Ich zitiere nochmals unseren "Paulus" Otto Schily...Dazu will ich im weiteren (Diskussionsverlauf) die Antithese vertreten.Prinzipiell empfiehlt Schily Mißtrauen in technische Lösungskonzepte für die
monetäre Krise: Ihre Ursachen seien „nicht im Geldsystem selbst, sondern im
Umgang mit Geld zu suchen und zu überwinden.“ (Schily 1996: 93)
Wobei ich natürlich letztlich auch den "Umgang mit Geld" zu verändern trachte. Mittels maßgeblicher Umgestaltung der Rahmenbedingungen, was ich Systemeingriff nenne.
Soll er auch nicht. Nicht daß wir alle "Probleme" auf einen Schlag los hätten - was dann mit unserer Existenzberechtigung ?
Ob Akkumulation ein Problem per se ist (allgemeines Thema: "Grenzen des Wachstums in endlichem Universum") , und falls ja, ob man es mittels Begrenzung mildern bzw beseitigen kann, ist weitere Frage.
Ich gehe aber nicht davon aus, daß Sinz dabei hinderlich wäre. Im Gegenteil. Money ist die einzig weiter und weiter vermehrbare Besitzform. Zumindest nach der gegenwärtigen Finanzsystempraxis scheint es sich so zuverhalten.
Land dagegen wird vom großen Landeigner Staat zum privaten Erwerb freigegeben oder auch nicht. Mittels Erbgesetzgebung zb, und Grundsteuern(die Rückkauf ermöglichen) kann es auch wieder rückgeführt werden in Staatseigentum. Land eignet sich ergo keineswegs prinzipiell zur exzessiven privaten Vermögensakkumulation.
Mit Immobilie siehts etwa anders aus. Etwas. Man kann 110 Stockwerke hoch bauen zb:.
Die Stadt mit ihren Mietshausstrukturen ist völlig anders zu sehen als das flache Land.
Ich kann aber - so gewollt - mittels Steuersatz auf Mieteinnahmen gegenwirken, falls sich nicht wie erhofft Mieten eh einpegeln würden. (Allgemeine Mietensenkung würde gleichwohl unmittelbar bei Sinz-Einführung mittels eines kräftigen initialen Paukenschlags natürlich aktiv mitgestaltet)
Was bleibt sind "realwirtschaftliche" Unternehmungen. Investition dahin will ich ja grade nicht bestrafen, sondern fördern.
Ich will aber auch zwanghafte Investitionswut nicht.
Die "drohenden" 1%- Jahresverlust durch Sinz auf Geldvermögen jenseits eines Sinz-Freibetrags müssen Geldinhaber nicht notwendig in Panik versetzen. Nach 10 Jahren Abknabberung durch Sinz blieben immernoch mehr als 90% Geld über ! Das ist mehr als so manchem Anleger gegenwärtig verbleibt
Zudem: Die Kaufkraft jener 91% muss 10Jahre später nicht geringer sein als die der 100% eingangs !
1, Es bestünde vergleichsweise eine allgemeine Tendenz zu Geldknappheit; "Inflation" könnte zur hinfälligen Vokabel verkümmern (mit Fragezeichen, ob das wünschenswert? Aber wenn gewünscht justieren wir die Inflation auf NULL.)
Inflation herrscht momentan, weil Zins mehr fressen will als Produktivitätszuwachs gibt.
Grob gesagt.
2, Der Produktivitätszuwachs sollte bei Niederst- oder Nullzins mehr als ausgleichend wirken. " "Mehr Produkt" für weniger Geld in der Zukunft".
Stimme zu, jedoch bitteschön ohne jeden Anflug von Pessismus derer nicht Herr zu werden!Egal was, immer gibt es Haken und Ösen.![]()
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27.04.2010, 07:29
AW: Zu den Schulden. Des Staates, wie auch Eurer.
Geändert von hombre (27.04.2010 um 07:55 Uhr)
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11.05.2010, 09:03Inaktiver User
AW: Zu den Schulden. Des Staates, wie auch Eurer.
Jetzt weiß ich gar nicht, wo am Besten einzuhaken ist. Darum stelle ich einen interessanten Artikel einfach so ein. Er behandelt mehrere Themen auf einmal:
Zerstörerisches Geld
Unter Anderem (Abhandlungen zu alternativen Geldmodellen etc) taucht immer wieder die Feststellung auf, daß in jedem Preis ein verschieden hoher zu erbringender Zinsanteil "versteckt" ist. Das muß nicht diskutiert werden, lediglich die Höhe des Anteils ist diskutabel.
Auch da schließt sich der Kreis mit der Frage an diejenigen, die immer behaupten: "Wir (die anderen) haben über unsere Verhältnisse gelebt" bzw. "Wir zahlen zuviel für Sozialkosten". Wie sähe es aus, wenn der Zinsanteil in diesen Kosten nicht existent wäre?
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21.05.2010, 13:38Inaktiver User
AW: Zu den Schulden. Des Staates, wie auch Eurer.
Seit gestern abend hab ich mich auf einer hochinteressanten Seite festgelesen: Sozialökonomie - u.a. der Zweig Forschung ist sehr umfangreich. Behandelt wird u.a. Zins, Freigeld etc. Wen es interessiert
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21.05.2010, 16:33
AW: Zu den Schulden. Des Staates, wie auch Eurer.
HRE-Rettung: Bankenrettung kommt deutschen Steuerzahler wohl teurer - WirtschaftsWoche
Soviel zum Thema, „es sind nur Bürgschaften“, „es wird den Steuerzahler kein Geld kosten“.
Mit den Euro Rettungspaket wird es ähnlich werden, nur die Summen sind höher.
Das die Südländer ein Problem im Umgang mit Geld haben durfte man zur Kenntnis nehmen, aber das die geistig minderbemittelt sind unterstelle ich denen nicht wirklich.
Also wird man beherzt zugreifen, 750 Milliarden, pro EU Einwohner vom Baby bis zum Greis 2.400 Euro, gilt es zu verbrauchen.
Nachdem wir nun, ohne zu wissen wie, durch wen, mit wem, mit welchen Sanktionen oder eben nicht, das Geld verteilt wird, zugestimmt haben und für unsere lieben Nachbarn die Rübe hinhalten, wären die Südländer total irre, wenn sie sich jetzt noch irgendeine unbequem Sparmaßnahme aufdrängen lassen würden.
Im Grunde genommen könnte man täglich vor dem TV kotzen, da erdreistet sich die gesamte Bundesregierung aller Parteien zum Volke zu sprechen, wir müssen sparen, als ob das Volk nicht spart über die Verhältnisse lebt und die Politiker regelmäßig zwingt, neue Schulden zu machen.
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22.05.2010, 00:07Inaktiver User
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22.05.2010, 09:19Inaktiver User
AW: Zu den Schulden. Des Staates, wie auch Eurer.
>>Schriftliche Erklärung des Bundestagsabgeordneten Frank Schäffler (FDP) am 21. Mai 2010
Vor allem
müssen wir anfangen, die heute wieder vielfach geschürte Angst vor der Freiheit zu
bekämpfen. Dieser Kampf beginnt mit einem freien Denken: Wir müssen uns trauen, die
Ursachen unserer Finanz- und Überschuldungskrise zu benennen.
...
Die Hauptursache unserer Finanz- und Überschuldungskrise von Staaten und Banken liegt in
der Geld- und Kreditschöpfung aus dem Nichts und der Möglichkeit, staatliches
ungedecktes Zwangspapiergeld unbegrenzt vermehren zu können. Ohne diese Alchemie des
Geldes hätte kein weltweites Schneeballsystem aus ungedeckten zukünftigen
Zahlungsverpflichtungen entstehen können.
<<
http://www.frank-schaeffler.de/sites...klaerung_0.pdf
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22.05.2010, 16:20
AW: Zu den Schulden. Des Staates, wie auch Eurer.
Nach dem laber koch kommt nun der BDI -Chef mit dem berühmten haudrauf sparvorschlag.
BDI-Chef Keitel fordert Einsparungen bei Rente und Hartz IV
das die leute die genug verdienen,ein volles bankkonto haben und sich nie sorgen machen müssen,immer ihr maul am weitesten aufreißen.
stopft steuerschlupflöcher,spürt die konten der steuersünder im ausland auf und erst wenn es dann noch nicht reicht kommt wieder.
Zeige den Menschen die Realität und sie werden dich beschimpfen, dich schlagen, dich verachten, dich ignorieren...
Zeige ihnen eine Lüge, an der sie kaputt gehen und du bist ihr Gott...
Am 13.juli 2013 hab ich nach
6 jahren meinen 5000.beitrag geschrieben.viele
Mädels schaffen das bei der BRI an einem Tag
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22.05.2010, 23:57Inaktiver User
AW: Zu den Schulden. Des Staates, wie auch Eurer.
Ach die haben schon auch ihre Sorgen, da bin ich sicher.
Im Grunde hat Keitel natürlich recht. Wie er allerdings darauf kommt "Zugleich forderte Keitel, die ermäßigten Mehrwertsteuersätze an die regulären anzugleichen: "Die ermäßigten Mehrwertsteuersätze sind eine Subvention, die man sich genauer ansehen sollte." erschließt sich mir nicht so ganz.
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26.05.2010, 23:11
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27.05.2010, 08:55Inaktiver User




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