Meines Erachtens vermischst du da mehrere Dinge.
1. Wurde Lerchenberg nicht wegen des NS-Vergleichs gefeuert. Ganz gleich, was man davon halten mag, war das m.E. nur ein Vorwand um ihn und seine CSU- und FDP-Kritik loszuwerden. Das siehst du an der merkwürdigen Diskrepanz zwischen Interview-Äußerungen nach der Veranstaltung und Äußerungen am nächsten oder übernächsten Tag.
Andere Passagen dürften den Herrschaften am Nockherberg mindestens genauso sehr aufgestoßen haben wie der NS-Vergleich. Aber erst die Aufregung um den NS-Vergleich bot den willkommenen Anlass einen auf "empört" zu machen.
2. Unterliegt ein Medienschaffender - ein politischer Kabarettist ebenso wie ein Journalist - nicht einem derartigen inhaltlichen Weisungsrecht eines Arbeitgebers, als wenn es sich um einen Lagerarbeiter oder eine Bürogehilfin handeln würde.
Deshalb das Beispiel der Zensur von "Scheibenwischer"-Sendungen.
3. handelt es sich nicht einfach um Kritik, sondern darum, dass man Lerchenberg aus der Nockherberg-Veranstaltung weg haben will.
4. passt dein Argument von Auftraggeber und Beauftragten nicht auf den guten Guido, denn der war weder Auftraggeber noch überhaupt anwesend.
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Ergebnis 41 bis 50 von 162
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07.03.2010, 23:43Inaktiver User
AW: Nockherberg 2010 - Bruder Barnabas
Geändert von Inaktiver User (08.03.2010 um 00:04 Uhr)
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07.03.2010, 23:46
AW: Nockherberg 2010 - Bruder Barnabas
Also, alles in bester Ordung, die Brauerei hat von ihrem natürlichen Recht Gebrauch gemacht, ihre Meinung zu ändern, hochkarätige Kabarettisten möchten zunächst "Büttenreden" halten, um dann festzustellen, dass sie das dann doch nicht mögen - ein Autorenteam, das seit Jahren das Singspiel schreibt, mag von einer Sekunde auf die andere nicht mehr. Sie haben von ihrem Recht Gebrauch gemacht die Meinung zu ändern und sich einen anderen Arbeitgeber zu suchen.
Also, alles ganz normal, gar nichts passiert, alles ganz normale Prozesse im (Arbeits)leben? Ich meine nicht.Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.
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07.03.2010, 23:55Inaktiver User
AW: Nockherberg 2010 - Bruder Barnabas
Für mich hat es skirbifax ganz wunderbar auf den Punkt gebracht:
Um es mal klar zu formulieren ... Westerwelle ist schlicht ne grossmäulige Mimose.
(ich wollte erst mimosenhaftes Grossmaul schreiben, aber umgekehrt passts, glaub ich, besser)
Trotzdem denke ich, dass diese 3.Reich-Vergleiche inzwischen zu inflationär verwendet werden (auch wenn ich mich hier irgendwann einmal ebenfalls dazu hinreissen liess)
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07.03.2010, 23:56Inaktiver User
AW: Nockherberg 2010 - Bruder Barnabas
Ich weiß nicht, was du dir davon versprichst, das Politiker-Derbleck'n beharrlich als Büttenrede zu bezeichnen.
Quelle: WikipediaEine Büttenrede ist eine im westdeutschen Kulturraum zur Fastnachtszeit (Karneval, Fasching) abgelesene oder auswendig vorgetragene Rede. Sie ist meist gereimt und wird von einem speziellen Rednerpult („Bütt“, kölsch/rheinisch für Bütte) aus im lokalen Dialekt vorgetragen.
Die Büttenrede geht auf die mittelalterliche Sitte des „Rügerechts“ zurück, in dessen Rahmen der einfache Mann zur Fastnachtszeit die Herrschenden ungestraft kritisieren durfte.
Formal zeichnet sich die klassische gereimte Büttenrede durch ein sehr regelmäßiges Versmaß (z.B. fünfhebiger Jambus) aus, das es auch evtl. angetrunkenen Zuhörern erleichtert, dem Inhalt zu folgen. Sie ist häufig in mehrere Strophen eingeteilt, die – einem Kehrreim ähnlich – in derselben wiederkehrenden Pointe enden. Der bevorzugte Reim ist der Paarreim.
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08.03.2010, 00:00Inaktiver User
AW: Nockherberg 2010 - Bruder Barnabas
Welche Variante auch immer - mir gefallen beide.
Mag sein, ist aber erstens Geschmackssache, zweitens kein Grund jemandem den Stuhl vor die Türe zu setzen.Trotzdem denke ich, dass diese 3.Reich-Vergleiche inzwischen zu inflationär verwendet werden (auch wenn ich mich hier irgendwann einmal ebenfalls dazu hinreissen liess)
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08.03.2010, 00:04Inaktiver User
AW: Nockherberg 2010 - Bruder Barnabas
Warum er gefeuert wurde spielt keine Rolle. Wenn die Paulaner Brauerei ihn nicht mehr will, dann hat er das so hinzunehmen.
Das ist blanker Unsinn. Natürlich bestimmt in einer Zeitung der Herausgeber was gedruckt wird.2. Unterliegt ein Medienschaffender - ein politischer Kabarettist ebenso wie ein Journalist - nicht einem derartigen inhaltlichen Weisungsrecht eines Arbeitgebers, als wenn es sich um einen Lagerarbeiter oder eine Bürogehilfin handeln würde.
Das habe ich am Scheibenwischer-Vergleich versucht deutlich zu machen, aber wohl vergeblich. Denn offenbar findest du politische Zensur bei weitem weniger problematisch als ich.
Und ebenso unterliegt ein Kabarettist dem Weiungsrecht seines Chefs.
Was meinst du wohl wer in den großen Kabarettbühnen das Programm bestimmt ? Natürlich der Besitzer.
Ein freies Programm hat man nur wenn man auch alles selbst organisiert.
Und politische Zensur bei einer Unterhaltungsshow ? Das ist doch wohl lächerlich.
Ein Kabarettist ist auch nur ein Unterhalter und macht Witze, die mal gut und mal schlecht sein können. Problematisch wäre es nur wenn Künstlern verbieten würde ihren Beruf auszuüben. Aber das ist hier nicht der Fall.
Er kann sich auf jede Bühne stellen und genau dieses Programm machen, wenn er es auf eigene Rechnung macht.
In dem Moment in dem man sich bei jemandem verdingt, büßt man Freiheit ein.
Es ist eine kommerzielle Veranstaltung der Paulaner Brauerei zum Starkbieranstich. Eine reine Werbeshow also und keine Säule der Freiheit.3. handelt es sich nicht einfach um Kritik, sondern darum, dass man Lerchenberg aus der Nockherberg-Veranstaltung weg haben will.
Seit wann gibt es einen Anspruch darauf bestimmte Shows zu bekommen ?
Und wer hindert denn einen Kabarettisten daran so eine Show auf eigene Rechnung zu machen ? Dann wäre man sogar komplett unabhängig und muß auf niemanden Rücksicht nehmen.
Auftraggeber war die Paulaner Brauerei. Und wenn diese Nachteile für ihre Marke sieht oder glauben zu sehen, oder sogar der FDP und Westerwelle nahestehen dann handelt man dort eben so wie man gehandelt hat.4. passt dein Argument von Auftraggeber und Beauftragten nicht auf den guten Guido, denn der war weder Auftraggeber noch überhaupt anwesend.
Nochmal der Nockherberg-Starkbieranstich ist keine freie Bühnenshow, sondern ausschließlich eine Werbeveranstaltung einer Brauerei.
Ich halte es für shizophren wenn ein Künstler sich verkauft und dann noch glaubt er könne auf einer Promo-Show ein freies Programm veranstalten.
Das ist doch schon fast schwachsinnig.
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08.03.2010, 00:08Inaktiver User
AW: Nockherberg 2010 - Bruder Barnabas
Weil ein Kabarettprogramm auch einen entsprechenden Rahmen braucht.
Und da ist eine Werbeveranstaltung einer Brauerei bestimmt nicht der richtige Rahmen.
Und dann hat es für mich eben nicht mehr als eine Büttenrede.
Das was dort gesagt wurde, konntest du die letzen Wochen hier in der Region jeden Tag hören. Nur eben ohne diesen dummen NS-Vergleich.
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08.03.2010, 00:12Inaktiver User
AW: Nockherberg 2010 - Bruder Barnabas
Dagegen klagen kann er nicht und will er sicher auch gar nicht.
Aber das heißt noch lange nicht, dass es keine Rolle spielt, warum er gefeuert wurde.
Diese Diskussion ist wirklich albern. Das Abschalten der Scheibenwischer-Sendungen ist Fakt, egal wie du das begründest, rechtfertigst oder versuchst wegzudiskutieren.Das ist blanker Unsinn. Natürlich bestimmt in einer Zeitung der Herausgeber was gedruckt wird.
Und ebenso unterliegt ein Kabarettist dem Weiungsrecht seines Chefs.
Was meinst du wohl wer in den großen Kabarettbühnen das Programm bestimmt ? Natürlich der Besitzer.
Ein freies Programm hat man nur wenn man auch alles selbst organisiert.
Und politische Zensur bei einer Unterhaltungsshow ? Das ist doch wohl lächerlich.
Und du findest das in Ordnung; ich eben nicht. Und viele andere, die im Medienbereich tätig sind, finden das genauso wenig in Ordnung.
Ich empfehle dir die fraglichen Sendungen einmal anzusehen. Anscheinend kennst du sie nicht.Ein Kabarettist ist auch nur ein Unterhalter und macht Witze, die mal gut und mal schlecht sein können. Problematisch wäre es nur wenn Künstlern verbieten würde ihren Beruf auszuüben. Aber das ist hier nicht der Fall.
Ach ja? Ist das so?Es ist eine kommerzielle Veranstaltung der Paulaner Brauerei zum Starkbieranstich. Eine reine Werbeshow also und keine Säule der Freiheit.
Aber seit wann bestimmen Guido und Charlotte über die kommerziellen Werbeshows einer Brauerei?
Das kannst du noch fünfmal sagen, es stimmt trotzdem nicht.Nochmal der Nockherberg-Starkbieranstich ist keine freie Bühnenshow, sondern ausschließlich eine Werbeveranstaltung einer Brauerei.
Was du eine Werbeshow nennst, ist eine mehr als 100jährige bayerische Tradition.
Und übrigens eine politisch-kabarettistische Veranstaltung, die längst Fans und Zuschauer weit über Bayern hinaus gefunden hat.
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08.03.2010, 00:20Inaktiver User
AW: Nockherberg 2010 - Bruder Barnabas
Nein, es spielt keine Rolle.
Ich diskutiere das nicht weg, es war mir schlichtweg egal.Diese Diskussion ist wirklich albern. Das Abschalten der Scheibenwischer-Sendungen ist Fakt, egal wie du das begründest, rechtfertigst oder versuchst wegzudiskutieren.
Und du findest das in Ordnung; ich eben nicht. Und viele andere, die im Medienbereich tätig sind, finden das genauso wenig in Ordnung.
Ich kenne sie sehr gut.Ich empfehle dir die fraglichen Sendungen einmal anzusehen. Anscheinend kennst du sie nicht.
Haben sie das ? Das ist doch absoluter Blödsinn.Ach ja? Ist das so?
Aber seit wann bestimmen Guido und Charlotte über die kommerziellen Werbeshows einer Brauerei?
Frau Knobloch hat Kritik geäussert. Und das Recht hat sie.
Westerwelle fühlte sich zu Recht beleidigt wenn er als KZ-Aufseher bezeichnet wird.
Würde dir sowas gefallen ? Ich glaube kaum. Ich hätte mir das auch nicht bieten lassen.
Westerwelle mag sein wie er will, aber er ist in keinem Fall ein Nazi.
Ja, von der Paulaner Brauerei. Und somit ist es seit mehr als 100 Jahren Werbung. Das ist Fakt.Das kannst du noch fünfmal sagen, es stimmt trotzdem nicht.
Was du eine Werbeshow nennst, ist eine mehr als 100jährige bayerische Tradition.
Und solange wird es auch schon von dieser Firma bezahlt.
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08.03.2010, 00:26
AW: Nockherberg 2010 - Bruder Barnabas
Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare.
Christian MorgensternIn einer Stunde ruhigen Sitzens verbrennt man 73 Kilokalorien.
- Ich habe meinen Sport gefunden.
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