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    AW: Verändert sich Ihr Vertrauen in die katholische Kirche?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Es bleibt lächerlich, die eine Institution - katholische Kirche - zu kritisieren, nicht aber die andere - unseren Staat - die für die Aufsicht über die kirchlichen Schulen und für die Situation in unserem allgemeinen Schulsystem verantwortlich ist.
    Ja, ich denke auch, der Staat hat die Verantwortung für das, was in unseren Schulen passiert.
    Und die Verantwortung, die der Staat vom Volk übertragen wurde, an die Kirche weiterzugeben ist gefährlich und auch nicht rechtens.
    In Zukunft muss unbedingt darauf geachtet werden, dass Schulen nicht mehr unter der Obhut von Kirchen sind. Die haben dort einfach nichts zu suchen. Die haben genug in ihren Kirchen und Kirchengemeinden zu tun, in Schulen bestimmt nicht.
    Ich bin, also denke ich

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    AW: Verändert sich Ihr Vertrauen in die katholische Kirche?

    Also auch kein Koran-Unterricht an öffentlichen Schulen?
    Stumpfsinn, Stumpfsinn, du mein Vergnügen,
    Stumpfsinn, Stumpfsinn, du meine Lust.
    Gäb's keinen Stumpfsinn, gäb's kein Vergnügen,
    gäb's keinen Stumpfsinn, gäb's keine Lust.

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    AW: Verändert sich Ihr Vertrauen in die katholische Kirche?

    Ich persönlich halte nichts von Religionsunterricht an Schulen.
    Da denke ich aber, dass man es nicht übertreiben sollte. Wer Reli-Unterricht für seine Kinder haben möchte, soll ihn auch bekommen. Und dazu kann ja auch ein Geistlicher hinzugezogen werden, vielleicht haben die ja doch einen schnellen Draht nach Oben.
    Ich bin, also denke ich

  4. Inaktiver User

    AW: Verändert sich Ihr Vertrauen in die katholische Kirche?

    Man mag unterschiedlicher Meinung darüber sein, ob kirchliche bzw. allgemein private Schulen wünschenswert sind. Das Angebot solcher Schulen wird von vielen Eltern geschätzt, weil sie die Qualität des Unterrichts für besser halten, zumindest für ihre eigenen Kinder.

    Aber es sollte uns allen klar sein, dass die Wahrscheinlichkeit von Missbrauch und Misshandlungen von Kindern in kirchlichen/privaten Schulen keinesfalls höher ist als in staatlichen Schulen.

    Genau wie in Einzelfällen Geistliche, die sich etwas zu Schulden kommen lassen, in eine andere Gemeinde versetzt werden, statt ihnen ein Berufsverbot aufzuerlegen, werden auch Lehrer an öffentlichen Schulen nur in ganz seltenen Fällen wegen irgendwelcher Vergehen gegenüber Schülern entlassen.

    Im Übrigen sollte man derartige Anschuldigungen auch mit großer Vorsicht zur Kenntnis nehmen: An der Schule meiner Tochter wurde ein Lehrer von einem Mädchen beschuldigt, sie belästigt zu haben. Es wurde im Verlauf des Verfahrens eindeutig festgestellt, dass dies ausschließlich der Fantasie des Mädchens entsprungen war. Allerdings war das Ergebnis des Verfahrens für den Lehrer nicht mehr relevant, denn sein Ruf war ruiniert.

    Ob all die angeblichen Missbrauchsfälle, über die wir in den Medien lesen, auf Tatsachen beruhen, möchte ich sehr bezweifeln! Zumindest sind sie in den seltensten Fällen überprüft worden. Und eine Recherche von Journalisten ist keinesfalls zuverlässiger als eine Untersuchung durch den jeweiligen Schulträger.

    Der Schulträger mag ein gewisses Interesse haben, die eigene Institution rein zu waschen, aber der Journalist ist in erster Linie an der Auflage interessiert, nicht an der Wahrheit!!

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    AW: Verändert sich Ihr Vertrauen in die katholische Kirche?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Ob all die angeblichen Missbrauchsfälle, über die wir in den Medien lesen, auf Tatsachen beruhen, möchte ich sehr bezweifeln!
    Natürlich alles erstunken und erlogen.

    Damit haben die Missbraucher jahrzehntelang rechnen können, dass den Opfern sowieso niemand glaubt, besonders wenn der Täter ein hochwürdiger Herr war.

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    AW: Verändert sich Ihr Vertrauen in die katholische Kirche?

    Zum Strangthema:

    Eine Umfrage des "profil" (österreichische Wochenzeitschrift):

    "Bei 45 % der Befragten litt das Vertrauen in die KK durch die Medienberichte der vergangenen Wochen. Weitere 27 % hatten es zuvor schon gänzlich verloren. Nur 23 % geben an, die jüngsten Ereignisse hätten ihr Zutrauen nicht erschüttert. 5 % wollten sich nicht äußern."

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    AW: Verändert sich Ihr Vertrauen in die katholische Kirche?

    Natürlich alles erstunken und erlogen.
    Das hat doch niemand behauptet. Nur dass man mit solchen Anschuldigungen sehr vorsichtig sein muss.

    Heutzutage musst du als Lehrer automatisch darauf achten, dass du niemals nicht mit einer Pubertierenden allein in einem Zimmer bist. Denn du hast so gut wie keine Chance, deine Unschuld zu beweisen, wenn die Mädchen auf dumme Ideen kommen.

    An der Schule einer Bekannten hätte so ein pubertierendes Verhalten einem Sportlehrer beinahe das Genick geborchen. Er wurde, weil die Mädchen keinen Bock auf Sport hatten, mal eben so beschuldigt, sie bei der Hilfestellung unsittlich zu berühren. Und da kann er noch von Glück reden, dass nicht unsere selbstherrliche und selbstgerechte Pressse davon Wind bekommen hat, er wäre, obwohl es eindeutig nicht stimmte, als Lehrer erledigt gewesen. (Hilfestellung hat er danach allerdings, so weit ich weiß, nicht mehr gegeben.)
    Stumpfsinn, Stumpfsinn, du mein Vergnügen,
    Stumpfsinn, Stumpfsinn, du meine Lust.
    Gäb's keinen Stumpfsinn, gäb's kein Vergnügen,
    gäb's keinen Stumpfsinn, gäb's keine Lust.

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    AW: Verändert sich Ihr Vertrauen in die katholische Kirche?

    Zitat Zitat von AnnaM
    Nur dass man mit solchen Anschuldigungen sehr vorsichtig sein muss.
    Man sollte in der Untersuchung solcher Vorfälle vorsichtig sein, und es weder von vornherein als erfunden ablehnen, noch die "Täter" vorverurteilen.

    Sicher nicht so einfach, da bei diesen Delikten selten Zeugen zugegen sind.

    In deinem Fall gab es genügend Zuschauer.
    Geändert von 3146 (21.03.2010 um 18:17 Uhr)

  9. Inaktiver User

    AW: Verändert sich Ihr Vertrauen in die katholische Kirche?

    Zitat Zitat von 3146 Beitrag anzeigen
    Natürlich alles erstunken und erlogen.

    Damit haben die Missbraucher jahrzehntelang rechnen können, dass den Opfern sowieso niemand glaubt, besonders wenn der Täter ein hochwürdiger Herr war.

    Wenn du wirklich meinst, dass jede derartige Behauptung automatisch auf Wahrheit beruht, dann ist das Blödsinn!


    Natürlich gibt es Missbrauchsfälle, und jeder tatsächliche Fall ist einer zu viel.

    Aber auf jeden tatsächlichen Missbrauchsfall kommen x Lügen von Kindern, die sich wichtig machen oder rächen wollen.

    Und es gibt auch weiterhin viele tatsächliche, schlimme Fälle, die nie zur Sprache kommen.


    Aber zum Strangthema: Missbrauch ist ganz sicher nicht eine Besonderheit der katholischen Kirche. Es ist eine Versuchung für viele Lehrer und Betreuer in allen möglichen Institutionen - Schulen, Sportvereine, Jugendzentren -, der ganz vereinzelt einige unterliegen.

    Und zweifellos ist dies eine minimale Minderheit sowohl unter Geistlichen wie unter Lehrern, Sozialarbeitern oder Sporttrainern.

  10. Inaktiver User

    AW: Verändert sich Ihr Vertrauen in die katholische Kirche?

    In der ganzen Diskussion um Missbrauch fällt mir eins auf: Man möchte "sich entschuldigen" (geht das so einfach?) und will sich doch nicht der Verantwortung stellen.

    Zollitsch:

    "Dass Übergriffe in solcher Zahl auch in unseren Einrichtungen stattgefunden haben, beschämt mich und bewirkt in mir ein großes Erschrecken. Jeder einzelne Fall verdunkelt das Gesicht der ganzen Kirche".
    Gerold Becker: Allertiefste Abgründe tun sich auf.

    "Schüler, die ich in den Jahren, in denen ich Mitarbeiter und Leiter der Odenwaldschule war, durch Annäherungsversuche oder Handlungen sexuell bedrängt oder verletzt habe, sollen wissen: Das bedauere ich zutiefst, und ich bitte sie dafür um Entschuldigung. Diese Bitte bezieht sich ausdrücklich auch auf alle Wirkungen, die den Betroffenen erst später bewusst geworden sind."
    Während hingegen Margot Käßmann ganz klar auch die ihr drohenden strafrechtlichen Konsequenzen sah:

    "Ich bin über mich selbst erschrocken, dass ich einen so schlimmen Fehler gemacht habe", zitiert die "Bild"-Zeitung die EKD-Ratsvorsitzende. "Mir ist bewusst, wie gefährlich und unverantwortlich Alkohol am Steuer ist. Den rechtlichen Konsequenzen werde ich mich selbstverständlich stellen."
    Mir scheint, die Bischöfe der Katholischen Kirche bis hin zu ihrem obersten Hirten vollziehen einen Eiertanz, der ihrer Glaubwürdigkeit nur noch mehr schadet. Das Verlangen des Strafgesetzbuches ist eindeutig: "Wer absichtlich oder wissentlich ganz oder zum Teil vereitelt, daß ein anderer dem Strafgesetz gemäß wegen einer rechtswidrigen Tat bestraft oder einer Maßnahme (§ 11 Abs. 1 Nr. 8) unterworfen wird, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft." (§ 258 Abs. 1 StGB) Aber mir scheint, die Kirche fühlt sich als Staat im Staate und berechtigt, nach eigenen Vorstellungen über Schuld und Sühne zu entscheiden.

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