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25.02.2010, 13:48
AW: Bischöfin Käßmann betrunken am Steuer
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25.02.2010, 13:49
AW: Bischöfin Käßmann betrunken am Steuer
Der katholischen Kirche laufen deshalb weniger Mitglieder weg, weil der Katholizismus dazu angelegt ist mehr Angst vor "der ewigen Verdammnis" zu schüren als die evangelische Kirche das tut. Im Gegenzug ist die "ach so freie" evangelische Kirche nicht selten "sinnenfeindlich" (jedenfalls bei denen, die den Glauben absolut praktizieren) und im Extremfall kann sie rigider und vor allem viel prüder sein als der Katholizismus.
Summa sumarum stehen die einen den anderen in nichts nach - es werden nur unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt.
Und sowohl im einen als auch im anderen Fall kann sie für den jeweiligen Menschen eine Hilfestellung im Leben sein.
Die beiden christlichen Kirchen gegeneinander auszuspielen finde ich unangebracht. Das sagt eine, die keiner Kirche angehört und sich als Atheistin bezeichnet.
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25.02.2010, 13:51Inaktiver User
AW: Bischöfin Käßmann betrunken am Steuer
Es bleibt dir überlassen zu zitieren, was du für wichtig hältst. Mir ist die Aussage:
"Die sogenannte sexuelle Revolution, in deren Verlauf von besonders progressiven Moralkritikern auch die Legalisierung von sexuellen Kontakten zwischen Erwachsenen und Minderjährigen gefordert wurde, ist daran sicher nicht unschuldig"
aussagekräftig und eindeutig genug. Zumal es besagte sexuelle Revolution in der katholischen Kirche nun mal bis heute nicht gibt. Ausgerechnet sie für die Haltung der Kirche, für Vertuschen und Verleugnen, für Verharmlosen und Wegschauen verantwortlich zu machen, ist also ganz einfach lächerlich.
Daran ändern auch die Betroffenheits-Äußerungen der Kirchenfunktionäre nicht.Geändert von Inaktiver User (25.02.2010 um 13:59 Uhr)
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25.02.2010, 13:52
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25.02.2010, 13:55
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25.02.2010, 13:55
AW: Bischöfin Käßmann betrunken am Steuer
Tja, Erfahrungen, Erfahrungen.................
Man muss nicht alle Erfahrungen dieser Welt haben. Aber diejenigen, die sie in einem bestimmten Punkt nicht haben (irgendwie trifft dies irgendwo auf jeden zu), sollten sich bei diesbezüglichen Urteilen etwas zurücknehmen - finde ich.
Ich weiß nicht, ob mir das immer gelingt. Aber ich glaube auch nicht an meine Unfehlbarkeit.
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25.02.2010, 13:57Inaktiver User
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25.02.2010, 14:02Inaktiver User
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25.02.2010, 14:06Inaktiver User
AW: Bischöfin Käßmann betrunken am Steuer
Wer will soll sich gerne an seiner Festung festhalten. Ich habe kein Problem mit Leuten, die im Zeitalter von Aids z.B. unverdrossen gegen die Verwendung von Kondomen polemisieren (Papst) oder Schwangerschaftsabbrüche mit Naziverbrechen vergleichen (Mixa), so lange sie nicht erwarten, dass die moderne säkulare Welt sich nach ihren überkommenen Vorstellungen richtet.
Ich habe auch kein Problem mit islamischen Frauen, die Kopftuch tragen. Solange ich keines tragen muss.
Jedem das Seine. Wir haben Religionsfreiheit.
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25.02.2010, 14:07
AW: Bischöfin Käßmann betrunken am Steuer
Die Forderung nach Legalisierung sexueller Kontakte zwischen Erwachsenen und Minderjährigen hat in der 68-er Bewegung keine, wirklich keine Rolle gespielt.
Dass sie vielleicht mal in einer Schrift propagiert wurde, oder in zweien, mag ja sein ... aber Papier ist geduldig.
Worum ging es ?
Ein paar Sätze aus Wikipedia zum Thema sexuelle Revolution:
Forderungen nach sexuellen Freiheiten stießen in weiten Teilen der 68er-Bewegung auf großes Interesse und Experimentierfreude: Einerseits wollte man sich von der „bigotten Prüderie“ der 1950er-Jahre befreien, andererseits war die Hoffnung auf gesellschaftliche Veränderung durch sexuelle Befreiung vorhanden. Hinzu kam die Furcht vor autoritären Strukturen, wie sie Horkheimer und Adorno in ihrer Studie über den autoritären Charakter und Wilhelm Reich in seiner Massenpsychologie des Faschismus beschrieben hatten.
Dazu trug auch die Auseinandersetzung der 68er mit der Zeit des Nationalsozialismus bei: Durch die Unterdrückung von vitalen Trieben sahen viele 68er den Menschen in seiner Persönlichkeit deformiert. Dies galt als Ursache für die Bereitschaft, anderen Menschen so Entsetzliches anzutun wie im so genannten Dritten Reich geschehen. Hier kamen auch die Schriften Sigmund Freuds zum Tragen, der – wenn auch mit anderer Gewichtung – ebenfalls die folgenschwere Unterdrückung der Sexualität als eines überaus mächtigen Triebes thematisiert hatte, aber – anders als sein Schüler Otto Gross – nicht seiner Entfaltung, sondern seiner Hemmung das Wort geredet hatte.
Die neuen sexuellen Freiheiten – zusätzlich befördert durch die zeitgleiche Marktreife der Anti-Baby-Pille – wurden häufig vehement und mit viel Rückhalt in kirchlich-konservativen Kreisen bekämpft, führten aber gesellschaftlich sehr viel weiter als andere politische Forderungen der 68er-Bewegung (Flower-Power-Bewegung).



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