Das ist mit Sicherheit nicht auszuschließen.
Für Menschen, die das ernst nehmen und versuchen, danach zu handeln, schließe ich den bigotten Vorsatz aus. "Ich kann tun, was ich will, ich beichte es ja."
Es erinnert mich an die Bemerkung eines alten Lehrers von mir, seines Zeichens Psychiater. Er sagte einmal, es gäbe deutlich weniger psychische Erkrankungen, wenn die Menschen noch richtig beichten könnten. Sie könnten sich von Schuld(gefühlen) befreien, die nicht selten Ursache ernsthafter Erkrankungen sind.
Ich weiß nicht, ob er Recht hatte.
Antworten
Ergebnis 1.051 bis 1.060 von 1157
-
20.05.2010, 15:52
AW: Verändert sich Ihr Vertrauen in die katholische Kirche?
Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
-
20.05.2010, 15:57
AW: Verändert sich Ihr Vertrauen in die katholische Kirche?
Ich habe diesen Kokkolores aus folgendem Grund zurückgezogen: Beispiel: Zu meinen Großeltern hatte ich ein sehr gutes Verhältnis. Sie gingen zur Beichte, ich fand dies und finde es immer noch als Kokolores. Jedoch hätte ich nie zu ihnen gesagt: "Das was ihr tut, ist Kokolores". Einfach aus Gründen des Respekts gegenüber ihnen. Ähnlich sehe ich es auch hier: Wenn es einige Katholiken hier gibt, die sich persönlich angegriffen fühlen, wenn ich ihr Treiben als Kokolores bezeichne, möchte ich lieber darauf verzichten. Meinen Standpunkt habe ich immer noch, jedoch möchte ich niemanden verletzen.
Ähnlich wird es z.B. einem Katholiken gehen, der in seinem Urlaub bestimmte hinduistische Bräuche kennenlernt. Er denkt sich seinen Teil und wird sich, sofern er gelernt hat, gegenseitig Respekt zu zeigen, nicht abfällig äußern.
ps. Nach dem Tode meines Opas kam heraus, dass er im Krieg sich zu nichts zu schade war.....Ich bin, also denke ich
-
20.05.2010, 16:10Inaktiver User
AW: Verändert sich Ihr Vertrauen in die katholische Kirche?
Wenn man einen Priester als Gesprächspartner und Zuhörer, der zudem noch dem Beichtgeheimnis unterliegt, aufsucht, um Rat, und in gewisser Hinsicht bestimmt auch Zuspruch zu erhalten, dann empfinde ich dies ausdrücklich als sehr wertvoll.
Wenn aber die Beichte sozusagen institutionalisiert (und auch kommerzialisiert - siehe Ablassbriefe) wird, dann muss man sich ja schon fragen, welchen Ursprung die Einrichtung einer regelmässigen Beichte wirklich hatte. In meinen Augen ging es nämlich dabei um Informationsbeschaffung und eben Geldschneiderei.
Und umgekehrt konnten die Menschen sich eben (mit fast ruhigem Gewissen) den Sünden hingeben, denn sie wurden ja auf recht bequeme Art und Weise wieder erlassen.
-
20.05.2010, 18:16
AW: Verändert sich Ihr Vertrauen in die katholische Kirche?
Wie verhält sich die katholische Kirche gegenüber "ungehorsamen" Frauen?
"Moshi, Tansania, 1993. An dem Tag, an dem Schwester Maria Lauda der katholischen Kirche in die Quere kommt, ist sie ganz bei Gott. Mit einer Ärztin fährt sie ins Rotlichtviertel der Stadt, die Ärztin will Kondome an die Prostituierten verteilen. Als katholische Nonne darf Maria Lauda den Gebrauch von Verhütungsmitteln eigentlich nicht unterstützen, doch Rom ist weit weg von der Wirklichkeit in Afrika. Die Nonne hat das Elend gesehen in den Vierteln, in denen Aids beinahe eine ganze Generation ausgelöscht hat. Sie hat Menschen gesehen, die sich lieber umbrachten, als ihren Familien die "Schande" der Krankheit zuzumuten. Mädchen, die von infizierten Männern vergewaltigt wurden, im Glauben, die Jungfräulichkeit würde die Krankheit vertreiben...
Als Maria Lauda zurück in ihr Kloster fährt, erfüllt dieses Lächeln sie mit neuem Mut. Sie ahnt nicht, dass der Bischof den Besuch im Rotlichtviertel zum Anlass nehmen wird, sie wegen Ungehorsams von all ihren Pflichten zu entbinden und aus dem Orden zu treiben."
Im Juni 2002 hatten sieben Frauen aus Deutschland, Österreich und den USA es endgültig satt, ewige Bittstellerinnen zu sein. Sie hatten bei zahlreichen Initiativen mitgemacht, Briefe und Eingaben nach Rom geschickt, hatten um Gehör gebeten für ihr Anliegen, Frauen die katholische Weihe nicht länger zu verweigern, da es unbestritten auch bei den Urchristen Priesterinnen gegeben hatte. Doch die römische Kurie tat, was sie häufig tut, wenn sie mit Kritik konfrontiert wird: Sie schwieg eisern. Papst Johannes Paul II. hatte 1994 schließlich unmissverständlich klargemacht, dass geweihte Frauen mit der katholischen Lehre unvereinbar seien - bis in alle Ewigkeit, Amen.
Am Peter-und-Paul-Tag bestiegen die sieben Frauen den Dampfer "MS Passau" auf der Donau. In ihren langen weißen Gewändern legten sie sich ausgestreckt auf die Schiffsplanken; die Arme abgewinkelt wie ein menschliches Kreuz, das Gesicht zur Erde gewandt, wie es katholische Sitte ist. Ein argentinischer Bischof schlug das Kreuzzeichen über ihnen und weihte die sieben zu Priesterinnen. Eine solche Provokation konnte der Vatikan nicht ignorieren, die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten: Schon elf Tage später bekamen alle Beteiligten einen Brief mit der Aufforderung, Reue über die Aktion zu zeigen und die Gläubigen "für das verursachte Ärgernis um Verzeihung zu bitten". Als das Ultimatum ohne Widerruf der Frauen verstrichen war, ereilte sie die umgehende Exkommunikation, unterzeichnet vom damaligen Präfekten der Glaubenskongregation Joseph Kardinal Ratzinger..."
Quelle: Frauen und die katholische Kirche: Chronik eines Skandals - Gesellschaft - BRIGITTE.de
Die Kunst der Wahrnehmung
-
20.05.2010, 18:38Inaktiver User
AW: Verändert sich Ihr Vertrauen in die katholische Kirche?
So sehe ich das auch.
Warum wird eigentlich allen gleich eine böse Absicht unterstellt? Es gibt durchaus viele Menschen, die Buße und Reue ernst nehmen.
Aber die Ablassbriefe gibt es doch schon lange nicht mehr.
Und wo siehst du die Beichte institutionalisiert?
Hier äußern sich doch meist diejenigen negativ über die Beichte, die selbst gar keine Erfahrung damit haben oder hatten.
Als Außenstehender kann ich niemals drüber befinden, ob ein anderer die Beichte ernst nimmt oder ob er sie bloß als gute Gelegenheit sieht, vermeintlich von den Sünden befreit zu werden um dann so weiter zu tun wie bisher. Die innere Gesinnung sieht man keinem an.
-
21.05.2010, 00:41Inaktiver User
AW: Verändert sich Ihr Vertrauen in die katholische Kirche?
Die hat aber keine Ahnung vom Beichten, auf die du dich da beziehst. Und zwar: gar keine Ahnung.
Ich komme als eine, die nicht an die Bibel oder Kirche glaubt, nicht umhin, mich deiner Meinung anzuschließen.Dann lieber ein grundanständiger Ungläubiger oder Protestant, die mit ihren Missetaten selbst klarkommen müssen, als ein mordender Katholik, der zum Schluss noch die katholische Lossprechung von den Sünden erhält. Das was die Katholiken da zelebrieren hat mit Glauben wenig zu tun, eher mit schlechtem Theater.
Und so teilt sich die Menschheit in Gute und Nicht-Gute, bei den Katholiken und überall. Deshalb weiß ich gar nicht, wofür dich die Kirche brauchen würde.Natürlich wird es Katholiken geben, die meinen, mit einem äußerlichen Bekenntnis sei alles erledigt. Deshalb habe ich ja oben geschrieben, dass die Voraussetzung wirkliche Reue ist und der Vorsatz, es nicht mehr zu tun und dass vor allem die Gesinnung das Wichtigste istGeändert von Inaktiver User (21.05.2010 um 00:47 Uhr)
-
21.05.2010, 00:49Inaktiver User
-
21.05.2010, 00:51Inaktiver User
-
21.05.2010, 00:54Inaktiver User
AW: Verändert sich Ihr Vertrauen in die katholische Kirche?
Ist vielleicht ganz gut so....dass geweihte Frauen mit der katholischen Lehre unvereinbar seien - bis in alle Ewigkeit, Amen.
Zitronenmond, definitiv Geweihte von Gott persönlich (das weiß ich zufällig ganz genau)
-
21.05.2010, 00:55Inaktiver User
AW: Verändert sich Ihr Vertrauen in die katholische Kirche?



Zitieren
