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Thema: Waffenexporte

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    AW: Waffenexporte

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Zum einen unserer Rüstungsindustrie, richtig. Und damit nützt es unserer gesamten Wirtschaft und somit letztlich uns allen.
    Darauf könnte ich persönlich jedenfalls verzichten. Selbst wenn es meinen Lebensstandard etwas sinken lassen würde, wäre ich nicht böse wenn die deutsche Rüstungswirtschaft verschwindet.

  2. Inaktiver User

    AW: Waffenexporte

    Zitat Zitat von DerJunge82 Beitrag anzeigen
    Darauf könnte ich persönlich jedenfalls verzichten. Selbst wenn es meinen Lebensstandard etwas sinken lassen würde, wäre ich nicht böse wenn die deutsche Rüstungswirtschaft verschwindet.
    Das ist vollkommen ok. Jeder hat das Recht auf eine eigene Meinung.

  3. Inaktiver User

    AW: Waffenexporte

    Zitat Zitat von DerJunge82 Beitrag anzeigen
    Waffen zu verkaufen finde ich bedenklich. Und das beste Argument ist natürlich immer: "Wenn wir es nicht machen, dann machen es die anderen".

    Nichts bringt mich mehr auf die Palme als dieses [ ... ] Argument.

    Hat uns die Geschichte nichts gelehrt?
    Geändert von Inaktiver User (21.03.2010 um 10:50 Uhr)

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    AW: Waffenexporte

    zuerst noch eine kleine Anmerkung: Ich wollte den Kriegsdienst verweigern, war damals noch ein bisschen problematisch, auch in Westdeutschland. Musste vor 3 Leuten eine Befragung über meine Gewissensgründe über mich ergehen lassen. Wurde abgelehnt. Begründung: Ich hatte sehr klar, verständlich und logisch auf die Fragen antworten können, ein Gewissen, das meine Ablehnung des Militärdienstes rechtfertigen würde, wäre nicht zu erkennen gewesen. Und somit wurde ich Soldat. Mein Freund nahm einen Pfarrer mit zur Befragung und wurde prompt anerkannt. Wenn jemand schon mit Pfarrer kommt, dann muss ein Gewissen vorhanden sein.

    Egal, jetzt 30 Jahre später: Wir hatten in dieser Zeit Aufrüstungen, Nachrüstungen, Weiterrüstungen, Kriege und Frieden, Bürgerkriege, friedensschaffende Maßnahmen und alles, was man sich so vorstellen kann.

    Wo stehe ich jetzt? Soll ich Militär akzeptieren? Eine Armee, die nur verteidigen soll? Zuerst mal würde ich sagen, dass ich inzwischen meine Meinung geändert habe, und inzwischen einer Verteidigungsarmee zustimmen möchte. Und dann beschleicht mich dieses Gefühl, dass wir gar keine Verteidigungsarmee mehr haben. Wir sind inzwischen in vielen Ländern mit unseren Schiffen, Panzern und Kampfjets am Töten. Und sogar in Ländern, in denen man es auf den ersten Blick nicht vermutet, sind wir im Stillen beteiligt (Aufklärer etc).
    Ich bin mir hier selber nicht sicher. ich weiß nicht, ob ich unsere Armee noch gutheißen kann.

    Aber das ist für mich ein entscheidender Punkt in meinen Überlegungen.
    Finde ich, unsere Armee gehöre abgeschafft, dann werde ich auch eine Waffenproduktion abschaffen wollen.
    Akzeptiere ich unsere Armee, werde ich auch Waffenproduktion akzeptieren müssen. Soldaten schießen und töten und werfen nicht mit Wattebällchen um sich.
    Akzeptiere ich also Krieg und Waffenproduktion, kommt die nächste "Gewissensfrage": Wie stelle ich sicher, dass diese Waffen nicht in falsche Hände geraten. Oder: Kann ich dies überhaupt sicherstellen? Oder: Kann ich das zum größten Teil sicherstellen?

    Ich bin mir in diesen Fragen ja selbst ziemlich unsicher, fand aber die Art der Wirtschaftspresse, unsere Waffenexporte so enthusiastisch zu feiern, pervers. Ich denke dann wirklich an das, was diese Waffen anrichten können. Vielleicht hatte es jetzt doch was Gutes, dass ich beim Bund war. Dann hat sich vielleicht doch noch ein Gewissen herausgebildet.
    Ich bin, also denke ich

  5. Inaktiver User

    AW: Waffenexporte

    Zitat Zitat von Wolfgang60 Beitrag anzeigen
    Ich bin mir in diesen Fragen ja selbst ziemlich unsicher, fand aber die Art der Wirtschaftspresse, unsere Waffenexporte so enthusiastisch zu feiern, pervers.
    So lange etwas zum BIP beiträgt und Arbeit schafft, wird alles bejubelt. Die Kehrseite der Medaille wird nie gezeigt: Das Verrecken. Nur PC-Spiel-ähnliche Dinge, wo eine "intelligente"?? Bombe einen Bunker durchschlägt. Was sich darin abspielt, sieht niemand. Maximal noch -wenn es sich nicht mehr vermeiden läßt- ein verbrannter Tankwagen.

    Beim ersten Irakkrieg kam ja ständig Nachrichtenpropaganda. Ich erinnere mich, daß da ein alter Mann mit Helm gezeigt wurde (Iraker), der fast nach Volkssturm aussah. Dem Mann sah man an, daß er Kanonenfutter ist. Ich dachte mir: Was tut dieses arme Schwein da nur? Wer sind die wirklichen Verantwortlichen, die ihn ausrüsten, ihm irgendwas von Pflicht, Ehre und Notwendigkeit vorlügen und zum Abschuß freigeben?

    Ich denke dann wirklich an das, was diese Waffen anrichten können.
    Erinnern Sie sich noch an die als Spielzeug getarnten Explosivgeschosse die abgeworfen wurden, damit es Kindern die Hände abreißt? Wer so etwas entwickelt, herstellt oder einsetzt, gehört in die Psychiatrie oder hinter Schloß und Riegel. Das ist das perverseste Gadget der Kriegstechnologie, welches ich kenne. Alles andere ist dennoch keineswegs besser. Egal ob Minen, Napalm oder Gatling-Guns.

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    AW: Waffenexporte

    Zitat Zitat von Anne_dingsda Beitrag anzeigen
    Laut Wehrbeauftragten mangelt es den Deutschen Streitkräften am Hindukusch an geeigneter Ausrüstung.
    Nach der rhetorischen Frage von Herrn Süß: Warum stattet die deutsche Rüstugsindustrie als drittgrößter Waffenlieferant nicht die eigenen Streitkräfte mit deutscher Wertarbeit aus?

    wird ein Statement von Brüderle eingeblendet: Wir exportieren nicht in Spannungsgebiete

    Süß: Richtig - kriegsähnliche Zustände ...da dürfen wir nichts hinliefern, denn

    Brüderle wird eingeblendet: Wir exportieren nicht in Spannungsgebiete....
    Mann Brüderle, was mühst du dich ab und lässt dich dabei zum Deppen machen?! zuallererst wär das doch kein richtiger Export.
    In D zählt aber nur Export. An sich selbst verkaufen gilt quasi nicht, wie soll da auch was profitiert werden? Profitieren kann man immer nur von anderen, logo oder ?

    Irgendwie ein ganz wirtschaftsprofitfundamentales Ländle, dieses D.
    Zur anerkennenden Belohnung will Obama seine USA jetzt etwas nacheifern lassen...

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