Danke für den Hinweis. Ja, das "gefrorene" sind Überschüsse, die z.B. als Kredite in andere Länder ausgereicht werden.
Aber sie konkurrieren eben nicht um Ware des Inflationswarenkorbes auf dem Heimmarkt, stehen dort nicht zur Verfügung. Und das war das Thema. (Eigentlich: nicht besonderes wichtiger Unterpunkt der Frage, wie bei Dauerniedrigzins Inflation verhindert werden soll.)
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11.04.2010, 12:50
AW: Zu den Schulden. Des Staates, wie auch Eurer.
Geändert von Ahab (11.04.2010 um 12:56 Uhr)
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11.04.2010, 23:47Inaktiver User
AW: Zu den Schulden. Des Staates, wie auch Eurer.
Daß aus Spargeldern Giralgeld(kredit) geschöpft wird, hatten wir zweifellos nachgewiesen - aber darum geht es hier nicht.
Hierzu ein auf die Schnelle recherchierter Beitrag: Wie sich das Vermögen der Deutschen zusammensetzt - Vermögen - FOCUS Online hier bitte "Aufteilung des Geldvermögens" anklicken. Interessant, wenn auch absehbar, wie sich Vermögen zusammensetzen. 1/3 "Einlagen und Bargeld". Ca. 20% in Investmentfonds und Aktien. Wie Sie selbst schrieben, ist dieses Vermögen nur soviel wert, wie der Wert, den ein wie auch immer gearteter "Markt" diesen Papieren gerade beimißt. Sicher ist dieses Vermögen also nicht :) - ganz im Gegensatz zu den "sicheren Schulden", auf deren Rückzahlung gepocht wird. Wie Versicherungen zu betrachten sind, nunja. Das überlasse ich der Bewertung des Einzelnen. Das aber nur als kleiner Exkurs.Nur steht in der Realität den in der BRD an Nichtbanken ausgegebenen Krediten von ca. 3 Bio Euro ein Spargeldvermögen von gegen 4,5 Bio. Euro gegenüber.
Nein, denn die Auflistung verdeutlicht eben, daß 1. der größte Teil der Vermögenswerte liquide ist bzw. sehr schnell liquidierbar ist und 2. die Vermögen selbst bei optischem "Eingefrorensein" entgegen Ihrer Annahme ständig aktiv im Markt und Marktgeschehen sind. Diese "Spargelder" sorgen -egal, in welcher Form sie vorliegen oder umgeschichtet werden- an sich nicht für Schlimmstenfalls mögliche (Hyper)Inflation oder mindestens unberechenbare Inflation, wie Sie erklärten. Dennoch: Die "Verwalter" spekulieren damit und suchen Rendite - allerdings punktueller Art Geldüberschuß/ Warenknappheit. Dort gibt es Inflation. Beispiel Gold, Sprit usw, was eben aktuell ist - es findet eine gefährliche Entwicklung statt, die natürlich das Wesentliche (Hier: Realwirtschaft) stark schädigt. Wie ich schon mal schrieb: Das Ganze ist eine Kannibalisierung, Absägen des eigenen Astes, Hase und Igel usw. Dauert nur etwas, bis es einleuchtet. Und das ist nur ein kleiner Teil; bereichert noch um den Aspekt des billig verfügbaren Zentralbankgeldes.Allein dieser Umstand ergibt selbst nach den einfachen Prinzipien Ihrer Bankenwelt "Eingefrorenes" von rund 1,5 Bio.
Da täuschen Sie sich. Wenn ich 1000 Euro meines "Überschusses" als "Sparguthaben einfriere"/ einem Fonds gebe, wird er sich vielleicht davon (vereinfacht) 1000l Öl kaufen, das ich dann für 1200 Euro einkaufen muß, um heizen zu können. Was aber nicht schlimm ist, da ich ja 30 Euro Rendite erhalte höhöhö. Die 170 Euro für diesen einen trade kommen woher???? Sie können nicht beeinflussen, wo und wie Ihr "Geldvermögen" gegen Sie verwendet wird. Daß es das wird, ist todsicher - egal ob punktuell mit Inflationstreibender Spekulation, Verzinsung oder als Nachweis einer Mindestreserve, um weiter Geld schöpfen zu können - und das sind die wirklichen Inflationsmonster. Ist doch gar nicht so schwer zu diagnostizieren. Allerdings hatten wir während der letzten drei Dekaden einen Mordsdusel, daß die Inflation nur relativ stark war statt extrem: Robotisierung, Effizienzsteigerung und Globalisierung, sodaß die Warenmenge einigermaßen Schritt halten konnte. Da ist aber auch Ende der Fahnenstange.Danke für den Hinweis. Ja, das "gefrorene" sind Überschüsse, die z.B. als Kredite in andere Länder ausgereicht werden. Aber sie konkurrieren eben nicht um Ware des Inflationswarenkorbes auf dem Heimmarkt, stehen dort nicht zur Verfügung. Und das war das Thema.
Soweit ich hombre verstehe, ist da schon was dran: Je geringer der zu erbringende Zins ist (also sagen wir mal p.a. statt 6000 Euro nur 1000 Euro), desto geringer ist auch das nötige Geldmengenwachstum. Daraus folgt geringere Inflation und langsameres Enteilen der Geldmenge von der Wirtschaftsleistung. Man muß das natürlich auch quantitativ in anderer Hinsicht betrachten: Viele der Waren und Dienstleistungen enthalten ihrerseits einen zu erbringenden Zinsanteil, der sich in der Summe des Warenkorbes mächtig auswirkt - wir könnten mal spaßeshalber ansehen (virtuelles Kleinmodell unter uns Usern), wie sich diese Preise bei unterschiedlichen Zinsmodellen unterschiedlich entwickeln würden.(Eigentlich: nicht besonderes wichtiger Unterpunkt der Frage, wie bei Dauerniedrigzins Inflation verhindert werden soll.)
Was uns natürlich nicht der Notwendigkeit enthebt, zwei Dinge erkennen zu müssen: 1. Wirtschaft ist endlich 2. Geldmenge ist theoretisch frei steuerbar, praktisch aber wegen des Zinses und der Renditeerwartungen ist sie es nicht. Sie muß wachsen. Wie das ohne periodisch und zwangsläufig wiederkehrende.... Irritationen unter einen Hut zu bringen sein soll, konnte mir noch niemand erklären.Jack-London]nur mal so zur allgemeinen Information: wenn man die Geldmenge stärker erhöht als das Wirtschaftswachstum ist, ist das eine Inflation (Ausdehnung des Geldes).
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12.04.2010, 01:18
AW: Zu den Schulden. Des Staates, wie auch Eurer.
Das ist doch ein absolutes Nebengleis.
Giralgeld ist ein feststehender Begriff, der selbst von den "Verschwörungstheoretikern " sich nur auf Sichteinlagen bezieht, auf kurzfristig zur Verfügung stehende Guthaben auf Girokonten und Krediten aus diesen Sichteinlagen.
In Ihrer andernorts diskutierten Giralspiral müsste dieses dort als Kredit geschöpfte Geld bereits mehrfach ausreichen um Kredite in Deutschland zu finanzieren.
Das Giralgeld hat mit Spargeldern, die längerfristig festliegen, allerdings nichts zu tun! Beim Giralgeld wird Geld geschöpft, weil sowohl die Sichteinlage als auch der ausgegebene Kredit zur Geldmenge, sogar M1 gehört. Sparkonten gehören wegen Ihrer statistischen Langfristigkeit aber eben gerade nicht zur Geldmenge, sondern nur das als Kredit ausgegebene Geld, es findet also bei Kreditvergabe aufgrund von Spaguthaben keine Geldschöpfung statt. Also erst recht nix Giralspiral.
Sie sollten sich mal mit der Refinanzierung von Banken beschäftigen. Spargelder hatten da stark an Bedeutung verloren. Reine Investmentbanken, die einen wesentlichen Teil an Krediten ausrichten, verzichten ganz darauf! Die Deutsche Bank wollte die Sparer und das von Ihnen wegen der Giralspiral als so wichtig eingeschätzte Geschäft mit Girokunden mittels der DeutschenBank 24 auch mal loswerden. Da hat sich der Wind allerdings ein bisschen gedreht.
Zu Ihrem Nebenthema zurück, was diese "eingefrorenen" Sparguthaben betrifft:
Sie wollen doch nicht allen Ernstes in Abrede stellen, das Deutschland mit seinen Überschüssen die Defizite der anderen finanziert? Um nichts anderes geht es aber. Nochmal: Das Geld auf den Sparkonten konkurrenziert nicht in Deutschland um die Waren im Inflationswarenkorb. Es wird eben auch zu einem nicht unwvesentlichen Teil an Griechen, Italiener oder Spanier als Kredit ausgegeben oder befindet sich in anderen Anlagen im Ausland, und befindet sich so im wesentlichen in den dortigen Geldkreisläufen. Es ist dem Geldkreislauf in der BRD entzogen. Natürlich ist das in wirklichkeit eine Mischrechnung, aber das wird doch hier viel zu kompliziert. Fakt ist: unsere Überschüsse, dass sind unsere Ersparnisse, und die finanzieren die Defizite der anderen, sind im wesentlichen weg aus dem deutschen Verhältnis Geldmenge / Warenmenge. Das ist der Punkt um den es mir ging, - der aber wirklich total unwesentlch ist gegenüber den anderen offenen Fragen.
Zum Beispiel, warum Notenbanken auf der ganze Welt Inflation bisher mit Zinserhöhung wirksam bekämpfen konnten, wenn Zinserhöhung aus Ihrer und Hombres Sicht doch genau gegenteiliges auslöst, und Inflationstreibend wirken müsste? Kann nichtmal diese nicht zu verleugnende Tatsache den geringsten Schatten auf Ihre Erkenntnisse werfen?Geändert von Ahab (12.04.2010 um 01:33 Uhr)
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12.04.2010, 09:32
AW: Zu den Schulden. Des Staates, wie auch Eurer.
Dir scheint es ewig um Inflationsbekämpfung zu gehen, sonst sah ich bisher kein Ziel!?
Mir gehts darum ein berechenbares, verlässliches Finanzsystem zu bekommen, in sich logisch bis aufs Messer bitteschön !! Denn, da geb ich allen Schwaben mal voll Recht: Geldanlage sollte keine Spaßveranstaltung werden. Wo Vermögen einfach mal so entstehen und sich einfach mal so auflösen.
Spiegelfechtereien und Erbsenzählerei zettelt hier genauer einer ständig an. Der bist du, Ahab. Wir sehen uns gezwungen darauf einzugehen.
Soll ich deine Zitate suchen, in denen du selbst erklärst, daß alles nur als sehr vage anzusehen ist, was da mit und ums Geld läuft? daß "man" auch nicht sicher ist, ob Steuerungsinstrumente überhaupt greifen, jemals gegriffen haben? ...zuletzt nur dieses:
Warum nun "Spargelder" (die ja keine "Gelder" sein dürfen per definitionem,wie wir gelernt haben) so speziell behandelt werden, ist doch gerade nach deinem letzten Beitrag dazu völlig unverständlich, der da lautet:
Zitat von Ahab
das was "der Punkt" sein soll, ist eben eine geradezu unglaublich schludrige "Definition". Völlig unbrauchbar! Allein der Begriff Definition sperrt sich mit aller Macht verwendet werden zu wollen.
Zitat von Ahab
Du sprichst von Perfekt und Nichtperfekt. Wenn man auf dieser Welt von irgendwelchen menschgemachten Dingen erwarten kann, daß sie "perfekt" seien, dann von den durch reine Ratio kreierbaren Strukturen. Zuvorderst die Systematik der Logik selbst, dann alles was man mit ihrer Hilfe fehlerfrei konstruiert. Fehlerfreie Software zb. Allgemein: Fehlerfrei (oder nur überschaubare Fehler zulassende) ,verlässlich geregelte und also auch so funktionierende Abläufe innerhalb eines Bereichs.
Niemals würden wir ein Telekommunikationssystem (als unverbesserlich) akzeptieren, das solche Katastrophen und Verwerfungen in sich birgt wie unsere Finanzstrukturen. Oder ein Postsystem, ein Steuersystem, ein Rechtssystem... wir trachten ständig danach die Dinge zu optimieren, zuvorderst diejenigen, deren Unzulänglichkeiten sich am ärgsten zeigen.
Das sind nunmal heute klar die des Finanzsystems!?!?
Worauf man mit Berechtigung einige Frage-und Ausrufezeichen anfügen darf, sollten doch bei Konstruktion von Finanz/Geld/strukturen Rücksichtnahmen auf divergente soziale Einstellungen und divergentes Gerechtigkeitsempfinden innerhalb der Menschheit entbehrlich sein.
Ganz anders als bei Rechts- und Steuersystemen, die also weit schwierigere Aufgabenstellungen beinhalten sollten.
Du (der ich dich als Stellvertreter eines Bankmenschen hier ansehe),
scheinst ja allein schon von der Begrifflichkeit her schon keinen großen Ehrgeiz zu entwickeln klar zu sein/ bleiben/ werden !
Da klärst du erst fachwissend auf, daß Sparguthaben per definitionem der Bundesbank kein Geld seien und gebrauchst innerhalb eines Abschnitts die Begriffe "Spargeld" und "Spargeldvermögen " an zentraler Stelle, und noch dazu mit unterschiedlichem semantischen Gehalt (!?)
Ich unterstelle, daß dieses "Spargeldvermögen", das sein soll was Grobi in seinem Link wie sich das Vermögen der Deutschen zusammensetzt fand. Siehe dort Unterlink: "Aufteilung des Geldvermögens".
Zitat von Ahab
[btw: die Haare streuben sich mir ,wenn ich sehe, daß in dieser Fokus-Listung Aktienvermögen als Geldvermögen einsortiert werden. Ich muss aber annehmen,daß dies offiziellem Gebrauch entspricht. Sparbuchguthaben seien kein Geld, Aktienbewertungswerte dagegen seien Geld - da frag ich wirklich welches Geistes Kind die Leute sind, die sowas festgelegt haben)
Ich folgere, daß allein schon die interne Sprachverwirrung (per Laxheit des Sprachgebrauchs) den Durchblick der Diskutanten stark erschwert.
Was doch dagegen klar ist:
1,
Hohe Zinsen treíben Inflation, oder anders: hohe Zinsen bewirken hohe Preissteigerungsraten. Oder/und Unternehmens- und Staatspleiten! Denn wir sahen, daß Staat und Unternehmen die großen (Netto)Schuldner im System sind. Wenn für diese die Zinslast steigt, sind sie gezwungen ihre Preise zu erhöhen. Beim Staat sind das Gebühren, Abgaben,Steuern. Dieser Zusammenhang liegt doch quasi selbstverständlich auf der Hand, wie kann man sich dem entgegenstellen wollen
1a,
wenn also sowohl höhere (Kapitalverzinsungen) gewünscht wie zugleich auch höhere Steuerabgaben verweigert werden, wird die Schuldenlast des Staates weiter steigen und in den Bankrott führen. Ergo MÜSSEN die Zinsen runter !
Und zwar die Endverbraucherzinsen !!!! Ich denke da in Größenordnung 1-2% Zinssatz !
Da steht dahinter, daß auf der anderen Seite kein Kapitalanhäufer erwarten kann sein Geldvermögen würde per se ein erkleckliches Einkommen mittels Zinsertrag abwerfen. Wozu sollte das auch wirtschaftsdienlich sein?
Konsens ist die Kapitalaufbewahrungsfunktion des Geldes, also sicheres Sparen, zu gewährleisten. Dem will ich sogar in höchstem Maße Rechnung tragen, indem ich Inflation nahezu eliminiere.
Die Gefahr, die du ja wohl ständig sehen willst, daß dann zuviel Kreditnachfrage aufkäme, und - falls diese befriedigt würde - die Geldmenge auch wieder exorbitant wachsen würde, gedenke ich abzuwenden mit restriktiven Kreditvergabekriterien.
Also:
Billiges Geld ja, leichtes Geld nein !
Hab ich mich jetzt klar und oft genug ausgedrückt?
Wenn du das mit frühkapitalistischen Finanzstrukturen, wie wir sie ja eben heute noch haben, hinbekommst , bitte dann mach.
Mir ist auch egal wie man das System , das das hinbekommt, einsortiert. Ich würde eher an ein Nichtmarktsystem denken, aber Alternativideen sind willkommen
Geändert von hombre (12.04.2010 um 09:54 Uhr)
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12.04.2010, 10:44
AW: Zu den Schulden. Des Staates, wie auch Eurer.
Meine Güte, dass Ihr Euch so schwer mit den Definitionen tut, ist keine Ungereimtheit im System, sondern liegt an was ganz anderm. Wieder: Wenig ist so logisch, als dass Sichtguthaben Geld sind, und Sparkonen nicht: Mit Sichtguthaben kann man direkt bezahlen, mit Sparguthaben nicht, die müssen dafür in Bargeld oder in Sichtguthaben umgewandelt werden.
Was ist daran eigentlich so schwer zu verstehen???
Mit Aktien kann man auch direkt bezahlen, ich erklärte es. Du kannst mir eine Aktie geben als Bezahlung, aber kein Sparbuch, es ist nicht übertragbar.
Was Du als meine Erbsenzählerein bezeichnest ist, Begriffe sauber trennen zu wollen, und eben nicht den grössten Unsinn durchgehen zu lassen, nur weil er so zurechtgebogen ist, dass er Deine "Theorien" stützt. Z.B. wenn plötzlich behauptet wird Sparguthaben fände Giralgeldschöpfung statt. Es hilft halt sich ein bisschen an der Realität zu orientieren, damit man nicht immer völlig nackt da steht. Solche Dinge verzerren die Realität einfach dermassen, dass man da nur böswillig von Erbsenzählerei sprechen kann wenn man das geraderücken will. Du und WG hingegen fixiert euch meist nur darauf, mir irgendwelche Unschärfen nachzuweisen, anstatt mal Grundsätzliche Fragen zu beantworten. Stattdessen wird ellenlang behauptet, das Geld, mit dem Spanien seine Beamten bezahlt konkurrenziere in der BRD um Waren.
Was die Inflation angeht: Eine weitere Erbsenzählerei: gehören Steuern zum Inflationswarenkorb? *kicher*
Doch nur ganz bedingt über die Mehrwertsteuer.
Sie werden das System nicht verstehen, sollange sie sich an M1 auf der Insel klammern. Nur mit dieser kommt die seit gefühlten tausend jahren in tausend Strängen diskutierte Zinsproblematik "auf der Insel" zustande, die leider immernoch die Grundlage für Ihre Theorien bildet.
Ein Währungssystem ist keine Insel, und es gibt mehr Geld als M1. M1 muss nicht steigen, um den Zinsaufwand zu bezahlen, die Znsen können auch mit anderen Geldbestandteilen wie kurzfristigen Anleihen oder Aktien etc. oder Fremdwährung incl. Gold bezahlt werden.
Da wir das nun schon ausgibgst diskutiert hatten, sie das aber immer noch nicht zur Kenntnis nehmen wollen, oder können, scheint mir inzwischen, ist es müssig.
Zins bekämpft Inflation sehr wirksam, da das Geld von dem Sie annehmen, das bei höherem Zins mehr vorhanden sein müsste ja nicht auf Bäumen wächst, sondern eben fehlt. - Durch höhere Zinsen wird also Geld von den Banken eingezogen und weniger ausgegeben , bzw. wird es durch Sparer aus dem Kreislauf genommen.
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Warum ist es eigentlich ungerecht, wenn ein Vermögender 5% Zinsen bekommt, aber nicht ungerecht wenn er 1% bekommt? Also ein Millionär 10 000 pro Jahr einfach so, ohne zu arbeiten?Geändert von Ahab (12.04.2010 um 11:01 Uhr)
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12.04.2010, 11:10
AW: Zu den Schulden. Des Staates, wie auch Eurer.
Ahab, was soll das? das kann doch nicht an mich gerichtet gwesen sein oder Grobi. Also nur an die Galerie, das Publikum.
Sparbuchguthaben kann teils sofort zu Geld gemacht werden wie ich schrieb, und total binnen 3 Monaten.
Aktien sind kein Zahlungsmittel, ergo kein Geld. Und inwiefern sie zu einem aktuellen Buchkurs realisiert werden könnten hängt von dem Spread ab, und von der Menge, die man verkaufen möchte in Relation zur Größe des Nachfragemarktes.
Das ist ganz ähnlich wie wenn ich sagen wollte mein gesamer Hausstand ist Geld, da ich ihn jederzeit versilbern kann (zb bei ebay) wie Aktien. Innerhalb 1 Woche zb. Oder auch schneller.
Terminanlagegeld, das mir erst nach Jahresfrist und später verfügbar wird, ist aber trotz mangelnder Verfügbarkeit nominell "Geld". Crazy.
..aber wenden wir uns einer interessanteren Frage zu:
----Sagen wir doch : Wenn es ungerecht ist, daß ein Geldmillionär 50000€ p.a. bekommt für nix, dann ist es weniger ungerecht wenn er nur 10000 € bekommt . Doch einfach, oder?Warum ist es eigentlich ungerecht, wenn ein Vermögender 5% Zinsen bekommt, aber nicht ungerecht wenn er 1% bekommt? Also ein Millionär 10 000 pro Jahr einfach so, ohne zu arbeiten?
Zudem muss es nicht verwerflich sein ihm etwas zukommenzulassen um sein Vermögen zu verteidigen. Wenn er nämlich Vermögenssteuer abführen müsste, sage 1% p.a., würde sich das grade gut aufheben!
Ganz ohne Zins will ich nämlich auch nicht verfahren. Ich halte Zins durchaus auch für ein genial unbürokratisches Mittel die Verschuldungsbereitschaft etwas im Zaum zu halten.
Was bleibt aber,wenn man erkannt hat: (Hoch)Zins ist gefährlich, Nullzins ist unerwünscht? Niederzins, genau.
Man sehe: ich denke also gar nicht so unpragmatisch
Geändert von hombre (12.04.2010 um 15:11 Uhr)
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12.04.2010, 11:44
AW: Zu den Schulden. Des Staates, wie auch Eurer.
Also zu letzten mal jetzt, hilft ja offenbar nix. Sparbuch ist kein Geld, weil Du damit nicht bezahlen kannst, Du musst es erst in Geld umwandeln.
Mit Giroguthaben kannst Du sofort bezahlen. Mit Aktien kannst Du auch sofort bezahlen, ohne Umwandlung in Geld. Das ist im täglichen privaten Zahlungsverkehr unüblich, aber es geht und wird gemacht. Zur welcher Geldmenge Wertpapiere gezählt werden hängt, und welche Wertpapiere mitgezählt werden hängt übrigens von der Notenbank ab, nicht von mir, Daher bin ich da vielleicht der falsche Ansprechpartner.
Crazy ist dabei Deine Vorstellung von SPAREN. Damit ist nicht gemeint ein Jahr, sondern Geld langfristig zurückzulegen. Terminanlagegeld wird nach dem Termin zwangsläufig in M1 verwandelt, Wenn Du Dir eine Investition überlegst bist Du mit Anlagefristen von bis zu 2 Jahren immer rechtzeitig flüssig, und die Bank akzeptiert die Papiere für Deine Finanzierung.Terminanlagegeld, das mir erst nach Jahresfrist und später verfügbar wird, ist aber trotz mangelnder Verfügbarkeit nominell "Geld". Crazy.
Gibts eigentlich eine Möglichkeit alles nicht immer und immer wieder schreiben zu müssen, bis Du es mal zur Kenntnis nimmst? Du fabrizierst mit Deinen immer gleichen obwohl schon beantworteten Fragen eine Endlosschleife. Statt im nächsten Post schon wieder zu fragen, warum Sparkonten nicht zur Geldmenge gehören, schnell und planbar innerhalb von 2 Jahren liquidierbare Anlageformen aber schon, nimm es doch endlich mal zur Kenntnis. Und auch wenn Sparkonten schneller liquidierbar sein könnten, werden sie im statistischen mittel eben sehr viel länger gehalten, weil das ihr Zweck ist, leicht übertragbar wie Wertpapiere sind sie auch nicht.Na was nun, gehts ums Prinzip, dann ist es ungerecht, egal ob 10% oder 1%. Ebensowenig ist es gerecht, wenn jemand für 10 000 Zinsen bekommt, für 1 000 000 aber nicht, weil sie weggesteurt werden. Oben sollte sich sparen noch lohnen.
..aber wenden wir uns einer interessanteren Frage zu:
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Sagen wir doch : Wenn es ungerecht ist, daß ein Geldmillionär 50000€ p.a. bekommt für nix, dann ist es weniger ungerecht wenn er nur 10000 € bekommt . Doch einfach, oder?
Zudem muss es nicht verwerflich sein ihm etwas zukommenzulassen sein Vermögen zu behalten. Wenn er nämlich Vermögenssteuer abführen müsste, sage 1% p.a., würde sich das grade gut aufheben!
[/quote]Was bleibt aber,wenn man erkannt hat: (Hoch)Zins ist gefährlich, Nullzins ist unerwünscht? Niederzins, genau.
Ich gebs auf. Was daran pragmatisch oder gar realitätsnah sein soll, Ressourcenabhängigkeit per dekret eliminieren zu wollen, Kredite über Einzellfallbeurteilung nach Gusto zu vergeben, und den internationalen Finanzmarkt verbieten zu wollen, erschliesst sich mir gerad nicht so recht.Man sehe: ich denke also gar nicht so unpragmatisch
Anstatt Deine Träume aufs neue selbstzubeweiräuchern sag doch mal, wie Du Inflation verhindern willst, wenn das erlangen der Weltherrschaft und das verbieten der Rohstoffabhängigkeit nicht sofort klappt?
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12.04.2010, 11:53
AW: Zu den Schulden. Des Staates, wie auch Eurer.
Natürlich spreche ich indirekt die Notenbank (oder eben unser gesamtes Geldsystem an, und die Personen,die es verzapf(t)en). Du fungierst quasi als erste Anlaufstelle. Bleibst du schlüssige Antworten schuldig, schließe ich erstmal auf Unschlüssigkeit des Systems. Bis jemand nöglicherweise mehr weiss, schlüssigeres dazu vorbringen kann.
Das hätte ich ohnehin auch an dieser Stelle gesagt.Ich gebs auf.
Sir Ahab, ich bedanke mich fürs Gespräch. Ich denke du bist vorerst entweder ausgequetscht oder willst nicht mehr beisteuern.
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12.04.2010, 12:00
AW: Zu den Schulden. Des Staates, wie auch Eurer.
Witzbold, von Dir kam doch im ganzen Strang nicht mehr als: "Niederfestzinssystem ist das A und O"!
Sonst absoult nichts, keine weiteren Ausführungen, wie das in der Realität funktionieren soll (ausser Weltherrschaft und Rohstoffabhängigkeitsverbot, was ja nicht ernst zu nehmen ist). Du bleibst nichtmal mal beim Überdenken Deiner Grundannahmen hängen. Da kommt einfach nichts. Schade.
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12.04.2010, 15:17
AW: Zu den Schulden. Des Staates, wie auch Eurer.
wär das nicht der Schritt aller Schritte in der Finanzökonomie... daß man erstmal Plan hätte wohin die Reise gehen soll (und muss) ?
erstens will ich in einer Diskussion erstmal die Einsicht, daß das Ziel stimmen könnte. Dann kann man weitergehen und Realisierungsfragen angehen.Sonst absoult nichts, keine weiteren Ausführungen, wie das in der Realität funktionieren soll
Wobei ich einiges schon geliefert hatte zum Kreditvergabeprozedere.
Was ja wohl die wichtigste Detailfrage wäre.
Das ganze Rohstoff und Import/Export Zeugs wirkt sich wie gesagt mal so und mal so auf die Preise aus, mittelfristig eher irrelevant.


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