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  1. Inaktiver User

    AW: Linke will demokratischen Sozialismus

    Zitat Zitat von LaTanga Beitrag anzeigen
    Nun, manch jemand kann den Wald vor lauter Bäumen ja gar nicht sehen … und ja, dem jenigen ist dann natürlich auch jede Menge Geduld zu wünschen.

    Also so hört sich das doch sehr stimmig an.

    Und wie man es dreht und wendet ... irgendwie passt es doch immer irgendwann und ja, auch irgendwie.

    Ja, darüber sollte man eben nicht nur in einer Richtung nachdenken und sehen, ob das was IST und das was bis jetzt zur Änderung (Verbesserung??) initiiert wurde (??) bzw. werden soll...oder auch nicht und auch für wen (welche Bevölkerungsgruppe) es passt....aktuell, kurzfristig,mittelfristig...

  2. gesperrt

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    AW: Linke will demokratischen Sozialismus

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ja, darüber sollte man eben nicht nur in einer Richtung nachdenken und sehen, ob das was IST und das was bis jetzt zur Änderung (Verbesserung??) initiiert wurde (??) bzw. werden soll...oder auch nicht und auch für wen (welche Bevölkerungsgruppe) es passt....aktuell, kurzfristig,mittelfristig...
    Ganz ehrlich? Also auf mich wirkst Du mehr als nur nervös ... mit Deinem Blink Blink und all den Unterstreichungen.

    Ich kann mich daher auch gar nicht auf die Inhalte konzentrieren und ausserdem muss ich morgen "malochen".

    So ein Pech!

    Aber ich weiß immerhin wofür!

  3. Inaktiver User

    AW: Linke will demokratischen Sozialismus

    Ich kann mich daher auch gar nicht auf die Inhalte konzentrieren
    Dann würde ichs lassen....

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    AW: Linke will demokratischen Sozialismus

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Da sehen Sie, welch vielfältigen Optionen und Denkvarianten es gibt. Es ist doch bemerkenswert, daß wenigstens der Versuch einer Entwicklung, einer Alternative unternommen wird, statt das quälende, verkrustete Siechtum der Etablierten zu sehen - sofern es nicht sowieso fremdgesteuert ist.
    Denkvarianten gibt es viele. Wenn aber eine Partei ein Programm aufstellen und gewählt werden will, muß sie ein überzeugendes, konsistentes Programm und nicht ein Sammelsurium sich widersprechender Pläne und Absichten äußern. So wird man selbst für seine heterogene Stammwählerschaft unwählbar.

    Hans
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    "Hören wir einfach auf, uns selbst und unser Land permanent unerträglich zu finden - denn das kam, gemessen an den Realitäten, schon immer einer Undankbarkeit von unappetitlichen Ausmaßen gleich." Juli Zeh.

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    AW: Linke will demokratischen Sozialismus

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Guten Abend! Ich darf den gröbsten Unfug mal ausräumen; für die Details fehlt mir die Geduld.


    Was genau ist da unvereinbar? Demokratie ist eine politische Form, "Sozialismus" (wie auch immer er umgesetzt wird) ist eine Gesellschaftsform - mithin Dinge, die sich nicht gegenseitig ausschließen. Etwas gehässig darf ich natürlich fragen, wie es um die Funktionalität und Glaubwürdigkeit einer "kapitalistischen Demokratie" bestellt ist: Nachweislich kann man sich Gesetze kaufen, erschleichen oder über Beschäftigung der politischen Akteure in Nebenbeschäftigungen maßgeblich beeinflussen. Mich wundert, daß Sie und andere darob weder vehement erbost sind, noch aus dem Grund anzuzweifeln wagen, ob "Demokratie" im Wortsinn im (jetzigen) Kapitalismus überhaupt statt findet. Okay, Lobbyismus und politische Korruption sind mittlerweile anerkannt und salonfähig, aber mir stellen sich da schon gewisse Fragen.


    Sind Sie damit einverstanden, daß sowas funktionieren kann und möglicherweise sogar gut ist?
    Im Gegensatz zum Kapitalismus als Wirtschaftsform und Demokratie als politische Form ist Sozialismus immer beides.

    Kapitalismus kann (und hat in der Vergangenheit) ohne Demokratie funktionieren, allerdings zeigt(t)en alle kapitalistischen Gesellschaften eine Tendenz zur Demokratisierung. Demokratie ohne Kapitalismus gab es bisher noch nie.

    Sozialismus ist im wahrsten Sinne eine totale Weltanschauung, die sowohl die Wirtschaft als auch das Private unter das Primat des Politischen stellt. Sozialismus ist nach Definition seiner Begründer und Verwirklicher immer eine Wirtschaftsform (Abschaffung des Privateigentums an Produktionsmitteln zur Abschaffung von Ausbeutung) und eine Staatsform (Abschaffung jeglicher Form parlamentarischer Demokratie und Diktatur des Proletariats (repräsentiert und monopolisert durch DIE PARTEI)).

    In diesem Sinne ist demokratischer Sozialismus ein Widerspruch in sich.

    Und auf die Frage nach der besten aller möglichen Welten: mit Karl Popper halte ich politischen Utopismus für die Quelle unendlicher Mengen von Gewalt und Leid und sehe in der Reformierbarkeit unserer heutigen Gesellschaft einen besseren Weg.

    Ein historischer Vergleich der letzten 200 Jahre zeigt, daß die Kombination aus Kapitalismus und Demokratie die wesentlich innovative Gesellschaftskonstruktion war, im Gegensatz zu Siechtum viele proto-sozialistischer Gesellschaften.

    Und wer glaubt, Sozialimus wäre eine Alternative gegen heutigen Lobbyismus und politische Korruption, dem muß man schon unterstellen, wenig über real existierenden Sozialismus zu wissen.

    Hans
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    AW: Linke will demokratischen Sozialismus

    Zitat Zitat von HansDampf Beitrag anzeigen

    Ein historischer Vergleich der letzten 200 Jahre zeigt, daß die Kombination aus Kapitalismus und Demokratie die wesentlich innovative Gesellschaftskonstruktion war, im Gegensatz zu Siechtum viele proto-sozialistischer Gesellschaften.

    Hans
    Innovativ ?

    Sicherlich.

    Dann passt da ja auch Krieg, Faschismus, Unterdrückung, Ausbeutung, Hungersnöte, Rassismus mit rein.

  7. gesperrt

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    AW: Linke will demokratischen Sozialismus

    alle Schlauschwätzer hätten doch noch vor 21 Jahren die Möglichkeit gehabt in das Arbeiter- und Bauern Paradies zu flüchten.
    Wer hat das gemacht außer die RAF Mörder? Keiner!

    gruss, Jack

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    AW: Linke will demokratischen Sozialismus

    Zitat Zitat von utopia_2020 Beitrag anzeigen
    Innovativ ?

    Sicherlich.

    Dann passt da ja auch Krieg, Faschismus, Unterdrückung, Ausbeutung, Hungersnöte, Rassismus mit rein.
    Als ob der real existierende Sozialismus in diesen Dinge nachstehen würde.

    Vergeichen wir die Lebenssituation in Europa heute mit 1800, dann ist Kapitalismus plus Demokratie innovativ. Ähnliches gilt für Nordamerika, Teile von Südamerika, Teile von Südostasien.

    Das wir heute eine andere Art von Innovatitivität benötigen, da unsere Probleme heute andere sind, sollte klar sein.

    Der Sozialismus hat in meinen Augen kein Menschheitsproblem lösen können (aber eine Menge erzeugt).

    Daher ist mir der Spatz in der Hand lieber als die Taube auf dem Dach.

    Es geht nicht um Kaltherzigkeit, um Nichtwahrnehmung von Leid und Elend in der heutigen Welt. Es geht darum, ob Sozialimus als Form einer Ideologie helfen kann, die Probleme zu lösen. Ich glaube nicht daran. Es geht um Vernunft.

    "Wer mit 20 kein Kommunist ist, hat kein Herz. Wer mit 30 noch Kommunist ist, hat keinen Verstand."

    Hans

    P.S. Betrachten wir die von Dir genannten Charakteristiken des Kapitalismus einmal genauer und setzen sie ins Verhältnis zum Geschehen im Sozialismus im 20. Jahrhundert (1917 – 1991):

    Krieg: mit etwa 100 Millionen Toten Zivilisten (meist Bürger des eigenen Landes) liegen die Opfer des Sozialismus/Kommunismus um ein Vielfaches über der Zahl der Kriegstoten aller Kriege des 20. Jahrhunderts (die an sich bereits historisch einmalig hoch sind). Hinzu kommen die Kriege, in die sozialistische Staaten selbst verwickelt waren. So der Krieg gegen Polen, Lettland, Litauen und Estland 1939 (nach dem Nichtangriffs- und Freundschaftsvertrag der Sowjetunion mit Hitler) inklusive der Ermordung eines Großteils der polnischen und baltischen Oberschicht (Offiziere, Lehrer, Beamte, Priester) analog zum Vorgehen der SS in den von Deutschland besetzten Teilen Polens, oder der Krieg in Afghanistan 1979-1989 mit etwa 1 Million toten Zivilisten (meist Frauen und Kinder). Aber auch der Einsatz von Panzern 1953 in der DDR, 1956 in Ungarn, 1968 in der CSSR, oder der Krieg der Chinesen gegen Tibet sei nicht vergessen.
    Als indirekte Kriegbeteiligung kann man auch die Tatsache sehen, dass 90% aller Schusswaffen in Schwarzafrika aus sowjetischer oder tschechischer Produktion stammen und seit 40 Jahren von Afrikanern dazu verwendet werden, andere Afrikaner zu töten und zu verstümmeln.

    Hass: Man lese die Telegramme von Lenin an Dscherschinski 1918-1923, um ein Gefühl dafür zu bekommen, zu welchen Formulierungen von Hass gegen andere Menschen Vertreter der einzig wissenschaftlichen und progressiven Weltanschauung fähig sind. Man bedenke dabei, dass ein Großteil des Vokabulars der Faschisten zur Diffamierung anderer Menschen (Volksfeind, Volksschädling, Schaben, Schmarotzer usw) auf die Bolschewiki um Lenin zurückgehen.
    Allein in den vier Monaten November/Dezember/Januar und Februar 1917/18 wurden von den Bolschewiki mehr Todesurteile ausgesprochen und gefällt als im barbarischen und rückschrittlichen russischen Zarenreich in den 100 Jahren davor.

    Hunger: Die drei zahlenmäßig größten Hungersnöte des 20 Jahrhunderts fanden in sozialistischen Ländern zu Friedenszeiten statt (Sowjetunion 1922/23, Sowjetunion 1932/33 und China 1959/61). Sie wurden durch staatliches Handeln hervorgerufen und als Kampfinstrument gegen die Schicht der Bauern gezielt eingesetzt.

    Rassismus: definiert man Rassismus als eine feindliche Handlung gegenüber einer Menschengruppe, die durch ein ihr angeborenes Merkmal definiert werden, so ist der Sozialismus/Kommunismus in seiner Definition als antangonistischer Kampf verfeindeter Klassen (deren Zugehörigkeit durch Geburt und nicht durch Tat erfolgt), eine rassistische Gesellschaftsordnung per definitionem. Hinzu kommen genuin rassistische Handlungen wie Deportationen von Völkern (Kaukasus und Mittelasien 1943/44) sowie Völkermord an Ethnien vor allem im Kaukasus.

    Faschismus: Nimmt man die Kernpunkte der nationalsozialistischen Ideologie und ersetzt Rasse durch Klasse, ist der Weg nicht mehr weit zum Sozialismus/Kommunismus a la Lenin, Stalin, Mao und Pol Pot. Beide totalitäre Gesellschaftsentwürfe definieren sich soziobiologisch als Kampf von Menschengruppen um die Macht und ergehen sich in Heilserwartungen, wenn nur die richtige Rasse/Klasse erst an der Macht ist. Bis dahin rechtfertigt das hehre Ziel den Einsatz aber auch jeden Mittels. Und gleichzeitig appelliert es an die niedrigsten Instinkte im Kleinbürger (Angst und Denuntiation).

    Ausbeutung: Da muß ich an die etwa 15 Millionen Sowjetbürger denken, die voller Begeisterung in Tundra, Taiga und den mittelasiatischen Wüsten hinter Stacheldraht eine Weltmacht aufnbauen durften (und es in vielen, vielen Fällen mit dem Leben bezahlt haben).

    Vergessen wir nicht, dass von den 10 (zahlenmäßig) größten Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Zeitraum 1917/1991 sieben in sozialistischen Ländern stattfanden. Es wäre vermessen zu behaupten, diese Verbrechen lägen in der sozialistischen/kommunistischen Idee an sich zugrunde. Aber den Praxistest hat der Sozialismus bis heute nicht bestanden, und das ist das einzige, woran er gemessen werden sollte. Er hat sich im Gegenteil als unreformierbar herausgestellt und es nie geschafft, eine wirkliche Legimitation in den Köpfen und Herzen seiner Bürger zu erlangen (was sein klägliches Ende 1089/91 beweist).
    Geändert von HansDampf (30.03.2010 um 10:38 Uhr)
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