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30.03.2010, 21:26Inaktiver User
AW: Bedingungsloses Grundeinkommen
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30.03.2010, 21:35
AW: Bedingungsloses Grundeinkommen
Ja, Phoebe, ich glaube auch, dass die Mehrheit der Menschheit noch nicht reif genug ist, ihre eigenen Errungenschaften und dessen Potential zu wertschätzen und zu erkennen.
Was könnte die Menschheit alles erreichen, würde sie gemeinsam an einem Strang ziehen!
Die größten Hindernisse sind da immer noch der Neid und die Missgunst. Es könnte ja jemand etwas bekommen, wofür er weniger tun musste als ich selber.
Ich glaube, zeitweise waren da die Steinzeitmenschen weiter als wir.
Man stelle sich den großen Moment vor, als man zufällig heraus fand, dass sich ein Felsbrocken mit weniger Menschen bewegen lässt, wenn man ihm einen Baumstamm unter legt.
Die Geburt des LKWs.
Die Menschen, die man nun nicht mehr brauchte, um Felsbrocken von hier nach da zu bewegen, ließ man deswegen auch nicht verhungern. Sie hatten nun Zeit für andere Dinge. Und sei es nur die Vergrößerung der Sippe gewesen.
Oder Musikinstrumente herstellen, sich künstlerisch zu betätigen, das Leben und die Lebensbedingungen für sich selbst und seine Mitmenschen zu verschönern.
Längst wäre es heutzutage möglich von der Aussaat bis auf den Teller die Nahrungsmittelproduktion für die doppelte Weltbevölkerung, die es derzeit gibt, vollautomatisch zu erledigen. Einschließlich Verpackung und Transport.
Nahezu alle Güter die es gibt, könnten vollautomatisch hergestellt und transportiert werden.
Das Problem und das einzige Hindernis, dass dies verwirklicht wird, sind die wenigen machtebessenen oberen Tausend, die die Welt beherrschen wollen.
Schau mal um Dich, lieber Leser!
Jedes noch so kleine Fitzelchen Papier, Plastik, unnütze Ding, das Dich umgibt, musste mal von jemandem produziert und bezahlt werden. Schau dazu am besten in Deinen Mülleimer!
Du wirst nichts finden, was nicht irgendwann mal Geld und Mühe gekostet hat.
Ist es das wirklich wert?
Muss das wirklich alles sein?
ist es heutzutage wirklich noch nötig, dass man, um leben zu können, arbeiten muss?
Die wenigen, die man auch in einer vollautomatisierten Welt noch bräuchte, um diese am Laufen zu halten, die sollten wir behandeln wie die Könige.
Reiche, die Ihren Reichtum in der Weise zum Wohle der Menschheit einsetzen, denen sei Ihr Reichtum mehr als gegönnt.
Damit nicht einige wenige die ganze wenige noch verbliebene Arbeit verrichten müssen, sollte es die Pflicht geben, dass jeder mal ran muss. Ich bin mir sicher, dass dies auch die allermeisten mit Begeisterung annehmen würden.
Nach dem Motto:
Geht es allen gut, so geht es allen gut.
So auch mir
Geändert von Streuner (30.03.2010 um 21:40 Uhr)
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30.03.2010, 22:13Inaktiver User
AW: Bedingungsloses Grundeinkommen
Das ist kein Schwachsinn und ein hohes Niveau der Erkenntnis wie sie Streuner diesbezüglich erlangt hat und äußert, wäre durchaus wünschenswert. Das hat überhaupt nichts mit "Sozialneid" zu tun oder der Häme wegen "Selbstverwirklichung", wenn nicht verstanden wird/ werden soll/ werden will, worum es dabei geht.
Zitat von Inaktiver User
Sie meinen also Intelligenz, Produktivität und Innovation wären durchweg Eigenschaften einer "Oberschicht" und sie wäre es, ohne die irgendwie "gar nichts" ginge? Da täuschen Sie sich in ganz erheblichem Umfang.
Zitat von Inaktiver User
Da wäre jetzt tatsächlich nötig, die Materie differenziert zu betrachten. Wenn es tatsächlich den zu finanzierenden "Berufsfaulenzer" gibt (der in eine solche Position nicht nur aus Faulheit gelangen muß), der Sie so erbost, müßten Sie tatsächlich mal nachrechnen und dann erkennen, daß es tatsächlich eine ganz andere, weitaus perfidere Art von "Faulenzern" gibt (leistungsloses Einkommen), welche Sie nicht zu identifizieren in der Lage sind. Im Gegenteil ordnen Sie diese möglicherweise sogar einer "Oberschicht" zu und empfinden sie sogar noch als "ein wichtiges Zugpferd".Warum dafür aber Faulenzer von den anderen unterstützt werden sollen, erschließt sich mir nicht.
Sinnen Sie einfach mal vor einem Lustschlößchen nach, wie das wohl ausgesehen haben mag, damals. Drinnen Bestenfalls ein rauschender Ball nach dem anderen, draußen diejenigen, die den "Lebensstandard" ermöglichen mußten und kaum was zu beißen hatten. Es ist doch gar nicht so schwer, wenigstens ansatzweise das "Prinzip" zu erfassen, oder? Eine Adaption auf die heutige Zeit dürfte durchaus gelingen.
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31.03.2010, 10:53Inaktiver User
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31.03.2010, 13:02Inaktiver User
AW: Bedingungsloses Grundeinkommen
Du sprichst ein grosses Wort gelassen aus!
Ja, der liebe Neid und die Missgunst. Das Interessante ist ja, dass die meisten Mittelschichtler nicht den Reichen ihren Reichtum neiden, sondern Angst haben, ein Unterschichtler könnte einen lächerlichen Cent zu viel bekommen. Manchmal habe ich das Gefühl, als brauche der Mensch immer noch jemanden, der in gewissen Bereichen unter ihm steht. Dies zieht sich durch alles durch: Einkommen, Haus, Aussehen, Figur, Begabung, was immer man will....
Wie viele Menschen würden wohl auf das Paradies verzichten, bloss weil sie dort nicht mehr hätten als ihr Nachbar.
Ich bleibe dabei, es gäbe noch sooo viel zu tun und weitaus die meisten würden es auch tun. Nur schon mir kommen 100 Dinge in den Sinn, die ich machen würde, hätte ich genügend Geld für den Lebensunterhalt. In meinem Leben habe ich bisher ganz, ganz wenige wirklich faule Menschen angetroffen und die gab es schon immer und wird es immer geben.
Phoebe
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31.03.2010, 13:16Inaktiver User
AW: Bedingungsloses Grundeinkommen
Die letzten Postings strotzen eigentlich nur vor Polemik, sonst nichts.
Sag mir doch mal einer, was daran auszusetzen ist, wenn Leistung zu Gegenleistung führen soll?
Schließlich wird den Oberen doch unterstellt, sie bekämen Geld für nix bzw. durch Ausbeute, also ohne entstprechende Eigenleistung - da wäre es doch nur folgerichtig, wenn man von ihnen eine Leistung erwarten würde ... warum gilt das dann nicht für "Unterschichtler"?
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31.03.2010, 13:38Inaktiver User
AW: Bedingungsloses Grundeinkommen
Weil die Oberen, dank Globalisierung, dem "unteren" Leistungswilligem aufzwingen können: Friss ... oder stirb ... oder anders ausgedrückt: akzeptiere den Hungerlohn ... oder lass es.
Die Oberen müssen dann zwar kurzzeitig mehr Mühe aufwenden, aber wenn sie dann in einem Entwicklungs- oder zumindest Schwellenland mit sehr geringeren Lebenshaltungskosten noch weniger Kosten zur Produktion aufwenden müssen, sprich: noch mehr Profit machen, dann sind zumindest die Oberen glücklich. Ein Hoch auf die Globalisierung.
Nur ... irgendwann nutzt ihnen ihr billig produzierter Krempel nix mehr, denn die "Gegenleistenden" können sich nichtrmal mehr den Ramsch leisten ... Qualitätsprodukte eh schon lang nicht mehr.
Mit anderen Worten: irgendwann wird u.a. der Einzelhändler auf Knien um ein BGE betteln ... kommts nicht, geht er langsam pleite ...
Also erzähl mir niemand, diese Spirale wäre vernünftig ...
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31.03.2010, 14:06Inaktiver User
AW: Bedingungsloses Grundeinkommen
Mein BWL-Dozent (ich machte eine Weiterbildung) sagte einen Satz, der mich jetzt noch auf die Palme bringt:
"Es wird bald zu wenig Arbeit geben für alle. Was machen wird dann mit all diesen Leuten. Es braucht einfach nicht mehr alle."
Wer ist wir??? Irgend eine Elite, die bestimmt, was mit den anderen passiert??
Und was meint er mit machen? In Nazi-Manier an die Wand stellen? Und er bestimmt, wen es braucht, wenn es nicht mehr jeden braucht? Braucht es denn jetzt jeden? Und wen braucht es nicht? Miss Schweiz/Germany 1 - 100? Oder Günter Grass? Oder den Werber des Jahres?
Hat nicht jeder das Recht auf Leben und ein Auskommen? Da drängen sich doch Lösungen wie das BGE auf. Das fand er auch nicht gut, weil "die" (wer immer die sind) nicht mehr arbeiten wollen. Komisch, vorher meinte er, es hätte einfach zu wenig Arbeit, aber ein Auskommen sollen die anderen trotzdem nicht haben?????
Was unsere so genannte Elite so alles rauslässt. Da könnte ich manchmal fast ...k....
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31.03.2010, 14:14Inaktiver User
AW: Bedingungsloses Grundeinkommen
Nein, diese Spirale ist alles andere als vernünftig. Und ich bin auch keine Befürworterin der derzeitigen Form des Kapitalismus.
Aber ich befürworte Leistung für Gegenleistung.
Wie man das genau anstellen sollte, dafür bin ich leider keine Fachfrau.
Was das BGE angeht: Hier in der Nähe war letztlich eine Diskussionsrunde dazu ... und einer der Befürworter kam dann irgendwann damit aus der Ecke, dass es auch "Sondersätze" für "Härtefälle" geben müsse, deren "Bedarf" mit dem bedingungslosen GE nicht gedeckt sei ...
Da haben wir sie also schon, die erste Ausnahme für diejenigen, die doch ein bisschen ungleicher sind als die anderen ...
Der Punkt ist schlicht und einfach, dass nicht alle Menschen gleich sind, nicht alle die gleichen Bedürfnisse haben und daher auch nicht alle mit dem gleichen Betrag zufrieden sein werden.
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31.03.2010, 14:38Inaktiver User
AW: Bedingungsloses Grundeinkommen
A) mir wäre das Grundeinkommen zu wenig und ich würde auf jeden fall noch arbeiten. Dass niemand mehr arbeiten würde, kann ich mir niemals vorstellen.
b) wir sind noch so aufgewachsen, dass Leistunge für Gegenleitung nötig ist. Aber eine künftige Generation wird ganz anders aufwachsen. Abgesehen davon: viele Sachen sind kostenlos, das Sonnenlicht, der Regen (ich warte auf den Tag, an dem das Sonnenlich privatisiert und kostenpflichtig wird), die Atemluft, der Gang durch den Wald... theoretisch kann man auch sagen, dass jeder ein einfaches Dach über dem Kopf und Grundnahrungsmittel bekommt.



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