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23.03.2010, 17:30
AW: Verändert sich Ihr Vertrauen in die katholische Kirche?
Stumpfsinn, Stumpfsinn, du mein Vergnügen,
Stumpfsinn, Stumpfsinn, du meine Lust.
Gäb's keinen Stumpfsinn, gäb's kein Vergnügen,
gäb's keinen Stumpfsinn, gäb's keine Lust.
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23.03.2010, 19:40Inaktiver User
AW: Verändert sich Ihr Vertrauen in die katholische Kirche?
Ich sag sowas ja selten, aber hier finde ich es angebracht:
ich staune über die Borniertheit der sog. "Christenmenschen" bzw. "Katholiken", die sich immer und immer wieder einer Diskussion stellen, der sie offensichtlich nicht gewachsen sind. Oder woran liegt es, dass immer wieder alles verdreht wird und Behauptungen aufgestellt werden, die keiner gemacht hat? Spiegelfechtereien...
Was bringt das? ist das so eine Art Abwehrhaltung, ein Schutzmechanismus? Es würde mich echt interessieren.....
Warum soll man in einem Strang, wo es um schwindendes Vertrauen in die KK geht, schon wieder über die Odenwaldschule diskutieren? Macht es das irgendwie weniger schlimm, wenn Missbrauch auch woanders geschieht? Schliesst das aus, dass es ganz besondere Faktoren gibt, die speziell in der KK unseelig wirken? Beruhigt das jemanden tatsächlich, diese "woanders-passiert-das-aber-auch?"
Ich denke auch, dass die emotionale Nähe eine Voraussetzung für eine Missbrauchssituation ist.
Doch da wir Menschen alle - auch die Priester und Nonnen! - ohne emotionale Nähe nicht leben können (wollen), ist die Gefahr allgegenwärtig, ja: auch in nicht-kirchlichen Einrichtungen!
Ich halte das, was wir in diesen Tagen erfahren, für so schlimm und so besonders - dass eine fokussierte Betrachtung nicht nur rechtfertigt, sondern erfordert!
Die besonderen Verhältnisse in der KK sind eine zusätzliche Verschärfung der emotional kritischen Situation zwischen Lehrer und Schutzbefohlenem.
Da reicht mir mein gesunder Menschenverstand für die Vorstellung, dass Personen, die ihre Sexualität nicht ausleben dürfen einer ganz besonderen, meiner Meinung nach ungesunden, Situation unterworfen sind. Und darum ist es höchste Zeit, den Pflicht-Zölibat aufzugeben und die rigide Sexualmoral der KK auszulüften.
Damit sich auch Menschen für den Priesterberuf entscheiden können, die bis heute vor einer solchen Entscheidung zurückschrecken.
Ich denke, es gehört mehr Demut dazu, sich hier als Mensch mit allen Bedingtheiten zu erkennen.
Ist mir lieber als ein religiöser Sexualasket, der meint, seine Sexualität einem höheren Ziel opfern, zumindest aber: unterwerfen zu können. Und was für eine Sexualität das in manchen Fällen dann ist, das können dann die Opfer erzählen... leider erst, wenn es schon zu spät ist!
Dass es mir in der Diskussion z.B. vorrangig um die Art und Weise geht, wie die KK mit den ganzen Vorfällen umgeht - darüber wird hier leider immer wieder hinwegpolemisiert.
Macht nur so weiter, liebe Katholiken. Ihr werdet euch mit eurer Wagenburgmentalität bald SEHR exklusiv fühlen. *ironiemodusaus*
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23.03.2010, 20:02
AW: Verändert sich Ihr Vertrauen in die katholische Kirche?
Nun gut, dann sagen wir es mal so:
Ich bin in der katholischen Kirche.
Mein Vertrauen weder zu den Priestern, Patern, Nonnen etc. noch zu den anderen Katholiken hier am Ort ist im Schwinden begriffen. Warum auch??? Ich kenne sie, meine Kinder sind bei ihnen im Kindergarten gewesen, sie haben ihre Schulen besucht, ich habe beruflich und privat mit ihnen zu tun und ich bin mir ganz sicher, dass alle entsetzt sind über das, was jetzt überall zu lesen ist.
Auch ansonsten kann ich nur über eine einzige angedeutete Ohrfeige berichten, die ich bei der Kommunionvorbereitung von meinem Pfarrer bekommen habe. Aber das war zu Zeiten, wo so was noch völlig normal war. Und ich habe ihn trotzdem bewundert.
Aber das ist es nicht, was ihr hören wollt, oder?Stumpfsinn, Stumpfsinn, du mein Vergnügen,
Stumpfsinn, Stumpfsinn, du meine Lust.
Gäb's keinen Stumpfsinn, gäb's kein Vergnügen,
gäb's keinen Stumpfsinn, gäb's keine Lust.
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23.03.2010, 20:26
AW: Verändert sich Ihr Vertrauen in die katholische Kirche?
.. gerade wegen diesem Verhalten, das ja nicht nur hier erlebbar ist (zum Glück ist das nicht die Regel) halte ich Diskussionen über das was in und um die kath. Kirche herum gelebt wird für wichtig. Bei solchen Abwehrmechanismen zu resignieren würde doch bedeuten, dass man dazu beiträgt, dass so etwas verharmlost und relativiert werden kann.
Manchmal frage ich mich auch, warum man auf so offensichtliche Abwehrreaktionen überhaupt noch eingeht. Was soll es bringen, auf immer gleiche Antworten - ob passend oder nicht - einzugehen und zu versuchen den Diskussionsfaden zu entwickeln und nicht nur zu kreisen? Es wurde doch hinlänglich unter Beweis gestellt, dass eine ins Detail gehende Diskussion gar nicht möglich ist. Allenfalls über Odenwaldschulen oder Probleme in der Familie und Gesellschaft. Fast bin ich geneigt zu fragen "was kann man einem braven kath. Kirchenmitglied auch anderes erwarten, als das Folgende einzustimmen?
Quelle:
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz wollte von derartigen Vorstößen in Rom nichts wissen. Er listete vielmehr auf, was die katholische Kirche unternimmt, um Opfern von sexuellem Missbrauch durch Priester zu helfen, bisherige Fälle ohne „falsche Rücksichtnahme“ rückhaltlos aufzuklären und künftige Übergriffe zu verhindern. Im Übrigen zeigte er sich irritiert darüber, dass in der Diskussion um sexuellen Missbrauch mit dem Finger allein auf Priester und Bischöfe gezeigt werde. Dabei sei bekannt, dass es das Phänomen „weit über den Bereich der katholischen Kirche hinaus“ gebe.
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24.03.2010, 01:09
AW: Verändert sich Ihr Vertrauen in die katholische Kirche?
Komisch, die scheinen mehr entsetzt zu sein als du.
Ich glaube, dass es nicht schaden würde, auch mal über den Tellerrand hinauszuschauen.
Deine Argumentation lässt sich (karikiert) auch in anderen Lebensbereichen anwenden:
z.B.
-Ich versteh das nicht, dass es Frauenhäuser gibt, mein Mann hat mich noch nie geschlagen
-Mobbing in unserem Betrieb ist nicht so schlimm, in unserer Abteilung verstehen wir uns
-Luftverschmutzung ist nicht so schlimm, bei uns auf dem Land ist doch alles in Ordnung
und und und....
Wie gesagt: Man kanns auch anders sehen. Und bei den Nonnen, die so entsetzt waren über das, was in der KK abgeht, sind bestimmt einige dabei, die über den Tellerrand hinausschauen, und denen die Haare zu Berge stehen.Ich bin, also denke ich
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24.03.2010, 06:33
AW: Verändert sich Ihr Vertrauen in die katholische Kirche?
Und weil es Frauenhäuser gibt, soll ich kein Vertrauen mehr zu meinem Mann haben und mich am besten scheiden lassen??? Oder sagen: Hey, Wolfgang, bist du nicht ein Mann, ein Vergewaltiger und Kinderschänder? Was machst du hier? Verzieh dich!!!-Ich versteh das nicht, dass es Frauenhäuser gibt, mein Mann hat mich noch nie geschlagen
Weil es bei dir Mobbing gibt, bei mir auf der Arbeit alles gut ist, soll ich kündigen?-Mobbing in unserem Betrieb ist nicht so schlimm, in unserer Abteilung verstehen wir uns
Warum soll ich denn jetzt sagen, uiuiui, alle, die mit "der Kirche" zu tun haben, sind böse, mit denen will ich nichts mehr zu tun haben, ich trete aus! (Denn DAS ist es doch, was ihr wollt!)
Und selbstverständlich muss ich in Sack und Asche gehen und darf keinesfalls mehr von positiven Erlebnissen mit "der Kirche" berichten! Und schon gar nicht die Frage oben so beantworten, wie ihr es auf keinen Fall hören wollt.Stumpfsinn, Stumpfsinn, du mein Vergnügen,
Stumpfsinn, Stumpfsinn, du meine Lust.
Gäb's keinen Stumpfsinn, gäb's kein Vergnügen,
gäb's keinen Stumpfsinn, gäb's keine Lust.
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24.03.2010, 09:20Inaktiver User
AW: Verändert sich Ihr Vertrauen in die katholische Kirche?
Wolfgang meint (bitte korrigier mich, wenn ich falsch liege, Wolfgang), dass Du vielleicht einmal probieren könntest, Deine Extrem-, Generalisierungs- und Schwarzweisspositionen zu verlassen. Kritik an der katholischen Kirche, an Internaten oder anderen Institutionen muss möglich sein, ohne dass deshalb eine Art heiliger Krieg entflammt, bei dem alles, was auch nur ansatzweise hinterfragend, ergründend und analysierend ist, als "unerhört", und "schaut erst einmal bei anderen" abgeschmettert wird. Institutionen sind lebendige Organismen, die von Individuen gebildet werden. Individuen finden sich nach bestimmten Gesetzmässigkeiten zusammen, und Gruppen funktionieren gemäss bestimmter Dynamiken. All das kann man betrachten, und daraus lernen, wie es besser funktionieren könnte.
Es geht doch darum, zukünftig Übergriffe einzudämmen, nicht darum, Institutionen zu verdammen. Ohne Veränderung wird das nicht funktionieren. Dass sich die KK beispielsweise Veränderungen gegenüber nicht gerade öffnet, trägt zur Situation jetzt bei, und auch dazu, dass mittlerweile viele Menschen sich von ihr abwenden.
Gerade demjenigen, der FÜR die Kirche eintritt, müsste doch daran gelegen sein, daran mitzuarbeiten, dass zukünftig Gewalt möglichst kein Thema mehr sein wird - stattdessen lese ich hier von den Freunden der KK wieder nur: Relativierungen, Abwiegelung, Umlenkung auf andere "Verursacher", Blockade.
So kann nichts besser werden, aber vieles sich weiter verschärfen.
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24.03.2010, 09:41
AW: Verändert sich Ihr Vertrauen in die katholische Kirche?
Ich habe Kritik niemals verboten. Ich habe auch niemals abgewiegelt. Generalisierungspositionen oder Schwarz-Weiß-Denken sehe ich eher bei denen, die hier ständig über "die Kirche" herziehen und das Fehlverhalten einiger auf die ganze Kirche beziehen.
Wobei jetzt sicher wieder politisch korrekt wäre, von vielen zu reden, nicht?
Dann schlag doch mal konkret vor, was ich jetzt hier in diesem Forum zu sagen habe, damit es den "Kirchenkritikern" genehm ist.Stumpfsinn, Stumpfsinn, du mein Vergnügen,
Stumpfsinn, Stumpfsinn, du meine Lust.
Gäb's keinen Stumpfsinn, gäb's kein Vergnügen,
gäb's keinen Stumpfsinn, gäb's keine Lust.
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24.03.2010, 09:42
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24.03.2010, 09:59
AW: Verändert sich Ihr Vertrauen in die katholische Kirche?
AnnaM,
die siehst immer und überall die Feinder der KK, die am liebsten die KK abschaffen möchten.
Ich glaube, du siehst es viel zu einseitig.
Wenn ich mir die Kritiker des katholischen Systems anschaue, dann kann ich unterteilen:
1. Atheisten (z.B. ich): Die Kritik dieser Gruppe empfinde ich gar nicht so böse. Ich versuche im Allgemeinen, Gefühle von Gläubigen nicht zu verletzen. Streiten ja, verletzen nein. So schätze ich auch die meisten der Atheisten hier im Forum und auch in der Gesellschaft ein.
2. Ausgetretene Katholiken, die noch gläubig sind, aber an der Kirche verzweifelt sind (die mit den meisten Emozionen): Die härtesten Kritiker. Sie wünschen sich eine andere, menschlichere Kirche. Und sehen, dass ihre Wünsche gegen die Wand gefahren werden. Und hier verstehe ich, dass die Kritik manchmal extrem wird. Ich denke zu Recht.
3. Diejenigen, die noch in der Kirche sind, jedoch kapituliert haben: Hier gibt es alle möglichen Reaktionen von Defätismus mis zur Apathie. Immer, wenn ein Skandal innerhalb der KK hochkommt, kommt es von dieser Seite zu starken Reaktionen. Hier sind wahrscheinlich auch die meisten Kirchenaustritte zu verzeichnen.
4. Katholiken, die eigentlich ganz zu frieden sind. Die denken, sie seien die Stütze des kath. Systems. Und genau das stimmt nicht! Gerade diese Mitläufer verstärken die Erosion des Systems, weil fortschrittliche Gruppen, keine Chance haben, die Entwicklung dieser Kirche zu beeinflussen. Und so gehen die Kirchenaustritte munter weiter.Geändert von Wolfgang60 (24.03.2010 um 10:12 Uhr)
Ich bin, also denke ich


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