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    AW: Zu den Schulden. Des Staates, wie auch Eurer.

    Zitat Zitat von hombre Beitrag anzeigen
    wär das nicht der Schritt aller Schritte in der Finanzökonomie... daß man erstmal Plan hätte wohin die Reise gehen soll (und muss) ?


    erstens will ich in einer Diskussion erstmal die Einsicht, daß das Ziel stimmen könnte. Dann kann man weitergehen und Realisierungsfragen angehen.

    Wobei ich einiges schon geliefert hatte zum Kreditvergabeprozedere.
    Was ja wohl die wichtigste Detailfrage wäre.

    Das ganze Rohstoff und Import/Export Zeugs wirkt sich wie gesagt mal so und mal so auf die Preise aus, mittelfristig eher irrelevant.
    Du liebst wohl Dein Hamsterrad. Auf Deine Vermutung zum ganzen "Rohstoffzeugs" hatte ich Dich bereits gefragt: Mag ja sein das sich das langfristig ausgleicht. Wir schützt Du Dein Volk vor der hohen Inflation in der Zwschenzeit? Du hoffst dann langfristig auf Preisverfall - letztlich Deflation. Was das für die Wirtschaft und die Kreditnehmer bedeutet kannst Du ja auch mal nachschauen. Ein mittelfristiges Abwechseln von Infla- und Deflation scheint Dir im Durchschnitt stabile Preise zu ergeben, mir erscheint das in nichts anders als eine absolute Katastrophe für einen Wirtschaftsraum führen zu können. Ein Fuss in kaltem und den andern in heissem Wasser gibt halt nicht warme Füsse, sondern einen unterkühlten und einen verbrühten.

    Also, sag doch endlich mal: wie verhinderst Du auch bei langfristigem Ausgleich, dass zwischenzeitlich wegen dem Aussenwert der Währung entweder keine ausländischer Käufer sich mehr Ware aus Hombreland sich leisten können, und darauf hin eine Periode folgt, in der sich kein Einwohner Hombrelands Ware, kein Unternehmen Rohstoffe aus dem Ausland leisten kann? Was nutzt Deiner Bevölkerung das Wissen, dass es sich langfristig ausgleichen könnte, wenn Sie sie sich Autofahren und Wrentransport dieses JAhr nicht leisten können? Und was, wenn es sich nicht am ende nichtmal ausgleicht, wegen bleibender Rohstoffabhängigkeit, aber Ressourcenverknappung?

    Und was hattest Du "einiges" geliefert an Vorgaben zur Kreditvergabe? Du hast doch nicht mehr geschrieben, als das Du Geldmenge über Kreditvergabe regeln würdest, und alles andere über Verbote regeln würdest. Das ist doch nicht einiges, sondern vor allem nichts konkretes - das ist wenig mehr als nichts!

    Deine Antwort ist doch nicht mehr, als die Behauptung, dass Du das dann schon regeln würdest. Etwa, als würdest Du uns ein Auto ohne Reifen vorstellen, und auf die Frage, wie Du verhinderst das das Auto auf den Felgen fährt erklärst, dass das dann schon geregelt würde. Und das dann für "einiges" an Erklärung hältst.

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    Der Witz ist doch eigentlich, das mittels des Zinses die Geldmenge (auch gerade) über die Kreditvergabe gesteuert werden soll. Das geht aber nicht mehr, weil der Staat immer neue Schulden in exorbitanter Höhe macht und Geld schöpft, egal wie hoch die Zinsen sind. Das war übrigens inhaltlich mein Einstieg in Dein Hamsterrad, ich hoffe wir kommen nochmal weiter. Das der Staat immer neue Schulden machen muss, liegt aber nicht an den Zinsen, sondern an der ständigen Neuverschuldung wegen steigender Ausgaben, auch ohne Zinsen. Zinsen verstärken das natürlich noch, sind aber nicht das ursächliche Problem. Und1 % Zins verstärkt es eben doch auch. Da kommt dann halt der nächste Schlauberger und sagt: nach meinem Gusto ist 1% zuviel, und schlägt das 0.1% Niederfestzinssystem vor. Daher kann das nicht die Lösung sein.

    Ich bleib edabei, das Problem sind nicht die Zinsen, das Problem ist die ständige Neuverschuldung. Wie verhinderst Du in Deinem Niederfestzinssystem, dass der Staat immer neue Schulden macht. Darfs eine Demokratie bleiben? Bei den ganzen Neuordnungen die Du machen musst für Dein System, ist da dann wirklich noch der Niedrigfestzins das Wesentliche? Oder zeichnet es sich durch ganz andere dafür notwendige Veränderungen gegenüber dem heutigen System nicht sehr viel mehr aus?

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    Die wesentlichen Fragen sind aus meiner Sicht doch ganz andere, und die können nunmal nicht durch Zinssätze beantwortet oder gelöst werden:

    Wie bekommt man ein Volk dazu nicht mehr Geld auszugeben als von ihm erwirtschaftet wird? (Defizitländer)

    Und daran schliesst sich dann an:

    wie kann das Geld in einer Gesellschaft so organisiert werden, dass das Verhältnis des dem Staat für die Erfüllung seiner Aufgaben vom Volk zur Verfügung gestellten Geldes zu eben seinen Unkosten für diese Aufgaben im Lot ist. (Schuldenstaaten trotz beständig erwirtschafteter Überschüsse.)

  2. gesperrt

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    AW: Zu den Schulden. Des Staates, wie auch Eurer.

    Ahab, vollkommen Richtig dein Statement.

    Es wird nur eine Möglichkeit geben keine Staatschulden mehr zu machen, das wäre mit Radikalen Einschnitten des gesamten Staastwesen verbunden. Aber wenn es eine Staatspleite geben sollte kommt das automatisch. Jeder muß dann für sich klar kommen und keiner wird mehr Steuern am Staate abführen.
    Also man arbeitet erstmal wieder 100% für sich, wer meint nicht zu arbeiten hat eben Pech gehabt.
    gruss, Jack

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    AW: Zu den Schulden. Des Staates, wie auch Eurer.

    Um die Widersprüche meiner Argumentation nicht hintenüber fallen zu lassen muss ich bzgl. Geldschöpfung natürlich präzisieren, dass Staatsanleihen aufgrund ihrer Laufzeit vermutlich offiziell nicht zur Geldmenge zählen. In der Praxis sind Staatsanleihen jeder Laufzeit aber liquide, und werden auch mit entsprechendem Umsätzen gehandelt, um auf den Kapitalmärkten die gleiche Wirkung zu entfalten wie eine tatsächliche Erhöhung der Geldmenge nach Definition.

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    AW: Zu den Schulden. Des Staates, wie auch Eurer.

    Zitat Zitat von Ahab Beitrag anzeigen
    Auf Deine Vermutung zum ganzen "Rohstoffzeugs" hatte ich Dich bereits gefragt: Mag ja sein das sich das langfristig ausgleicht. Wir schützt Du Dein Volk vor der hohen Inflation in der Zwschenzeit?

    Also, sag doch endlich mal: wie verhinderst Du auch bei langfristigem Ausgleich, dass zwischenzeitlich wegen dem Aussenwert der Währung entweder keine ausländischer Käufer sich mehr Ware aus Hombreland sich leisten können, und darauf hin eine Periode folgt, in der sich kein Einwohner Hombrelands Ware, kein Unternehmen Rohstoffe aus dem Ausland leisten kann? Was nutzt Deiner Bevölkerung das Wissen, dass es sich langfristig ausgleichen könnte, wenn Sie sie sich Autofahren und Wrentransport dieses JAhr nicht leisten können?
    Nun, erstmal sei die Gegenfrage gestattet: Wo sollen solch extreme Schwankungen herrühren ?

    In erster Linie von Spekulation mitsamt den Eigenarten eines (Termin)Marktes, der die Effekte zu übersteigern vermag, nicht immer glättend,ausgleichend wirkt.
    Andere elementare Prozesse, Erkenntnisse verlaufen/bilden sich langsam heraus, hätten mithin per se geringen Einfluß auf kurzfristige Preisverwerfungen.

    Ich würde als erste Gegen(finanzierungs)massnahme vorschlagen in solchen Fällen bei den Spekulanten die Gewinne verstärkt abzugreifen, mithilfe derer direkt entsprechend die Bevölkerung mit nötiger Zusatzkaufkraft versehen werden kann.
    Desweiteren sind physische Puffer an Material denkbar.
    Insgesamt kann man aber davon ausgehen, daß die Spitzen soo gewaltig nicht mehr sein werden. Der Ölpreis ist ja wohl das größte Ding in diesem Kontext. Die Exporteure scheinen mir so abhängig wie die Importeure. Es sollte sich also weiter ganz konventionell markttechnisch einregeln lassen.

    ...als Gläubiger finanzkapitaltechnischer Lösungen könnte man gar einfach sagen der Staat möge es tun wie die Versicherer. Die Rohstoffabhängigkeit seiner Volkswirtschaft abbilden auf den Terminmarkt und entsprechend "hedgen" wie es so schön heisst. Perfekter Hedge ergäbe fixe Kosten. Im voraus bekannt.


    Und was, wenn es sich nicht am ende nichtmal ausgleicht, wegen bleibender Rohstoffabhängigkeit, aber Ressourcenverknappung?
    dann waren wir nicht tüchtig genug. Kann heissen: Die Arbeitsergebnisse, die der Rohstoffimporteur, verkaufen will, werden nicht mehr ausreichend nachgefragt,
    oder/und kann heissen: Der Rohstoffabhängige hat nicht hinreichend darauf geachtet sich von verknappenden Ressourcen unabhängiger zu machen.
    Geändert von hombre (14.04.2010 um 11:56 Uhr)

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    AW: Zu den Schulden. Des Staates, wie auch Eurer.

    Ich versuchs mal übersichtlicher.
    Frage für Frage.

    Ist es richtig, daß die Lage für Schuldner besser (weniger bedrohlich) wird, wenn ihre Zinslast geringer ist ?

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    AW: Zu den Schulden. Des Staates, wie auch Eurer.

    Zitat Zitat von hombre Beitrag anzeigen
    Ich versuchs mal übersichtlicher.
    Frage für Frage.

    Ist es richtig, daß die Lage für Schuldner besser (weniger bedrohlich) wird, wenn ihre Zinslast geringer ist ?
    Kommt immer auf den Standpunkt des Betrachters an.

    Letztlich wächst der Schuldenberg etwas langsamer, wenn die Zinsen niedrig sind, denn, nenne mir bitte einen europäischen Staatshaushalt, der es in den letzten 100 Jahren geschafft hat, seine Schulden REAL, nicht buchungstechnisch, zu verringern, ich kenne keinen.

    Die Höhe der Zinsen hat nur noch Einfluss auf die Wachstumsgeschwindigkeit der Schulden, aber darüber machen sich die Griechen schon länger keine Gedanken mehr, ansonsten wären sie nicht in der Lage, in der sie heute sind.

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    AW: Zu den Schulden. Des Staates, wie auch Eurer.

    Zitat Zitat von frank60 Beitrag anzeigen
    Letztlich wächst der Schuldenberg etwas langsamer, wenn die Zinsen niedrig sind,...
    Die Höhe der Zinsen hat nur noch Einfluss auf die Wachstumsgeschwindigkeit der Schulden,....
    denn, nenne mir bitte einen europäischen Staatshaushalt, der es in den letzten 100 Jahren geschafft hat, seine Schulden REAL, nicht buchungstechnisch, zu verringern, ich kenne keinen.
    Die hiesige BRD(Bund) war 2007 so weit nahe Nullneuverschuldung zu gelangen. Der unmittelbar nächste Schritt wäre Nettoschuldenabbau gewesen. Trotz 3-4% Zinsen.

    Bei 1% Zinslast für Staat seit 2006 hätte bereits ein deutlicher Nettoschuldenabbau resultiert.

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    AW: Zu den Schulden. Des Staates, wie auch Eurer.

    Zitat Zitat von hombre Beitrag anzeigen
    Die hiesige BRD(Bund) war 2007 so weit nahe Nullneuverschuldung zu gelangen. Der unmittelbar nächste Schritt wäre Nettoschuldenabbau gewesen. Trotz 3-4% Zinsen.

    Bei 1% Zinslast für Staat seit 2006 hätte bereits ein deutlicher Nettoschuldenabbau resultiert.
    Tja lieber Hombre, „hätte ich“, „wenn ich“ und „wäre ich“, von diesen Leuten kenne ich eine ganze Menge, sind im Übrigen die reichsten Leute an der Börse.

    Zurück zu den Fakten, KEIN Land hat je seine Schulden auch nur zu einem Bruchteil und noch nicht mal symbolisch zurückgezahlt.

    Nur eines haben sie gemeinsam und werden niemals müde es ständig gebetsmühlenartig zu wiederholen, sie WOLLEN es zurückzahlen.

    Jetzt erklär mir mal, und so das auch ich es verstehe, woher ich auch nur im Ansatz den Glauben nehmen soll, dass irgendein Land in der Eurozone seine Schulden zurückzahlt.

    Es ist ein unumstößlicher Fakt, die verfrühstücken in aller Seelenruhe unser in Deutschland erwirtschaftetes Geld.

    Ah ja, hätten wir nicht so hohe Zinsen, dann würden wir unsere Schulden abbauen, netter Scherz, den du doch nicht wirklich selbst glaubst.
    Solcherlei billigstes Schuldnergeschwätz kennen die Banker vom Schalter zu Genüge.
    Im Prekariats TV oder Vera am Mittag erzählt die Unterschicht auch regelmäßig, wer an deren Schulden schuld ist, nur nicht sie selbst.

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    AW: Zu den Schulden. Des Staates, wie auch Eurer.

    Zitat Zitat von frank60 Beitrag anzeigen
    Zurück zu den Fakten, KEIN Land hat je seine Schulden auch nur zu einem Bruchteil und noch nicht mal symbolisch zurückgezahlt.
    was schwätzt du da! Jedes Land tilgt ständig seine Schulden, und leistet Zinsdienst obendrauf. Falls mal nicht würden wir es alle mitbekommen, weil sogar per Tagesschau.

    Da würde deinesgleichen (oder sagen wir: die Geldanleger) dumm aus der Wäsche gucken wenn die Staaten mal keine neuen Anleihen mehr begeben würden.

    Man kann die Dinge natürlich so hinstellen als ob die Anleger und ihr Geld zuerst gewesen wären, quasi aus dem Nichts geworden. Auch um sich selbst zu erhöhen.

    Der Rest deiner Auslassungen verdiente nichtmal Kommentar.

    Es ist zum verzweifeln mit euch.
    Jeder will sich seine eigene Situation nur moral-ökonomisch schönreden. Und sogar Zins (seit altersher das Synonym für Wucher) rechtfertigen. Am liebsten noch unabhängig von der Zinshöhe.
    Zins sei Zins, egal ob 1% oder 10% !!?
    So ein Unfug. Der Zinssatz ist die Basis einer Exponentialfunktion, und als solches extrem maßgeblich. Der Exponent ist bekanntlich unveränderlich, nämlich die Zeit (üblicherweise in Jahren).

    Schonmal gehört vom Schritt von der Quantität zur Qualität ?

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    AW: Zu den Schulden. Des Staates, wie auch Eurer.

    Zitat Zitat von hombre Beitrag anzeigen
    was schwätzt du da! Jedes Land tilgt ständig seine Schulden, und leistet Zinsdienst obendrauf. Falls mal nicht würden wir es alle mitbekommen, weil sogar per Tagesschau.

    Da würde deinesgleichen (oder sagen wir: die Geldanleger) dumm aus der Wäsche gucken wenn die Staaten mal keine neuen Anleihen mehr begeben würden.

    Man kann die Dinge natürlich so hinstellen als ob die Anleger und ihr Geld zuerst gewesen wären, quasi aus dem Nichts geworden. Auch um sich selbst zu erhöhen.

    Der Rest deiner Auslassungen verdiente nichtmal Kommentar.

    Es ist zum verzweifeln mit euch.
    Jeder will sich seine eigene Situation nur moral-ökonomisch schönreden. Und sogar Zins (seit altersher das Synonym für Wucher) rechtfertigen. Am liebsten noch unabhängig von der Zinshöhe.
    Zins sei Zins, egal ob 1% oder 10% !!?
    So ein Unfug. Der Zinssatz ist die Basis einer Exponentialfunktion, und als solches extrem maßgeblich. Der Exponent ist bekanntlich unveränderlich, nämlich die Zeit (üblicherweise in Jahren).

    Schonmal gehört vom Schritt von der Quantität zur Qualität ?
    Ich falle vor lachen vom Bürostuhl.
    Willst du mich verarsch…………..
    Na klar tilgen die ihre alten Schulden (Ablauf der alten Anleihen) aber sie tun es mit dem Begeben von neuen Anleihen.
    Das ist ja das regelmäßig wiederkehrende Problem, die Staaten müssen jemand finden, der ihnen neues Geld gibt, damit sie mit diesem neuen Schulden die alten Schulden erst mal begleichen können.

    Die Zinsen sind der Preis für das Geld, je geringer der Zins, desto „billiger“ das Geld, je höher der Zins, desto „teurer“ das Geld.
    Ohne Zinsen gibt es nun mal keine Geld, vielleicht in Mosambik. Das kannst du dann mit der Schubkarre bei der Bank abholen.
    Es kommen bei uns regelmäßig neuen Schulden hinzu und das hat überhaupt nichts mit Krise zu tun sondern mit der schlichten Tatsache, wir geben mehr aus, als wir einnehmen. Und das seit Jahrzehnten mit Konsequenz und Nachhaltigkeit.

    Als ob du mir was von Exponentialfunktionen erzählen möchtest, vor lachen nicht.
    In der freien Wirtschaft steht dieses Gebaren unter Strafe.

    Was hast du denn studiert, VWL für Bankrotteure?

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