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  1. Inaktiver User

    AW: Verändert sich Ihr Vertrauen in die katholische Kirche?

    Seewespe,

    schön beschrieben!

    Ich sehe mich auch als spirituelles Wesen, ich habe eine Ethik, der ich versuche zu folgen (auch, wenn es mir nicht immer gelingt).

    Ich weiß nicht, ob Gott nicht einfach nur ein Sammelbegriff ist für das, was wir uns mit dem Verstand nicht mehr erklären können?
    Gott ist für mich eher ein Prinzip, denn ein persönlicher Gott, denn für einen persönlichen Gott müsste ich ein gegenseitiges Interesse wahrnehmen. Es beginnt und endet für mich bei der Theodizee-Frage....

    ... aber das wird jetzt wohl ot...

  2. Inaktiver User

    AW: Verändert sich Ihr Vertrauen in die katholische Kirche?

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Warum so pessimistisch?
    Ich denke, jetzt könnte sich was bewegen.
    Ein klein wenig vielleicht,
    sehr viel kann ich mir nicht vorstellen.

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    nichtmehron,
    du hast im Posting 602 sehr viele Warums aufgeführt die dich zum Kirchenaustritt bewogen.

    Fragst du dich jetzt nicht mehr warum?
    Ich frage mich das immer mal wieder, komme aber zu keinem anderen Ergebnis. Mein Kirchenaustritt war für mich richtig.

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    Wenn du einigen von deinen Warums nachgehst, nämlich, die sich auf die Ungerechtigkeit der Welt beziehen kämst du mit deinem gesunden Menschenverstand schnell darauf, dass es von Menschen verursachte Probleme sind.
    Schon, aber dass ein angeblich allmächtiger Gott so viel Ungerechtigkeit zulässt und so viele Menschen leiden lässt, macht ihn mir nicht sympathisch.

    Zitat Zitat von Inaktiver User
    ...Gut, man könnte jetzt sagen, er lässt es zu. Aber, was wäre die Alternative?
    Er rauscht vom Himmel mit Donnerschlag und macht Tabula Rasa.
    Soll er ja angeblich mal gemacht haben (Sintflut). Aber dabei sind wieder alle umgekommen, bis auf diesen auserwählten Noah.
    War also auch nicht sehr gerecht.

    Zitat Zitat von DerJunge82
    Dann ist das eben so. Und da sich die Einstellung zu Kondomen in der nächsten Zeit nicht ändern wird, muss man auf den Verstand jedes einzelnen setzen.
    Genau.
    Und dazu braucht man keine Kirche.
    _________________________________________

  3. Inaktiver User

    AW: Verändert sich Ihr Vertrauen in die katholische Kirche?

    lalunaxx,
    die meisten oder fast alle lösen sich vom Gemeindeleben. Sie fangen eine Arbeit an, studieren oder haben einfach andere Interessen.
    Zwei meiner Töchter waren sehr aktiv und integriert in unsere damalige Gemeinde.
    Sie hatten zu der Zeit dort Freundschaften gefunden - und gemessen was ich so von der Schule mitbekommen habe, ging es dort sehr viel weniger aggressiv zu.
    Einige wirklich sehr gute Freundschaften haben sich bis heute erhalten.
    Trotzdem, nicht nur wegen Umzug haben sie sich entfernt, abgenabelt.
    Klar wird da geklüngelt, und Ehrgeiz und Eitelkeiten spielen auch eine Reihe.
    Ich musste innerlich so schmunzeln wie mir die eine Tochter, die mit Inbrunst Ministrant war von dem Problem ihrer Freundin erzählte - mit der sie meist zusammen ministrierte.
    Sie will nicht immer Leuchter sein. Es stellte sich folgende Hirarchie heraus: Leuchter, Buch und Weihrauch.
    Wer will schon immer Armleuchter sein.
    Ansonsten, meine aktivste Zeit war als Mutter - so mittenmang.
    Zu dieser Zeit hatte die Gemeinde ein sehr aktives fast Partyleben, tolle Faschingsfeten etc....
    Das drang irgendwie nach oben. Und rein zufälligwurde der Pfarrer ausgewechselt.
    Der Neue hat dann alles niedergetrampelt.
    So kanns laufen. Ich muss aber der Wahrheit dazu sagen, so sehr gläubig und kichlich gings selten zu.
    Teilweise wurden die Räume vermietet, für Feiern, Events. Es gab Gruppen, die trafen sich zum Skatspielen.
    Ein Narr der sich was Schlechtes dabei denkt.
    Ich selbst war als Kind nie in einer Gemeinde so aktiv. Das lag wohl an den fehlenden Angeboten dort und an meiner Großfamilie, ein Kosmos für sich.
    Mein Opa hat mir auch mal mit der Hölle gedroht als ich mich versteckte weil ich nicht zur Kirche mit wollte....
    Mir scheint, ich war damals nicht so ängstlich.
    Dafür trafs mich später um so heftiger. Ich hatte so in meinen mittleren oder späten Zwanzigern unter Panikattacken zu leiden. Das war meine Hölle. Irgendwann war ich an einem Punkt, da wusste ich glasklar: die Ärzte meinen es gut, sie verschreiben, raten - geholfen hatte aber nix.
    mir musste eine höhere Instanz helfen, die ich in mir finden musste.
    Heute im Nachhinein sind es weniger Erleuchtungen oder gar nicht sondern ganz praktische Erkenntnisse die mir halfen.
    Aber, dafür habe ich gebetet. Ich fühlte mich wirklich am Boden - und hatte doch ein kleines Kind zu versorgen.
    Zurückgeblieben aus dieser Zeit ist, dass ich mich wirklich manchmal in mein Schicksal ergebe, aus einer anscheinenden Kapitulation oder Ratlosigkeit wieder hoch komme.
    Und ich kann mir gar nix Anderes vorstellen als das das Leben in irgendeiner Form weitergeht.
    Wir üben doch nur hier unten, lach.
    sky

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    AW: Verändert sich Ihr Vertrauen in die katholische Kirche?

    Zitat Zitat von sky
    Wir üben doch nur hier unten, lach.
    Nö.
    "Dort oben" ist nix.
    Aber wenn es dich tröstet in Schwierigkeiten, dann isses ja gut.
    Illusionen sind manchmal auch was Schönes.

  5. Inaktiver User

    AW: Verändert sich Ihr Vertrauen in die katholische Kirche?

    Zitat Zitat von 3146 Beitrag anzeigen
    "Dort oben" ist nix.
    Letztendlich ist auch das ein Glaube, und kein Wissen. Denn es könnte etwas geben, was mit unseren Sinnen und unserem Verstand nicht erfahrbar ist ...

    Das macht auch die Diskussion für mich immer wieder spannend.

  6. Inaktiver User

    AW: Verändert sich Ihr Vertrauen in die katholische Kirche?

    Zitat Zitat von 3146 Beitrag anzeigen
    Nö.
    "Dort oben" ist nix.
    Ach, du weißt das? Toll!
    Letztendlich ist auch das ein Glaube, und kein Wissen. Denn es könnte etwas geben, was mit unseren Sinnen und unserem Verstand nicht erfahrbar ist ...
    So dachte ich auch bisher. Aber scheints ist 3146 allwissend!
    Aber wenn es dich tröstet in Schwierigkeiten, dann isses ja gut.
    Illusionen sind manchmal auch was Schönes.
    Wie großzügig, dass du uns Gläubigen die "Illusion" lässt! Bloß gut, dass du nicht überheblich bist.

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    AW: Verändert sich Ihr Vertrauen in die katholische Kirche?

    Interview mit dem Befreiungstheologen Leonardo Boff
    Kritik am Papst - ''Es mangelt ihm an allem'' - Politik - sueddeutsche.de
    Ich bin, also denke ich

  8. Inaktiver User

    AW: Verändert sich Ihr Vertrauen in die katholische Kirche?

    Wissen kann niemand, ob nach dem Tod noch irgendetwas kommt.
    Das ist richtig.
    Also auch die katholische Kirche nicht - aber sie behauptet es.

    Für mich ist das sehr fragwürdig.
    Es kann sein, dass nach dem Tod noch etwas kommt,
    aber ich kann nicht wirklich dran glauben.
    Es ist für mich auch nicht wichtig.
    Ich finde das Leben vor dem Tod wichtiger.

    Dass es viel Unerklärliches gibt, finde ich auch.
    Und in der Natur gibt es viele Dinge, die wie Wunder aussehen.
    Nicht alles kann wissenschaftlich erklärt werden.

    Aber die Erklärungen der KK sind mir zuuu fantastisch -
    und ich finde sie auch sehr eigennützig.
    Erzähle den Menschen von einem Leben nach dem Tod - dann geben sie hier auf der Erde Ruhe.
    Man kann sie gut mit den Geboten in Schach halten.
    Die Kirche hat in der Geschichte immer sehr viel Macht besessen,
    die aber im Laufe der Zeit zum Glück schon abgenommen hat.
    Für meinen Geschmack hat sie allerdings immer noch viel zu viel Macht.
    Aber ich denke, dass das mit der Zeit immer weniger werden wird, je aufgeklärter die Menschheit wird.

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    AW: Verändert sich Ihr Vertrauen in die katholische Kirche?

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Wissen kann niemand, ob nach dem Tod noch irgendetwas kommt.
    Das ist richtig.
    Also auch die katholische Kirche nicht - aber sie behauptet es.

    Für mich ist das sehr fragwürdig.
    Es kann sein, dass nach dem Tod noch etwas kommt,
    aber ich kann nicht wirklich dran glauben.
    Es ist für mich auch nicht wichtig.
    Ich finde das Leben vor dem Tod wichtiger.

    Dass es viel Unerklärliches gibt, finde ich auch.
    Und in der Natur gibt es viele Dinge, die wie Wunder aussehen.
    Nicht alles kann wissenschaftlich erklärt werden.

    Aber die Erklärungen der KK sind mir zuuu fantastisch -
    und ich finde sie auch sehr eigennützig.
    Erzähle den Menschen von einem Leben nach dem Tod - dann geben sie hier auf der Erde Ruhe.
    Man kann sie gut mit den Geboten in Schach halten.
    Die Kirche hat in der Geschichte immer sehr viel Macht besessen,
    die aber im Laufe der Zeit zum Glück schon abgenommen hat.
    Für meinen Geschmack hat sie allerdings immer noch viel zu viel Macht.
    Aber ich denke, dass das mit der Zeit immer weniger werden wird, je aufgeklärter die Menschheit wird.
    Ich finde, dass wird zu grundsätzlich hier - Katholiken bzw. Christen können sich doch nur beleidigt fühlen, wenn man ihren "Glauben" als intellektuell fragwürdig darstellt. Das kann doch das eigentliche Thema nicht weiterbringen, im Gegenteil.

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    AW: Verändert sich Ihr Vertrauen in die katholische Kirche?

    Danke Wolfgang für den lesenswerten Artikel!
    Die Kunst der Wahrnehmung

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