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    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    A) mir wäre das Grundeinkommen zu wenig und ich würde auf jeden fall noch arbeiten. Dass niemand mehr arbeiten würde, kann ich mir niemals vorstellen.

    b) wir sind noch so aufgewachsen, dass Leistunge für Gegenleitung nötig ist. Aber eine künftige Generation wird ganz anders aufwachsen. Abgesehen davon: viele Sachen sind kostenlos, das Sonnenlicht, der Regen (ich warte auf den Tag, an dem das Sonnenlich privatisiert und kostenpflichtig wird), die Atemluft, der Gang durch den Wald... theoretisch kann man auch sagen, dass jeder ein einfaches Dach über dem Kopf und Grundnahrungsmittel bekommt.
    Vielleicht kommt auch mal der Tag, wo man für Trinkwasser bezahlen muss.

    Oder ist es schon so weit? *klick*

  2. Inaktiver User

    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen

    Zitat Zitat von Streuner Beitrag anzeigen
    Vielleicht kommt auch mal der Tag, wo man für Trinkwasser bezahlen muss.

    Oder ist es schon so weit? *klick*
    Ja Streuner. Schon seit dem es Kanalisation gibt. Was meinst du denn wofür die Stadtwerke von dir Wassergeld bekommen ?
    Du bezahlst sogar Abwassergebühren.

  3. gesperrt

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    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Darf ich mal fragen, wie viele Mittelständler du kennst, dass du das Denken der Meisten beurteilen kannst?

    Ich helfe Dir: 2008 gab es in Deutschland mehr als 3,5 Mio kleine und mittelständische Unternehmen. Wenn du die meisten kennst, sollte deine Zahl mal mindestens 2 Mio betragen.
    Man hört so einiges.

    Und wenn man mit offenen Sinnen durch die Welt geht, kann man sehrwohl einordnen, aus welcher Richtung am häufigsten diese oder jene Stimmen zu vernehmen sind - in den Medien aber auch im privaten Umfeld.
    Deine Polemik führt hier also zu keinem Erfolg.

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    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen

    Ich denke beim Lesen an Sozialismus. Das macht mir Angst.

    Die Geschichte zeigt doch, dass das nicht funktionieren kann. Schon Kalle Marx hatte seine Ideen - theoretisch alles super - nur nicht umsetzbar. Die leidvollen Erfahrungen sind noch sehr präsent.....
    "Neid ist die Religion der Mittelmäßigen..... Selig der, den die Idioten anbellen, denn seine Seele wird ihnen nie gehören. (C.R. Zafón)

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    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen

    Bei der Diskussion um das Grundeinkommen muss man viele Punkte beachten:
    1. Auswirkungen des Grundeinkommens bei Sozialfällen, Hartz4-Empfängern...
    2. Auswirkungen des Grundeinkommens bei der arbeitenden Bevölkerung
    3. Auswirkungen des Grundeinkommens be Rentnern, Pensionären
    4. Missbrauch (auch durch Zuwanderer wg. des Bürgergeldes)
    5. Wechselwirkungen, Psychologie etc.

    ich möchte nur auf die ersten beiden Punkte eingehen, dann noch ein klein wenig zur Psychologie:

    zu 1. GE (Grundeinkommen) bei Sozialfällen, Hartz4 etc:
    Auch ohne GE zahlt der Staat: Über Hartz4 und andere Wege, die ich gar nicht alle kenne und daher auch nicht aufzähle. Ob nun der Staat für jemanden Hartz4 zahlt, oder den gleichen Betrag als GE auszahlt, ändert nichts daran, dass es zu Geldtransfers kommt. Ein Wechsel vom jetzigen System zu einem GE kann einigermaßen aufkommens- und ausgabeneutral stattfinden.

    zu 2: Ein Arbeiter erhält dann GE und zusätzlich seinen Lohn. Hier steht zuerst mal nominell mehr zur Verfügung: Um Verzerrungen zu vermeiden, müsste durch entsprechende Maßnahmen wieder Geld abgeschöpft werden. Möglich wäre dies über Einkommensteuer, Mehrwertsteuer oder andere Steuern. Grundsätzlich bestände die Möglichkeit dazu.

    zum Punkt Psychologie: Es gibt Überlegungen, ob das GE den Menschen die Hemmschwelle nimmt, sich eine Arbeit zu suchen: Wenn z.B. jemand heute einen Job angeboten bekommt, der niedriger entlohnt wird ist als Hartz4, wird er kein Interesse haben, dieses Angebot anzunehmen, da sich seine Verhältnisse nicht sonderlich verbessern. Hat er aber ein GE, wird auch ein gering bezahlter Job zu einer Verbesserung seiner Situation führen, und er wird mit einer höheren Wahrscheinlichkeit den Job annehmen.

    Für mich ist das GE bestimmt eine überlegenswerte Alternative.
    Ich bin, also denke ich

  6. Inaktiver User

    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen

    Zitat Zitat von Streuner Beitrag anzeigen
    Man hört so einiges.

    Und wenn man mit offenen Sinnen durch die Welt geht, kann man sehrwohl einordnen, aus welcher Richtung am häufigsten diese oder jene Stimmen zu vernehmen sind - in den Medien aber auch im privaten Umfeld.
    Deine Polemik führt hier also zu keinem Erfolg.
    Wie kommst du darauf, dass klare Fakten Polemik sein sollen?

    Ich wehre mich nur gegen diese Verallgemeinerungen. Es sind nicht alle Kirchenmänner potenzielle Kinderschänder, nicht alle Hartz4ler faul und nicht alle Mittelständler verachtenswerte Ausbeuter. Ich halte es für dumm und agigatorisch, wenn man aus öffentlich gewordenen Einzelfällen, Schlüsse für alles zieht - besonders, wenn es sich um Menschen handeln, die jeder für sich ein beachtenswertes Individuum sind.

    Und wer hier eine Meinung über die meisten Mittelständler abgibt, sollte schon mehr von ihnen wissen, als in ein paar Zeitungen steht und mehr als 10 von den 3,5 Millionen auch kennen. Ich kenne nicht die meisten Mittelständler, sondern nur meine kleine Welt - und die tickt deutlich anders als hier beschrieben. Aber vielleicht gehöre ich ja zu der gloreichen Ausnahme.

  7. gesperrt

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    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wir bauen eine Mauer um Deutschland und lassen niemand und nichts mehr rein, es sei denn sie zahlen. Deutschland ist sooooooo groß und sooooo wichtig, dass das die Chinesen bestimmt ungeheuer beeindruckt.

    Oder sollten wir eine Aktion "China, nein danke" starten? Jeder Deutsche, der dann in seinem Eigentum/Besitz ein Teil "Made in China" besitzt, muss eine Strafsteuer zahlen. Von dieser Strafsteuer können wir dann locker die Selbstverwirklicher der bürgerlichen Freiheit bezahlen.

    Und das machen wir dann mit allen anderen (süd/ost-) asiatischen, afrikanischen, südamerikanischen, osteuropäischen Ländern auch so. Wer billiger als Deutschland produziert, darf zu uns nicht mehr rein.
    In China wachsen die Bäume auch nicht in den Himmel...

  8. gesperrt

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    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ja Streuner. Schon seit dem es Kanalisation gibt. Was meinst du denn wofür die Stadtwerke von dir Wassergeld bekommen ?
    Du bezahlst sogar Abwassergebühren.
    Aber, dass ich um Erlaubnis fragen muss, ob ich mein eigenes Brunnenwasser trinken oder sonst wie nutzen darf - ja, ob ich Regenwasser zum Garten gießen auffangen darf, das geht zu weit.

    Es hat eh nicht jeder die Möglichkeit, dies zu tun.
    Aber wer die Möglichkeit hat, sollte dies tun dürfen.

    Wenn ich daran denke, dass die Wasserwerke auch noch privatisiert werden sollen (oder sind die es schon?), dann kommt mir das Grausen.

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    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen

    Zitat Zitat von Raphaela-X Beitrag anzeigen
    Ich denke beim Lesen an Sozialismus. Das macht mir Angst.

    Die Geschichte zeigt doch, dass das nicht funktionieren kann. Schon Kalle Marx hatte seine Ideen - theoretisch alles super - nur nicht umsetzbar. Die leidvollen Erfahrungen sind noch sehr präsent.....
    Einen demokratischen Sozialismus hat es noch nie wirklich gegeben.
    Wir sollten ihn versuchen.
    So jedenfalls geht es nicht mehr lange gut.

  10. gesperrt

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    AW: Bedingungsloses Grundeinkommen

    Zitat Zitat von Wolfgang60 Beitrag anzeigen
    Bei der Diskussion um das Grundeinkommen muss man viele Punkte beachten:
    1. Auswirkungen des Grundeinkommens bei Sozialfällen, Hartz4-Empfängern...
    2. Auswirkungen des Grundeinkommens bei der arbeitenden Bevölkerung
    3. Auswirkungen des Grundeinkommens be Rentnern, Pensionären
    4. Missbrauch (auch durch Zuwanderer wg. des Bürgergeldes)
    5. Wechselwirkungen, Psychologie etc.

    ich möchte nur auf die ersten beiden Punkte eingehen, dann noch ein klein wenig zur Psychologie:

    zu 1. GE (Grundeinkommen) bei Sozialfällen, Hartz4 etc:
    Auch ohne GE zahlt der Staat: Über Hartz4 und andere Wege, die ich gar nicht alle kenne und daher auch nicht aufzähle. Ob nun der Staat für jemanden Hartz4 zahlt, oder den gleichen Betrag als GE auszahlt, ändert nichts daran, dass es zu Geldtransfers kommt. Ein Wechsel vom jetzigen System zu einem GE kann einigermaßen aufkommens- und ausgabeneutral stattfinden.

    zu 2: Ein Arbeiter erhält dann GE und zusätzlich seinen Lohn. Hier steht zuerst mal nominell mehr zur Verfügung: Um Verzerrungen zu vermeiden, müsste durch entsprechende Maßnahmen wieder Geld abgeschöpft werden. Möglich wäre dies über Einkommensteuer, Mehrwertsteuer oder andere Steuern. Grundsätzlich bestände die Möglichkeit dazu.

    zum Punkt Psychologie: Es gibt Überlegungen, ob das GE den Menschen die Hemmschwelle nimmt, sich eine Arbeit zu suchen: Wenn z.B. jemand heute einen Job angeboten bekommt, der niedriger entlohnt wird ist als Hartz4, wird er kein Interesse haben, dieses Angebot anzunehmen, da sich seine Verhältnisse nicht sonderlich verbessern. Hat er aber ein GE, wird auch ein gering bezahlter Job zu einer Verbesserung seiner Situation führen, und er wird mit einer höheren Wahrscheinlichkeit den Job annehmen.

    Für mich ist das GE bestimmt eine überlegenswerte Alternative.
    Es gibt Überlegungen, wonach Konsumgüter besteuert werden sollen, aber auch Dinstleistungen.
    Ich wäre dafür, dass der Einfachheit halber ausschließlich Konsumgüter besteuert werden sollen. Eben mit einer Konsumsteuer. Die gesamten Einnahmen aus der Konsumsteuer fließen in eine einzige Staatskasse. Aus dieser Staatskasse werden alle anfallenden Staatsausgaben finanziert. Das spart vor allem auch enormen Verwaltungsaufwand und V-kosten durch wegfallende oder zumindest sich verkleinernde Ministerien. Ministerien für die verschiedenen Bereiche würden dann "nur" noch gebraucht, um sich um die organisatorischen Belange zu kümmern. Für welche Vorhaben wieviel Geld ausgegeben werden soll, darüber soll der Bundesrechnungshof - dieser derzeit zahnlose Tiger - nach vorheriger, nicht nachträglicher - wenn es schon zu spät ist - Überprüfung wachen und mitentscheiden.

    Wie man dem möglichen Missbrauch durch Zuwanderung wegen Bürgergeldes begegnen könnte, ja, da gebe ich Dir Recht, darüber muss noch nachgedacht werden.

    Eine Möglichkeit, wie man ihn zumindest eindämmen könnte, wäre, dass man das BGE Europa-weit einführt.

    Eine andere Möglichkeit:
    Wer in ein Land einwandern will, in dem es das BGE gibt, muss eine bestimmte Höhe an Kapital mitbringen und/oder hat Anspruch auf das BGE erst nach einer bestimmten Zeit, in der er in dem jeweiligen Land erwerbstätig war.

    Man könnte auch sagen, wer das nötige Kapital, um einwandern zu dürfen, nicht aufbringen kann, kann den Anspruch auf das BGE durch Erwerbstätigkeit in einer bestimmten Anzahl von Jahren erwerben.

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