Tour lernen müssen, daß sie es mit dem "Chinesen", der "Wettbewerbsfähigkeit" und dem eigenen Vorteil massiv übertrieben haben. Noch dazu, wo die Politik wiederum derart von Lobbykratie durchseucht ist mit all den Nebenposten und Aussichten, in der Industrie oder sonstwo unterkommen zu können - dieses Geflecht ist nicht aufzubrechen. Drittens wird der Würgegriff des Finanzwesens, die Staatsverschuldung und all das doch immer brutaler - da ist nichts mehr zu machen. "Witzigerweise" auch deshalb, weil die "Vermögen" der Bürger mit drin stecken, das Ganze noch anfachen und so wiederum die Unternehmerseite in die Knie zwingen. Es ist ein perfider Teufelskreis, wo die meisten Getriebene sind. Ich glaube nicht, daß in D noch irgend etwas aufgrund von Logik, Überlegung und Einsicht entschieden werden kann - sofern überhaupt Interesse an einer geordneten Abwicklung besteht.

  8. gesperrt

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    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen

    Zitat Zitat von Streuner Beitrag anzeigen
    Es gibt Überlegungen, wonach Konsumgüter besteuert werden sollen, aber auch Dinstleistungen.
    Ich wäre dafür, dass der Einfachheit halber ausschließlich Konsumgüter besteuert werden sollen. Eben mit einer Konsumsteuer. Die gesamten Einnahmen aus der Konsumsteuer fließen in eine einzige Staatskasse. Aus dieser Staatskasse werden alle anfallenden Staatsausgaben finanziert. Das spart vor allem auch enormen Verwaltungsaufwand und V-kosten durch wegfallende oder zumindest sich verkleinernde Ministerien. Ministerien für die verschiedenen Bereiche würden dann "nur" noch gebraucht, um sich um die organisatorischen Belange zu kümmern. Für welche Vorhaben wieviel Geld ausgegeben werden soll, darüber soll der Bundesrechnungshof - dieser derzeit zahnlose Tiger - nach vorheriger, nicht nachträglicher - wenn es schon zu spät ist - Überprüfung wachen und mitentscheiden.

    Wie man dem möglichen Missbrauch durch Zuwanderung wegen Bürgergeldes begegnen könnte, ja, da gebe ich Dir Recht, darüber muss noch nachgedacht werden.

    Eine Möglichkeit, wie man ihn zumindest eindämmen könnte, wäre, dass man das BGE Europa-weit einführt.

    Eine andere Möglichkeit:
    Wer in ein Land einwandern will, in dem es das BGE gibt, muss eine bestimmte Höhe an Kapital mitbringen und/oder hat Anspruch auf das BGE erst nach einer bestimmten Zeit, in der er in dem jeweiligen Land erwerbstätig war.

    Man könnte auch sagen, wer das nötige Kapital, um einwandern zu dürfen, nicht aufbringen kann, kann den Anspruch auf das BGE durch Erwerbstätigkeit in einer bestimmten Anzahl von Jahren erwerben.
    Hab noch was wichtiges vergessen.

    Um zu verhindern, dass sich um den großen Staatstopf wieder nur die Wirtschaftsbosse ranken wie die Aasgeier und/oder sich in den Bundesrechnungshof - oder wer immer über die Vergabe von Geldern zu bestimmen hat - einschleichen, ist mehr Mitbestimmung der Bürger in der Politik durch Bürgerentscheide unerlässlich.

    Was von Bürgervertretern, wie unseren Politikern, zu halten ist, dürften wir inzwischen gelernt haben.

    Bürgerentscheide mögen vielleicht langwierig sein.
    Aber die Realität zwingt uns dazu.

  9. gesperrt

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    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen


    Ich befürchte, es muss noch über deutlich mehr nachgedacht werden. Aber dafür gibt es ja diesen Strang.
    Endlich sind wir uns mal einig

  10. User Info Menu

    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ok, ich frage Frank60, ob er für mich arbeitet.

    Ich setze mich dann mit ner Pulle Schampus neben Dich. Dann brauchen wir nur noch eine sinnvolle Beschäftigung zur Wahrung unserer bürgerlichen Freiheit.

    Hättest Du da mal ´ne Idee?
    Offensichtlich schmeckt dir der Schampus auch, wenn ich nicht für dich arbeite.

    Für diese abenteuerliche Idee braucht’s mindestens 2,0 Promille.

    Bedingungsloses Grundeinkommen, über die Wortschöpfung an sich könnte ich schon vor Lachen umfallen.

    Diejenigen die am lautesten dach schreien sind in der Regel die, die den derzeitig Wertschöpfenden Bedingungen aufbürden, um ein auskömmliches Leben nach ihren eigenen Vorstellungen führen zu können.

    Womit wird denn der AG als erstes vom AN erpresst, wenn ihm irgendwas nicht in den Kram passt?
    Mit dem Fernbleiben vom Arbeitsplatz, egal wie er es anstellt.
    Ein anderes Druckmittel hat er nicht. Und wie soll jetzt der AG Leistungsdruck ausüben?
    Oder wird die Arbeit plötzlich aus Lust und Freude verrichtet?
    Erstaunlich mit welchen unsinnigen Gedanken manche ihre Zeit vergeuden

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