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    AW: Nockherberg 2010 - Bruder Barnabas

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen

    Und wenn der BR sich entscheidet bestimmte Passagen einer reinen Unterhaltungsshow nicht zu zeigen ist das sein gutes Recht. Es geht dort in keinster Weise um wichtige Informationen.
    Im Prinzip ist es nichts anderes als eine politische Büttenrede wie sie zuletzt im Karneval an jeder Ecke zu hören waren.

    Eine Nockkherbergrede ist keine wichtige Nachricht und hat nichts aber auch gar nichts mit seriöser Information zu tun.
    Der Bayerische Rundfunk ist kein Privatsender sondern ein öffentlich rechtlicher, für den wir GEZ zahlen.
    Dieser hat die Pflicht, politisch neutral zu informieren.
    Er darf nicht einfach zensieren, was den Verantwortlichen politisch nicht in den Kram passt.

  2. Inaktiver User

    AW: Nockherberg 2010 - Bruder Barnabas

    Zitat Zitat von Streuner Beitrag anzeigen

    Angeblich gab es wegen Michael Lerchenbergs
    alias Bruder Barnabas' Vergleich von Westerwelle mit einem KZ-Wächter einen Eklat.

    Ich verstehe die Kritik des Zentralrates der Juden nicht,
    worüber er sich aufregt.
    Manche Leute sind eben schwer von Begriff. Macht nichts. Nachdenken hilft.

    So sehr ich Herrn Westerwelle auch verabscheue. Den inflationären Umgang mit Nazi-Vergleichen finde ich einfach übel.

  3. Inaktiver User

    AW: Nockherberg 2010 - Bruder Barnabas

    Zitat Zitat von skirbifax Beitrag anzeigen
    Ebenso reflexartig meldet sich jetzt der Zentralrat der Juden zu Wort. Die Ähnlichkeit zwischen "Arbeit muss sich wieder lohnen" und "Arbeit macht frei" fiel erst jetzt auf, weil Herr Lerchenberg in der Fastenpredigt Herrn Westerwelle zitiert hat? Und Herr Westerwelle fühlt sich plötzlich in die Naziecke gedrückt und spielt den Geleidigten? Wo ist hier eigentlich die Ursache? War er selbst nicht der Wortschöpfer???
    Nein, nein, nein. "Arbei muss sich wieder lohnen" hat per se nicht das Geringste mit "Arbeit macht frei" zu tun. Und jemand, der sagt: "Die Steuern runter, damit Arbeit sich wieder lohnt" steht dadurch nicht unter Rechtsextremismus-Verdacht.

    So unerträglich ich die Äußerungen von Herrn Westerwelle auch finde (Stammtischniveau ist der absolut passende Begriff), so gering ich seine Wirtschaftskompetenz auch einschätze, so wenig ich von der FDP-Klientelpolitik halte, so sehr ich dieses Herumhacken auf den Schwächsten der Gesellschaft verabscheue: Dieser Vergleich ist unpassen, unbegründet und völlig unmöglich.

  4. Inaktiver User

    AW: Nockherberg 2010 - Bruder Barnabas

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Nein, nein, nein. "Arbei muss sich wieder lohnen" hat per se nicht das Geringste mit "Arbeit macht frei" zu tun. Und jemand, der sagt: "Die Steuern runter, damit Arbeit sich wieder lohnt" steht dadurch nicht unter Rechtsextremismus-Verdacht.

    So unerträglich ich die Äußerungen von Herrn Westerwelle auch finde (Stammtischniveau ist der absolut passende Begriff), so gering ich seine Wirtschaftskompetenz auch einschätze, so wenig ich von der FDP-Klientelpolitik halte, so sehr ich dieses Herumhacken auf den Schwächsten der Gesellschaft verabscheue: Dieser Vergleich ist unpassen, unbegründet und völlig unmöglich.
    Dieser Vergleich war zwar nicht gerade geschmackvoll, aber dass der Zentralrat der Juden die Regeln für politisches Kabarett in Deutschland bestimmt, finde ich grotesk.
    Vielleicht sollte diese unsägliche Charlotte K. sich mal das Grundgesetz durchlesen (und anschließend darüber aufregen).
    In Artikel 5 GG steht nämlich nicht: "Presse, Meinung und Kunst sind frei, solange der Zentralrat der Juden sich nicht düpiert fühlt." Eigentlich ein Skandal, das.
    .

  5. gesperrt

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    AW: Nockherberg 2010 - Bruder Barnabas

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Manche Leute sind eben schwer von Begriff. Macht nichts. Nachdenken hilft.

    So sehr ich Herrn Westerwelle auch verabscheue. Den inflationären Umgang mit Nazi-Vergleichen finde ich einfach übel.
    Was mit den Juden passiert ist, ist nicht über Nacht passiert.
    Es hat mit mehr oder weniger kleinen pauschalen Hetzkampagnen gegen bestimmte Bevölkerungsgruppen begonnen.

    Na, siehst Du da eine gewisse Ähnlichkeit?
    Ich finde, das kommt schon sehr nahe an das heran, wie es damals begann.

    Wir sollten wachsam sein, damit so etwas nie wieder passiert,
    heißt es immer wieder.
    Nichts anderes hat Lerchenberg getan, also davor zu warnen.

    Keine Zeit und keine Bevölkerungsgruppe ist davor gefeit,
    dass sich bei ihr ähnliches wiederholt.

    So, jetzt habe ich nachgedacht.
    Ich frage mich immer noch,
    wofür Herr Lerchenberg sich entschuldigen sollte.

    Ich komme nicht drauf.
    Hilfst Du mir auf die Sprünge?

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    AW: Nockherberg 2010 - Bruder Barnabas

    Nicht jeder Witz ist gut. Das war daneben. Ich hätte eine Entschuldigung auch für angebracht gehalten. Das Feld hätte
    Lerchenberg deshalb nicht räumen müssen.

  7. Inaktiver User

    AW: Nockherberg 2010 - Bruder Barnabas

    Zitat Zitat von Lizzie64 Beitrag anzeigen
    seufz, ja - jetzt hat michael lerchenberg einen käßmann hingelegt. ich finde es auch schade, ich schätze ihn als schauspieler und kabarettisten und vor allem als begnadetes schandmaul so sehr.

    vermutlich wird im dunklen bleiben, wie stark der druck seitens der paulaner-brauerei war (die hierzulande ja wohl eine nicht zu unterschätzende autorität darstellt? ich bin noch nicht ganz so weit vorgedrungen auf meinem weg der bavarisierung, gebt's mir hoid a bisserl a nachhilfe )
    Ich bezweifle, dass der Druck von der Paulaner Brauerei kam, sondern glaube eher, dass der Druck auf die Paulaner Brauerei ausgeübt worden ist - und zwar anscheinend zuerst von jener Charlotte Knobloch. - Das wiederum wurde von Westerwelle ausgenutzt. Solche Majestätsbeleidigung wie die in der Fastenrede wollte er nicht auf sich sitzen lassen. So kam Knoblochs Empörung gerade recht. Vor allem aber wollte er derartige Kritik an der FDP auch für die Zukunft unterbinden.
    Des weiteren haben einige Politiker der CSU, die sich beim Interview nach der Veranstaltung noch positiv geäußert hatten, die Gelegenheit nicht verstreichen lassen einen so beliebten und zugleich harten Kritiker los zu werden. Sie finden anscheinend, dass der Nockherberg in erster Linie ihrer Erbauung zu dienen habe.


    Zitat Zitat von bertrande Beitrag anzeigen
    Nicht jeder Witz ist gut. Das war daneben. Ich hätte eine Entschuldigung auch für angebracht gehalten. Das Feld hätte
    Lerchenberg deshalb nicht räumen müssen.
    Lerchenberg musste das Feld räumen, weil die CSU in Bayern sowie Herr Guido sich derartig harsche Kritik nicht noch einmal bieten lassen wollten.
    Lerchenberg ist viel zu beliebt und etabliert, als dass man ihn so einfach losgeworden wäre wie Django Asül. Aber Knoblochs Zwergerlaufstand war DIE Gelegenheit sich seiner zu entledigen.
    .
    Geändert von Inaktiver User (07.03.2010 um 19:13 Uhr)

  8. Inaktiver User

    AW: Nockherberg 2010 - Bruder Barnabas

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Dieser Vergleich war zwar nicht gerade geschmackvoll, aber dass der Zentralrat der Juden die Regeln für politisches Kabarett in Deutschland bestimmt, finde ich grotesk.
    Vielleicht sollte diese unsägliche Charlotte K. sich mal das Grundgesetz durchlesen (und anschließend darüber aufregen).
    In Artikel 5 GG steht nämlich nicht: "Presse, Meinung und Kunst sind frei, solange der Zentralrat der Juden sich nicht düpiert fühlt." Eigentlich ein Skandal, das.
    .
    Offen gestanden verstehe ich diese Kritik nicht. Frau Kobloch hat sich (in ihrer Eigenschaft als Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland) verärgert über die genannte Passage geäußert.
    Das wird man ihr im Rahmen der freien Meinungsäußerung wohl zubilligen dürfen. Die Freiheit der Kunst und Presse bedeutet keineswegs, dass man an Künstlern oder Medienvertretern nicht auch Kritik üben dürfte.

    Im Übrigen hat der ZJD nicht die Handhabe, die Regeln für das politische Kabarett in Deutschland zu bestimmen. Wie auch?

  9. Inaktiver User

    AW: Nockherberg 2010 - Bruder Barnabas

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Ich bezweifle, dass der Druck von der Paulaner Brauerei kam, sondern glaube eher, dass der Druck auf die Paulaner Brauerei ausgeübt worden ist - und zwar anscheinend zuerst von jener Charlotte Knobloch.
    Ja sicher, so war es doch schon immer. Die Juden sitzen an den Schaldhebeln der Macht, dominieren insbesondere die deutschen Großkonzerne (und natürlich auch das internationale Kapital und die sozialistischen Parteien ohnehin).

    Und die Paulaner Brauerein ist auf Gedeih und Verderb dem Wohlwollen der Frau Knobloch ausgeliefert.

  10. Inaktiver User

    AW: Nockherberg 2010 - Bruder Barnabas

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Offen gestanden verstehe ich diese Kritik nicht. Frau Kobloch hat sich (in ihrer Eigenschaft als Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland) verärgert über die genannte Passage geäußert.
    Das wird man ihr im Rahmen der freien Meinungsäußerung wohl zubilligen dürfen. Die Freiheit der Kunst und Presse bedeutet keineswegs, dass man an Künstlern oder Medienvertretern nicht auch Kritik üben dürfte.
    Die Freiheit der Kunst beinhaltet, dass ein Kabarettist sagen darf, was das Grundgesetz hergibt - und zwar ohne Frau Charlotte um Erlaubnis zu fragen.
    Von mir aus kann sie Kritik üben, so lange sie will - sofern sie nicht den Anspruch erhebt, dass man ihre Kritik an irgendwem oder irgendwas ernster nehmen müsse als z.B. meine Kritik an ihr.


    Im Übrigen hat der ZJD nicht die Handhabe, die Regeln für das politische Kabarett in Deutschland zu bestimmen. Wie auch?
    Mich wundert das allerdings auch, wie ein solcher Zwergerlverein, von dem sich nicht einmal alle Juden - geschweige denn andere Teile der Bevölkerung - vertreten fühlen, derartigen politischen Einfluss entfalten kann. Aber leider ist es so.
    In diesem Fall muss man ihr aber zugute halten, dass Westerwelle und Teile der CSU ihre Empörung einfach als Vorwand nutzten um unliebsame Kritik loszuwerden - und zwar ganz unabhängig von dem von Knobloch beanstandeten Satz.
    Geändert von Inaktiver User (07.03.2010 um 19:24 Uhr)

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