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  1. Inaktiver User

    AW: Wahlerfolg von Rechtspopulisten und unsere Gesellschaft

    Zitat Zitat von Wolfgang60 Beitrag anzeigen
    Zuerst mal: Menschen aus Kriegsgebieten (auch Bürgerkriege), haben in Deutschland sozusagen Sonderrechte. Die Begründung findet man in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts. Dies sollte man beibehalten. Irgendwie kann man das noch hinbekommen.
    Die Aufnahme von Kriegsflüchtlingen und politisches Asyl muss natürlich unbedingt unangetastet bleiben ... keine Frage Wolfgang ... trotzdem muss sowas meines Erachtens nach inzwischen über die EU passieren, nicht über einen einzelnen Mitgliedsstaat. Und es sollte für diese Menschen dann auch über eine europäische Sozialhilfe (nenn ich jetzt mal so) nachgedacht werden, die dann eben in jedem Mitgliedsstaat gleich ist.

    Aber alles darüber hinaus, was Nicht-EU-Bürger betrifft, muss man allerdings zur Diskussion stellen dürfen.

  2. Inaktiver User

    AW: Wahlerfolg von Rechtspopulisten und unsere Gesellschaft

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Aber alles darüber hinaus, was Nicht-EU-Bürger betrifft, muss man allerdings zur Diskussion stellen dürfen.
    Dazu hat Wolfgang alles geschrieben. Weil Sklaverei im Ausland billig und auch hierzulande erwünscht ist, vergleiche hierzu Guido und den Artikel Sozialdebatte: SPD-Vize Kraft fordert gemeinnützigen Einsatz von Hartz-IV-Empfängern - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik. Weil "Eliten", Finanz- und andere Wirtschaft rausziehen, aber nichts zurückgeben wollen. Dem, Herr Baselitz, gilt es seine Aufmerksamkeit zu widmen. Nicht dem Unfug von Demographie, biologischen Ursachen, "falscher" Einwanderung oder desgleichen aus stets denselben Federn der sich selbst so bezeichnenden "Intelligenzia", die -wie die eindeutig richtige Replik auf WW & dessen Spießgesellenquatsch ausführte- die eigentlichen Probleme hervorrufen. Die Probleme geradezu verkörpern. Deutschlandweit, EU-weit und weltweit.

  3. Inaktiver User

    AW: Wahlerfolg von Rechtspopulisten und unsere Gesellschaft

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Dem, Herr Baselitz, gilt es seine Aufmerksamkeit zu widmen
    Tja ... ich bin eher der Ansicht, ALLEM sollte man Aufmerksamkeit widmen ... dem aus dem Ruder geratenem Wirtschaftsystem, der jahrzehntelangen Leugnung der jeweiligen Regierungen, dass Deutschland Einwanderungsland ist, dem überholten Bildungssystem, die vollkommen missglückte Integration von Migranten ...

    Und ich bin ganz ehrlich: für mich kommt als aller erstes die Zukunft meiner Kinder, dann als erstes die Zukunft meiner Kinder, dann als zweites die Zukunft meiner Kinder ... und dann kommen für mich auch die anderen.

    Mir ist da nämlich, so wie wohl fast jedem Menschen dieser Welt, das eigene Hemd näher als Nachbars Hose

  4. Inaktiver User

    AW: Wahlerfolg von Rechtspopulisten und unsere Gesellschaft

    Zitat Zitat von Wolfgang60 Beitrag anzeigen
    Im Grunde haben wir eine Art Kolonialismus. Früher hatte man Sklaven, in fremden Ländern auf anderen Kontinenten wehte die eigene Staatsflagge. Und heute gibt es noch die gleiche Ausbeutung, vielleicht sogar noch um einiges effektiver, nur eben ohne unsere Staatsflagge. Wir nehmen uns dort die Rohstoffe und landwirtschaftliche Produkte auf Kosten der Ärmsten.
    Stimmt. Wir machen das auch. Aber in erster Linie machen das die Chinesen. Sie haben schon halb Afrika unter ihre Fuchtel gebracht, Lateinamerika dito. Ob es den Einwohnern dann besser geht, als unter europäischer Ausbeutung? Nehmen die Chinesen Wirtschaftsflüchtlinge auf?
    Zitat Zitat von Wolfgang60 Beitrag anzeigen
    Das einzuige, was wir unter Führung der USA dort tun, ist, Revolutionen zu verhindern, die den Menschen mehr Gleichheit versprechen und ein warmes Essen am Tag.
    Kannst du ein aktuelles Beispiel nennen?
    Zitat Zitat von Wolfgang60 Beitrag anzeigen
    So, und nun schnell weg.
    Warum? Angst vor den Antworten?

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    AW: Wahlerfolg von Rechtspopulisten und unsere Gesellschaft

    Zitat Zitat von Inaktiver User Beitrag anzeigen
    Und ich bin ganz ehrlich: für mich kommt als aller erstes die Zukunft meiner Kinder, dann als erstes die Zukunft meiner Kinder, dann als zweites die Zukunft meiner Kinder ... und dann kommen für mich auch die anderen.

    Mir ist da nämlich, so wie wohl fast jedem Menschen dieser Welt, das eigene Hemd näher als Nachbars Hose
    Baselitz, auch ich bin Vater, hab nur eine Tochter, aber trotzdem liegt mir sehr viel an ihr und an der Zukunft unserer jungen Generation. Da sind wir ja gar nicht so weit auseinander.

    Ähnlich wie du, wahrscheinlich auch wüsterGrobi und auch saranya bin ich ganz schön egoistisch. Mein Hemd ist mir auch sehr nahe.
    Und gerade aus diesem Grunde stelle ich mir die Frage: "Wie soll es in Zukunft weitergehen?"

    Ich betrachte kurz die Weltwirtschaft seit Ende des zweiten Weltkriegs. Die USA dominierte einfach alles. Es wurde eine "freie" Wirtschaftsordnung propagiert, die nur funktionieren konnte, weil die vordersten Industrienationen (USA/Kanada/einige europ. Länder und Japan, Australien/Neuseeland) den Rest der Welt unterjochen konnten. Denen wurde vorgemacht, dass sie bei entsprechenden Anstrengungen den Anschluss an die prosperierenden Länder finden konnten. Ein Trugschluss, denn es war und ist klar, dass, wenn die Industriestaaten reicher werden, auf der anderen Seite die Entwicklungsländer abgehängt werden. Inzwischen gehören Unternehmen aus den USA und Europa die Landwirtschaftlichen Flächen in Afrika, Südamerika und vielen Gebieten Asiens. Die Rohstofffelder sind auch schon aufgeteilt. Die herrschenden Klassen in diesen Ländern haben schon längst ihre Domizile in den Industriestaaten eingerichtet. Das Geld der Gewinne aus den Entwicklungsländern wird nahezu zu 100 Prozent in die Industriestaaten transferiert. Was übrigbleibt, ist die Masse der Armen, die weiterhin bis zum letzten ausgebeutet werden. Die Gelder sind schon längst in New York, Zürich, London, Tokio und Frankfurt.

    Und nun frage ich mich, in welcher Welt meine Tochter einmal leben soll. In einer Welt mit 20 Meter hohen Mauern, die die armen Menschen davon abhalten, bei uns Zuflucht zu suchen? In einer Welt, in der unser Militär mit dem Militär anderer Verbündeten die Rohstoffquellen in anderen Ländern verteidigt. Rohstoffquellen, die uns gar nicht gehören. In einer Welt, in der aus Ländern, in denen Menschen für eine Schale Reis andere umbringen würden, Riesenmengen an Tiernahrung für unsere fetten Kühe und Schweine, Hunde und Katzen zu uns transportiert werden?
    Und immer die Angst, dass es irgendwann zu einem weltweiten Umschwung kommt. Eine Welt, in der man eines Tages die Reichen in den Entwicklungsländern hinrichtet wie einst den Adel Frankreichs oder die Zarenfamilie, und dann in Europa und den USA die Lichter ausgehen.

    Das denke ich, passiert, wenn jedem das Hemd näher ist als des Nachbars Hose.

    Du hast Recht, wenn du sagst, dass es zu euopaweiten Lösungen kommen muss. Es muss sogar zu weltweiten Lösungen kommen. Und die werden auch bei uns nicht ohne Einschnitte vonstatten gehen.

    Sodele, schnell mit flinker Feder geschrieben, musste aber mal gesagt werden.
    Ich bin, also denke ich

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    AW: Wahlerfolg von Rechtspopulisten und unsere Gesellschaft

    Zitat Zitat von arouet58 Beitrag anzeigen


    D.h., Bidlungsförderung so gut wie möglich, um jeden eventuell noch ungehobenen Schatz auch tatsächlich zu heben.
    Nur, das muss man realistischerweise sehen: Viel wird da nicht zu heben sein.
    Das ist aber kein Grund, nichts zu tun, es nicht wenigstens zu versuchen.

    Soziale Versorgung auf menschenwürdigem Niveau, auch das wird dieser Staat leisten müssen, denn diese Zuwanderer selbst werden in einer Wissensgesellschaft nicht viel leisten können.

    Baselitz, auch ich habe zwei Kinder und beobachte seit 25 Jahren die Welt , in die sie und ihre Freundinnen und Freunde hineinwachsen.

    Ich fürchte, wir werden das nicht so sauber trennen können: eine lebenswerte Welt für unsere Kinder, abgeschirmt von den verzweifelten Versuchen der "Dummen" (Zitat Arouet) aller Nationen, hier einzuwandern.

    Außerdem: das in obigem Zitat gefällte Urteil über die mangelnde Leistungsfähigkeit der Zuwanderer und die dahinter stehenden Maßstäbe von Verwertbarkeit der Menschen in der "Wissensgesellschaft" oder "Leistungsgesellschaft" trifft ja längst auch auf diejenigen unserer Kinder zu, die nicht zu den ersten, fittesten, stärksten gehören, die auch mehr Zuwendung brauchen, um die in ihnen verborgenen Schätze zu heben - die ihnen aber mehr und mehr verweigert wird.

    Die Zunahme der psychischen Erkrankungen an unseren Bildungseinrichtungen legen darüber erschütternde Zeugnisse ab.
    Geändert von utopia_2020 (06.03.2010 um 15:42 Uhr)

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    AW: Wahlerfolg von Rechtspopulisten und unsere Gesellschaft

    Zitat Zitat von Wolfgang60 Beitrag anzeigen
    Denen wurde vorgemacht, dass sie bei entsprechenden Anstrengungen den Anschluss an die prosperierenden Länder finden konnten. Ein Trugschluss, denn es war und ist klar, dass, wenn die Industriestaaten reicher werden, auf der anderen Seite die Entwicklungsländer abgehängt werden.
    Das ist faktisch ganz einfach falsch.
    Zahlreiche ehemalige Entwicklungsländer sind heute prosperierende Länder, haben das Massenelend hinter sich gelassen oder drastisch verringert: Chile, Brasilien, Südkorea, z.T. Thailand, Malaysia, China, Indien, die Türkei.
    Allein Afrika ist ein Alptraum aus Mißwirtschaft, Diktaturen, Bürgerkriegen, korrupten Eliten mit nur wenigen Lichtblicken.
    Dass das so ist, ist nicht in erster Linie die Schuld des Westens oder Chinas, sondern die Schuld jener verantwortungslosen Eliten, die dort regieren, die erst die Angriffspunkte schaffen, in die dann postkolonial-egoistische Interessenpolitik einhaken kann.
    Cum grano salis

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    AW: Wahlerfolg von Rechtspopulisten und unsere Gesellschaft

    Zitat Zitat von arouet58 Beitrag anzeigen
    Zahlreiche ehemalige Entwicklungsländer sind heute prosperierende Länder, haben das Massenelend hinter sich gelassen oder drastisch verringert: Chile, Brasilien, Südkorea, z.T. Thailand, Malaysia, China, Indien, die Türkei.
    ich habe mir noch überlegt, ob ich China nicht doch erwähnen sollte. Was ist passiert? China hat die westliche Art zu wirtschaften übernommen. Und alle überholt. Und plötzlich fangen alle an zu klagen, weil das ganze Gebilde zu kippen beginnt. Ja, jetzt überlegt man sogar in den USA, ob man nicht die Grenzen für chinesische Waren dicht macht. Und jahrelang hat man denen eingetrichtert, wie kapitalistisch man sich zu verhalten habe. In den nächsten Jahren wird die Weltwirtschaft nicht mehr die sein, die sie mal war. Es wird ein Wettrennen entstehen, bei dem jedem Staat das Hemd näher ist als des Nachbars Hose.
    Uns geht es wie dem Zauberlehrling.....
    Ich bin, also denke ich

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    AW: Wahlerfolg von Rechtspopulisten und unsere Gesellschaft

    Zitat Zitat von utopia_2020 Beitrag anzeigen

    Ich fürchte, wir werden das nicht so sauber trennen können: eine lebenswerte Welt für unsere Kinder, abgeschirmt von den verzweifelten Versuchen der "Dummen" (Zitat Arouet) aller Nationen, hier einzuwandern.
    Wie sieht denn Deine Alternative aus?

    Alle einwandern lassen, die einwandern wollen und nach Hartz-IV-Regelsatz versorgen?

    Wie lange würde das gut gehen?

    Wenn historische Erfahrung eines lehrt, dann das, dass allein eine marktwirtschaftlich-kapitalistische Ordnung leistungsfähig genug ist, ein sozialstaatliches Netz zu ertragen, das die Versorgung der weniger Leistungsfähigen auf menschenwürdige Weise erlaubt.

    Es ist jedenfalls noch keiner anderen Gesellschaftsordnung gelungen, das in diesem Maße sicherzustellen, wie wir es hierzulande, in Europa allgemein, immer noch erleben.

    Sind Dir andere erfolgreiche Beispiele bekannt?
    Dann nenne sie mir bitte, ich lerne gerne dazu.

    Die Leistungsfähigkeit einer Wirtschaft ist jedoch nicht naturwüchsig-selbstverständlich.
    Um sie zu erhalten und zu gewährleisten sind Voraussetzungen zu erfüllen, die die Politik schaffen muss.

    Wie ich mir das vorstelle, habe ich dargelegt.
    Du willst das, was ich für vernünftig, weil realistisch und praktikabel, halte, als kalt, herzlos und egoistisch denunzieren, damit der warme Glanz gutmenschlicher Absichten dagegen umso herziger leuchte.

    Wie also willst Du die Einwanderung handhaben, ganz konkret?

    Soll man die geschätzt 16 Millionen Afrikaner, die südlich der Sahara auf eine Chance warten, nach Europa einzuwandern, einwandern lassen?

    Und dazu vielleicht noch einmal so viele aus den muslimischen Staaten Nordafrikas und des nahen Ostens?

    Glaubst Du, das halten unsere Gesellschaften aus, wenn man nur laut und fromm genug Moral predigt, möglichst noch sozialistische Moral?

    Ich denke nicht, dass die das aushalten.

    Wie also sieht konkret Dein Umgang mit Einwanderung aus, der Dir vorschwebt?
    Cum grano salis

  10. Inaktiver User

    AW: Wahlerfolg von Rechtspopulisten und unsere Gesellschaft

    Zitat Zitat von Wolfgang60 Beitrag anzeigen
    Und gerade aus diesem Grunde stelle ich mir die Frage: "Wie soll es in Zukunft weitergehen?"
    Klar stelle ich mir diese Frage auch ... aber das topic dieses threads thematisiert nunmal den Wahlerfolg eines Rechtspopulisten, und aufr welche Weise Populisten ihre Stimmen fangen und deren Erfolge zu Stande kommen, wissen wir ja nunmal.

    In den meisten Ländern Europas thematisieren die Rechtspopulisten die Migration im Zusammenhang mit der jeweiligen Gesamtbevölkerung. Daher bin ich der Meinung, dass die Menschen und Politiker der sogenannten Mitte sich trauen müssen, dieses Thema an- und auszusprechen. Ganz einfach, damit für die Bewältigung auch dieser Probleme weiterhin der Weg der Mitte gegangen wird.

    Denn der Weg der Mitte ist m.E. der einzige der bleibt, bei dem es möglich ist, dass alle ein wenig davon profitieren. Und für mich bedeutet den Weg der Mitte finden auch, sich verbal in der Mitte zu bewegen. Denn Respekt vor allen Beteiligten gehört für mich unbedingt dazu.

    Keine Frage, dass zur Bewältigung der Gesamtsituation mehr notwendig ist, als nur den wirklich gegenseitigen Respekt zwischen Migranten und "Ureinwohnern" wieder herzustellen. Aber das wurde hier ja schon angesprochen. Rechtspopulisten geben diesem einen Aspekt sicher mehr Bedeutung, als dies wirklich nützlich wäre ... daher muss man ihnen dieses Thema "wegnehmen", denn damit punkten sie nunmal ...

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