Hmmm... auszahlen... :)Zitat von frangipani
Klartext: Nehmen wir unser politisches System, das Wirtschaftssystem, unsere Gesellschaft im Ganzen. Ich hab den Eindruck, daß da in größeren Teilen nicht nur Unmut herrscht, sondern -wie nenne ich es?- eine Mischung aus Ohnmacht, Resignation (kann sein, daß es beabsichtigt ist), aber zugleich staut sich auch Wut auf. Auf unverschämte Bonüsse, kaum mehr verdeckte Korruption auf allen Ebenen, alles mögliche. Das Erstaunliche dabei: Es sieht so aus, als ob jeder gegen jeden wäre (AL gegen AN gegen Unternehmen) aber letztlich richtet sich das gegen "das System". Ich glaube, es entwickelt sich eine gewisse Sensibilisierung, vielleicht noch diffus, vielleicht schon greifbar, daß da grundsätzlich etwas nicht stimmt - an mehreren Punkten. Was aber passiert? Nichts; weder Demos, noch Streiks, noch Proteste. Nicht einmal elementare Diskussionen innerhalb der großen Medien.
Das schreibe ich, um die "Voraussetzungen" zu charakterisieren - natürlich nur so, wie ich die Bruchstücke aus Diskussionen "vor Ort" oder in Foren zusammensetzen kann. Ist also nur mein persönlicher Eindruck.
So und wenn nun ein Initialfunke da ist, kann das durchaus einen Prozeß in Gang setzen. Braucht ja gar kein "echter" Märtyrer sein, sondern eine Form des ausdrücklichen Protestes. Als Beispiel nehm ich mal die DDR. Also zahlt sich das natürlich aus. Für den ersten vielleicht nicht, aber für alle.
Weiß ich nicht - der Mann wird zu sehr auf die Ebene des "ungerechten Steuersystems/ Steuersünders" runtergebrochen. Das ist aber nur eine Randerscheinung dessen, wovon er in seinem Brief noch schreibt. Kommt mir "witzigerweise" so ähnlich vor, wie die Diskussionen hierzulande: Es geht beinahe nur und ausschließlich um "Steuern" - als Wahlprogramm, als Bürde oder Rechengröße. Das ist derart bieder und blödsinnig.Nach den Berichten hat der Pilot in vielen Teilen 'selbst schuld', weil er sich über Jahrzehnte nicht an die Steuergesetze gehalten hat und sich damit in den Mist gefahren hat. Da kann man ihn schnell einen 'Nutcase' nennen.
Andererseits sind die Gesetze, gegen die er sich gewehrt hat, anscheinend auch wohl unfair gegenüber Freiberuflern, wie er einer war, gewesen. Aber deshalb morden?
Ich weiß nicht, ob der Brief mißverstanden wird oder mißverstanden werden soll? Was der Spiegel dazu schreibt, ist ja leider ziemlich hm... unpassend. Ich hab eher den Eindruck, daß ihm schon ein größeres Ausmaß des ganzen "bullshit" klar war - vielleicht deshalb die heftige Reaktion und der Entschluß zu einer drastischen Reaktion. Als Signal.
Ich hoffe nicht, daß der gewalttätige Punkt erreicht ist. Allerdings hab ich den Eindruck, daß -wenn nicht bei uns, so doch in anderen Ländern oder gar West gegen Ost, Christentum gegen Islam- auffällig viel Agitation betrieben wird. Und zum Teil ja real umgesetzt wird. Sei es der Afghanistankonflikt, Iran und Pakistan oder ganz simpel in D die "gesetzlich legitimierte" Vergewaltigung der Arbeitslosen - auf die schamlose Politiker noch weiter einprügeln.Ich frag mich eben ab und an, ob so langsam die Hemmschwelle erreicht sein wird, wo Unmut in Gewalt umschlagen wird (vor allem unreflektierte Gewaltaktionen) - oder ob die Gesellschaft sich dann im Endeffekt doch lieber bequem auf den Diwan zurückzieht, weil man verlernt hat, das eigene Denken zu trainieren.
Ist sie eigentlich nicht - ich seh lediglich als Problem, daß falsche Vorbilder regelrecht glorifiziert und gute Vorbilder zum Teil diskreditiert werden, sofern sie überhaupt Erwähnung finden. Außerdem ist dieser Egoismus ja auch eine Frage des Rahmens, den eine Gesellschaft überhaupt ermöglicht.An eine Umsetzung dieses Credos glaub ich schon lang nicht mehr, die (westliche) Gesellschaft ist in der Mehrheit zu egoistisch.
Das verstehe ich nicht.Zitat von Inaktiver User
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Thema: Selbstmord eines US-Bürgers
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21.02.2010, 09:58Inaktiver User
AW: Selbstmord eines US-Bürgers
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21.02.2010, 12:01Inaktiver User
AW: Selbstmord eines US-Bürgers
Ganz einfach ... viele im Internet machen auf richtig dicke Hose, weil ihnen letztendlich selber der Arsch auf Grundeis geht, da sie genau wissen, dass, wenn sie Job verlieren, wahrscheinlich den nächsten selber nur für die Hälfte des derzeitigen Gehaltes bekommen ... wenn sie denn überhaupt noch einen bekommen. Ergo reden sie sich (pfeifen im Wald) und den anderen ein, dass "Leistungsträgern" wie ihnen sowas natürlich nicht passieren kann.
Immer schön den Polemikern applaudieren, das suggeriert vielleicht, dass man deren Kaste angehört.
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22.02.2010, 01:19
AW: Selbstmord eines US-Bürgers
Ich habe das in den Nachrichten nur ebensosehr/-wenig überflogen wie alles, und dazu nur "Ach" gesagt wie für alles was mich absolut nicht wundert.
Zu solchen Vorkommnissen habe ich die komische Ansicht, das man sie nicht zu sehr analysieren sollte. Sowohl für den Akteur, als auch für die Allgemeinheit, ist das Relevanteste das Faktum, nicht das abstrakte Drumherum.
Daher beschränke ich mich für mich selbst und auch hier auf das, was mir spontan einfiel als ich das las:
/ Der Mann war offenbar nicht arm, hatte immerhin ein Haus, wennmöglich auch überschuldet wie normal in den USA. Er war jemand, der anfangs in das abstrakte Regel- und Wirtschaftssystem vertraut und investiert, sich anzupassen versucht hatte, aber dann im fortgeschrittenen Alter gestrandet ist weil sich das System regelmäsig gegen seine Kultivierer wendet. Offensichtlich hat er das auch bemerkt.
/ Er hat verstanden, daß jedes staatliche System perfide, 'gesichtslos', zur psychischen Zermürbung angelegt ist, hat aber dazu nicht die korrekte Position gewonnen - insbesondere schon von 'vorneherein' das als ganz normal inklusive für jedes Staatswesen anzusehen.
Dazu gehört natürlich auch, das sich der Teufel bzw das regelwerk immer selbst als gut, richtig, perfekt und absolut und alle anderen als falsch, illegal, Terroristen bezeichnet (so etwa immer wenn man die Yahoo-Nachrichten liest).
/ Das System hat es geschafft ihn zu brechen. Er hat also nicht damit gelernt umzugehen.
Ich habe dafür immer das Stein-Beispiel. Eigentlich hat unser gnädiger Gott die Welt so geordnet, daß der Erfolg in Parallell-Schaltung, nicht in Reihenschaltung erreichbar ist. Millionen Wege führen von A nach B. Wenn nun also irgendwo ein Stein liegt, jeder normale Mensch geht drumherum und's hat sich. Vom teufel aber zBsp kommen Selbstsinn, Machtgier und Eitelkeit. Läßt jemand diese in sich gehen. bringt ihn der Teufel abwärts. So jemand meint dann, er ist stark genug alle Probleme der Welt zu lösen. So einen kleinen Stein wird man wohl doch wegbewegen können. Dann ist der Stein aber größer, aufgeben ? Ich, niemals, und er verliert eine halbe Stunde Zeit um den Stein wegzukriegen. Dann spielt natürlich der Teufel mit ihm weiter seinen Schabernack. Er tut immer größere Steine in den Weg, der Wanderer verliert viel Zeit, es wird Nacht, Regen, Räuber kommen -- und am Schluß dann doch ein Stein so groß, daß er daran zerbricht.
Der Mann hat sich auf einen Kampf mit Windmühlenflügeln, gegen einen abstrakten Feind eingelassen. Von vornherein ist klar, das er da nicht gewinnen kann. Insbesondere sind auch die Staatsmenschen, jeder Staat, die Menschheit, selbst Opfer desselben. Jedes Regelwerk wie Staat, Wirtschaft/Finanzsystem usw ist ein Krebs aus dem Leben erzfeindlichen Regeln.
Der mann hatte vollkommen Recht zu sehen das da etwas falsch ist. Aber er hat sich geirrt, zu meinen, das System SO ändern zu können.
Dem Mann fehlte es an einem Minimum an philosophischem und religiösem Verständnis. Weltanschaulich stand er vmtl. Maçons, Rosa-Cruz, Scientology oder irgendwelchen Welt-Ingenieur/Erbauer -Sekten nahe, und meinte daß man mit wissenschaftlich-technischen Sachen alles erklären, erreichen und die Welt beherrschen kann - also das gegenteil einer humilden, bescheidenen, armen Einstellung - und der teufel hat ihn da genau an den Haaren gepackt, und direkt an die Wand klatschen lassen
Aber was ist der korrekte Umgang ?
Das Stein-Beispiel liefert einige Hinweise. Wir leben nun einmal in einer Welt, die nicht ideal sondern eine Superposition von Gut und Schlecht ist. Insbesondere Eitelkeit ist fehl am Platz. Wir können diese Realität nicht beheben. Ebensowenig eine 'perfekte', idealisierte Lösung erwarten. Aber umgehen. Und sich mit einer praktisch begehbaren Lösung zufriedengeben, ohne etwas prinzipiell lösen zu wollen (denn alle prinzipiellen, perfekten Lösungen sind wieder Regeln und was vom Teufel auch wenn er gerade da immer als Heiliger erscheint). Ohne uns dadurch zum Schlechten hin korrumpieren zu lassen, noch uns den Regeln des Schlechten zu unterwerfen und zum Affen machen. Ein fehler ist es auch zu glauben bzw sich anerziehen zu lassen, es sei nicht 'fair', Probleme zu umgehen und/oder eine praktische/Ersatzlösung statt der des eigentlichen Problemes zu suchen
Wichtig ist das zu kapieren. Und sich zu vertrösten, daß er so zwar nicht zum starken Stein-beseitiger, genau deshalb aber auch nicht zum schwachen Stein-Affen des Teufels geworden ist.
Daher gibt es da auch keine allgemeine Regel einer Lösung. Alles was die Situation verbessert ohne sie nur aufzuschieben ist OK. An eine andere Stadt ziehen, in ein anderes Land, ggf nicht arbeiten wenn es sich sowieso nicht lohnt. Insbesondere aber ist Glauben an Gott gut gegen den Einfluß vom teufel, solange man sich von ihm nicht eitel machen ließ um zu meinen Gott nicht zu brauchen; beten wirkt Wunder.
Das System schädigt nur, wer sich in seine Nähe begibt. Andererseits gehen solche Systeme tagtäglich alleine kaputt, da brauchen wir uns garnicht reinzuknieen noch nachzuhelfen. Deshalb gibt es auch immer Nischen, wo ein System entweder noch nicht oder nicht mehr funktioniert. Man mus nur offen, bescheiden und bereit sein, solche Lösungen statt 'prinzipieller' anzunehmen.
Man muß und kann Probleme geschickt umgehen; sich nicht einen Pfennig ausnutzen lassen; moralisch sauber bleiben und sich nicht korrumpieren lassen; seine Grundversorgung und Leben in Hygiene und Würde aufrechterhalten.
Sobald einem jedoch das System nachstellt und keinen Ausweg mehr läßt, oder es inkompatibel zur eigenen Existenz wird, muß man sich auf professionelle, nicht auf amateurhafte Weise, wehren, was nicht auf Verbesserung sondern auf möglichst vollständige Beseitigung des Feindes abzielen muß; das hat der Mann ebenfalls falschgemacht
Überhaupt kann man immer dagegen vorgehen. Nur nicht in einer stupiden Weise, sondern aus sicherer Position, und in sinnvoller Weise. Und immer nach deinen eigenen Regeln, nie nach den Regeln vom System
Hat der Mann das System zerstört ? Nein. Verändert ? Nein, wollte er vielleicht, soll man aber nicht. Beides wußte eigentlich vorher. Daher hätte er sich seine Aktion sparen können
Wichtig ist auch daß das in religiös vorgesehener Weise zu geschehen hat, um den Teufel keinen Bärendienst zu erweisen. Den Offenbarungen nach geht die Erde durch AlXotama zugrunde - das Zermahlende, Atomisierende, Raum/Zeit die Dimensionen und jede Struktur Auflösende. (Anm.: Das ist damit kompatibel, daß ein prozeß gestartet wird, der eine Trennfläche von Raumgebieten erzeugt. Nachdem die Wirkung als primäre Naturkraft erkannt wurde und dadurch Fakten/Wahrheiten/Informationen nur beschränkte Reichweite haben, können zBsp durch Anordnungen wie bestimmte Strahlenteilung, Negierung und Zusammenfügung, oder auch nur durch (elektronische) Erzeugung einer großen Zahl an Fakten von denen statistisch einige widersprüchlich sind, Trennflächen zu neuen Dimensionen bei Gebieten widersprüchlicher Wahrheiten provoziert werden. Daher ist es denkbar, das der Offenbarung alsbald, gezielt oder als Unfall, Genüge geleistet werden kann.) Zur Frage der Anwendung werden momentan religiöse Gutachten erstellt.Geändert von fifi1234 (23.02.2010 um 07:48 Uhr)
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23.02.2010, 03:10
AW: Selbstmord eines US-Bürgers
Nicht nur die westliche Gesellschaft....von frangipani
An eine Umsetzung dieses Credos glaub ich schon lang nicht mehr, die (westliche) Gesellschaft ist in der Mehrheit zu egoistisch.
Der Mensch allgemein.
Mit - mal mehr, mal weniger - individuellen Ausnahmen, welche aber umso mehr Hoffnung geben und nicht außer Acht gelassen werden dürfen.
Der Egoismus verhindert jeglicher Regierungsform das Ziel.
Oder andersrum gesagt:
Mit dem Gegenteil käme jegliche Regierungsform ans Ziel.
ABER! Was ist das Ziel einer Regierungsform?
UND: Was ist das geläufige Wort für das Gegenteil von Egoismus?
Mir fiele dazu nur ein: Die Nächstenliebe.
Aber welcher Mensch, der ernstgenommen werden will, nimmt schon dieses "sentimentale" Wort 'Nächstenliebe' in den Mund?!
Aber nur mit Ihr - und ausschließlich mit Ihr - ist das Ziel einer jeglichen Regierungsform zu erreichen:
Wohlstand - und Glück für alle.
Eine Gesellschaft, die das erreichen will, kommt um diese Tatsache nicht herum.
Das sagt allein schon die Logik. Sentimentalität hin oder her.
Wenn es allen gut geht, geht es allen gut. Also auch denjenigen, die dafür sorgen, dass es allen gut geht.
Solange das nicht alle begreifen, wird es weiterhin nur den Egoisten gut gehen.
Ist der Egoismus dem Menschen wirklich angeboren?
Oder ist das Gegenteil davon eine Sache die erlernt werden kann?
Nur schade, dass ich jetzt schon spüre, dass ich, sobald dieses Posting gelesen wurde, als Sozialromantiker belächelt werde.
Aber ich will es wenigstens mal gesagt haben.
...oder gepfiffen..., Baselitz
Määnsch, mach mir nicht meine schönen Illusionen kaputt!
Da denk ich mir: Endlich haste ne Flüstertüte gefunden,
die es dir ermöglicht, deine Gedanken, die seit Jahren
in deinem Kopf rumschwirren, möglichst vielen mitzuteilen.
Da kommst Du nun daher und sagst mir, ich steh im Wald.
Aber denk' Dir nix. Das selbe habe ich mir auch schon oft gedacht: Heutzutage ist das Internet 'das Opium für's Volk.
Deshalb verfolge ich die Strategie, etwas schriller, lauter und anders zu pfeifen wie die Anderen.
Aber psssst, sags nicht weiter!!!
Sonst wird das bald ein Augen-betäubendes Hupkonzert geben.
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23.02.2010, 07:58
AW: Selbstmord eines US-Bürgers
Nein, du hast schon recht, aber was sind die praktischen Konsequenzen davon ?
Gott ist schon die beste Lösung gegen den Teufel.
Aber er sagt auch, daß wir uns wehren sollen.
ZBsp: Die Welt ist groß. Bei lauter Ungläubigen, sich zeitweilig zurückzuziehen. Immer die besten zur Verfügung stehenden Waffen wählen und konsequent anwenden.
Bei der Aktion von dem Mann war von vornherein klar, daß es keine nennenswerte Wirkung hat, hätte er sich daher also sparen können
Das aber tiefer zu analysieren, bringt nicht viel. U.a. weil der Mann an sich das System befürwortet hat ... solange es ihm Vorteile gebracht hatte. Und jetzt revoltierte, weil es ihm keine mehr brachte. Also aus egoistischen Gründen, nicht aus moralischen etwa anerkennend daß die gesamte Erde eine Fehlentwicklung und Dauerbrenner von Problemen ist.Geändert von fifi1234 (23.02.2010 um 08:06 Uhr)
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23.02.2010, 08:24Inaktiver User
AW: Selbstmord eines US-Bürgers
@Streuner
Wohlstand und Glück für alle sagst du.
Was hast du ( jetzt mal angenommen in der Regierung mit Nächstenliebe) eigentlich mit denen vor, die zum Glücklichsein gar nicht fähig sind ?
Das braucht der Mensch nämlich auch : die Fähigkeit zum Glücklichsein
und nicht jeder hat das von Natur aus.
Willst du in dem Fall dann Kurse anbieten [natürlich von denen geleitet, die vom Bürgergeld sowieso schon bezahlt sind ( siehe dein anderes Thema " Stell dir mal vor " )].
(passt jetzt nicht unbedingt zum Thread fällt mir gerade auf, aber ich warte auf eine Antwort ).
ich denke da auch z. B . an diesen Kleinen
YouTube - Ich einfach unverbesserlich Teaser Trailer 3 - Minions.wmv (HD)Geändert von Inaktiver User (23.02.2010 um 09:04 Uhr)
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23.02.2010, 10:28Inaktiver User
AW: Selbstmord eines US-Bürgers
Wer sagt denn sowas? Egoismus ist doch nicht vererbt, sondern kommt durch Erziehung zustande. Eben die falschen Vorbilder.
Neee - es ist eine globale Kirchentür für die 95 ThesenDas selbe habe ich mir auch schon oft gedacht: Heutzutage ist das Internet 'das Opium für's Volk.
Immerhin wird darüber diskutiert. Zudem hat ein ähnliches Ereignis durchaus nennenswerte Konsequenzen gehabt. Wenn man von vornherein nicht an die Wirkung seiner Aktion X glaubt (egal ob marginal oder größer) kann man sich gleich einsargen oder in Lethargie versinken.
Zitat von fifi
DasDas aber tiefer zu analysieren, bringt nicht viel. U.a. weil der Mann an sich das System befürwortet hat ... solange es ihm Vorteile gebracht hatte. Und jetzt revoltierte, weil es ihm keine mehr brachte. Also aus egoistischen Gründen, nicht aus moralischen etwa anerkennend daß die gesamte Erde eine Fehlentwicklung und Dauerbrenner von Problemen ist.
"Wieder einmal wurden meine Altersvorsorgepläne gen 0 gebracht und in den Leerlauf befördert. um den Fluggesellschaften mit Milliarden von unseren Steuergeldern zu helfen... wie gewöhnlich ließen sie mich zum verrotten und sterben zurück, während sie ihren reichen, inkompetenten Spießgesellen aus der Klemme helfen MIT MEINEM STEUERGELD!Wenn die Reichen es heute verkacken, müssen die Armen dafür zahlen... ist das nicht eine kluge, saubere Lösung. Ihr Mann arbeitete sein ganzes Leben in den Stahlgießereien von Zentral-Pennsylvania mit den Versprechen großer Firmen und der Gewerkschaft, dass er für die 30 Jahre Dienst eine Pension und medizinische Versorgung erhalten würde, auf die er sich als Rentner freuen könne. Stattdessen war er einer von Tausenden, die nichts bekommen haben, weil das inkompetente Minen-Management und die die korrupte Gewerkschaft (ganz zu schweigen von der Regierung) ihre eigenen Diäten erhöht und die Renter um ihre Pension betrogen haben. Alles was sie zum leben hatte, war die Sozialhilfe."
ist recht ähnlich dem, was sich bei uns abspielt. Ich sehe das genauso - und habe keinerlei Probleme mit der Steuer. Klar hat ihn persönlich "das System" geschädigt - aber auch einen großen Teil der Gesellschaft. Von einigen schreibt er ja, von anderen Betroffenen kann man das durchaus mindestens erahnen. Ich glaube, er verstand zum Ende hin sehr genau, wie es mit der Mohrrübe vor der Nase funktioniert. Und letztlich ist es oft genug ein Trugschluß, ein Mummenschanz. Die "Pfeifer" von denen Baselitz schreibt sind die Andrews, die von dem Punkt noch entfernt sind, aber auch darauf zusteuern.
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23.02.2010, 16:42
AW: Selbstmord eines US-Bürgers
Man soll bzw. muß gegen eine globale Situation schon vorgehen. Sie ist offensiv, schränkt deine natürlichen Rechte ggf. bis auf 0 ein, und stellt dir auch nach, selbst bzw gerade wenn du passiv bist.
Gott macht schon viel von uns. Die Welt ist so organisiert, daß Gutes akkumulativ ist, Schlechtes dagegen in sich widersprüchlich.
Aber der Schöpfer wollte eine Schöpfung machen, die sich von Ihm selbst unterscheidet, ansonsten wäre es nur eine Schein-Schöpfung und Teil von ihm.
Daher kann die Schöpfung nicht perfekt sein. Andererseits macht Gott selbst nichts Unperfektes. Daher wurde die Schöpfung perfekt gemacht, enthält aber die Möglichkeit sich selbst zu verderben (Freier Wille). Genauso wie bei einem Wettrennen oder Weg der erste Schritt zurück ein nicht mehr reparierbarer Umweg ist, so ist die erste freie Entscheidung gegen die Richtung von Gut (welche im Paradis absolut definiert ist, Schlecht dagegen nur relativ als Gegenrichtung vom Gut) die erste, nicht mehr reparable Unperfektion im Paradies. Sie entfaltet Raum und Zeit, nämlich solche die Umwege, schrittweises Vorgehen/Entstehen also Halbfertiges/Fehlerhaftes usw. ermöglichen/enthalten, was es zuvor im Paradies nicht gab.
Gutt gibt uns zwar sehr viele Hilfen. Im Endeffekt werden auch 1% der Sachen dieser Welt gut und nur 99% schlecht, wobei es sehr von dem eigenen Entscheiden abhängt.
Aber er sagt auch, daß wir hier selbst unsere Probleme in Angriff nehmen sollen, und nicht warten bis die Lösung allein kommt.
Wir können nicht alle Probleme dieser Welt lösen. Es ist ja Teil von Gottes Willen, daß die Welt nicht perfekt und unterschiedlich von ihm ist, und um weit von ihrer dann vhd. Nichtexistenz zu bleiben entwickelt sie auch eine Art Eigenleben mit Überlebenswille. Wir können aber konkrete Probleme lösen, auch wenn diese von allgemeiner Art sind.
Auf der Straße zBsp sieht man potentielle oder konkrete Probleme von weit, geht nicht direkt drauf zu, sondern vermeidet sie, wenn sie einem jedoch nachgehen oder von allgemeiner Art sind, muß man sich wehren. Bei allgemeinen Problemen gehört dazu auch, dagegen grundsätzlich vorzugehen auch wenn man momentan nicht konkret betroffen ist, sie einen aber typischerweise morgen betreffen. Dabei kann man auch durchaus einplanen, selbst dabei draufzugehen - nur soll es sich lohnen statt ganz unsinnig zu sein, und im Sinne von Gott.
Ganz wichtig ist dabei mE, nicht auf Lösung/Verbesserung/Leute zum Guten zwingen, sondern auf Beseitigung des Urhebers oder Problemes abzuzielen. Auch das will Gott so, hätte sonst nicht den Freien Willen gemacht bzw alles so wie im Paradies gelassen. Verbesserung wäre regelmäßig nicht in deinem Interesse sondern in dem des Angreifers/Urhebers, will der aber selbst auch nie. Und bei Staaten ist Verbesserung noch viel erfolgloser als schon bei Personen. Staaten sind ein Bündel von Regeln mit einem Haufen von morallosen Nutznießern und Gehirngewaschenen dahinter. Einmal entstandene Regeln aber kann man nur ändern indem man ganz aus ihnen fallende eklatante Ereignisse macht, woraus sich eine neue Regel ergibt. Ansonsten kann man nur die materiellen Träger der Regeln zerstören. Ein Beispiel was beides macht, ist zBsp die Struktur von Raum und Zeit zu zerstören, was auch das Ende aller chemischen, physikalischen, biologischen Vorgänge, der Materie und Energie usw selbst bedeutet. Das ist dann eine große neue Regel, die zudem allen kleineren Regeln ihre materiellen Träger zerstört die sie besessen können.
Was ich sagen will ist man soll nicht direkt ins Messer laufen wenn man selbst keins hat. Vorgehen ja aber in sinnvoller, nicht in ganz sinnloser Weise. Gerade mit Abstand hat man viel bessere Bedingungen.
Der Mann hat insofern Recht daß er gefühlt hat daß was falsch ist, was geändert werden muß. Aber wie gesagt, er hat sich nie zuvor dem System enthalten da überhaupt teilzunehmen, obwohl es grundsätzlich faul ist, sondern hat nur darüber revoltiert daß er später um seinen erhofften Teil betrogen wird. Hat ignoriert daß das, und vieles Andere Absurde, an sich normal ist, und hat so nicht von vornherein eine gewisse Distanz dazu gewonnen, cool zu bleiben und korrekt zu planen. Wie gesagt, war ganz vorabzusehen, daß er so das System nicht beseitigen oder auch nur nennenswert schädigen kann, ändern sowieso nicht.
Der Mann hat zu recht gesehen, daß ein Staat (alias, jede von schon sehr gefestigten Regeln geleitete Organisationsform) ein durch seine Regeln gefangenes, unflexibles, sich selbst als einzig korrektes System ist, wogegen es mit Argumenten vorzugehen ebenso nutzlos ist und wahnsinnig machen würde wie mit einem Stein oder Baum ein gespräch anzufangen. Aber im Grunde genommen sind das überwiegend Nachteile für den Staat. Einige Male hatte ich das schon in anderen Threads geschrieben.
Das Allerwichtigste ist dabei, daß du damit überhaupt nur solange zu tun hast, wie du dich überhaupt drauf einläßt. Du kannst ja weggehen. Freilich wenn do zuvor den Fehler gemacht hast, in das System zu investierern verlierst du alles.
Der wichtigste positive Aspekt ist aber, daß dadurch ein Staat nur durch Zerstörung (egal ob innere oder äußere) abzuschaffen ist. Grundsätzlich wäre ich auch dagegen, daß Schlechtes plötzlich 'gut' wird ... Ein Staat ist selbst ausschließlich durch Gewalt gebildet, aufrechterhalten, gerechtfertigt, daher darf so etwas nie Objekt von recht, sondern nur seinerseits von gewalt werden.
Man sieht außerdem sehr schnell, daß Staaten eigentlich in der Falle sind. Daher verachte ich auch Staatsanwälte, Polizei, beamten, das sind für mich alles Clowns eines Auslaufmodelles ohne Chance für die Zukunft.
Die Erde bleibt iW immer gleich groß, Lebewesen wie Menschen gleich schwach. Die Gewalt dagegen wird immer größer. In der Natur gibt es Gewalt die für Menschen und Staaten ganz unvorstellbar ist, die sie ohne Chance binnen Bruchteilen von Sekunden zerstört. Solche Kräfte werden zunehmend mehr auf und gegen die Erde freigesetzt; eine effektive Abwehr gibt es nicht. Man bräuchte hier nun gar nicht mehr weiter auf Einzelheiten einzugehen; prinzipiell werden irgendwann solche Kräfte freisetzbar sein, daß sie Staaten nicht mehr für Kriege, aber Einzelne weiterhin mit oder ohne Grund benutzen können -- das Ende jedes Staates. Notorisch sind bereits atomare und nukleare Kräfte. Diese sind aber noch verhältnismäßig schwach, zerstören ggf. Teile der Oberfläche, nicht die ganze Erde und Menschheit. Inzwischen wird aber die Freisetzung von Gewalten ganz anderer Dimension (in qualitativem, quantitativem, wortwörtlichem Sinne) vorbereitet.
Auch in einem anderen Punkt befindet sich das System im Nachteil. Ziel ist, andere Staaten nicht zu zerstören sondern zu erobern, unterwerfen, auszunutzen, Teil des eigenem Systemes zu machen - sei es die Menschen, sei es das Gebiet. Das ist sogar die einzige schmarotzerische Überlebensweise einzelner Völker. Umgekehrt können sich die Opfer mit beliebig starken Mitteln wehren, auch wenn dabei die Feinde oder gar sie selbst und/oder die ganze Erde dabei draufgeht.
Der Mann hatte recht daß das System faul ist. Aber Grund zur Panik besteht absolut keine, momentan kann man sogar ganz ruhig bleiben.
Wenn morgen die Erde ganz drauf geht, wundern würde ich mich da absolut nicht, das war schon zu erwarten. Nur kann ich dann nicht mehr zugucken und "Ach" sagen.Geändert von fifi1234 (23.02.2010 um 17:45 Uhr)
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24.02.2010, 00:08
AW: Selbstmord eines US-Bürgers
Gerade heute gelesen, der Mann war ja Informatiker:
heise online - Uni-Absolventen: Familie und Freunde sind wichtiger als Geld und Karriere
Mehr ein grund, nicht auf das kaputte System zu setzen und darin eine Lösung zu suchen, sondern in der Verwirklichung des eigenen Glücks und seiner Lebenseinstellung
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24.02.2010, 02:40
AW: Selbstmord eines US-Bürgers
Etwa wie diese Herrschaften hier?
Die da oben - Deutschlands Millionäre - Montag, 22.02.2010 Das ErsteGeändert von Streuner (24.02.2010 um 02:45 Uhr)


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