Das ist ja spannend. Wusste ich überhaupt nicht.
Na sowas...
Wenn sie mal (ein einziges Mal!) die Begründung ernsthaft betreiben würden.Ich sehe aber nicht den Funken des Umdenkens innerhalb der KK.
Aber vielleicht können die amtierenden älteren Zölibatsopfer das gar nicht so begründen, dass man es ihnen glauben kann?
Öhm.... wie?@ LunaLimette
ich schlage keinem Menschen ins Gesicht, wenn ich Fragen stelle, die sich auf verantwortungsvolle Elternschaft beziehen.
Ich verstehe deine Antwort so gar nicht.
Hattest du den Eindruck, dass ich empfindlich reagiere?
Mag sein, dass ich bei dem Thema empfindlich bin. Das hätte dann aber nichts mit Kirche zu tun. Sehr wohl aber damit, dass ich weiß, wie wichtig für Kinder beide sind: Vater und Mutter. Sie müssen nicht gleichzeitig da sein und sie müssen noch nicht einmal immer da sein. Aber man muss wissen (und das ist wirklich das Allermindeste), wer Vater/Mutter ist.
Guck dir Geschichten von Adoptivkindern an, nur als Beispiel.
Eigentlich habe ich deinen Einwurf überhaupt nicht verstanden.
Verantwortungsvolle Vaterschaft, könnte man drastisch sagen, versucht die KK zu verhindern, während sie das Poppen und Kinderzeugen ihrer Abgesandten auf Erden in Kauf nimmt. Und das ist, mit Verlaub, sowas von nicht in Ordnung, dass es weh tut.
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17.05.2010, 22:49Inaktiver User
AW: Verändert sich Ihr Vertrauen in die katholische Kirche?
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17.05.2010, 23:02Inaktiver User
AW: Verändert sich Ihr Vertrauen in die katholische Kirche?
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17.05.2010, 23:12
AW: Verändert sich Ihr Vertrauen in die katholische Kirche?
Hallo Sophia,
wo ist das Mitgefühl von bzw. Müttern bei vielen Inzestopfern? Inzestuöse Beziehungen zwischen Müttern und ihren heranwachsenden Söhnen sind keine Seltenheit, auch wenn sie nicht immer den strafrechtlichen relevanten Tatbestand des GV erreichen oder wenn die Mutter von der langfristigen inzestuösen Beziehung weiß, ihr Kind aber vom Vater nicht schützen will, oder sich den Versuchen des Kindes, von der sexuellen Misshandlung Mitteilung zu machen, beharrlich entzieht.
Ich verstehe deinen Wechsel sehr gut und wünsche dir in deiner neuen Kirche alles Gute.
Übrigens:
"Die deutschen Bischöfe wollen der Krise der katholischen Kirche mit einer "Steuerungsgruppe" entgegentreten. Nach SPIEGEL-Informationen soll das Gremium die Debatte um Reformthemen wie Zölibat vorantreiben. Hohe Austrittszahlen haben die Oberhirten offenbar alarmiert...
Die Bischöfe sind zusätzlich besorgt, weil viele frustrierte Katholiken zu den Protestanten überlaufen. Vor allem die evangelischen Kirchen Süddeutschlands berichten von einem deutlichen Anwachsen der Übertritte. Ähnliches melden die Evangelische Kirche im Rheinland sowie die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers."
Quelle: Krise der katholischen Kirche: Deutsche Bischöfe gründen Denkfabrik - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - PanoramaDie Kunst der Wahrnehmung
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18.05.2010, 07:53Inaktiver User
AW: Verändert sich Ihr Vertrauen in die katholische Kirche?
Ich habe Opelius auch so verstanden. Auch wenn eine Frau mit einem (nicht mit ihr) verheirateten Mann ein Kind bekommt, kann sie keineswegs sicher sein, dass dieser das Kind anerkennt und zu ihm steht. Auch hier gibt es viele Fälle, wo die Frau den Vater nicht öffentlich machen kann/darf.
Ein Priester, der aus dem System aussteigt, steht erstmal vor dem Nichts.Niemand ist gezwungen, ein Keuschheitsgelübde abzulegen und niemand ist gehindert, aus diesem System auszusteigen. Eine Garantie für ein lebenslanges gesichertes Arbeitsverhältnis mit vernünftiger Bezahlung haben andere Arbeitnehmer auch nicht.
Das hast du völlig recht. Leider ist es aber auch bei "weltlichen" Vätern keineswegs selbstverständlich.
Da gebe ich dir recht. Ich bin absoluter Gegner des Pflichtzölibats und mich stört gewaltig, dass ein Priester, der sich offen zu Frau und Kind bekennt, gehen muss, während es stillschweigend geduldet wird, wenn er mit einer "Haushälterin" (auch mit Kind/ern) zusammenlebt.Verantwortungsvolle Vaterschaft, könnte man drastisch sagen, versucht die KK zu verhindern, während sie das Poppen und Kinderzeugen ihrer Abgesandten auf Erden in Kauf nimmt. Und das ist, mit Verlaub, sowas von nicht in Ordnung, dass es weh tut
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18.05.2010, 09:05Inaktiver User
AW: Verändert sich Ihr Vertrauen in die katholische Kirche?
Boah, jetzt werde ich aber langsam.... sauer.

Pelzpfote und Opelius, ich finde, dass ihr erheblich am eigentlichen Problem vorbei-argumentiert, indem ihr sagt, ein Priester sei nichts anderes als ein anderer Mann.
Es geht nicht um die Rechte der Frau. Die ist ja erwachsen. Außer im Vatikanstaat, da ist sie vielleicht 13 Jahre alt.
Es geht um den institutionalisierten Umgang mit Kindern, die trotz Zölibats entstanden sind.
Echt jetzt mal.
Ich glaube, eure Antworten könnten ein nicht anerkanntes Pfarrerskind schon erheblich verletzen.
Das, was so einmalig daran ist, dass die Institution Erstaunliches tut, um beim Verschweigen zu helfen und nicht beim Dazu-Stehen.
Könnt ihr den Unterschied nicht erkennen?
Und dass es auch andere Männer gibt, die ein Verhältnis die Existenz kosten kann, ist doch ab-so-lut kein Argument dafür, dass man den besonderen Umstand des Zölibats außer Acht lässt, Quatsch, mehr noch: es reicht ja nicht, dass die Priester sich die Sexualität komplett verkneifen müssen, nein, Sexualität darf auch allen anderen keinen Spaß machen (Verhütungsverbot). Oder wenn, dann nur, um die Kinderlein auch zu sich kommen zu lassen, um Kinder der Liebe zu zeugen.
Mannmann, das muss einem doch zynisch vorkommen, wenn man seinen Vater nicht ansprechen darf, weil der im Namen der Liebe.... ach, was reg ich mich hier auf.
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18.05.2010, 10:33
AW: Verändert sich Ihr Vertrauen in die katholische Kirche?
ich weiß auch nicht, weshalb Du Dich aufregst.
Ich versuche einfach an den zur Zeit noch vorherrschenden Fakten zu diskutieren. Dazu gehört, dass es einem Priester weder erlaubt ist, mit einer Frau zu schlafen, noch Kinder zu zeugen. Wenns trotzdem passiert, versucht die KK, den Gelöbnisbruch und die Versorgung der Kinder irgendwie unter einen Hut zu bringen.
Es ist natürlich ziemlich blöd, wenn nicht lachhaft, dass die ganze Kirchengemeinde den Priester mit "Vater" anspricht, nur die eigenen Kinder ihn nur "Onkel" nennen dürfen.
Ich kann zwar jeden Menschen verstehen, der um die Problematik weiß, dass er sich eine "andere" katholische Kirche wünscht. Als evangelischer Christ habe ich alle "fortschrittlichen" Schritte unserer Landeskirchen begrüßt, die Zulassung von Frauen in Pfarrstellen für sehr gut und zeitgemäß empfunden, ich habe es sehr begrüßt, dass sich selbst eine Landesbischöfin scheiden lassen konnte, ohne dass sie dafür strafversetzt wurde, was bis die 60er Jahre noch üblich war.
Nur ich beginne mich zu fragen, was hat es der evangelischen Kirche gebracht? Vielleicht mehr Menschlichkeit, Anerkennung von Brüchen in den Lebensläufen von Kirchenbeamten und -angestellten. Aber keineswegs das Halten von getauften Menschen in den Gemeinden.
Ein Umdenken in der KK - und da wiederhole ich mich - wird erst einsetzen, wenn junge Männer sich nicht mehr für den Priesterberuf entscheiden, also der Kirche die Priester ausgehen. Aber zur Zeit werden Priester neuerdings importiert, wie ich gehört habe, vor allem jetzt aus Polen. In Irland, den USA und in Polen gibt es noch genug Priester.Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel
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18.05.2010, 10:43Inaktiver User
AW: Verändert sich Ihr Vertrauen in die katholische Kirche?
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18.05.2010, 12:52Inaktiver User
AW: Verändert sich Ihr Vertrauen in die katholische Kirche?
Wegen der Argumentation, die vorwegnimmt, dass das Aufrechterhalten des Anscheins (Priester lebt zölibatär) wichtiger ist als die Verantwortung für entstandenes Leben.
Ja. Und dann hat die KK tatsächlich wenig begriffen, was zur "Versorgung der Kinder" notwendig ist. So gesehen ist jedes Jugendamt dann wesentlich fortschrittlicher.Wenns trotzdem passiert, versucht die KK, den Gelöbnisbruch und die Versorgung der Kinder irgendwie unter einen Hut zu bringen.
Wenn es mehr Menschlichkeit gebracht hat, ist das ja nicht wenig. Finde ich. Für eine Kirche.Nur ich beginne mich zu fragen, was hat es der evangelischen Kirche gebracht? Vielleicht mehr Menschlichkeit, Anerkennung von Brüchen in den Lebensläufen von Kirchenbeamten und -angestellten.
Marketingtechnisch gesprochen, macht die Kirche (sowohl Ev als KATH) nicht ausreichend deutlich, was ihr unverwechselbares Markenzeichen ist, ihr Inhalt - das, was "das Produkt" einzigartig bietet.Aber keineswegs das Halten von getauften Menschen in den Gemeinden.
Es gab hier mal für die dominante ev. Kirche im Stadtzentrum ein Konzept für die neu angebaute "Wiedereintrittsstelle".
Neubau (!) an der alten Kirche - aus der Kirchenkasse, während kleine Kirchen in den Stadtteilen schließen.
Das Konzept sah vor, an dieser in der City dominierenden Stelle mehr als eine "Stempelbude" einzurichten, sondern den Ort zu beleben mit Gesprächen, Diskussionen, Runden zu Themen, die die Menschen bewegen und zu denen die Kirche etwas zu sagen hat: Geburt, Sterben, Elternsein, Verantwortung, Engel, Ehe, Gottesglaube.... das Ganze als Runde verschiedener Menschen, aus der Kirche und nicht aus der Kirche. Sprechen über das, was Kirche ausmacht. Provokant formuliert: "Brauchen wir Engel?" "Ist die Kirche nur noch Wedding-Event-Manager?" Es sollte durch die gläsernen Wände zu sehen sein, dass hier Menschen sprechen, reden, in Bewegung sind. Samstags sollte es vor der Tür ein Café geben mit kleinen Beiträgen (Pfarrerrede? Lied? Zusammen singen?)...
Rate, ob das Konzept genommen wurde.
Der Neubau steht.
Innen drin: Stempelbude.
DAS ist das Problem der Kirchen.
Ärgerlich ist halt, wenn ein KK-Vertreter (wie neulich bei der Kirchentagssendung im TV) einfach nur sagt "ich will das Zölibat weiterhin" und mit keinem Wort, warum eigentlich.
Ah. Polnische Priester. Die können ihre Haushälterin gleich mitbringen. Pflegekräfte werden hier auch dringend gesucht.Aber zur Zeit werden Priester neuerdings importiert, wie ich gehört habe, vor allem jetzt aus Polen.
Herrje, Deutschland - katholische Diaspora. Wenn die KK ein Unternehmen wäre, würde ich sagen, es wurde von einem sauschlechten Management abgewirtschaftet,
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18.05.2010, 13:00Inaktiver User
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18.05.2010, 13:06
AW: Verändert sich Ihr Vertrauen in die katholische Kirche?




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