Darf ich mal fragen, wie viele Mittelständler du kennst, dass du das Denken der Meisten beurteilen kannst?
Ich helfe Dir: 2008 gab es in Deutschland mehr als 3,5 Mio kleine und mittelständische Unternehmen. Wenn du die meisten kennst, sollte deine Zahl mal mindestens 2 Mio betragen.
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31.03.2010, 15:48Inaktiver User
AW: Bedingungsloses Grundeinkommen
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31.03.2010, 15:59Inaktiver User
AW: Bedingungsloses Grundeinkommen
Also so ein Käse. Glaubt ihr wirklich, dass irgendein deutscher Unternehmer noch irgendwelche Preise bestimmen kann. Für jedes deutsche Unternehmen, dass die Grätsche macht, stehen 100 chinesische auf der Matte und übernehmen für die Hälfte. Das ist keine Frage der Politik von deutschen Eliten oder Oberen, sondern schlicht und einfach der Weltwirtschaftspolitik.
Wir sind nicht mehr der Nabel der Welt. Aber das scheint aus den Unternehmern, nennt sie meinetwegen Elite und Obere, nach wie vor kaum einer zu erkennen. Geit ist geil wurde laut genug geschrieen, aber da kann ein Land, dessen Hartz4 Bezieher immer noch das zigfache von Arbeitnehmern, die 60 Stunden arbeiten, bekommen, leider nicht mehr mithalten. Solange den 82 Millionen Deutschen 1,3 Milliarden Chinesen gegenüber stehen, stellt sich die Frage nicht, wer die Preise diktiert.
Und China ist ja nur ein Land von vielen anderen, in denen auch preiswerter als in Deutschland produziert wird.
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31.03.2010, 16:07Inaktiver User
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31.03.2010, 16:50Inaktiver User
AW: Bedingungsloses Grundeinkommen
Wir bauen eine Mauer um Deutschland und lassen niemand und nichts mehr rein, es sei denn sie zahlen. Deutschland ist sooooooo groß und sooooo wichtig, dass das die Chinesen bestimmt ungeheuer beeindruckt.
Oder sollten wir eine Aktion "China, nein danke" starten? Jeder Deutsche, der dann in seinem Eigentum/Besitz ein Teil "Made in China" besitzt, muss eine Strafsteuer zahlen. Von dieser Strafsteuer können wir dann locker die Selbstverwirklicher der bürgerlichen Freiheit bezahlen.
Und das machen wir dann mit allen anderen (süd/ost-) asiatischen, afrikanischen, südamerikanischen, osteuropäischen Ländern auch so. Wer billiger als Deutschland produziert, darf zu uns nicht mehr rein.
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31.03.2010, 17:18Inaktiver User
AW: Bedingungsloses Grundeinkommen
Das vor noch nicht so ganz langer Zeit (eben der Zeit vor dem globalisierten Raubtierkapitalismus) es Fakt war, dass Regionalmärkte über sehr hohe Einfuhrzölle gegen in anderen Ländern billiger produzierte Waren geschützt wurden, scheinen viele tatsächlich schon vollkommen vergessen zu haben.
Und eines ist sicher: was z.B. ein Heiner Geissler über Globalisierung denkt, ist für mich ganz bestimmt relevanter, als das was irgendwer hier in diesem Forum darüber sagt
Da könntest u.a. Du schlamperl von mir aus 5 Grinseschilder einstellen ...
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31.03.2010, 17:28Inaktiver User
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31.03.2010, 18:13Inaktiver User
AW: Bedingungsloses Grundeinkommen
Wenn ich sage, weg mit der Globalisierung, dann meine ich das natürlich auch global ... nicht nur für ein kleines Dorf in Europa. Denn die EU kann sich ja erweitern wie sie lustig ist (und lustig gehts dabei ja nicht mal zu) gegen den Brocken China hat die EU bei nahezu völlig uneingeschränktem Handel sicher bald nix mehr zu melden.
Wenns es China rein um Marktwirtschaft und Demokratie geht, dann haben die auf Jahrzehnte hinaus erstmal genug damit zu tun, den Markt für die eigene Bevölkerung zu sättigen.
Gehts China aber nur darum, global alles platt zu machen, dann sollte man (der Rest der demokratischen Welt) eben von ihnen auch nix mehr kaufen, ohne dass sie vorher Zoll abgeführt haben.
Ginge es nach mir, bestünde weiterhin Marktwirtschaft, aber eben eine soziale, in der die Konzerne quasi gezwungen werden (eben durch Zölle und ausgewogene Handelsabkommen) volkswirtschaftlich zu denken. Aber solange Bevölkerungen (also Länder) weiter von reinen Betriebswirtschaftlern und Investmentbankern geführt werden, steuern wir ganz sicher einem brutalem Ende entgegen.
Dabei müsste das gar nicht so sein. Viele Länder dieser Erde sind dermassen am Boden, wie es kein Krieg jemals hätte schaffen können. Märkte (und Arbeit) sind noch und nöcher vorhanden. Nur darf man diese Märkte eben nicht uneingeschränkt dem wirtschaftlichen Liberalismus überlassen. Dass dies ne politische Mammutaufgabe ist, weiss ich auch ... aber mit dem Zynismus, Menschen (die mit ihren gegebenen Möglichkeiten schlicht nicht mithalten können mit nahezu sinnlosen Aufgaben (das berühmte Schnee schippen oder Strasse fegen) zu beschäftigen, nur damit sie beschäftigt sind ... oder sie eben fallen zu lassen ... mit so einer Gesellschaft kann zumindest ich nix anfangen.
(um mal wieder zum BGE zurückzufinden)
Wenn in einem thread bemängelt wird, Eltern kümmern sich nicht genug um ihre Kinder, und im nächsten thread gleichzeitig gefordert wird, wenn zwei Jobs nicht genug Geld bringen muss eben auch noch ein dritter her (Menschen in solchen Situationen haben allerdings auch Kinder) frage ich mich immer wieder, wie sich diese Forderer es vorstellen, wie man diese Quadratur des Kreises nun eigentlich hinbekommen soll ...
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31.03.2010, 23:45
AW: Bedingungsloses Grundeinkommen
Leistung?
Nein, genau das erwarte ich eben nicht.
Was ich erwarte ist, dass alles gerechter aufgeteilt ist.
Nicht einige wenige sollen fast alles haben, aber auch nicht einige wenige sollen die meiste Arbeit verrichten müssen.
Die Arbeit aufteilen, und den Reichtum aufteilen.
Das meinte auch die Linke mit ihrem Wahlslogan
"Reichtum für alle".
Das bedeutet nicht, alle sollten reich sein, sondern alle sollten am Reichtum und an dessen Aufbau teilhaben.
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Ich hörte als Kind bei einem Feuerwehrfest mal ein Lied.
Dessen Refrain lautete:
Denn nicht Reichtum macht glücklich
Zufriedenheit macht reich
Wir alle sind Brüder
Wir alle sind gleich
Das prägte sich mir ein...
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31.03.2010, 23:50
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31.03.2010, 23:55
AW: Bedingungsloses Grundeinkommen
Da müsste man schon so konsequent sein und das Grundeinkommen wirklich jedem - ohne Bedingungen zugestehen und geben.
Jedem gleich viel. Jeden so viel, wie ein Mensch zum Leben braucht. Dann sieht auch der Milliardär, mit wieviel (wie wenig) ein einfacher Mensch auskommt - und trotzdem glücklich sein kann.
Ich könnte mir eine Welt, in der sich Arm und Reich auf gleicher Augenhöhe begegnen schön vorstellen.



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