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  1. Inaktiver User

    AW: Linke will demokratischen Sozialismus

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Die Linke tut gerade so, als wenn Deutschland eine Insel wäre und nicht Teil der Europäischen Union sowie Teil einer globalisierten Wirtschaft.
    Es gibt tausenderlei Konzepte jedweder Art zu jedwedem Ding, bei deren Durchsetzung und Gestaltung jede Nation eine Insel ist. Dagegen regt sich keine "Kritik", sondern das wird im Gegenteil begrüßt. Jack nennt das "Freiheit", Sie und andere "Markt und Wettbewerb".

    1. Wenn der Staat dafür sorgt, dass jeder auch ohne Berufsarbeit auskömmlich leben kann, wenn er gleichzeitig die hohen Einkommen scharf besteuert 2. und die Handlungsfähigkeit von Unternehmen beschneidet, kann man die Zeit bis zum Niedergang des einstigen Industrie- und Export-Giganten Deutschland fast mit der Eieruhr stoppen.
    "Der Staat" bügelt mit Mühe und Not gerade noch so genau das aus, was unter Führung der Finanz- und Wirtschaftszampanos zerstört wurde. Mutwillig und unter Vorsatz. 2. Ihre unternehmerische "Handlungsfreiheit", nunja. Mir ist erinnerlich, daß sich beide hochgepriesenen Systeme am Bürger und "Staat", der als lähmendes Objekt verachtet wird, in frechster Weise schadlos hält. Seien es Bankenrettung, Schutzschirme, Garantien, Subventionen, staatlich alimentierte Arbeitsplätze, Kurzarbeit oder oder oder. Wie man da noch von einem gesunden, funktionierenden System sprechen kann, erschließt sich mir selbst bei gutem Willen nicht.

    Nun muss es weitergehen: was sich als sinnvoll erwiesen hat, muss fortgesetzt werden
    Was hat sich denn als sinnvoll erwiesen?

    Zitat Zitat von jack-London
    Großbanken und eine kleine Elite haben dann das sagen und bedienen sich kräftig! Auch das ist in der Vergangenheit immer so gewesen.
    Na Gott sei Dank ist das "hier und jetzt" ganz anders, in unserem... nun, wenn wir keinen Sozialismus haben, was haben wir dann? Asozialismus?

    Es gibt kein Land auf der Welt wo dieses funktioniert hat und es wird auch keines in Zukunft geben wo der Sozialismus funktioniert!!
    Vielleicht lag es nur an der falschen Umsetzung. Klar ist überdies, daß es "den Sozialismus" nicht gibt, sondern hundertundeine Variante. Die richtige zu finden, wäre wohl nicht verkehrt. Ich hielte ein solches Projekt -meinetwegen testweise mit Freiwilligen- unter ständiger Prüfung und Weiterentwicklung für durchaus interessant. Vielleicht in einer der blühenden Landschaften anzusiedeln oder so.

  2. Inaktiver User

    AW: Linke will demokratischen Sozialismus

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Es gibt tausenderlei Konzepte jedweder Art zu jedwedem Ding, bei deren Durchsetzung und Gestaltung jede Nation eine Insel ist. Dagegen regt sich keine "Kritik", sondern das wird im Gegenteil begrüßt. Jack nennt das "Freiheit", Sie und andere "Markt und Wettbewerb".
    Von welchen "tausenderlei Konzepten" ist denn die Rede? Außer der Linkspartei weiß ich von keiner Partei, die so konsequent die politischen Realitäten Deutschlands und der EU ignoriert.


    "Der Staat" bügelt mit Mühe und Not gerade noch so genau das aus, was unter Führung der Finanz- und Wirtschaftszampanos zerstört wurde. Mutwillig und unter Vorsatz. 2. Ihre unternehmerische "Handlungsfreiheit", nunja. Mir ist erinnerlich, daß sich beide hochgepriesenen Systeme am Bürger und "Staat", der als lähmendes Objekt verachtet wird, in frechster Weise schadlos hält. Seien es Bankenrettung, Schutzschirme, Garantien, Subventionen, staatlich alimentierte Arbeitsplätze, Kurzarbeit oder oder oder. Wie man da noch von einem gesunden, funktionierenden System sprechen kann, erschließt sich mir selbst bei gutem Willen nicht.
    Wenn man sich die Vergleichszahlen zu Bruttosozialprodukt, Exportquote, etc. anschaut, dann wird klar, dass es kein einziges sozialistisches Land gibt, das wirtschaftlich auch nur annähernd so erfolgreich ist wie Deutschland, geschweige denn erfolgreicher. "Trotz" Bankenrettung, Subventionen und was dich sonst noch stört.

    Ich wüsste beim besten Willen nicht, wieso wir ein dermaßen erfolgreiches System gegen ein wenig Erfolg versprechendes, mindestens jedoch hoch riskantes Experiment austauschen sollten. Deutschland muss sich selbstverständlich weiter entwickeln, sich an neue Realitäten anpassen und Fehlentwicklungen korrigieren - das ja, aber eine komplette Umwälzung der bundesdeutschen Wirtschafts- und Gesellschaftsstruktur halte ich für nicht wünschenswert. Für die naiven Träumen von Ostalgikern, die glauben, sie könnten das wirtschaftliche und soziale System der DDR einfach mit dem Reichtum und dem materiellen Erfolg der BRD kombinieren, habe ich persönlich keinen Bedarf.


    Was hat sich denn [an der Agenda 2010] als sinnvoll erwiesen?
    Allein die Frage zeigt völliges Unverständnis für die Notwendigkeit der arbeitsmarktpolitischen Reformen, die unter diesem Begriff zusammengefasst werden. Wer aber bis heute, nach monate- bis jahrelangen Diskussionen, immer noch keinen Sinn in der Agenda2010 sieht, und wem es auch nach der kürzlichen Kritik der französischen Finanzministerin am Erfolg (!) Deutschlands nicht dämmert, wie positiv sich die Situation in Deutschland vergleichsweise entwickelt hat, dem werde ich wohl auch keine neuen, umwälzenden Argumente liefern können. Ich versuche es also gar nicht erst.
    Ganz zu schweigen davon, dass ich nicht etwas grundsätzlich diskutieren will, was längst bundesdeutsche Realität geworden ist und nur von einer kleinen, relativ bedeutungslosen Partei in Frage gestellt wird.


    Vielleicht lag es nur an der falschen Umsetzung. Klar ist überdies, daß es "den Sozialismus" nicht gibt, sondern hundertundeine Variante.
    Es mag ja sein, dass es "den Sozialismus" nicht gibt, sondern viele Varianten. Tatsache ist aber, dass bisher keine einzige Variante funktioniert hat und dass diejenigen sozialistischen Varianten am erfolgreichsten sind, die am wenigsten (!) dem Sozialismus verpflichtet sind.
    Beispiel: Vietnam, das privatwirtschaftlichem Unternehmergeist einen immer größeren Raum einräumt.


    Die richtige [Variante des Sozialismus] zu finden, wäre wohl nicht verkehrt. Ich hielte ein solches Projekt -meinetwegen testweise mit Freiwilligen- unter ständiger Prüfung und Weiterentwicklung für durchaus interessant. Vielleicht in einer der blühenden Landschaften anzusiedeln oder so.
    Solche Projekte gab es bereits. Sie waren wenig erfolgreich.
    Auch der israelische Kibbuz war ein solches Projekt. Nach anfänglicher Euphorie folgte bei vielen Kibbuz-Bewohnern die Ernüchterung, und sie haben ihren Kibbuz verlassen. Der Kibbuz ist in Israel mittlerweile ein Randerscheinung. Anscheinend ist es auf Dauer für viele Menschen nicht tolerierbar die eigene Individualität dem Kollektiv zu opfern.
    .
    Geändert von Inaktiver User (21.03.2010 um 20:56 Uhr)

  3. Inaktiver User

    AW: Linke will demokratischen Sozialismus

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Von welchen "tausenderlei Konzepten" ist denn die Rede?
    Konzepte wie Gesundheits-, Steuer-, Bildungs-, Militär-, Rechts- und sonstige -wesen. Dort hat jede Nation ein eigenes Konzept je nach Bedarf oder Möglichkeit. Das gilt als "Segen der Freiheit" und wird keineswegs als "Inselisolierung" verunkt. Weshalb also ist ein alternatives Konzept -hier: politisch-gesellschaftlich- für Sie so ein Stein des Anstoßes? Weil es von der Linken stammt? Weil es angeblich "nie funktionierte" - erstaunlich deshalb, weil es noch nie dagewesen ist.

    Außer der Linkspartei weiß ich von keiner Partei, die so konsequent die politischen Realitäten Deutschlands und der EU ignoriert.
    Geht los bei der FDP ab durch die Mitte und endet auf der Ebene des Individuums. Was ich Ihnen im Folgenden darlegen werde

    Wenn man sich die Vergleichszahlen zu Bruttosozialprodukt, Exportquote, etc. anschaut, dann wird klar, dass es kein einziges sozialistisches Land gibt, das wirtschaftlich auch nur annähernd so erfolgreich ist wie Deutschland, geschweige denn erfolgreicher.
    Ach, dieses Goldmedaillendenken. Wenn sich für Sie "Erfolg" daran bemißt, daß Sie die andere Seite des Erfolges ausblenden, gut. Heut stand im Spiegel ein winziger Artikel zur "Kehrseite", den ich wohlweislich aufgehoben habe: Müllflut - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Panorama Wir" sind erfolgreich, zweifellos. Andere dagegen sind bitterarm und verhungern. Trotz der technischen Produktionsmöglichkeiten, trotz Fortschrittes. Es ist schade, daß fifi nicht mehr schreibt - er brachte das stets gut auf den Punkt.

    Nehmen Sie jetzt mal die USA und Briten, Erfinder all dieser Methoden wie Globalisierung, Export, Produktion, Effizienz und deren Evolution, mündend in einem Destillat, einem Zerrbild. Wo stehen die? Sie haben deindustrialisierte Wirtschaften, miese Volksversorgungen in puncto Gesundheit, Rente etc, sofern überhaupt vorhanden, sind extrem verschuldet, schlägern wild in der Welt herum und nasführen mit ihrem Finanzmarkt alle anderen. Und wir machen mit; noch etwas verschämt, aber eindeutig. Nein, ich sehe in diesen Auswüchsen und Methoden kein überlegenes System.

    Übrigens -und das möchte ich bemängeln wollen- geht es explizit weder um Planwirtschaft, noch um Einschränkungen der persönlichen Freiheit, wenn ich dem Gedanken eines "Sozialismusses" nachsinne. Ich weiß gar nicht, warum das automatisch als gegeben angenommen wird? Wohl wegen der gescheiterten "Experimente" wie DDR und Ihr Kibbuzbeispiel.

    "Trotz" Bankenrettung, Subventionen und was dich sonst noch stört.
    Was heißt "stören"? Ich fände es nachgerade irritierend -und für die behauptete Sachkenntnis eines Arztes auch recht peinlich- wenn er behauptete, sein Patient -komatös incl. Herzkammerflimmern und literweise nötiger Blutspende- wäre an sich mopsfidel. Mopsfidel jedenfalls im Gegensatz zum anderen Patienten, der bereits das Zeitliche segnete.

    Deutschland muss sich selbstverständlich weiter entwickeln, sich an neue Realitäten anpassen und Fehlentwicklungen korrigieren
    Sie hören sich an wie Westerwelle - klingt gut, aber wirklich gesagt ist damit nichts. Und das, was in Folge die "Sachzwänge" sein werden, ich weiß nicht. Man stelle sich vor: Hochbezahlte "Spezialisten" kommen zum Schluß, die "Sachzwänge" der "neuen Realitäten" wären Schneeschippen, gemeinnützige Arbeit -sozialistischer Natur übrigens-, steuerfinanzierte Arbeitsplätze und dergleichen. Solche "Spezialisten" würde ich achtkantig rausschmeißen.

    Für die naiven Träumen von Ostalgikern, die glauben, sie könnten das wirtschaftliche und soziale System der DDR einfach mit dem Reichtum und dem materiellen Erfolg der BRD kombinieren, habe ich persönlich keinen Bedarf.
    Für Sie nochmals, womit ich an Ihr Erinnerungsvermögen apelliere: Es geht nicht um eine Wiederherstellung der DDR. Es geht darum, im Idealfall Bausteine beider Systeme zu kombinieren und weiter zu entwickeln.

    Allein die Frage zeigt völliges Unverständnis für die Notwendigkeit der arbeitsmarktpolitischen Reformen, die unter diesem Begriff zusammengefasst werden. Wer aber bis heute, nach monate- bis jahrelangen Diskussionen, immer noch keinen Sinn in der Agenda2010 sieht, und wem es auch nach der kürzlichen Kritik der französischen Finanzministerin am Erfolg (!) Deutschlands nicht dämmert, wie positiv sich die Situation in Deutschland vergleichsweise entwickelt hat, dem werde ich wohl auch keine neuen, umwälzenden Argumente liefern können. Ich versuche es also gar nicht erst.
    Die "positive Situation" in D geht entweder absichtlich an Ihnen vorbei oder sie ist in einer Art gestaltet, daß es Sie nicht tangiert. Mag daran liegen, daß Sie in die Schweiz emigrierten oder daran, daß Sie sich nicht ernsthaft mit der Lage der Nation befassen (wollen). Die Französin, die Sie anführen: Sie hat durchaus recht; kommt halt darauf an, wie man es betrachtet. Sie erfreuen sich am "Neid" auf "unseren" Erfolg, verkennen und ignorieren aber dabei völlig, was sich daraus ergibt: Nötige "Rettungen" und "Hilfen" für die abgehängten Staaten, "Rettungen" und "Hilfen" für die Wirtschaft, denen die Kunden flöten gehen. Es ermüdet mich ehrlich gesagt, intelligenten Menschen wie Ihnen solche Evidenzien wieder und wieder nahebringen zu müssen.

    Anscheinend ist es auf Dauer für viele Menschen nicht tolerierbar die eigene Individualität dem Kollektiv zu opfern.
    Sehen Sie: Die Linke verlangt nicht, Individualität zu opfern. "Sozialismus" -man achte auf das Wort sozial- im eigentlichen Wortsinn verstehe ich als Gegenteil der Beschneidung von Individualität. "Sozialismus" ist für mich ganz persönlich die Möglichkeit aller, Teil zu haben. DAS ist die Voraussetzung, überhaupt individuell sein zu können.

  4. Inaktiver User

    AW: Linke will demokratischen Sozialismus

    @ WuesterGrobi:
    Ein guter Beitrag der es auf den Punkt bringt und den ich in allen Punkten unterschreiben möchte

  5. gesperrt

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    AW: Linke will demokratischen Sozialismus

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Für Sie nochmals, womit ich an Ihr Erinnerungsvermögen apelliere: Es geht nicht um eine Wiederherstellung der DDR. Es geht darum, im Idealfall Bausteine beider Systeme zu kombinieren und weiter zu entwickeln.
    Nun, das kommt mir doch sehr bekannt vor. Dieses: Ein neues System entwickeln wollen … komme was wolle.

    Und von wegen Apell, also auch das kommt mir auch sehr bekannt vor.

    Ja, bist Du z. B. einer der s. g. „alten“ Bürgerrechtlern im neu angelegten Schafspelz und gibt es davon dann wohl noch mehrere … hier?

    Also ich finde ja, ihr seid auf dem besten Wege, eine bestehende Staatsform zu „zersetzen“.

    Nun, wie lange ist das eigentlich schon so in Planung? Und ja, welcher Partei hast Du dich denn zwischenzeitlich so angeschlossen?

    Also wirklich, langsam doch mehr als nur sehr interessant dieses Forum! Wenn nicht gar auch etwas gruselig, wenn man bedenkt, wem dieses angeblich unabhängige Forum so alles eine Plattform bietet.

    Und die noch offene Frage, ob sich jede Geschichte auch einmal wiederholen könnte, wird für mich durch solche Beiträge jedenfalls leider doch mit ja beantwortet!


    Sehen Sie: Die Linke verlangt nicht, Individualität zu opfern. "Sozialismus" -man achte auf das Wort sozial- im eigentlichen Wortsinn verstehe ich als Gegenteil der Beschneidung von Individualität. "Sozialismus" ist für mich ganz persönlich die Möglichkeit aller, Teil zu haben. DAS ist die Voraussetzung, überhaupt individuell sein zu können.
    Und das erinnert mich doch irgendwie an den Spruch:

    "Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten!"

    Der Bau der Berliner Mauer durch die DDR fand 1961 unter Ulbrichts Verantwortung statt. Zunächst sagte er auf einer Pressekonferenz am 15. Juni 1961: „Ich verstehe Ihre Frage so, dass es in Westdeutschland Menschen gibt, die wünschen, dass wir die Bauarbeiter der Hauptstadt der DDR dazu mobilisieren, um eine Mauer aufzurichten. Mir ist nicht bekannt, dass eine solche Absicht besteht. Die Bauarbeiter unserer Hauptstadt beschäftigen sich hauptsächlich mit Wohnungsbau, und ihre Arbeitskraft wird dafür voll eingesetzt. Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!“[6] Zwei Monate später, am 13. August 1961, begannen Streitkräfte der DDR, die Grenze zwischen Ost- und West-Berlin abzuriegeln und Sperranlagen zu errichten.
    QUELLE


  6. gesperrt

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    AW: Linke will demokratischen Sozialismus

    Zitat Zitat von Jack-London Beitrag anzeigen
    Sozialismus und Demokratie zusammen gibt es nicht.

    Sozialismus kann es nur geben wenn Freiheitsrechte und Menschenrechte ausgehebelt werden.
    Danke für diese klaren und wahren Worte!

    Und mögen diese dann auch von anderen verstanden und somit verinnerlicht werden! Ich bin mir sehr sicher, aber wenn es denn dabei noch hilft schicke ich das mal prompt gleich ans Universum. Sicher ist sicher!

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    AW: Linke will demokratischen Sozialismus

    Kapitalismus und Demokratie zusammen gibt es nicht.

    Im Weltbankenjahrbuch der Uno steht, dass die 500 größten transkontinentalen Privatkonzerne im vergangenen Jahr 52 Prozent des Weltbruttosozialproduktes kontrolliert haben. Diese Konzerne funktionieren ausschließlich nach dem Profitmaximalisierungsprinzip. Diese Konzerne haben eine Macht, wie sie sie in der Geschichte der Menschheit niemals ein Kaiser oder König oder ein Papst gehabt haben.

  8. gesperrt

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    AW: Linke will demokratischen Sozialismus

    Falls es ein Land gibt, wo dieser Quatsch funktioniert hat lasse ich mich gerne belehren.

    noch keine Antwort bekommen!!!

  9. Inaktiver User

    AW: Linke will demokratischen Sozialismus

    Zitat Zitat von utopia_2020 Beitrag anzeigen
    Kapitalismus und Demokratie zusammen gibt es nicht.
    Krassester Beweis dafür, dass diese Aussage falsch ist, wäre die Schweiz:
    Kapitalistisch? Und ob. Demokratisch? Aber hallo.

    Wie wäre es umgekehrt mit einem Beispiel für eine Verbindung von Sozialismus und Demokratie. Nur eins. "Unter hundert Varianten des Sozialismus", wie WuesterGrobi schreibt.
    Büüüte.
    Geändert von Inaktiver User (22.03.2010 um 09:38 Uhr)

  10. Inaktiver User

    AW: Linke will demokratischen Sozialismus

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Konzepte wie Gesundheits-, Steuer-, Bildungs-, Militär-, Rechts- und sonstige -wesen. Dort hat jede Nation ein eigenes Konzept je nach Bedarf oder Möglichkeit. Das gilt als "Segen der Freiheit" und wird keineswegs als "Inselisolierung" verunkt. Weshalb also ist ein alternatives Konzept -hier: politisch-gesellschaftlich- für Sie so ein Stein des Anstoßes? Weil es von der Linken stammt? Weil es angeblich "nie funktionierte" ..
    Weder, noch. Und was genau bedeutet "angeblich"?
    Selbstverständlich entwickelt jede Partei und jedes Land im gewissen Rahmen eigene Konzepte. Aber ein Konzept, das den Prinzipien der EU und den Mechanismen der globalisierten Wirtschaft ausdrücklich widerspricht bzw. damit unvereinbar ist bzw. leicht umgangen werden kann, halte ich nunmal für Hirnwichserei.

    Verstaatlichen wir also z.B. die Deutsche Bank. Gut, dann gibt es eben keine hocherfolgreiche Bank in Deutschland mehr.
    Nicht schlimm. Die Amis, Franzosen und Schweizer würden sich die Hände reiben, denn die sehen nicht die leiseste Veranlassung ihre Großbanken genauso zu verstaatlichen.
    Gibt's eben mehr Potenzial für Citygroup, UBS, Credit Suisse, etc. etc. etc. Auch die Briten würden sich freuen - wäre Frankfurt als Banken- und Börsenzentrum eben keine echte Konkurrenz mehr für London.

    Oder nehmen wir die von der Linken angestrebte Verstaatlichung von Energieunternehmen. Wie wollen wir es denn den europäischen Freunden erklären, dass das, was Brüssel gemeinsam beschlossen hat, nämlich die Liberalisierung des Energiesektors, nun plötzlich in Deutschland nicht mehr gelten soll.

    Aber wenigstens könnten wir Hartz-IV nach den Wünschen der Linkspartei ausbauen. Das ginge. Finanzieren sollen das jene, die gut verdienen. Die werden das auch brav tun. Bestimmt. Da wird keiner ins Ausland oder in die Illegalität ausweichen ..
    .. aber vielleicht morgens ein bisschen länger liegen bleiben, denn es ist eh egal. Sollen sich andere den Arsch aufreißen. Ich bin doch nicht blöd ..



    Ach, dieses Goldmedaillendenken. Wenn sich für Sie "Erfolg" daran bemißt, daß Sie die andere Seite des Erfolges ausblenden, gut. Heut stand im Spiegel ein winziger Artikel zur "Kehrseite", den ich wohlweislich aufgehoben habe: Müllflut - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Panorama Wir" sind erfolgreich, zweifellos. Andere dagegen sind bitterarm und verhungern. Trotz der technischen Produktionsmöglichkeiten, trotz Fortschrittes. Es ist schade, daß fifi nicht mehr schreibt - er brachte das stets gut auf den Punkt.
    Mal zur Klarstellung:
    fühlt sich die Linkspartei zuständig auf Kosten des eigenen Landes die Welt zu verbessern?

    Ich bin mir nicht sicher, dass sie dafür von mehr als 2% der Bevölkerung wirklich gewählt werden würde. Ganz im Gegenteil: die linken Wähler versprechen sich von der Linkspartei für sich, für diejenigen also, die im reichen Deutschland als "arm" und im amen Teil der Welt als "reich" gelten, materielle Verbesserungen. Ich fürchte um die materiellen Verbesserungen in Schwarzafrika ginge es ihnen eher weniger.

    Die Linkspartei will in Deutschland gewählt werden, als Interessensvertreter von deutschen Wählern im deutschen Parlament. Vielleicht sollten sich diejenigen Mitglieder, in deren Hinterkopf die Sozialistische Internationale herumspukt, daran erinnern, was ihre Aufgabe ist.


    Nehmen Sie jetzt mal die USA und Briten, Erfinder all dieser Methoden wie Globalisierung, Export, Produktion, Effizienz und deren Evolution, mündend in einem Destillat, einem Zerrbild. Wo stehen die? Sie haben deindustrialisierte Wirtschaften, miese Volksversorgungen in puncto Gesundheit, Rente etc, sofern überhaupt vorhanden, sind extrem verschuldet, schlägern wild in der Welt herum und nasführen mit ihrem Finanzmarkt alle anderen.
    Und genau das ist in Deutschland anders. Nix deindustrialisiert Dank Schröders Agenda2010 wurde die Talfahrt ganz im Gegenteil und zur neidischen Verwunderung anderer Länder gestoppt.

    Aber das lässt sich ja noch ändern - mit der tatkräftigen Hilfe einer Partei, die möglichst viel von der wirtschaftlichen Kraft zu jenen transferieren will, die nicht arbeiten - egal ob gewollt oder ungewollt.

    Mit Hilfe auch von hohen (!) Mindestlöhnen, mit denen zumindest Frankreich hoch zufrieden wäre, denn dadurch würde diese Schieflage hoher Exportquoten endlich geregelt. Sollen doch Asiaten das Geschäft machen. Wir sind dafür sozial. Und im Ergebnis auch ein bisschen weniger industrialisiert.
    Ob aber dadurch die Schulden weniger werden .. ?



    Übrigens -und das möchte ich bemängeln wollen- geht es explizit weder um Planwirtschaft, noch um Einschränkungen der persönlichen Freiheit, wenn ich dem Gedanken eines "Sozialismusses" nachsinne. Ich weiß gar nicht, warum das automatisch als gegeben angenommen wird? Wohl wegen der gescheiterten "Experimente" wie DDR und Ihr Kibbuzbeispiel.
    Mein Vorstellungsvermögen ist einfach begrenzt. Haben Sie bitte Nachsicht mit mir. "Hunderte von Arten des Sozialismus", und alle laufen anscheinend auf Planwirtschaft, auf die Einschränkung der persönlichen Freiheit hinaus.
    Aber irgendwie, irgendwo muss es doch einen Sozialismus geben, in dem alle glücklich und zufrieden sind, wo für die Armen im Lande - ja, weltweit! - gesorgt ist, wo keiner mehr will als der andere und jeder auch ohne größere materielle Anreize arbeitet. Freiwillig. Gerne.

    Geben Sie Bescheid, wenn sie diesen Sozialismus gefunden haben. Bis dahin halte ich ihn in meiner Phantasielosigkeit für nicht realisierbar und betrachte die in der Praxis erfolgreich erprobte Soziale Marktwirtschaft als die bessere gesellschafts- und wirtschaftspolitische Perspektive.


    Die Französin, die Sie anführen: Sie hat durchaus recht; kommt halt darauf an, wie man es betrachtet. Sie erfreuen sich am "Neid" auf "unseren" Erfolg, verkennen und ignorieren aber dabei völlig, was sich daraus ergibt: Nötige "Rettungen" und "Hilfen" für die abgehängten Staaten, "Rettungen" und "Hilfen" für die Wirtschaft, denen die Kunden flöten gehen. Es ermüdet mich ehrlich gesagt, intelligenten Menschen wie Ihnen solche Evidenzien wieder und wieder nahebringen zu müssen.
    Da haben Sie auch wieder Recht:
    Wenn es uns nicht mehr so gut ginge, wenn Deutschland wirtschaftlich nicht mehr so erfolgreich wäre, dann würde man das Land auch nicht mehr anzupumpen versuchen.
    Wenn wir weniger haben, müssen wir auch weniger abgeben.

    ..... Kann es sein, dass es auf die Dauer beim Sozialismus immer auf solches Denken hinausläuft? Und dass der Sozialismus genau aus diesem Grund nicht funktioniert?




    P.S. Jetzt haben Sie mich doch wieder in diese - für mich - völlig fruchtlose Diskussion verwickelt. Ich werde versuchen alle Steilvorlagen künftiger Postings zu ignorieren und mich mit Sinnvollerem zu beschäftigen. Mal schauen, ob's klappt.
    .
    Geändert von Inaktiver User (22.03.2010 um 10:57 Uhr) Grund: gekürzt .. und immer noch zu lang ..

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